Wer denkt, das Leben an einem Internat wie diesem sei wie jedes andere, der irrt gewaltig. Affären zwischen Schülern und Lehrern, kriminelle Machenschaften unter den Schülern und Liebesdramen! Welche Rolle spielst du in alldem?
 
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 Das Sekretariat

Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 18, 2016 2:55 pm von ©Damien Nolan verfasst.

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If you like causing trouble up in hotel rooms, and if you like having secret little rendezvous. If you like to do the things you know that we shouldn't do, Baby, I'm perfect

And if you like midnight driving with the windows down, and if you like going places we can't even pronounce. If you like to do whatever you've been dreaming about, Baby, you're perfect

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Okt 12, 2016 9:45 pm von ©Justus Collini verfasst.
First Post
Julius

Der Höflichkeit wegen klopfte Justus an die Tür, welche zum Sekretariat führte. Er wartete einen Moment, trat dann ein und zog seinen sperrigen Koffer ein wenig unbeholfen hinter sich her. Trotzdem lief er ziemlich zielstrebig auf die Frau zu, die gerade höchst beschäftigt auszusehen versuchte und sinnlos in irgendwelchen Ordnern herum blätterte. Zumindest konnte Justus da keine logische Struktur beobachten und er fragte sich, ob die Dame mit ihrer Zeit nicht sinnvoller umzugehen wusste. Selbst als Justus direkt vor ihr stand, blickte sie noch nicht auf. Um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, räusperte sich der Schwarzhaarige leicht. Er hatte keine Lust sich den Rest des Tages hier die Beine in den Bauch zu stehen und ihr bei dieser sinnfreien Arbeit zuzusehen. Außerdem wäre er ganz froh darüber endlich in seinem Zimmer anzukommen. Immerhin war seine Reise hierher alles andere als kurz gewesen. "Entschuldigung?", versuchte er es erneut. Endlich hatte er Erfolg und sie blickte beinahe genervt auf, sah dabei so begeistert aus wie eine Fünfjährige beim Zahnarztbesuch. "Guten Tag", begrüßte Justus sie trotzdem mit einem freundlichen Lächeln. Er ließ es sich gar nicht erst ansehen, dass er verdammt müde war. Gerade wollte der Junge dazu ansetzen die Sekretärin nach seiner Zimmernummer und seiner neuen Klasse zu fragen, weshalb er ja überhaupt hier drin war, da hörte man auch schon den nächsten Schüler von draußen hinein kommen.

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To be thoroughly conversant with a man's heart, is to take our final lesson in the iron-clasped volume of despair

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Okt 14, 2016 8:06 pm von ©Julius verfasst.
First Post
// mit Justus Collini //

Nachdem ich meine große Reisetasche (ich, aber vor allem meine Schulter, bereute es dermaßen keinen Koffer genommen zu haben) durch alle möglichen Gänge geschleppt hatte, schien es, als hätte ich dann endlich auch mal den Raum gefunden, den ich gesucht hatte. Das Sekretariat. In meiner alten Schule war ich etwas öfter dort gewesen, meistens weil ich im Unterricht geschlafen hatte oder mir etwas herausgerutscht ist, das unangebracht war; eines meiner Ziele für mein neues Leben an diesem Internat war, dem mehr aus dem Weg zu gehen. Ohne anzuklopfen drückte ich die Türklinke hinunter und blieb kurz mit der Tasche am Türrahmen hängen - glücklicherweise konnte ich mich noch fangen. "Hallo!" lächelte in Richtung des Tresens und stellte dann fest, dass noch ein anderer Junge versuchte, gerade die Aufmerksamkeit der Sekretärin zu erlangen, die, wie es bei Sekretärinnen eben oft so war, eher genervt zu uns schaute. "Machst du bitte die Tür hinter dir zu?" fragte sie mich mit einem rigorosen Blick und nickend langte ich mit meinem Arm nach der Tür, um sie zuzuschieben. "Tschuldigung". Ich schenkte dem Kerl neben mir ein aufmunterndes Lächeln, er hatte einen großen Koffer bei sich und schien ungefähr in meinem Alter zu sein, ich vermutete einfach mal spontan dass er mit einem ähnlichen Anliegen hier war - aufgrund der Anfrage nach Zimmernummer und weiterem. "Du zuerst." stellte ich fest und nahm meine überdimensionale Tasche von der Schulter, um sie auf dem Boden abzustellen. Mit dem Kreuz an den Tresen gelehnt gönnte ich meiner angespannten Muskulatur rund um den Rücken eine kurze Pause. Gott, ich war so fertig.

 Julius





Diese Schriftrolle wurde am Do Okt 27, 2016 5:14 pm von ©Justus Collini verfasst.
Julius

Justus fand es beinahe beruhigend zu sehen, dass er nicht der Einzige war, der etwas ungeschickt in den Raum hinein gestolpert war. Mit großen Augen hatte er sich zu dem Jungen umgedreht, der auch schon gleich von der Sekretärin zurecht gewiesen wurde. Kaum war die Tür zu, erwiderte Justus das Lächeln seines Gegenübers leicht. "Hallo", begrüßte er ihn. Es konnte ja nicht schaden weiterhin freundlich zu bleiben, auch wenn der Junge gerade etwas verplant wirkte und zumal Justus bisher noch Niemanden hier kannte. "Danke", antwortete er und musterte den offensichtlichen Neuankömmling kurz. So wie er da stand, schien er genauso müde zu sein wie Justus selbst. Während es sich der Junge erstmal am Tresen etwas bequemer machte, was die Sekretärin mit einem äußerst missbilligenden Blick kommentierte, drehte Justus sich wieder zu ihr um. "Also, ich wollte lediglich meine Zimmernummer erfragen und außerdem wäre es noch von Vorteil zu erfahren in welche Klasse ich in Zukunft gehen werde", sagte er und drückte sich mal wieder ein wenig zu umständlich aus. Aber immerhin hatte er nun endlich die volle Aufmerksamkeit der Frau hinter dem Tresen, denn bei seiner Wortwahl zog sie ihre linke Augenbraue so fragwürdig in die Höhe, dass Justus schon befürchtete, dass die Dame gleich einen Krampf bekommen würde. Nach ein paar verstrichenen Sekunden kam aber endlich wieder etwas Leben in die Frau. Sie fragte Justus nach seinem vollen Namen, den er ihr natürlich nannte, drehte sich kurz um und fing dann an in ihren Unterlagen zu kramen. Von Ordnung konnte hinter dem Tresen wirklich nur minimal die Rede sein, aber immerhin schaffte sie es dann tatsächlich ihm mit genervter Stimme seine Nummern mitzuteilen:"Klasse 12 B, Zimmer 14" Justus nickte knappp. Eigentlich hätte er ja gerne noch nach seinen zukünftigen Mitbewohnern gefragt, aber andererseits wollte er sich nicht unbedingt noch länger mit dieser Frau herumschlagen. "Vielen Dank", sagte er also einfach, legte noch ein freundliches Lächeln drauf und ging etwas zur Seite um dem Jungen neben ihm Platz zu machen.
Als der Frau bewusst wurde, dass das gleiche Spiel nun wieder von vorne beginnen würde, fragte sie erneut nach dem Namen, kramte ihre Unterlagen wieder raus und ließ dabei leise solche Aussagen wie "Bin ich hier die Auskunft oder was?" und "Immer diese Neuen" verlauten. Meine Güte, da hatte aber jemand einen wirklich schlechten Tag. Justus wusste, dass er besser nicht diskutieren würde, aber er konnte sich manchmal einfach nicht zurück halten. "Also eigentlich sind sie als Sekretärin eines Internats tatsächlich sowas wie die Auskunft. Wenn Schüler, ob nun neu oder nicht, organisatorische Fragen haben, wenden sie sich im Normalfall erst einmal an sie.", gab er zu bedenken. Er hoffte wirklich, dass nicht alle Leute hier so furchtbar kleinkariert drauf waren, sonst würde er seine Entscheidung, hier her gekommen zu sein, wohl ernsthaft in Frage stellen. Außerdem hoffte er, dass er die Sekretärin jetzt nicht komplett aus der Fassung gebracht hatte, nur weil er zu allem etwas zu sagen hatte. Nun doch ein klein wenig verunsichert, huschten Justus blaue Augen zu dem Jungen neben sich. Entschuldigend sah er ihn an und zuckte dann mit den Schultern.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Nov 02, 2016 7:30 pm von ©Julius verfasst.
Julius Tyws mit Justus Collini

Das Lächeln des Jungen war zwar eher angedeutet, aber freundlich und der Künstler hatte das Gefühl, zumindest bei ihm nicht einen allzu schlimmen ersten Eindruck erweckt zu haben, ganz im Gegensatz zur Sekretärin. Den Worten des Braunhaarigen lauschend friemelte Julius am Band seiner Kopfhörer herum, die unter seinem Pullover hindurchgefädelt waren, sodass beide Ohrstecker nun an der Brust griffbereit herabhingen. Der Unbekannte hatte eine Wortwahl, die ihn klug wirken ließ, und auch die Sekretärin schien ein wenig verwirrt. Anscheinend war ihr weder Höflichkeit, noch Lebhaftigkeit sympathisch. Sie erfüllte das Klischee der berühmt-berüchtigten Dame am Tresen sehr gut und war der Sekretärin seiner alten Schule fast unheimlich ähnlich. Nachdem sie dann die Unterlagen des anderen herausgesucht hatte, und das mit einer fast bewundernswert ausgeprägten Lustlosigkeit und jener beiseite trat, rückte Julius mit seiner Tasche umständlich ein Stück nach, um sich ihr gegenüber aufzurichten. Der Junge, dessen Namen er immer noch nicht wusste, machte eine schnippische Anmerkung auf ihr leises Meckern, und Julius lachte herzhaft auf. Er hatte ihm nicht so viel Schlagfertigkeit zugetraut, eigentlich hätte er ihn sogar als zurückhaltend und vielleicht ein wenig schüchtern eingeschätzt, so auf den ersten Blick, und wenn man betrachtet wie distanziert und taktvoll er zuvor mit der Frau gesprochen hatte. Jetzt schien ihm dies aber nicht mehr unbedingt der Fall zu sein. Die Sekretärin sah schockiert aus, entsetzt. Als sie sich wieder fing, wandelte sich ihre Moral offensichtlich von verwirrt zu empört und als sie gerade zu einer Schimpftirade ansetzen wollte, unterbrach Julius sie grinsend: "Ganz kurz: Könnten sie bitte schnell noch die Zimmernummer von Julius Tyws heraussuchen? Und die Klasse?" Noch etwas neben der Spur, sie war es offensichtlich nicht gewöhnt, dass man ihr so klare Ansagen machte, suchte sie energisch nach seinen Unterlagen. "Zimmer 9, Klasse 11B" zischte sie scharf, dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem fremden Braunhaarigen zu, der ein wenig klein unter ihrem herrischen Blick aussah. Julius legte grinsend eine Hand auf den Rücken des Anderen und übte Druck aus, um ihn sanft vom Tresen wegzudrehen. "Mhh, wenn wir uns hier nicht die nächste halbe Stunde etwas über Moral und Respekt anhören wollen, sollten wir uns schnell aus dem Staub machen..." schmunzelnd schulterte er seine Reisetasche erneut, damit sie ihm nicht sofort wieder aus dem Griff rutschte und mit einem "Danke, schönen Tag noch!" lief er schnellen Schrittes auf Richtung Tür zu.

tbc: Die Eingangshalle

 Julius





Diese Schriftrolle wurde am Do Nov 24, 2016 8:05 pm von ©Justus Collini verfasst.
Julius

Noch bevor die Sekretärin ihrem offensichtlichem Unmut über Justus Worte Luft machen konnte, hatte der andere Junge sie auch schon unterbrochen. Julius, den Namen hatte Justus beim genaueren hinhören nun aufschnappen können, fragte sie nach seiner Zimmernummer und der Klasse. Justus konnte ein leichtes Schmunzeln nicht unterdrücken. Immerhin hatte der Junge die aufkommenden Worte der Sekretärin im Keim erstickt indem er ihre einfach gar keine Zeit gelassen hatte loszulegen. Eine wirklich gute Methode und Justus war froh , dass die Aufmerksamkeit der Frau eine Zeit lang ihren Unterlagen galt. Mal wieder. Nach einer Weile gab sie Julius allerdings ihre Infos durch und, Justus konnte sich natürlich täuschen, aber war ihre Stimme noch eisiger geworden? Und dann sah sie ihn auf einmal auch noch an, schien seine Worte von vorhin wohl immer noch alles andere als begeisternd zu finden. Justus hatte allerdings gar keine Zeit sich darüber Sorgen zu machen, denn plötzlich legte sich ein leichter Druck auf seinen Rücken, die Hand des anderen Jungen. Justus zuckte bei der ungewohnten Berührung leicht zusammen, ließ sich ansonsten aber widerstandslos vom Tresen wegdrehen. Immerhin hatte er auch keine Lust mehr hier noch länger als nötig herumzustehen. Julius Vorschlag sich so schnell wie möglich aus dem Staub zu machen war deswegen eine ziemlich gute Idee und Justus nickte zur Antwort einfach knapp. Er schnappte sich seinen Koffer und folgte dem Jungen nach draußen, natürlich nicht ohne noch ein kurzes "Auf Wiedersehen!" zu rufen.
Kaum war die Tür hinter ihnen zugefallen atmete Justus erleichtert aus. Das wäre erledigt. Langsam liefen sie zurück in Richtung Eingangshalle. So gesehen hatten sie sowieso noch den gleichen Weg, weshalb Justus auch keinen Grund darin sah nicht einfach neben dem Jungen her zu laufen. "Danke für die Rettung", meinte er nach einigen Schritten und ein leichtes Grinsen umspielte seine Lippen. "So langsam habe ich wirklich das Gefühl, dass eine gewisse Antipathie gegenüber Schülern ein Aufnahmekriterium bei dem Berufszweig der Sekretären ist", murmelte er und unterdrückte ein Gähnen, während sie weiter richtung Eingangshalle liefen. Dann fiel ihm ein, dass er sich offiziell noch gar nicht vorgestellt hatte, weshalb er einfach kurz stehen blieb als sie die Halle erreicht hatten. "Ich bin übrigens Justus." Höflich hielt er Julius die Hand hin um sich vorzustellen, auch wenn er dessen Name ja schon mitbekommen hatte. Er hatte es zwar nicht darauf angelegt so schnell neue Bekanntschaften zu machen, aber das war wohl unausweichlich auf einer neuen Schule, nein, einem internat. Außerdem konnte es ja nicht schaden zumindest schon mal einen, auf den ersten Eindruck hin, recht freundlichen wirkenden Menschen hier zu kennen.

tbc: Eingangshalle

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Diese Schriftrolle wurde am Di Jun 06, 2017 6:40 pm von ©Aaron McCartney verfasst.
Justus
cf: Eingangshalle

Nyx und Dino hatten sichtlich Gefallen daran das Aaron sie aus der Transportbox geholt hat, mit einem vergnügten Quieken lief Dino schon ein Stück vor bis seine Leine anschlug. Dann setzte er sich hin und wartete bis Aaron aufholte. Dann lief er immer neben ihm. Nyx lief zwischen Aarons Füßen um, da sie zwar wissen wollte wo es hinging, aber auch ein wenig eingeschüchtert von der neuen Umgebung. Aaron trottete einfach brav seinem Freund hinterher, was ein ziemlich seltener Anblick sein konnte. Sonst war es einerseits eher Aaron der vorlief, andererseits war es eher ungewöhnlich das der weißhaarige Amerikaner derart lieb war. Er schaute sich die hohen weißen Wände und Decken an, welche sich anscheinend durch das ganze Gebäude zogen. Als die beiden vor dem Sekretariat standen schaute der Größere Justus an. Auf was muss ich mich da drin gefasst machen? Diesen typischen Drachen den niemand leiden kann? fragte er ihn dann. Er wenig Lust auf diese Empfangsdrachen und würde einfach seine Frettchen vorher von der Leine machen, damit diese einen schönen Schock bekam. Ob Justus wohl schon verstanden hatte, dass Aaron genau das vor hatte? Eigentlich war es gar nicht so untypisch für ihn. Du musst auch nicht mir rein kommen, ich glaube wir werden allein mit der fertig. meinte dann zu dem Dunkelhaarigen. Die beiden Frettchen warteten auf jeden Fall darauf was jetzt passieren würde.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jun 19, 2017 5:51 pm von ©Justus Collini verfasst.
Aaron
cf: die Eingangshalle

Zur Abwechslung mal war Aaron für seine Verhältnisse relativ ruhig und lief einfach hinter Justus her. So wie der Weißhaarige sich umsah, war er wohl immer noch etwas überwältigt von seiner neuen Umgebung. Auch die Frettchen schienen ziemlich neugierig auf die neue Heimat zu sein.
Schließlich erreichten die Jungen das Sekretariat und Justus drehte sich zu seinem Freund um, als dieser ihn ansprach. "Da ich bezweifle, dass sie beim letzten Mal einfach nur einen schlechten Tag hatte, trifft es das leider ziemlich gut", antwortete er und sah Aaron so entschuldigend an, als wäre er selbst Schuld daran, dass die Dame da drinnen so unfreundlich war. Er wollte bloß nicht, dass Aaron direkt schon zu Beginn auf so unfreundliche Menschen stieß, aber das ließ sich nun einmal kaum verhindern. Dabei wusste er, dass Aaron sich von so etwas nicht abschrecken ließ. Er bot ihm gerade an einfach draußen zu bleiben. Sein Blick fiel auf die Frettchen. "Daran zweifle ich nicht und das Angebot klingt auch wirklich verlockend, aber dann würde ich ja auch verpassen, wie du der guten Frau deine blutrünstigen Haustiere auf den Hals hetzt", meinte Justus mit einem leichten Grinsen. Er war wirklich ein wenig hin und her gerissen. Auf der einen Seite konnte er zwar darauf verzichten diese unfreundliche Frau wieder zu sehen, aber auf der anderen Seite würde er schon gerne sehen, wie sie wohl reagierte, wenn Dino und Nyx plötzlich in das Büro gewuselt kamen. Justus war zwar bei solchen Ideen gerne mal die Stimme der Vernunft, aber in diesem Fall war er sich sicher, dass die Sekretärin doch sicher mal etwas tierische Abwechslung vertragen würde. So schlimm war das ja auch nicht. "Ich halte mich einfach mal diskret im Hintergrund", sagte er schließlich und machte eine ausladende Geste Richtung Tür. Ein freches "Viel Spaß" konnte er sich nicht verkneifen.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 1:11 pm von ©Aaron McCartney verfasst.
Justus

Bei Justus Antwort auf seine Frage schlug sich ein verschmitztes Grinsen auf Aarons Lippen. Das dieses Grinsen nichts Gutes heißen konnte, hätte wohl jeder erkannt. Justus war bereits dahinter gestiegen was der Weißhaarige vorhatte und versuchte ihn tatsächlich nicht davon abzubringen. Die Sekretärin war eindeutig die schlimmste Hexe auf Erden. "Wir werden sehen was passiert." meinte der Größere dann belustigt. Nyx und Dino blutrünstig zu nennen, war zwar mehr als gefehlt, aber er wusste dass diese Aussage nur so vor Ironie triefte. So löste er die Leinen von den Geschirren, was verwirrte Gesichter bei seinen Haustieren verursachte. Er grinste Justus ein letztes Mal an, ehe er die Tür öffnete und seine Frettchen in die Offensive schickte, ehe er selbst durch die Tür trat. Es waren keine zwanzig Sekunden zwischen dem Einlass und Aarons Eintritt vergangen und Dino saß schon auf dem Pult, während die Sekretärin schon angefangen hatte zu quietschen, dass sie es noch nicht kannte, dass irgendwer seine Haustiere vorschickte. Aaron tat allerdings so als wäre es das normalste der Welt, dass sich hier zwei Frettchen befanden. "Guten Tag, Aaron McCartney mein Name, ich bin neu hier. Gibt es irgendwelche Unterlagen die ich brauche oder ausfüllen muss?" fragte er mir der lieblichsten Stimme die er parat hatte, während die Sekretärin noch immer leichte Schnappatmung hatte. Sie reichte ihm einen Stapel Blätter wovon er das erste ausfüllen sollte, was er doch recht schnell gemacht hatte. Dieses überreichte er ihr denn, während Nyx von hinten auf ihren Stuhl kletterte und sie dann über die Schulter aus anschaute. Dies veranslasste die Sekretärin ein weiteres Mal zu kreischen. Der Ton tat Nyx im Ohr weh, weswegen er relativ hinter Aaron verschwunden war, was die Sekretärin nicht sah. Dieser schaute nur gespielt verwundert. "Bin ich so hässlich das man die ganze zeit kreischen muss?" fragte er dann gespielt beleidigt, während der Drache versuchte zu erklären, dass hier irgendwelche Riesenratten durch die Gegend liefen. Aaron setzte ein absolut verblüfftes Gesicht auf. "Also ich sehe keine, siehst du welche?" fragte er dann einfach Justus, in der Hoffnung das er mitspielte.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 5:34 pm von ©Justus Collini verfasst.
Aaron

Sein Freund wirkte auf Justus gerade wie ein begeisterter Serienkiller kurz vor dem Massenmord. Nicht, dass Aaron so böse wirkte oder dieser Vergleich auch nur ansatzweise auf ihn passte, es lag nur daran, dass er sich wohl richtig darauf freute die Sekretärin zu ärgern, so breit wie er gerade durch die Gegend grinste. Justus schickte ihm bloß ein etwas verunsichertes Lächeln hinterher und trat dann vorsichtig hinter ihn um die sich ihm dargebotene Szene zu beobachten. Während Dino fröhlich auf dem Pult herum tapste, fing die Sekretärin auch schon an zu quietschen. Mit der hohen Frequenz, welche die Dame damit erreichte, hätte sie perfekt in einem Horrorfilm mitspielen können. Vielleicht sollte diese Frau mal ernsthaft über einen Berufswechsel nachdenken, dachte Justus. Aaron tat so als wüsste er überhaupt nicht was das Problem wäre und fragte die Sekretärin einfach liebreizend nach den Unterlagen. Mal wieder fragte sich Just wie sein Freund es nur schaffte so gelassen zu wirken und diesen ganzen Quatsch so durchzuziehen. Irgendwie war das ja fast ein wenig bewundernswert, aber er hatte von Aaron auch gerade nichts anderes erwartet.
Es überraschte Justus, dass die Frau nicht sofort vor Wut und Entsetzen lospolterte und es sogar schaffte Aaron in ihrer Panik ein paar Papiere zum ausfüllen zu überreichen. Das hatte bei ihr ja bei Justs letztem Besuch schon nicht so super schnell geklappt und ihre Nerven unheimlich strapaziert, falls sie sowas wie Nerven überhaupt besaß. Justus war ganz froh, dass ihre ganze Aufmerksamkeit im Moment auf Aaron oder wohl eher auf dessen tierischen Begleitern lag. Nyx brachte die Frau gerade ein weiteres Mal erfolgreich zum kreischen, diesmal noch lauter. Just unterdrückte den Drang sich die Ohren zuzuhalten. So langsam fragte er sich, ob diese Idee so gut gewesen war und Aaron es nicht doch ein wenig übertrieb. Der Weißhaarige brachte dann auch noch diesen Spruch heraus in dem er ganz scheinheilig fragte, ob er denn wirklich so hässlich sei. Justus schmunzelte, während er immer noch dicht hinter Aaron stand. Nein bist du nicht, dachte er bei sich. Als Aaron ihn dann auch noch in die ganze Sache involvierte, räusperte sich der Dunkelhaarige überrascht und schüttelte dann den Kopf. Mit einem distanzierten Blick zur Sekretärin hin, antwortete er in seiner unverbesserlichen Art: "Also ich sehe hier nur zwei aufgeweckte Exemplare der Gattung Mustela putorius furo, weit entfernt von Riesenratten. Gewiss ist das kein Grund ihre Arbeit plötzlich so exorbitant laut zu verrichten. Oder leiden sie an Halluzinationen? Ich kann ihnen gerne einen Arzt rufen." Seine Stimme klang wie so oft selbstsicher, trotzdem war er ein wenig verunsichert neben Aaron getreten und hoffte nun die Sekretärin würde nicht gleich wieder einen Wutanfall bekommen und mit Lochern und spitzen Stiften um sich werfen. Allerdings war sie wohl zu verängstigt vor den Riesenratten, denn sie plapperte noch immer hysterisch vor sich hin. Man konnte schon fast ein wenig Mitleid mit der Dame haben. Innerlich fragte sich Justus aber schon, warum er dieses Theater eigentlich zugelassen hatte. Wenn sie so weiter machten, waren sie bald schon nach wenigen Tagen am Internet berüchtigt, weil Aaron wohl ständig das Bedürfnis hatte für Chaos zu sorgen. Allerdings ließ er sich wohl sowieso nicht aufhalten, da kannte Justus seinen Freund schließlich. Immerhin war das ja auch schon das ein oder andere Mal ein guter Grund zum streiten gewesen. "Fertig mit ausfüllen?", fragte er mit möglichst ruhiger Stimme an Aaron gerichtet und lächelte leicht. Sollte diese Sekretärin von ihm aus auch denken, dass sie plötzlich irgendwelche Halluzinationen hatte.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 24, 2017 9:54 pm von ©Aaron McCartney verfasst.
Justus

Er füllte die Unterlagen, welche er tatsächlich recht zügig erhalten hatte mehr oder weniger sorgsam aus, während er immer mal wieder hochschielte um zu schauen wo sich seine beiden Frettchen befanden, wobei er es eigentlich immer hörte sobald sie ihm Sichtfeld, der Sekretärin auftauchten. Sie kreischte zwar nicht jedes Mal, aber man hörte sehr gut, dass sie dann Schnappatmung bekam. Natürlich wollte Aaron die Sekretärin nicht umbringen, aber er war der Meinung sowas schon oft genug getan zu haben, dass er wusste wann Schluss war, auch wenn es ihn nicht immer interessierte.
Justus antworte ebenfalls sehr souverän, auch wenn nicht ganz so wie Aaron es gewollt hatte, aber das würde er ihm wohl erst draußen erklären. Die Sekretärin schien mit der Aussage des Jungen auf jeden Fall deutlich überfordert, weswegen der Weißhaarige ein unauffälliges Handzeichen gab, welches beide Frettchen sahen und gut verarbeiten konnten, so kamen sie beide so unauffällig wie möglich zu dem jungen geborenen Südamerikaner und blieben neben seinen Füßen sitzen. Er blickte die Sekretärin freundlich an und füllte die letzten Lücken aus, ehe er ihr die Unterlagen zurück gab und seinen Zimmerschlüssel plus Nummer und Stundenplan erhielt. Er bedankte sich und schob Justus auch schon aus der Tür, während er darauf achtete, dass beide Frettchen mitkamen.
Draußen fiel seine Maske auch recht schnell wieder als sie außerhalb der Hörweite des Sekretariats waren. Er fing an zu lachen und schaute Justus an. So kriegt man einen Drachen gezähmt. Auch wenn ich sagen muss, nicht schlecht was du ihr da an den Kopf gehauen hast. Auch wenn ich sie eigentlich ganz in dem Glauben lassen wollte sie halluziniert, hat ja aber trotzdem gut geklappt. Dann wohin? Erstmal Zimmer schon klar, aber auf wessen oder sind wir in einem Zimmer? floss es dann aus Aaron, da sie dort alleine waren und er sich bereits viel zu lange zusammen reißen musste. Somit maschierte er dann auch schon hinter Justus in Richtung der Zimmer.

tbc: Justus Zimmer

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 24, 2017 10:33 pm von ©Justus Collini verfasst.
Aaron

Justus konnte seinen Freund für seine Standhaftigkeit seine Rolle zu bewahren nur bewundern. Es war irgendwie unterhaltsam ihm zuzusehen wie er die Sekretärin durcheinander brachte. Die Frau war mittlerweile wirklich ziemlich fertig.  Erstaunlich schnell hatte Aaron dann seine Sachen zusammen und sie liefen weider aus den Flur hinaus. Aaron fing an zu lachen. Scheinbar hatte er seinen Spaß gehabt. Aufgrund seiner Worte, strich sich Justus verlegen durch die schwarzen Haare. Dann erklärte ihm Aaron noch was eigentlich sein Plan gewesen war und Justus zuckte mit den Schultern. Beinahe entschuldigend sah er seinen Freund an, während dieser fröhlich weiter plapperte. Als er geendet hatte, sah Justus das wandelnde Energiebündel lächelnd an. "Ja, tut mir Leid, es lag mir fern deinen genialen Plan zu durchkreuzen, aber das hab ich erst später bemerkt und außerdem hat es mich genervt, dass sie Ratten mit Frettchen verwechselt hat. Ich hatte einfach das Bedürfnis das sofort richtig zu stellen", gab er zurück, denn das so etwas überhaupt möglich war, war dem Jungen irgendwie unbegreiflich. "Ich hoffe nur wir werden nicht bei den Lehrern bekannt als die bösen Schüler, die der Sekretärin weis gemacht haben, dass sie halluzinieren würde..", murmelte er etwas besorgt. So ganz sicher war er sich dann doch nicht, ob das hier in Ordnung gewesen war. Normalerweise hätte er Aaron wohl auch eher mahnend angesehen bei einem solchen Plan, aber was brachte das schon? Außerdem wollte Justus irgendwie auch, dass Aaron sich bei seiner Ankunft erstmal wohl fühlte und seinen Spaß hatte, was ja momentan hoffentlich der Fall war, so wie es aussah. Was die Zimmer anging, warf Justus erstmal einen neugierigen Blick auf die Zimmernummer in Aarons Händen. "Leider sind wir nicht im gleichen Zimmer", klärte er Aaron auf. Etwas enttäuscht war Just schon darüber, aber er ließ es sich nicht weiter anmerken. Vielleicht war es auch besser, wenn sie nicht immer aufeinander hockten und bisher war Justus ja auch alleine ganz gut hier zurecht gekommen. Sie würden sowieso die meiste Zeit zusammen hängen, ob sie dann im gleichen Raum schliefen oder nicht, war eigentlich völlig egal. "Lass uns erstmal auf mein Zimmer gehen. Deine Sachen können wir kurz in deinem Zimmer abstellen, das liegt sowieso auf dem Weg", meinte er und führte den aufgedrehten Flummi hinter sich zu den Jungenzimmern.

tbc: Zimmer 8

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Jul 29, 2017 6:33 pm von ©Loana Dolton verfasst.
Sie ging hinter Fynn her. Die Steine, die den Boden auslegten waren sicherlich alt. Wie viele Schüler wohl schon über die gehetzt waren, wie viele Sekretärinen wohl jeden Tag die selbe Strecke auf ihnen zurück gelegt hatten. Und vor allem, was waren die davor gewesen? Vor der Schule, vor dem Internat.
"Fieennn, erinnert mich daran irgendwen irgendwann unter Umständen zu fragen, was die Schule vorher war" kam es aus dem Nichrs von ihr, als sie zwei Schritte aufschoss, um leise reden zu können. Die Tür zum Sekretäriat war schneller da, als ihr lieb war.
"Ladys first " meinte sie mit einer minimalen Handgeste zur Tür und grinste kurz.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Jul 29, 2017 6:53 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Loana

cf: Die Eingangshalle

Ich ging staunend die Gänge entlang, hoffte die richtigen Wege zu wählen. Clive wich die ganze Zeit nicht von meiner Seite und steckte die Nase in die Luft. Ich hoffte, sie würde sich hier schnell einleben, immerhin war sie noch nie umgezogen, seit sie zu mir kam und der Umzug war nicht leicht für sie gewesen. Jetzt hatte sie zum Glück mich dabei, sodass sie relativ entspannt wirkte, was mich auch mehr entspannen ließ. Meine Hände in den Hosentaschen, meine Augen nie auf einen Punkt fixiert. Die ganze Zeit huschten sie von der einen zur anderen Zeit, beobachteten alte Gemälde oder schielten aus den Fenstern.
Ich lachte kurz, weil Lo mich auf einmal so erschreckte, da sie die Stille brach und eine, für sie normal, aber sonst ziemlich merkwürdige Frage stellte. Worüber sie alles nachdachte. "Geht klar." ich lächelte sie an. Schon standen sie vor der Tür, die sie zum Sekretariat führen sollte. Sie hatten es tatsächlich gefunden. Er lachte und gab ihr einen leichten Klapps auf den Hinterkopf, dann klopfte er an der Tür und öffnete sie, wobei er nun Loana den Vortritt ließ und sie bekräftigend etwas reinschob. "Hallo." sagte er um die Aufmerksamkeit der Frau an dem Schreibtisch zu bekommen. Er ließ Clive ebenfalls eintreten, sollte ihn die Tante doch anmeckern, wenn Tiere hier drin nicht erlaubt waren.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Aug 30, 2017 10:19 pm von ©Loana Dolton verfasst.
cf: Eingangshalle

Gut, dann würde sie das schon einmal nicht vergessen. In Gedanken hatte sie allerdings schon jedes Szenario ausgemalt. Am liebsten war ihr das mit einem Gefängnis, vielleicht für Adelige. Oder Eine Irrenanstalt.
Scherzhaft verzog sie schmerzhaft das Gesicht, und dann war da die Tür schon offen, und Fynn drängte sie in den Raum, sie stolperte einen Schritt zurück, aber der Blonde hatte schon die genervt wirkende Frau auf die beiden aufmerksam gemacht, noch ein Schritt zurück, ihr Herz hatte plötzlich angefangen wie verückt ungleichmäßig zu schlagen. Blickkontakt, die Dame sah auf ihre Papiere. Loana nur an die Wand hinter ihr. Noch ein Schritt, dann war sie hinter Fynn, den sie wie ein Schild missbrauchte. Dezent. Sie hatte sich vielleicht einen Schritt insgesamt bewegt, einfach ein wenig in Deckung. Durchatmen. Reden musste sie nicht. Und eigentlich hatte sie sich ja kaum bewegt, es hatte einen Augenblick gedauert. Oder?
War sie wie ein Kanninchen geflüchtet? Wie ein feiger Hund hinter einem größeren in deckung gegangen? Durchatmen. Unauföllig. Denn atmen taten sie doch alle? Immer, jeder hier musste atmen. Sie hatte eben nur gerade ein ganz kleines bisschen mehr geatmet als sonst. Diese Frau musste sie ja garnicht kennen. Und Ihr Fiieen, der kannte sie. Sie hatte sich ja doch nur ein ganz kleines bisschen bewegt. Oder? Hoffentlich.
"Heii" meinte sie viel zu leise, als das es die Frau gehört hätte.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Aug 30, 2017 11:31 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Loana

Ich merkte deutlich, wie unwohl sich Lo fühlte, es war wohl kaum zu übersehen. Am liebsten würde ich ihr irgendwie helfen, aber ich wusste nicht so ganz, was ihr helfen würde. Sie war eben so. So war sie schon immer und würde es vermutlich bleiben. Die Frau sah total unfreundlich aus und dennoch hatte ich sie schon angesprochen, woraufhin sie uns, oder eher mich bemerkte. Sie fragte, was ich wollte und als ich es ihr erzählte, ratterte sie schnell alle möglichen Informationen durch, die mich beim besten Willen nicht interessierten. Nur beim letzten horchte ich auf. Falls wir Tiere mit uns führen sollten, ins besondere Hunde, mussten sie in einen Zwinger auf dem Gelände. Schon war ich an dem Schreibtisch angelangt und schlug mit der Hand auf den Tisch. "Das kann doch nicht sein. Wissen sie eigentlich, was es für einen Hund bedeutet, der Jahre lang misshandelt wurde und für den der Zwinger zum Horror wurde, jetzt wieder in einen zu müssen?! Nein? Sicherlich. Sie haben bestimmt kein Tier und kein Verständnis dafür! Aber eins kann ich ihnen sagen, ich kann, will und werde Clive nicht in einen Zwinger abschieben!" Meine Stimme war nicht laut, sie war wie ein tiefes Knurren aus meiner Kehle und dennoch sah mich die Frau völlig kalt an, wirkte nur total genervt und motzte mich an, dass ich ja gehen könnte, wenn ich mich nicht an die Regeln halten wollte. Ich verdrehte genervt die Augen. Ich hasste es am kürzeren Hebel zu sitzen. Ich war selten wütend, war für meine Ausgeglichenheit und Geduld bekannt, aber wenn es um Clive oder Personen ging, die mir wichtig waren, war ich ruckzuck an der Decke.
Das Problem war, dass ich jetzt den ganzen Weg hier her gekommen war und nicht wieder so einfach zurück konnte. Und wo sollte ich hier bleiben? Außer meine Freunde kannte ich niemanden und eigentlich hatte ich ja alles auf mich genommen, um hier zu sein. Mein Blick fällt traurig auf meine Prinzessin, während ich ihr versuche, telepathisch mitzuteilen, wie leid es mir tut und das mir irgendwas einfallen wird. Als ich wieder zu der Frau sehe, sehe ich wie sie ein siegessicheres Grinsen zu verstecken versucht, da ich nichts mehr erwidere. Sie gibt mir alles, was ich so brauche und meint, dass ich mein Vieh sofort in den Zwinger stecken soll, wehe, dass ER noch einmal dieses Gebäude betritt. Ich werfe ihr einen letzten vernichtenden Blick zu und warte dann, bis Lo fertig ist, um mit ihr das Sekretariat zu verlassen, ohne die Frau eines Blickes zu würdigen. Meine Hündin ist nah an meiner Seite, während ich etwas unschlüssig vor der Tür stehe. Ich will jetzt einfach nur noch zu Aaron und Justus, erst danach, werde ich Clive zum Zwinger bringen, beziehungsweise könnten wir ja noch was unternehmen, bevor ich sie an den ollen Kasten gewöhnen muss.
"Was hältst du davon, wenn wir uns später wiedersehen? Oder Morgen? Wir können auch schreiben, weil ich wollte jetzt erstmal zu Justus und Aaron und ja, das könnte wohl etwas länger dauern und du magst sie ja nicht so..." meinte ich und kratze mich im Nacken, wie ich es oft tue. Es tat mir leid, sie allein zu irgendwelchen fremden Mädchen gehen zu lassen, aber ich konnte es nun mal nicht ändern.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 31, 2017 9:27 pm von ©Loana Dolton verfasst.
Natürlich hatte sie das nicht, was hätte sie auch erwartet, Mühe erneut um sonst.
Als wäre es nicht ihr Job, sondern nur eine lästige Nebentätichkeit, erklärte sie alles, lies aber alles wichtige aus, mussterte Loana mit dem typischen `kleines Mädchen`Blick und begnügte sich dann weiter damit vor sich her zu reden. Eindeutig jemand, der vorm Spiegel stand, sich selbst zusah, wie sie aussah, wenn sie gleichgültig daherquasselte, um dann zu lächeln und festzustellen, dass es das nervigste war, was man anderen Menschen antun könnte.
Mit verschränkten Armen stand sie hinter Fynn, wechselte immer wieder auf welchem Fuß sie ihr gewicht halten sollte, verdrehte die Augen bei jeder noch so unnötigen Sache, was keine seltenheit war. Ja, sie sollten das Schuleigentum nicht verschmutzen, verbrennen, anschmieren oder stehlen. Natürlich, ja, Drogen waren verboten. Sie liebte diese Hinweiße. Erlaubt waren sie ohnehin nirgendwo, warum fanden es alle so wichtig, darauf hinzuweißen, dass verbotene Dinge hier besonders verboten waren. Als würde doppelt besser halten.
Die Frau hatte einen Fehler gemacht, über den Hund geredet, wie über ein Schulbuch, dass man in den Spind legen muste, und das Gesicht voller Schadenfreude zu einem Grinser verzogen, beobachtete sie die erwartete Reaktion.
Clive konnte nicht besser knurren, und die Frau wirkte nicht einmal beeindruckt, Loana hätte ihn sonst am Arm genommen, ihm verständlich gemacht, dass sie die Regeln nicht machte, sondern nur informierte. Aber zum einen tat sie das nicht gerne, Fynn aufmerksam machen zwar schon, wie eine überführsorgliche Mutter, aber zum größten Teil hätte sie gerne gehabt, dass die Sekretärin zumindest ein wenig mit dem vermutlich sündhaft teurem Stuhl ein bisschen zurückfahren würde. Was sie nicht tat.
Und dann war schon sie zu sprechen dran. "Die Zimmer, ich werde sie finden?" fragte sie leise, Fynn war schon halb aus dem Raum, sie spührte es. Ja, das waren sie angeblich.
Sie stand auf, und schupste Fynn ein kleines wenig aus dem Raum, der ihn wortlos verlies.
"Ich komm schon klar" meinte sie und verdrehte die Augen theatralisch, "falls es das ist" und stieß ihm dann mit dem Elbogen in die Seite "Die beiden können ja nicht mal mit mir im selben Raum sein, ohne dass fett in der Luft steht "Geh einfach", ich bin dann nur so nett und reagiere mit einem freundlichen "Geht's einfach, BITTE"

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 31, 2017 10:51 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Loana

So schnell, wie ich bei der Frau explodiert war, war ich schon wieder runtergekommen, biet ich das Sekretariat verlassen durfte. Clive drückte sich an mein Bein und ich streichelte ihr etwas den Kopf. Es war ein anstrengender Weg für sie gewesen, außerdem würden wir beide wohl erstmal mit einem Jetlag kämpfen müssen. Trotzdem fühlte ich mich etwas unwohl dabei, mich jetzt von Lo zu trennen. Es war wirklich blöd, dass sie nicht mit den Jungs harmonierte, aber was sollte ich machen.
Ich grinste kurz halbherzig, als sie mir in die Seite stieß. Klar, ich sollte mir keine Sorgen machen, immerhin war sie nicht meine kleine Schwester. Ihre darauffolgenden Worte gefielen mir nicht, aber ich gab mein bestes, ihr das nicht allzu sehr zu zeigen. Es war ja nicht so, als hätten die beiden sie grundsätzlich abgelehnt. Ja gut, vielleicht mochte Aaron sie nicht so und Jus konnte nicht viel mit ihr anfangen, aber naja, ich konnte es halt nicht leiden, wenn man die beiden so hinstellte, selbst wenn es der Wahrheit entsprechen würde.
Ich zuckte mit den Schultern. "Gut, also bis dann." verabschiede ich mich und strubbel ihr kurz durch die hellen Haare, ehe ich mich mit einem Grinsen umdrehe und den Gang entlangschlendere. Genau wusste ich nicht, wo es lang geht, aber es würde sicher nicht lange dauern, bis ich mein Zimmer war, immerhin standen an den einzelnen Türen nochmal die Namen dran, wobei mir einfiel, dass ich in meiner Wut nicht gefragt hatte, wo Jus und Aaron ihre Zimmer hatten, aber das würde ich auch noch rausbekommen.
tbc: Zimmer 8 (Jungs)

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 31, 2017 11:33 pm von ©Loana Dolton verfasst.
Kurz hatte sie das Gefühl wieder etwas falsch gemacht zu haben, aber dann anscheinbend doch nicht. Oder Fynn war einfach nicht die Person, die einen Krieg beginnen wollte. "Bis dann" meinte sie lächelnd, auch wenn es ein wenig misslang, was ihr Fien zum Glück nicht sah, er hatte sich schon umgedreht und ging seines Weges. Zu seinen Freunden, die sie leiden konnten. Oder so. Genervt von sich bemerkte sie, dass sie sich wieder einen daumennagel abgekaut hatte. unruhig fuhr sie mit einem anderen Finger über das raue Ende des Nagels. Sie nahm die Tasche, die sie abgestellt hatte, wieder auf die Schulter und
machte sich dann auf den Weg zu Zimmer Fünf.

tbc.: Zimmer 5 Mädchen

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Diese Schriftrolle wurde am So Okt 08, 2017 2:42 pm von ©Matt Nolan verfasst.
Katy | Abigail & Samuel (NPCs)

Ich wäre beinahe im Unterricht eingedöst, wär da nicht der Lautsprecher in unserem Klassenzimmer, durch den die nervige Stimme des Direktors hindurchdrang: "Matthew Nolan bitte zu mir ins Sekretariat" Augenblicklich lagen etliche Augenpaare auf mir, während ich meinen Kopf von meinem Arm hob und etwas träge aufstand um das Zimmer zu verlassen. Ich rechnete schon beinahe damit, dass es irgendwas mit meinem Job als Schulsprecher zu tun hatte, weswegen ich mir keine großen Gedanken machte, während ich mich auf den Weg zum Sekretariat machte.
Als ich die schwere Tür aufdrückte und mich zum Büro des Direktors begeben wollte, hielt mich das Räuspern unserer Sekretärin auf, die dadurch sofort meine Aufmerksamkeit erhielt. Sie stand an ihrem Schreibtisch, neben ihr saß ein kleiner Junge auf ihrem Drehstuhl und spielte mit der Computermaus, die er immer wieder zu sich heranzuziehen versuchte und dabei den Computer gefährlich zum Schwanken brachte. Die junge Frau die daneben stand und jedes Mal den PC lächelnd daran hinderte, dass er mit seinem Bildschirm krachend auf dem Schreibtisch aufkam, hatte dunkle, lange Haare und eine sehr betonte Körperfigur. Zudem ließ mich ihr Anblick schwer schlucken und meine Augen verfinsterten sich automatisch, als sie sich zu mir umdrehte. "Hey Matt" - Was willst du hier? fragte ich sofort und dachte nicht einmal daran sich ihr zu nähern.
"Matt, es tut mir leid, dass ich mich nicht hab melden können. Bei mir ging alles drunter und drüber-" Denkst du, bei mir nicht? unterbrach ich sie. "Bitte hör mir zu. Ich bin hier um dir deinen Sohn vorzustellen." Brachte sie es sofort auf den Punkt und wies auf den kleinen Jungen auf dem Schreibtischstuhl. Es verschlug mir die Sprache, als sie das sagte. Das ist doch ein Witz oder? tonlos starrte ich den Knirps an, der versuchte möglichst viel von dem Schreibtisch zu erkunden. Mittlerweile drückte er immer wieder auf der Tastatur herum und sah anschließend meinen ungebetenen Besuch strahlend an. "Nein. Das ist dein Sohn, Samuel Smith. Er ist drei Jahre alt und wurde am 31. Juli geboren. Und ich möchte, dass er seinen Vater kennenlernt."
Die Sekretärin lächelte mich leicht an, bevor sie sich entschuldigt und im Kopierraum nebenan verschwindet.

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Diese Schriftrolle wurde am So Okt 08, 2017 3:18 pm von ©Katy Shounen verfasst.
Ich hatte eine Freistunde und wie so oft kümmerte ich mich in dieser um alles, was bei der Schülerzeitung anstand. Ich machte zurzeit Probedrucke vom Cover, sodass wir später gemeinsam entscheiden konnten, welches es werden sollte sowie einen kompletten vorab Ausdruck der Zeitung zum Probelesen und nachschauen, was womöglich noch Layout-technisch verändert werden musste. Mit einem Lächeln begrüßte ich deshalb die Sekretärin, die mich gut kannte und verschwand im Kopierraum. In diesem hörte man immer Mal wieder Gespräche aus dem Sekretariat, da die Tür meistens nicht geschlossen war und außerdem auch nicht sonderlich dick. Ich war auf dem Weg durch das Sekretariat einer jungen Frau begegnet, die ein süßes kleines Kind dabei hatte und anscheinend auf jemanden wartete. Mit einem freundlichen Lächeln grüßte ich sie und auch den jungen, war natürlich neugierig, was sie hier tat. Sie sah jung aus, aber das Kind musste um die 3 oder 4 Jahre alt sein, deswegen hielt ich sie für mindestens 20 oder 22, sowas war ja immer sehr schwer einzuschätzen. Vielleicht war sie eine übereifrige Mutter, die ihrem Kind jetzt schon einen Internatsplatz sichern wollte? Oder die Freundin eines Lehrers? Ich machte mir eher nebenbei Gedanken darüber, beschäftigte mich aber nach einigen Minuten nicht wirklich damit. Zumindest nicht, bis Matt hereinkam.
Ich wusste zuerst nicht, dass er es war. Erst, als sie seinen Namen sagte und ich daraufhin seine Stimme hörte. Woher kannte sie ihn denn? Ich stoppte kurz und war froh, dass der Drucker genau in dem Moment Pause gemacht hatte, als sie angefangen hatten zu reden, denn sonst hätte ich es wohl gar nicht verstanden. Ganz still und wie zur Salzsäure erstarrt, darauf bedacht keinen Mucks zu machen und auch einfach geschockt über das, was ich hörte, stand ich da. Das war Abigail. Die damals drogenabhängige Ex, die Matt nicht nur das Herz gebrochen hatte, sondern ihm auch noch den potentiellen Sohn genommen hatte. Was sich wohl als Fehler herausstellte, denn der Sohn saß jetzt im Sekretariat. Matts Sohn.
Ich wusste gerade weder was ich denken noch was ich fühlen sollte. Schock, Unglauben, Sorge, Wut und auch Eifersucht wirbelten in einem großen Durcheinander durch meinen Körper und die Gedanken so schnell und unsortiert durch meinen Kopf, dass ich keinen länger halten konnte. Die Sekretärin, die in den Kopierraum kam holte mich aus meiner starre. Angestrengt mir nichts anmerken zu lassen, lächelte ich sie freundlich an und packte meine Blätter zusammen. "Ehm.. danke." sagte ich zu ihr und verließ mit zitternden Händen und klopfenden Herzen den Raum, sodass ich jetzt vor Abigail, Matt und dem kleinen Sam stand. Eigentlich war es sogar gut, dass die drei auf Englisch sprachen. In schockierenden Situationen neigte ich selbst dazu, ohne es zu merken vom französischen ins englische zu wechseln, weil es nun Mal doch meine Muttersprache war. Als sie mich bemerkten, sah ich von dem Jungen, der so sorglos und fröhlich aussah - ich hatte schon vorher gedacht, dass er mich an jemanden erinnerte, aber erst jetzt wurde mir klar, dass es Matt war, an den mich der kleine mit seinen Gesichtszügen erinnert hatte - zu Abigail und dann zu Matt. "Matt..." zu mehr war ich gerade nicht im Stande. Sollte ich gehen. Bleiben? "ich denke, ich sollte lieber gehen." das ganze war für matt doch auch wo schon schlimm genug und ich wollte es für ihn nicht noch schlimmer machen indem ich nicht wusste, was ich tun sollte. Denn ich neigte in meinen jetzigen Zustand auch dazu, Abigail so einiges an den Kopf zu werfen. Unschlüssig stand ich da.

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Diese Schriftrolle wurde am So Okt 08, 2017 4:32 pm von ©Matt Nolan verfasst.
3. Dezember

"Glaub mir. Er wird bald in das Alter kommen, in dem er sich fragen wird, wer sein Vater ist. Ich möchte ihn weder anlügen noch ihm irgendwas verheimlichen - außerdem hast du das Recht ihn kennenzulernen" Beinahe schon flehend sah sie mich an und hob Samuel vom Stuhl hinunter, als dieser Anstalten machte von diesem runterrutschen zu wollen. Das fällt dir aber früh ein - ist dir nicht bewusst, wie sehr ich dich dafür verachtet habe, dass du verschwunden bist und mir nichts davon erzählt hast? Nur ein Ultraschallbild und ein bescheuerter Brief Meine Stimme wurde etwas lauter, auch wenn ich versuchte mich zu beherrschen. "Bitte Matt..." Unsere Blicke flogen gleichzeitig zu Samuel, der auf mich zugelaufen kam und jetzt mit großen Augen stehen blieb. Ich hatte keine Ahnung was ich tun sollte, weswegen ich wie paralysiert stehen blieb. "Bist du nicht neugierig?" Halt die Klappe erwiderte ich ruhig und bestimmt, während mein Blick noch immer auf dem kleinen Jungen ruhte, der meinen Blick erwiderte und nebenbei versuchte seine komplette Hand in den Mund zu stecken.
Als die Tür des Kopierraums aufging, rechnete ich damit dass die Sekretärin wieder zurückkam. Als jedoch dann Katy im Raum stand, wusste ich nicht so recht was ich sagen sollte - vermutlich war sie genauso geschockt wie ich über dieses Szenario, wenn sie all das mitbekommen hatte. Katy, warte murmelte ich schwach und suchte nach Worten. Aber was sollte man in so einer Situation zu seiner Freundin sagen? 'Schau mal, das ist meine gehasste Ex und mein Sohn, von dem ich drei Jahre lang dachte, er sei tot?'
Ich bat sie mit einem kurzen Blick dazubleiben, auch wenn ich selbst am liebsten das Sekretariat verlassen hätte. Aber so etwas musste ich irgendwie klären - ich wollte so vieles wissen und am liebsten würde ich sie in den nächsten Schrank sperren und sie erst rauslassen, wenn sie versprach sofort aus meinem Leben zu treten. Ich hab die letzten Jahre ganz gut ohne dich ausgehalten und du offensichtlich auch, also wieso ausgerechnet jetzt? Ich glaub dir nicht. Bei dieser "Ich lerne meinen Sohn kennen"-Aktion gibts doch sicher einen Haken? Abigail lächelte mich leicht an und schüttelte den Kopf. "Nein, es gibt keinen Haken, sofern du Samuel überhaupt kennenlernen möchtest. Wenn nicht...dann fliege ich gleich morgen wieder nach Hause. Ich nehme den nächstbesten Flieger" Ich biss die Zähne zusammen und schüttelte schwach den Kopf. Dieses Biest. Sie wusste, dass ich nicht Nein sagen konnte. Auch wenn ich Samuel überhaupt nicht kannte und bislang dachte, dass sie Abgetrieben hatte, war er immer noch mein Sohn. Ihm konnte ich doch nicht meinen Rücken zukehren, so wie es mein Vater getan hatte. Nein...ich möchte ihn kennenlernen Allein der Gedanke, besser zu sein, wie mein Vater, spornte mich dazu an, etwas Zeit mit Samuel zu verbringen. "Danke." Abigail lächelte noch einmal, jedoch schenkte ich ihr keinen einzigen Blick, sondern sah kurz zu Katy und anschließend zu Sam hinunter, der mit seiner Mütze spielte, die er sich vom Kopf gezogen hatte. Darunter kamen helle Haare zum Vorschein, die ich auch hatte als ich ein kleines Kind war. "Er sieht dir sehr ähnlich..." Während Abigails Worte in meinem Kopf verklangen, ging sie auf Katy zu und streckte ihr freundlich lächelnd die Hand hin. "Ich bin Abigail und du bist...?"

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Diese Schriftrolle wurde am So Okt 08, 2017 5:37 pm von ©Katy Shounen verfasst.
Ich blieb einfach weiterhin stehen, als Matt meinte, ich solle warten. Ich würde nicht gehen, wenn er wollte das ihre blieb, auch wenn ich mich unglaublich unwohl fühlte. Ich ging einige Schritte auf ihn zu und hoffte ihm somit zu zeigen, dass ich für ihn da war, denn sein verlorener Gesichtsausdruck war wie ein Stich. Was er zu Abigail sagte, war genau das, was auch ich sagte. Jahrelang meldete sie sich nicht, ließ ihn im Glauben, dass Sam nie geboren wurde und nun plötzlich tauchte sie mit einem freundlichen Lächeln auf und gab ihm die Möglichkeit, für seinen Sohn da zu sein. Natürlich nur, wenn er wollte, er habe ja die Wahl. Dabei wussten wir wahrscheinlich alle drei, dass er sie nicht hatte. Ich kannte Matt. Er würde je zulassen, dass sich Sam von seinem Vater verlassen fühlen würde, wie es bei ihm gewesen war. Ich nahm vorsichtig seine verkrampfte Hand und verschränkte meine Hände mit seinen, als ich seinen angespannten Kiefer sah. "Ich weiß, wer du bist. Und du wirst es wohl verstehen, dass ich dir aus eben diesen Gründen nicht die Hand gebe. Katy. Matts Freundin." distanziert sah ich sie an. Normalweise trat ich allen Menschen grundlegend erst Mal freundlich gegenüber. Doch das vor mir war nicht irgendeine Fremde und die Situation auch nicht normal. Jedoch versuchte ich auch nicht all zu feindselig zu wirken, nicht weil er Lächeln echt wirkte, das müsste nichts heißen, sondern weil Sam mit 3 Jahren sicher schon einiges mitbekam. Deshalb lächelte ich den Jungen auch an, als er zu Matt und mir hoch sah und sagte in deutlich sanfterem und freundlicherem Tonfall "Hallo,
Samuel."
und winkte mit der freien Hand leicht. Nur weil ich seine Mutter nicht leiden konnte, musste er es ja nicht abkriegen. Schließlich war er nicht nur erst ein Kind, er war auch Matts Sohn - Gott, alleine der Gedanke war so absurd... - und sah ihn auch ähnlicher als ihr.

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Diese Schriftrolle wurde am So Okt 08, 2017 6:11 pm von ©Matt Nolan verfasst.
3. Dezember

Abigail, du widerst mich an murmelte ich und drückte Katys Hand kurz, als sie neben mir stand. Was musste sie bitte denken, wenn sie direkt vor meinem Sohn stand? Abigail zerstörte mit einem einzigen Besuch mein Leben - brachte es durcheinander, stellte es auf den Kopf. Es würde wohl nie mehr so sein wie es vor zehn Minuten noch der Fall war. Ich war Vater und war noch nichtmal fertig mit der Schule. "Ich weiß." Sie ließ ihre Hand mit einem traurigen Lächeln sinken und sah Katy noch einmal kurz an, bevor sie sich direkt vor mich stellte. "Deswegen bin ich hier. Ich möchte all das wieder gut machen, was ich früher falsch gemacht habe. Ich bin clean...ich möchte von vorn beginnen" Bei ihrem letzten Satz wurde ich hellhörig. Du bist wirklich clean? Konnte ich mir nicht vorstellen. Als ich sie kennengelernt hatte, war sie noch abhängiger gewesen als ich es war. Klar, sie hatte sich offensichtlich während der Schwangerschaft dazu gezwungen nichts zu sich zu nehmen, da Sam zumindest äußerlich völlig gesund wirkte. Aber sie wurde vielleicht auch wieder rückfällig? "Hallo" Sam lief zu Katy hinüber und hielt ihr seine Mütze hin. "Hat Oma mir gemacht" erklärte er ihr stolz und hielt sich an ihrer Hose fest um sich auf die Zehenspitzen zu stellen, damit er ihr die Mütze etwas höher hinhalten konnte. "Ja bin ich. Ich möchte eine Familie haben - und du gehörst dazu" Mein Blick lag auf Samuel, der anschließend zur Tür laufen und diese öffnen wollte. Allerdings war er zu klein um die Klinke herunterdrücken zu können. Das fällt dir wirklich früh ein. Ich hätte dich beinahe vergessen Ich hielt noch immer Katys Hand in meiner. Ich wollte eigentlich nur noch hier weg. "Vergessen? Ich glaube nicht, dass das geht. Ich habe auch oft versucht dich zu vergessen. Aber es geht nicht. Selbst wenn ich nicht Samuel gesehen habe, der mich sowieso jedes Mal an dich erinnert. Vergessen kann man nicht so leicht." Stille. Ich legte mir alle möglichen Sätze im Kopf zurecht, die ich ihr entgegen schleudern konnte. Allerdings sprach Abigail sofort weiter. "Aber du bist auch wirklich erwachsener geworden und hast hier ja Leute gefunden die du liebst. Viel Erfolg wünsch ich euch" Das Lächeln ihrerseits galt nicht nur mir sondern auch Katy an meiner Seite. "Ähm ja..." Fast schon nervös linste sie zu mir hinüber und spielte mit ihren Haaren. Eines musste man ihr lassen: sie war wirklich hübsch. "Wie wärs wenn wir uns heute Nachmittag draußen treffen? Dann kannst du etwas Zeit mit Sam verbringen. Außerdem liegt draußen Schnee..." Verträumt lächelnd sah Abigail nach draußen, bevor sie zu mir sah. Hin und hergerissen zwischen "Sei ein Guter Vater, Matt" und "Schlag sie dir aus dem Kopf und schick sie über alle Berge" schwieg ich für einen Moment, bevor ich nickte. In den Unterricht würde ich jetzt auf jeden Fall nicht gehen. Nicht nachdem sowas passiert war. "Perfekt. Wir sehen uns. Ich warte um 15 Uhr im Hof, bis dann." Mit diesen Worten hob sie den kleinen Jungen hoch und verließ das Sekretariat, während ich noch immer paralysiert im Zimmer stand und nicht wusste was ich tun sollte.

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Diese Schriftrolle wurde am So Okt 08, 2017 6:40 pm von ©Katy Shounen verfasst.
3. Dezember

Ich ignorierte ihren Blick und sah stattdessen zu Samuel, den es wohl freute, dass ich ihm meine Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Lächelnd sah ich zu ihm herunter und nahm kurz die Mütze, um sie mir anzusehen. "Die ist wirklich hübsch, eine tolle Mütze hast du." ich gab sie ihm zurück. Der kleine war wirklich goldig und das machte es nicht gerade leichter.
Mein Blick verfinsterte sich wieder als sie von Familie sprach, deren Teil Matt sollte und er wurde noch finsterer als sie nicht nur Matt sondern auch mich daran erinnerte, was für eine wichtige Rolle sie in seinem Leben gespielt hatte und wie unmöglich es für ihn wäre, sie zu vergessen. Genau das, woran ich erinnert werden wollte. Die Eifersucht brannte in meinem Magen mit der Wut um die Wette. Ich war noch nie in meinem Leben eifersüchtig gewesen und es war unfair Matt gegenüber, dass ich es war, denn ich vertraute ihm, aber es war auch einfach unmöglich das was sie sagte, was schmerzhafterweise der Wahrheit entsprach, einfach abzutun. Und doch traute ich ihrer netten Art nicht. Menschen konnten sich ändern, ja. Aber das hieß nicht, dass man ihnen das auch gleich glauben musste vor allem nachdem, was sie getan hatte.
Wie gern hätte ich ihr gesagt, sie sollte am besten einfach verschwinden. Matt versucht zu überreden, dass er sie zum Teufel schicken und ihr nicht glauben sollte. Doch das konnte ich Matt und dem kleinen Sam nicht antun. Deshalb blieb ich stumm und krallte mich fast schon in Matts Hand, als er zustimmte. Ich konnte es Verstehen und ich machte ihm ja auch keine Vorwürfe. Aber gefallen tat es mir noch lange nicht und ich bekam wirklich fast die Krise. Als die beiden aus der Tür raus waren, stieß ich die angehaltene Luft aus. "Glaubst du ihr das?" fragte ich Matt einfach und lockerte meinen griff um seine Hand, die ihm ich schließlich nicht brechen wollte. "Tür mir leid." entschuldigte ich mich murmelnd für den Schraubstockartigen Griff. "Ich traue ihr nicht. Als ob sie nach 3 Jahren wieder ankommt, Clean, und von einem Moment auf den anderen, ohne Vorwarnung auf Happy Family machen möchte. Mal abgesehen davon, dass sie anscheinend immer noch etwas von dir will." mir fiel nicht auf, dass ich immer noch Englisch sprach und nicht wieder ins französische gewechselt war. Dass ich eifersüchtig klang, war mir jedoch vollkommen bewusst, nur konnte ich dagegen nichts tun. Meine Stimme war trocken und besorgt, ebenso besorgt wie mein Blick. Meine Arme hatte ich nun verschränkt und stand Matt leiht schräg gegenüber, sodass ich ihn direkt ansehen konnte.

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Diese Schriftrolle wurde am So Okt 08, 2017 7:10 pm von ©Matt Nolan verfasst.
Als sie das Sekretariat verlassen hatte, atmete ich erstmal auf und sah ihr für einen Moment hinterher. Warum hatte immer ich das Pech in solche Szenarien zu geraten? Nein antwortete ich leise und schüttelte als Unterstützung den Kopf. Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte. Katy, ich hab einen Sohn In meiner Stimme schwang etwas Verzweiflung mit und ich konnte es nicht übers Herz bringen, meiner Freundin in die Augen zu schauen. Das war alles auf einmal auf mich hinab geprasselt. Der Besuch von Abigail - die Neuigkeit, dass ich Vater war...
Abigail interessiert mich gerade nicht...sie ist momentan unwichtig gab ich leise zu, denn meine Gedanken hingen momentan bei Sam, während Katy von meiner Ex redete - Verständlich. Immerhin kreuzte sie hier auf und versuchte auf gute, heile Welt zu machen. Kein Wunder, dass Katy eifersüchtig war und sie hasste. Was soll ich tun? Ich durchquerte das Büro und setzte mich kurzerhand einfach auf den Stuhl, auf dem vor kurzem noch Sam gesessen hatte und fuhr mir mit beiden Händen Übers Gesicht.
Ich war erst 18, noch nicht einmal fertig mit der Schule, das Gehalt was ich beim Jobben bekam, reichte knapp für mich alleine und plötzlich kam die Information, dass ich seit 3 Jahren bereits ein Kind hatte - einen Sohn. Der sogar noch wirklich niedlich war. Vor allem konnte und wollte ich noch nicht einmal meinen Bruder um Rat fragen - momentan war er bei mir sowieso unten durch. Da kam ich ganz sicher nicht angerannt nur weil ich wissen wollte, was ich tun sollte.

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Diese Schriftrolle wurde am So Okt 08, 2017 7:29 pm von ©Katy Shounen verfasst.
Ich kam mir auf einen Schlag unglaublich selbstsüchtig vor. Ich regte mich über Abigail auf, weil ich Probleme mit ihr hatte, die natürlich begründen waren, während er doch ganz andere Dinge im Kopf hatte, die Vorrang hatten. Meine Wut verrauchte innerhalb von Sekunden und ich sah ihn einfach nur mitfühlend an. Als er sich hinsetzte und das Gesicht in den Händen vergrub, stand ich unschlüssig im Raum und sah zu ihm runter. Es tat weh ihn so fertig zu sehen. "Es tut mir leid.
Ich rege mich über sie auf, dabei gibt es wichtigeres als meine Abneigung ihr gegenüber."
entschuldigte ich mich, wobei ich mich einfach seitlich auf seinen Schoß setzte und die Arme um seinen Hals schlang. "Ich weiß es nicht. Aber du kriegst das hin, das weiß ich. Weil ich dir angesehen habe, wie wichtig er dir ist und weil ich dich kenne und weiß, dass du das trotz Abigail meisterst. Ich bin für dich da." sprach ich leise und hatte meine linke Schläfe an seine rechte gelehnt, sodass ich es in sein ihr sprechen konnte. Ich meinte es ernst, dass ich für ihn da war und wollte, dass er das wusste. Egal wie groß meine Abneigung Abigail gegenüber war, sie galt nicht Sam und mit ihm kam nun Mal auch sie. Ich hoffte einfach, sie würde so gut es ging im Hintergrund bleiben und es würde einfach um Sam geben. Ich hoffte, ich konnte mich auf mein Vertrauen Matt gegenüber verlassen.

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Diese Schriftrolle wurde am So Okt 08, 2017 7:44 pm von ©Matt Nolan verfasst.
Katy, es ist Okay Ich lächelte kurz und schlang meine Arme um ihre Hüfte, als sie sich auf meinen Schoß setzte. Ich kann auch deine Abneigung verstehen - ich mag sie schließlich auch nicht. Aber ich kenne Sam nicht und trotzdem hab ich das Bedürfnis ein besserer Vater zu sein als mein eigener, auch wenn ich erst 18 bin und keine Ahnung von dem Vaterdasein habe. Ich befand mich in einer Zwickmühle, aus der nur eine Möglichkeit für mich hinausführte: Ich lernte Sam besser kennen, war für ihn ein guter Vater und musste irgendwie mit Abigail klarkommen. Und Katy wohl auch.
Frustriert ballte ich meine rechte Hand zu einer Faust und haute mit dieser kurz auf den Schreibtisch. Wie stellt sie sich das vor? Warum soll ich Sam kennenlernen, wenn sie doch sowieso in Amerika wohnt? Will sie mich damit wieder nach Oswego locken oder was ist ihr Plan? Seufzend hielt ich mir den Kopf. Ich musste mich wohl oder übel heute Nachmittag ausführlich mit ihr unterhalten um herauszufinden, was sie im Schilde führte.
Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass sie clean ist. Sie war immer die erste, die nach Drogen gelechzt hat. murmelte ich, bevor ich jedoch in Katys Augen schaute und mich dafür entschied, das Gesprächsthema jetzt ruhen zu lassen. Es war meine Vergangenheit, nicht Katys. Außerdem machte der Gedanke daran depressiv. Katy - danke flüsterte ich und strich ihr mit meinen Fingerkuppen sanft über die Oberarme.

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Diese Schriftrolle wurde am So Okt 08, 2017 9:01 pm von ©Katy Shounen verfasst.
Genauso wenig, wie er sagte, dass ich mich erklären musste, musste er sich erklären. "Matt. Ich weiß. Und ich bin mir sicher du kriegst das hin. Du bist reifer als so mancher 20 oder 25 jähriger." versuchte ich ihm das Vertrauen zu vermitteln, dass ich in ihn hatte, er aber offensichtlich nicht in sich. Zu seiner Aussage über Amerika schwieg ich, da ich nicht wusste, was ich sagen sollte. Ich war mir sicher, dass Sam Grund genug sein könnte, dass Matt zurück nach Amerika ging. Dass ich das nicht wollte, war klar. Ich hatte nicht vor gehabt, zurück zu kehren. Zumindest nie darüber nachgedacht. Und natürlich missfiel mir die Vorstellung, dass das Abigails Ziel sein könnte. Aber genauso wenig konnte ich es mit meinem gewissen vereinbaren, Matt im schlimmsten Fall überreden zu wollen, mich seinem Sohn vor zu ziehen. Ich wäre ein furchtbarer Mensch. Deshalb musste ich aber noch lange nicht dafür sein. Ich war froh, dass Matt in der Position in der wir saßen, mein Gesicht nicht sehen konnte.
Erst später wendete er sich mir so zu, dass ich in die Augen sehen konnte, die ich so liebte. Was er von dem, was mir gerade durch den Kopf spukte, wohl alles in meinen Augen lesen konnte? Sicherlich die Sorge und die Liebe ihm gegenüber. Womöglich auch die Skepsis und die Angst, wo das hinführen würde. Ich schloss die Augen und lehnte mich seiner Berührung entgegen. "Es gibt keinen Grund für ein Danke. Ich bin für dich da und mich wirst du nicht mehr los." ich schmunzelte. "Da kann sich diese blöde Kuh auf den Kopf stellen " murmelte ich und öffnete die Augen. Ja, nicht besonders erwachsen. Ich seufzte und legte den Kopf auf seiner Schulter ab. "Du solltest den Rektor darum bitten, dass er dir den Rest der Doppelstunde entschuldigt. Er mag dich und da er die Gründe wohl kennt, wird das sicher kein Problem " erinnerte ich ihn. Im Abschlussjahr unentschuldigte Stunden zu haben wäre eher kontraproduktiv. "Ich habe jetzt gleich aber wieder Unterricht." ich löste mich etwas von ihm. Es machte mich nervös, dass er sich alleine mit ihr um 15 Uhr treffen wollte, doch ebenso wenig wollte ich mich aufdrängen und mich selbst einladen, deshalb schwieg ich zu dem Thema.

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Diese Schriftrolle wurde am So Okt 08, 2017 9:20 pm von ©Matt Nolan verfasst.
Meine Mundwinkel zuckten leicht nach oben, als sie mich versuchte aufzubauen. Klar verfügte ich über eine Menge Selbstbewusstsein aber ich hatte mich noch nicht darauf eingestellt, irgendwann in den nächsten Tagen oder Wochen Vater zu werden von einem Dreijährigen Sohn der schon sowohl sprechen als auch laufen konnte und den ich bis vor einer halben Stunde noch nicht gekannt hatte. Von dem ich gedacht hatte, er sei tot. Allein dieser Gedanke sorgte für ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich nichts dafür konnte.
Als Katy weitersprach sorgte sie dafür, dass ich leise auflachte und ihr einen Kuss auf die Lippen legte, bevor ich meinen Griff lockerte. Unterricht - ja. Da war ja was. Aber ich würde jetzt ganz sicher nicht zurück gehen. Ich würde mich mit Sicherheit nicht konzentrieren können. Mach ich Ich warf einen kurzen Blick auf die Tür, die zum Büro des Direktors führte und fragte mich, wie oft ich dort schon insgesamt drinnen gewesen war. Oft. Oft genug. Sowohl wegen Strafarbeiten als auch wegen meinem Job als Schulsprecher. Ich hoffte letztendlich dass Sam später wenn überhaupt wegen letzterem beim Direktor antanzen musste. Als ich mich bei dem Gedanken daran erwischte, sah ich lächelnd in Katys Augen. In Ordnung. Kommst du heute Abend vorbei? fragte ich. Ich wäre auch einfach spontan vorbeigekommen, wenn da nicht die Katzenhaarallergie von mir wäre, die mich daran hinderte unbekümmert in Katys Schlafzimmer zu spazieren.
Als sie sich von meinem Schoß erhob, stand auch ich auf und küsste sie noch einmal sanft. In ein paar Stunden würde ich mich mit meiner Ex und meinem Sohn treffen. Einerseits war dieser Gedanke zum Kotzen, andererseits war er zu absurd um es zu realisieren.

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