Wer denkt, das Leben an einem Internat wie diesem sei wie jedes andere, der irrt gewaltig. Affären zwischen Schülern und Lehrern, kriminelle Machenschaften unter den Schülern und Liebesdramen! Welche Rolle spielst du in alldem?
 
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 Zimmer 3

Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 18, 2016 4:33 pm von ©Damien Nolan verfasst.
Das ist das Zimmer von
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# Jonas Vinizina
# Fabian Larsson
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If you like causing trouble up in hotel rooms, and if you like having secret little rendezvous. If you like to do the things you know that we shouldn't do, Baby, I'm perfect

And if you like midnight driving with the windows down, and if you like going places we can't even pronounce. If you like to do whatever you've been dreaming about, Baby, you're perfect

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Apr 19, 2017 11:16 am von ©Staz Wiesnewsky verfasst.
with: Nova Czerny
4. September 2016


Ich nutzte die Zeit, bevor Nova kommen würde, hautsächlich damit, alles aufzuräumen. Auf meinem Bett lagen Klamotten, die ich agewägt hatte, zu tragen. Schnell stopfte ich sie in den Schrank und kümmerte mich dann um den Schreibtisch, der mit Copic-Stiften voll war. Ich sortierte sie in die Halterung nach Farbton und nahm meinen Block, blätterte ihn durch. Keine zu schlimmen Bilder, zum Glück. Zum venting benutzte ich immer einen anderen Block, den ich gut versteckte.
Dieser Block war nur für mich. Nur eine Person hatte bisher dort rein geguckt und das war meine Psychiaterin in der Klinik gewesen.

Als ich aufgeräumt hatte, legte ich mich auf mein Bett und wartete auf das Klopfen. Die Zigaretten hatte ich aus meiner Hosentasche in meine Jackentasche, die in meinem Schrank hing, getan und starrte an die Decke, ließ meine Gedanken wild kreisen.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Apr 19, 2017 2:02 pm von ©Nova Czerny verfasst.
with: Staz Wiesnewsky

← Comicbuchladen

Obwohl es eigentlich verboten war, zumindest in den Augen von manchen strengen Lehrern, rollte ich mit meinem Skateboard durch die Gänge und hielt Ausschau nach Zimmer 3. Die Mädchenzimmer lagen natürlich ziemlich entfernt von den Jungenzimmern, weshalb ich mich erst etwas orientieren musste. Allerdings sah es nicht wirklich anders aus, als bei uns. Aus manchen Zimmern vernahm ich den leichten Rauchgeruch (kein Schüler nimmt die Hausordnung wirklich ernst) und gedämpfte Stimmen. Am Anfang des Schuljahres hat man sich aber auch viel zu sagen und man wollte auch seine Zimmergenossen kennenlernen. Soweit ich wusste, war meine Zimmergenossin gleich geblieben und ich konnte mich echt glücklich schätzen mit Josephine Martin. Ich glaubte aber nicht daran, dass wir lange nur zu zweit bleiben würden, unter dem Schuljahr tauchten immer mal wieder neue Schüler auf.
Mit einem Ruck blieb ich stehen, als ich im Augenwinkel die Zimmernummer sah, welche ich ständig in meinem Kopf wiederholt hatte, damit ich sie nich vergesse. Ich bremse ab und nehme mein Skateboard unter den Arm. Mit der anderen, freien Hand klopfte ich gegen das Holz der Tür und wartete auf eine Reaktion. Währenddessen lehnte ich mich an den Türrahmen und begrüßte ein paar Schüler, die vorbeiliefen.

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stop apologizing for your emotions.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Apr 19, 2017 3:52 pm von ©Staz Wiesnewsky verfasst.
Als es klopfte, zuckte ich erschrocken zusammen.
Ich war tief in Gedanken gewesen, denn mir war eine Idee für ein Bild in den Sinn gekommen. Doch Zeichnen konnte ich später.
Ich sprang vom Bett und lief zur Tür, um sie zu öffnen. Tatsächlich stand Nova da, und nicht einer meiner Zimmergenossen. Ich lächelte ihr freundlich zu. "Hey", brachte ich hervor, nicht ganz sicher, was ich sagen sollte. Dann weitete ich meinen Arm, um ihr zu signalisieren, einzutreten.

Ich ging voraus und nahm meinen Block vom Schreibtisch, ehe ich mich an die Kante meines Bettes setzte. War das zu viel? Sollten wir vielleicht doch lieber am Tisch sitzen? Ich wollte ihr keine falschen Signale senden.
Ich stand wieder auf und lächelte ihr entschuldigend zu.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Apr 19, 2017 4:51 pm von ©Nova Czerny verfasst.
Ich stoße mich am Türrahmen ab, als die Tür vor mir geöffnet wird. „Hey, wir haben uns ja ewig nicht gesehen,“ erwiderte ich lächelnd und tat so als wären wir schon seit Monaten befreundet. Mir fiel in dem Moment ein, dass ich vielleicht etwas durch den Wind aussah. Durch das Skateboardfahren hatten sich einige Strähnen aus meinem Pferdeschwanz gelöst und hingen mir im Gesicht rum. Ich zog kurzerhand den Haargummi einfach raus und ordnete meine Haare grob mit dem Finger. Es spielte zwar keine Rolle, wie meine Haare aussehen, aber wie eine Verrückte wollte ich jetzt auch nicht aussehen. Obwohl es eher auf meinen Charakter zutreffen würde...
Auf seine Bedeutung hin einzutreten folge ich ihm ins Zimmer. Vom Prinzip her entsprach es wie allen anderen Zimmern auch, individuell wurde es nur durch seine Bewohner gemacht. So weit ich ausmachen konnte hat er zwei Zimmergenossen, denn das vierte Bett war unbenutzt. Allgemein war ich irgendwie überrascht, wie ordentlich es doch war, aber ich konnte eh nicht behaupten Ahnung von Jungenzimmern zu haben. Als ich wieder zu ihm sah, hat er seinen Block in der Hand und setzte sich zunächst auf die Bettkante, stand dann aber wieder auf. War es ihm etwa unangenehm? Ich musste leise lachen. Irgendwie war es ganz niedlich. Bei mir musste man sich wirklich absolut keine Sorgen machen. Eher falle ich wohl vor lauter Panik in Ohnmacht. „Wie wär's wenn wir uns einfach auf den Boden setzen?“, schlage ich vor und hebe dabei schmunzelnd eine Augenbraue. Anschließend setze ich mich, ohne auf eine Zustimmung zu warten, in Schneidersitz auf den Boden und lege mein Skateboard und meinen Rucksack neben mich. „Okay, dann zeig mir mal deine Kunstwerke. Ich bin echt schon gespannt.“ Ich grinse ihn freudig an. Ich war leicht zu beeindrucken, also hätte er meine Begeisterung eh schon für sich gewonnen.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Apr 20, 2017 9:03 am von ©Staz Wiesnewsky verfasst.
Ich setzte mich neben Nova auf den Boden und nahm meinen Blick auf meinen Schoß, hielt ihn allerdings so, dass Nova alles sehen konnte.
Ich blätterte um und zeigte ihr das erste Bild, welches sich im Block befand. Dann legte ich ihr den Block auf ihren Schoß, damit sie frei blättern konnte. Da dort nur 'banalen' Zeichnungen waren, also keine, die etwas mit meinen Emotionen zutun hatte, durfte Nova ruhig blättern und alle Bilder sehen.

Ich selbst beobachtete die Bilder, aber vor allem die Reaktion des Mädchens auf meine Bilder, nun doch mit leichter Unsicherheit. Ob ihr die Bilder gefielen?
"Die meisten stammen aus den Ferien oder noch früher", erklärte ich ihr. In den Ferien waren wir zurück nach Polen für einen Urlaub gefahren, doch die Fahrt war lang, weshalb ich sie musikhörend und zeichnend verbracht hatte.
Ich vermerkte mir, in der Zukunft das Datum irgendwo dazuzuschreiben. Wenn man später zurück auf seine Bilder sah, so war es doch Interessant, die Entwicklung zu sehen, aber auch, wann man wie zeichnete.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Apr 20, 2017 12:30 pm von ©Nova Czerny verfasst.
Ich nehme seinen Block vorsichtig entgegen, der bereits aufgeschlagen war und eine Zeichnung zeigte. Eingehend und mit einer nachdenklich gekräuselten Stirn betrachte ich das Vorliegende. Es sieht wie ein kleines, imaginäres Monster aus, welches in blaue Farben getaucht wurde. Da ich aufgrund meiner Fotografien auch oft mit Farben arbeitete, weil bestimmte Farben gewisse Assoziationen im Menschen hervorrufen und man so einem das Gefühl, welches man mit seinem Werk vermitteln möchte, verdeutlichen kann, erkannte ich sogleich die Intuitionen der Farbwahl. Kurz sah ich Staz von der Seite an, wollte etwas sagen, ließ es aber lieber bleiben. So viel Menschenkenntnis besaß ich doch. Stattdessen blätterte ich weiter und gab jeder Zeichnung die gleiche, gerechtfertigte Aufmerksamkeit. Dabei sagte ich nichts, ich wollte das Ganze erst auf mich wirken lassen. Bei manchen Zeichnungen konnte ich es auch nicht lassen, es behutsam anzufassen – es ist wie einen Laden zu betreten und alle Kleidungsstücke berühren zu müssen, um den Stoff zu fühlen. Zwischendurch musste ich meine Strähnen hinters Ohr klemmen, da sie mir ins Gesicht hingen und die Sicht versperrten. Als ich fertig bin, mir einen guten Einblick in seine Zeichnungen gemacht habe, blättere ich zum Anfang zurück. Ich sehe auf und sehe Staz einige Sekunden schweigend an. Ich versuche einen guten Anfang zu finden, aber so etwas gelang mir nie. „Mir gefallen sie wirklich gut!,“ platze ich am Anfang raus. „Ich finde die Farbauswahl toll und wie viel Details du mit hinein gebracht hast. Nichts wirkt wie schnell hingekritzelt und ich könnte es mir gut als Illustrationscomic vorstellen. Mir ist dabei auch einer in den Sinn gekommen, doch der Name fällt mir spontan nicht ein.“ Ich beiße mir nachdenklich auf die Lippe, aber es war zwecklos. Ich klappe den Block zu und sehe Staz erneut an. Mit offenen Blick und ehrlich Augen, weil ich keine bin, die wild mit Komplimenten um sich wirft als wären sie im Sonderangebot. Ich sage es, weil ich es so meine. „Wirklich Staz, sie gefallen mir.“

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Diese Schriftrolle wurde am Do Apr 20, 2017 7:42 pm von ©Staz Wiesnewsky verfasst.
Ich hatte Nova angespannt beobachtet, spürte seinen Herzschlag nervös in seinem Nacken puslieren.
Dankbar, nahm ich schließlich meinen Block wieder entgegen und klappte ihn zu, hörte mir den Lob von ihr an.
Schon früher hatte ich Lob für meine Bilder bekommen, doch hauptsächlich von Personen, die mir nahe standen. Also Familie oder Personen, zu denen ich ein schon fast freundschaftliches Verhältnis hatte. Doch ein Lob von einer Fremden - so gut wie Fremden - war etwas besonderes und es ließ mich fast erröten und ich spürte ein angenehmes Kribbeln in meiner Brust.
"Danke", bedankte ich mich für das Lob und sah etwas schüchtern auf meinen Block, prägte mir die Worte ein. "Eines Tages kannst du dann meinen Comic verkaufen", scherzte ich, hob allerdings dann meinen Blick und lächelte das Mädchen an.
"Und jetzt - zeig mir deine Bilder... also deine Fotos"

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Diese Schriftrolle wurde am Do Apr 20, 2017 10:22 pm von ©Nova Czerny verfasst.
Ich lächelte nur zurück, als er sich für das Lob bedankte. Es ist nicht so, als hätte es mich Mühe gekostet – es waren lediglich Gedanken, die sich in meinem Kopf gebildet haben und die ich aussprechen musste. Außerdem mochte ich den Effekt, den man dadurch erzielt: Der Andere freut sich und geht weiterhin seiner Leidenschaft nach. Selbst wenn ich nicht hunderprozentig von etwas überzeugt war, konnte ich immer etwas Gutes darin finden. Wenn Mühe in etwas hineingesteckt wurde, sollte es auch nicht umsonst sein. Als er meinte, dass ich eines Tages seinen Comic verkaufen könnte, sagte ich mit gehobener Augenbraue und einem eher zweifelnden Ausdruck: „Ich glaube nicht, dass ich für den Rest meines Lebens im Comicbuchladen arbeitet möchte, aber ich würde mir deinen Comic auf jeden Fall kaufen. Dann kann ich behaupten, dass ich dich entdeckt habe.“ Ich lache und wippe kurz auf meinem Platz hin und her. Fast hätte ich gehofft, dass er meinen Vorschlag vergessen hat, denn plötzlich fühlte ich mich nicht mehr so sicher mit meinen Fotos. Ich bin kein Fotograf, der ein Motiv Ewigkeiten betrachtet und tausend Gedanken hineininterpretiert, sondern ich sehe etwas, finde Gefallen daran und drücke dann schon den Auslöser. Ich wusste nicht, ob meine Fotos deshalb so eine Leistung sind. Dennoch mache ich meinen Rucksack auf und nehme meine Kamera heraus. Ich schalte sie an und lasse das letzte Bild – von Staz im Comicbuchladen vor etwas mehr als einer Stunde – auf dem Bildschirm erscheinen. Ich übergebe ihm die Kamera und zeige ihm kurz, wo man weiterdrücken musste. Während er sich ein bisschen durchgucken konnte ließ ich meine Finger unruhig auf meinem Bein trommeln, da ich irgendwie Energie loswerden musste.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Apr 21, 2017 3:13 pm von ©Staz Wiesnewsky verfasst.
"Ich bin wirklich nicht fotogen!", lachte ich auf, als ich mein Bild sah: Ich stand vor einem Regal und hielt den Comic in meinen Händen, der Blick darauf fokusiert. Nicht lächelnd, keine Pose. Nur ich, wie ich in einen Comic vertieft war. Kurz sah ich zu meinem Handgelenk auf dem Bild, die Narben fielen nicht auf.
Ich klickte mich durch und betrachtete die Personen auf den Bildern. Es waren Kunden im Comicbuchladen, vermutlich wussten nur die wenigsten, dass sie die Stars eines Fotoshootings waren.
"Ich mag die Motive", meinte ich, klickte weiter und weiter. Tatsächlich hatte es eine bestimmte, natürliche Poesie. Keines dieser Bilder war gestellt, alle wurden unwissend aufgenommen. Alles auf den Bildern war so rein und natürlich. "Nicht so gestellt, wie auf Instagram oder so. Und selbst wenn die Personen nicht posieren, haben die... ihre Stellungen und wie sie auf den Bildern sind... es sieht trotzdem toll aus"
Mit Fotografie kannte ich mich nicht aus, weshalb ich ihr keine bedeutungsvollen Komplimente machen.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Apr 22, 2017 4:43 pm von ©Nova Czerny verfasst.
„Ach komm schon, ich finde es gut,“ widerspreche ich ihm und stoße ihn sanft mit dem Ellbogen an. Ich musste echt lachen, denn automatisch kam mir eine lustige Szene in den Kopf, wo Staz posierte und ich wie ein wilder Fotograf irgendwelche Anweisungen gebe. Es würden wahrscheinlich ziemlich komische Bilder rauskommen. Wenn mich wirklich jemand darum bitten würde, dass ich von ihm ein Foto machen soll, dann würde ich vermutlich vorschlagen, dass man sich an einem Nachmittag etwas unternimmt und ich dann spontan Fotos mache. Besonders schön ist es, wenn ich jemandem beim Lachen erwische. Die Augen leuchten und die Energie springt sofort auf einen über, wenn man solche Fotos ansieht.
Während Satz weiterklickte, zog ich meine Beine vor die Brust und legte meine Arme darauf. Als er sagt, dass er meine Motive mag, verziehen sich meine Mundwinkel automatisch zu einem breiten Lächeln. Meine Intuition dahinter begreift er ziemlich treffend, weshalb ich auch nicke. „Danke,“ sagte ich zunächst, um mich für seine Schlussworte zu bedanken und setzte dann fort. „Ich finde es ist ehrlicher. Ich habe die Schnauze voll von diesen Bildern auf Hochglanzmagazinen, die eh mit Photoshop bearbeitet wurden, sodass jungen Mädchen vermittelt wird, dass sie genau so dünn und makellos aussehen müssen, um gemocht zu werden. Das frustriert mich irgendwie...“ Ich sehe runter auf meine Füße, die noch immer in meinen schwarzen Sneaker steckten. Auch wenn ich immer sehr sorglos und gut gelaunt rüberkomme, so bin ich doch oft nachdenklich. Aber in Anwesenheit von anderen Personen verdrängte ich das gut und gern mal. Um den Gedanken irgendwie loszuwerden lasse ich mich kurzerhand nach hinten fallen, sodass ich ausgestreckt am Boden liege, meine Hände am Bauch übereinander gelegt und die Fußknöchel gekreuzt. „Wie gefällt es dir hier im Internat?“ wechsle ich das Thema und sehe Staz kurz an. Würde ich merken, dass er mich nicht mehr hier haben will oder nicht mehr interessiert an einem Gespräch ist, würde ich schon die Fliege machen.
Nachdem wir eine Weile geredet haben, muss ich mich auch schon wieder auf den Weg machen, da ich noch ein paar Sachen erledigen muss.
-> Unterrichtsräume

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