Wer denkt, das Leben an einem Internat wie diesem sei wie jedes andere, der irrt gewaltig. Affären zwischen Schülern und Lehrern, kriminelle Machenschaften unter den Schülern und Liebesdramen! Welche Rolle spielst du in alldem?
 
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 Krankenhaus

Diese Schriftrolle wurde am Sa Okt 29, 2016 11:16 pm von ©Gwendolyn Marchand verfasst.
das Eingangsposting lautete :


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Diese Schriftrolle wurde am Di Jul 04, 2017 10:05 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich tat mir etwas Desinfektionsmittel aus dem Spender auf die Hand und rieb dieses in meine Haut ein, während ich zu ihr hinüber sah und verständnisvoll nickte. Immerhin kannst du jetzt nach Hause gehen und den Schlaf nachholen. Ich hab auch nur knapp zwei Stunden geschlafen Durch relativ kurzgehaltene Gespräche, bei denen ich bewusst nur kurz und knapp geantwortet hatte um mich nicht zu sehr von Olivia und ihrer Stimme ablenken zu lassen, hatte ich mitbekommen, dass sie jetzt wohl Schichtende hatte. Im Gegensatz zu mir, da ich dabei war Überstunden zu machen, um meinen Urlaub im Januar in Schottland bei meiner Familie etwas verlängern zu können. Vielleicht nutzte ich diesen Überstundenabbau aber auch für ein paar freie Tage in irgendeinem anderen Land. Ich hatte sowieso noch irgendwann vorgehabt für ein paar Wochen nach Afrika zu fliegen um den Menschen bei der medizinischen Versorgung unter die Arme zu greifen und ihnen das zu zeigen, was ich konnte. Schließlich hatten die Menschen dort keine so gute Ausbildung genossen wie ich es getan hatte.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 12:40 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Natürlich kam bei mir die Frage auf, ob wir aus den gleichen Gründen so wenig Schlaf bekommen hatten, doch das würde ich ihn natürlich niemals fragen. Deshalb nickte ich auch nur und sah ihn Mitleid und verständnisvoll an. "Ich hoffe, du findest diese Nacht mehr Schlaf. Man sieht sich." mit einem letzten Lächeln verabschiedete ich mich und verließ den OP komplett.

20 Oktober 2016
Eine Woche war nun vergangen und die Wogen hatten sich zum Glück wieder etwas geglättet. Ich empfand immer noch etwas für Logan, doch die Ergebnisse im Fahrstuhl waren nicht mehr so präsent und spukten mir auch nicht mehr dauernd im Kopf herum. Ich war heute erneut der Neurologie zugeteilt und stand gerade ab Bett eines Patienten. "Dr. Jaques Lumié, 37, Karpaltunnelsyndrom, Einengung des Medianus-Nerv an beiden Händen, im stark fortgeschrittenen Stadium, sodass er zur Beratung für eine OP von seinem Hausarzt hergeschickt wurde." sagte ich auf und informierte Logan, Ehe ich ihm die zuständige Akte gab.


Zuletzt von Olivia Morgan am Mi Jul 05, 2017 11:36 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 12:52 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich stand gemeinsam mit Olivia in dem Zimmer meines neuen Patienten, der gerade erst eingeliefert wurde. Ich kannte ihn nicht und hatte nur kurz Zeit gehabt mich mit seinem Hausarzt zu unterhalten, der mich persönlich angerufen hatte, da ich regen Kontakt zu ihm hielt. Er hatte mir erzählt, dass er strikt gegen eine Operation war und nur gekommen war, da seine Frau beinahe darum gefleht hatte, dass er doch wenigstens ins Krankenhaus kommen solle. Dankbar nahm ich die Akte entgegen und näherte mich dem Bett. Dr. Lumié, mein Name ist Dr. Montgomery. Wir würden Sie gerne über eine mögliche Operation informieren. Ich versuchte möglichst die richtigen Worte dafür zu finden, um ihn zu überzeugen dass eine Operation nicht schädlich sondern äußerst sinnvoll und hilfreich war. Ich wusste nicht so ganz was der Grund für seine Anti-Operations-Einstellung war aber das brauchte ich auch nicht, da es so viele Patienten gab, die sich nicht operieren lassen wollten.
Dr. Lumié schüttelte unablässig seine Hände und konnte sie kaum still halten, während er von mir zu Olivia und wieder zurück blickte. "Ich möchte nicht operiert werden. Nach meiner letzten OP wurde mein Bein amputiert. Nie wieder. Verzeihen Sie mir, Dr. Montgomery. Da behalt ich doch lieber mein Karpaltunnelsyndrom."


Zuletzt von Logan Montgomery am Mi Jul 05, 2017 11:19 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 1:31 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Still beobachtete ich den Beginn der Konversation zwischen dem Patienten und Logan. Offensichtlich hatte dieser sehr schlechte Erfahrungen mit Chirurgen gemacht und wollte nicht dass Risiko eingehen, diese zu wiederholen. "Dr. Lumié. Dr. Montgomery ist einer der besten Neurochirurgen des Landes und der Eingriff gehört zu den Einfacheren, die er schon bewältigt hat. Es gibt nur wenige Risikofaktoren und die Erfolgsquote der Medianus Neurolyse liegt durchschnittlich bei 90%. Die OP ist so simpel, dass sie in den meisten Fällen bei ausschließlich örtlicher Betäubung durchgeführt wird ohne, dass sie zur Nachsorge hierbleiben müssen, also eine ambulante Operation. In manchen Krankenhäusern wird sie sogar von Orthopäden durchgeführt anstatt von Neurologen." versuchte ich den Patienten zu beruhigen, wobei es mir natürlich zugute kam, dass ich mir so viel merken konnte, da ich somit auch wieder positiv auffiel, was für eine engagierte Ärztin sehr wichtig war. Mit einem freundlichen, leichten entwaffnendem Lächeln sah ich ihn an.


Zuletzt von Olivia Morgan am Mi Jul 05, 2017 11:35 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 10:53 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Beeindruckt hörte ich zu, wie Olivia Dr. Lumié zu überzeugen versuchte, dass die Operation eine gute Wahl war. Sie hatte ein gutes Überzeugungstalent und wusste, wie man die richtigen Worte in dieser Situation einsetzen musste. So sah es wohl auch Dr. Lumié der kurz verunsichert zu mir sah und schließlich Olivia antwortete: "Sie habens drauf was das Überzeugen der Patienten angeht, Doktor." Ich konnte mir ein leichtes stolzes Lächeln nicht verkneifen, was jedoch verschwand als Dr. Lumié weitersprach. "Nun gut. Ich lass mich operieren unter einer Bedingung." Fragend hob ich meine Augenbrauen, wechselte einen kurzen Blick mit der Assistenzärztin und sah anschließend wieder hinüber zu dem Mann im Bett. Und die wäre? fragte ich, bevor ich bei irgendwas zustimmte. "Ich bin Psychologe und bin dabei eine Studie zu vollziehen. Dafür könnte ich Sie beide brauchen. Sie müssten sich nur etwas Zeit nehmen und gemeinsam jeweils 36 Fragen beantworten. 36 Fragen für Sie, Dr. Montgomery und die gleichen 36 Fragen für Sie, Dr. Morgan."
Etwas verwundert über die Bedingung legte ich meine Stirn in Falten und blätterte etwas nachdenklich in der Akte von Dr. Lumié herum. Das wäre Ihre Bedingung? Der Mann nickte und versuchte seine Hände so gut wie möglich vor seinem Oberkörper zu falten. Was sind das für Fragen? Ich war noch nicht ganz so überzeugt. Klar, Fragen beantworten war wirklich nicht schlimm und schwer. Aber ich würde dennoch gerne etwas darüber erfahren, wenn ich daran teilnehmen sollte. "Viele sind belanglos, bei anderen fragt man sich eher, warum sie überhaupt gestellt werden. Lassen Sie sich überraschen. Bitte." Ich erwiderte den Blick von dem Patienten schweigend, bis ich schwach nickte. In Ordnung. Aber Sie lassen sich operieren, wenn wir beide an dieser Studie teilnehmen, Versprochen? Ich erhielt ein Nicken als Antwort und zwei Bögen Papier, die mir Dr. Lumié hinhielt. "Lesen Sie sich die Fragen davor nicht durch. Setzen Sie sich einfach an einen ruhigen Ort, wo sie nicht gestört werden und beantworten Sie die."

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 11:34 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Stolz lächelte ich bei den Worten des Patienten, jedoch war es wohl doch nicht ganz so einfach, denn er stellte eine Bedingung, auch wenn er die Operation nun wenigstens überhaupt in Betracht zog. Fragend sah ich ihn an, während Logan die Frage stellte, die auch mir auf der Zunge lag. 36 Fragen? Ich erinnerte mich daran in seiner Akte gelesen zu haben, dass Dr. Lumié Psychologe war, weshalb ich sehr neugierig war, wofür er das brauchte, doch das verriet er nicht. "Okay, wenn es weiter nichts ist?" ich zuckte mit den Schultern und nahm das Blatt entgegen, welches ich zu einem kleinen Quadrat faltete und in meine Brustasche legte. Dann sah ich kurz auf die Uhr, um festzustellen, wann ich Zeit für die fragen hätte. Jedoch verabschiedete ich mich erst Mal von dem Patienten. "Dann sehen wir uns bald Dr. Lumié." mit einem Lächeln verließ ich mit Logan zusammen den Raum und blieb am Gangesrand stehen. "Bei mir stehen noch ein paar Postoperative Patienten und Entlassungen auf dem Programm, aber ich denke so um eins sollte ich damit fertig sein und Pause haben." informierte ich ihn und hoffte, er hatte um diese Uhrzeit keine größere Operation.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 11:58 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Auch ich steckte die Fragen in meinen Arztkittel, bevor ich mich von Dr. Lumie verabschiedete und gemeinsam mit Olivia das Zimmer verließ. Vor der Tür blieb ich stehen und schaute ebenfalls auf meine Armbanduhr. Ein Uhr könnte machbar sein, auch wenn ich mich verspäten könnte. Wie wärs, wenn wir uns im Bereitschaftsraum 2 treffen? Um Eins wird die Cafeteria ziemlich überfüllt und laut sein Mir war bewusst, dass ich gerade den Sexraum Nummer 1 im Krankenhaus als Treffpunkt vorschlug aber anderswo hatten wir keine Ruhe. Oder wir gehen ganz raus und gehen hier in den Park Mein Pager machte sich bemerkbar, weswegen ich einen kurzen Blick drauf warf. Ich muss los, bis später Mit den Worten drehte ich mich um und machte mich auf den Weg zu einer Patientin.
Kurz nach Eins hatte ich endlich Pause und hatte die Zeit um mich mit Olivia zu treffen. Ich war immer noch etwas skeptisch den Fragen gegenüber, da ich nicht unbedingt Lust hatte, Olivia die privatesten Dinge über mich zu erzählen. Zumindest nicht als Vorgesetzter und Mentor. Etwas verspätet traf ich schließlich auf Olivia.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 12:25 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Es war wirklich Glück, dass die Uhrzeit passte und es fehlte nur noch das wo. Der Bereitschaftsraum wäre auch mein erster Gedanke, doch natürlich würde das zu im schlimmsten Fall zu Gerüchten führen, wenn wir gemeinsam darin verschwanden, weshalb mir sein zweiter Vorschlag, auf den ich nicht gekommen war, deutlich mehr gefiel. "Der Park klingt gut." die weitläufige Grünflächd die zum Krankenhaus gehörte war meist sehr ruhig und man konnte sich ungestört unterhalten. Ich hob zum Abschied kurz die Hand und machte mich auch daran zum nächsten Patienten zu kommen.
Ich selbst war erst etwas nach eins draußen und Logan war offensichtlich noch später dran, da er auch dann noch nicht da war. Als er kam, lächelte ich ihm zur Begrüßung zu. Ich war etwas skeptisch und unsicher, wie das wohl ablaufen würde."Wir setzen uns am besten auf eine der Bänke." schlug ich vor. Wie intim waren die Fragen wohl und war ich überhaupt bereit, sie ihn zu beantworten? Ich faltete das Blatt auf und überflog die Fragen ohne alle zu lesen, jedoch schienen sie von Frage zu Frage privater zu werden. Na das konnte ja was werden. "Ich schlage vor, wir lesen die fragen abwechselnd und beantworten sie damit auch abwechselnd als erstes." schlug ich vor und sah mir die erste Frage an. "1. Wenn Du unter allen Menschen auf der Welt wählen könntest, wen würdest du gerne zum Essen einladen?" einer dieser Menschen stand mir eindeutig gegenüber, doch das würde ich nicht sagen und außerdem war das nur der erste Einfall ohne eindringlicher darüber nachgedacht zu haben. "Hmm.
Die Queen, Ed Sheeran und Ellen Degeneres. Da steht nichts von einer Person."
ich grinste kurz. Mir fiel erst im Nachhinein auf dass 2 meiner 3 Personen ironischerweise Engländer waren vor allem die Queen war natürlich jemand, der für meine Heimat stand und irgendwie war das wohl etwas aus Heimatliebe.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 12:41 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich ließ mich rechts neben ihr nieder und drehte mich mit dem Oberkörper in ihre Richtung, wobei mein linker Arm angewinkelt auf der Banklehne lag. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich wissen will, was für Fragen er aufgeschrieben hat. Mit den Worten faltete auch ich den Zettel auf, laß mir jedoch keine der Fragen durch. Stattdessen folgte ich Olivias Vorschlag und wartete darauf, dass sie die erste Frage vorlaß. Ein Mensch, den ich gerne mal zum Essen einladen würde?
Mein Blick wanderte automatisch bei der Frage in Olivias Augen, flog jedoch schließlich nachdenklich auf das umgedrehte Fragenblatt zurück. Olivias Antworten ließen mich grinsen. Ed Sheeran, kein Wunder. Der Rotschopf war ja schließlich einer der berühmtesten Musiker der heutigen Generation und gefühlt 80 Prozent aller Frauen liebten ihn und seine Musik. Mh. Madjid Samii auf jeden Fall und vielleicht Sean Connery. Nachdenklich überlegte ich noch einmal, ob das meine schlussendliche Antwort war, bevor ich nickte und mein Blatt umdrehte um die zweite Frage vorlesen zu können: Würdest du gerne berühmt sein? In welchem Bereich? Die Frage war für mich leicht zu beantworten. Als sehr guter Chirurg ist man automatisch bekannt in seinem Land, schließlich will jeder zu dem besten Chirurg. Und jeder der in der Chirurgie tätig ist, will automatisch der beste sein,
sonst ist man in der Medizin ganz falsch. Aber berühmt wie Ed Sheeran zum Beispiel
Ich schmunzelte kurz. Nein, danke.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 12:52 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Irgendwie passte Logans Antwort gut zu ihm und ich schmunzelte leicht. Die nächste Frage und Logans Antwort überdachten mich nicht und ich dachte kurz nach, ehe ich antwortete. "Also berühmt wir ein Sänger oder Schauspieler nicht. Aber wie du sagst, dass man den Namen in Verbindung mit der Chirurgie kennt. Den Namen hört und sofort weiß: die super Chirurgin." gab ich lächelnd eine ähnliche Antwort wie Logan und schmunzelte. "Und ja, ich mag Ed Sheeran." mein schmunzeln wurde zu einem grinsen, ehe ich mit der nächsten Frage fortfuhr. 3. Legst Du dir jemals die Worte zurecht, bevor Du jemanden anrufst? Warum? - Ja, zumindest bei anrufen, die nicht privater Natur sind, um alle Informationen sicher parat zu haben und mögliche Fragen ohne peinliche Stille oder langes wühlen in Unterlagen beantworten zu können." die Frage war leicht zu beantworten, zumindest empfand ich es so.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 1:05 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Das ist mir bereits aufgefallen, wundert mich auch nicht erwiderte ich auf ihre Vorliebe für Ed Sheeran und lehnte mich auf der Bank einwenig zurück, ohne den Arm von der Lehne zu nehmen. Natürlich legte man sich die wichtigsten Worte zurück, wenn man zumindest im Krankenhaus telefonieren musste. Richtig, zumindest leg ich mir konkrete Stichworte zurecht, damit ich selbst das weniger wichtige nicht vergesse. Wenn ich zuhause privat telefoniere kommt es immer wieder darauf an, mit wem ich sprechen möchte. Bei meinen Brüdern zum Beispiel rufe ich einfach nur an ohne darüber nachzudenken, was genau ich sagen möchte. Aber das alles ergibt sich auch meistens einfach im Gespräch. Ich wartete noch kurz, falls Olivia noch etwas dazu sagen wollte, richtete meine Aufmerksamkeit aber auf die nächste, die 4. Frage: Was macht für dich einen "perfekten Tag" aus? Ich sah zurück zu Olivia und erneut musste ich nicht wirklich darüber nachdenken, weswegen ich ganz froh darüber war, dass ich die Fragen mit ihr beantworten musste und nicht mit jemandem, der meinen Berufsalltag nicht kennt. Frühschicht, ein Kaffee als Start in den Morgen,
ein Hund der nicht für Ärger sorgt, eine interessante aber gut verlaufene Hirnoperation, angenehme und höfliche Patienten...und genug Schlaf, was ich aber eher selten bekomme

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 1:22 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Auch hier hatten Logan und ich wieder ähnliche Ansichten, aber ich kannte eigentlich kaum einen organisierten Menschen, der dies nicht tat. Ich sagte nichts mehr und wartete auf die nächste Frage. Diese war etwas schwerer als die davor jedoch auch nicht besonders. Logans Antwort wunderte mich irgendwie nicht und ich grinste. "Frühschicht - dann bleibt einem ohne Überstunden deutlich mehr vom Tag -  frisch gemahlenen Kaffee, die Erlaubnis bei einer richtig Interessenten Operation assistieren zu dürfen, die es nur selten gibt und die meine Kollegen neidisch macht, wenn niemand stirbt, draußen 25 Grad, spätestens um 14-15 Uhr Schluss, also ohne oder nur mit wenig Überstunden, sodass ich Amy selbst vom Kindergarten abholen und mit ihr am See Picknicken kann und abends die Zeit habe ihr eine gute Nacht Geschichte vorzulesen." erzählte ich lächelnd. Durch meine Tochter bestand der Unterschied zu Logan darin, dass die Fokussierung nicht nur auf einem tollen Tag im Krankenhaus lag. Gäbe es sie nicht, wäre es wohl Logans Beschreibung deutlich ähnlicher.
Ich widmete mich der nächsten Frage. 5. Wann hast Du zum letzten Mal für dich selbst gesungen? Und wann für jemand anderen? da ich sehr gerne sang, musste ich nur kurz nachfragen. "Für mich selbst gestern beim Kochen. Übrigens auch Ed Sheeran." ich grinste kurz. "Am Wochenende Amy ein Schlaflied, nachdem sie einen Albtraum hatte." beantwortete ich dir Frage und es fing sogar an Spaß zu machen.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 1:42 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich hörte ihr aufmerksam zu und begann zu lächeln, als man deutlich merkte, dass die Tochter im Vordergrund stand. Wunderte mich auch nicht, auch wenn ich selbst keine hatte. Ihr operationssüchtigen Assistenzärzte kommentierte ich grinsend ihren perfekten Tag. Aber gut, was sollte ich bitte sagen? Ich war früher mindestens genauso und jetzt hatte ich die Operationen tagtäglich.
Aufmerksam hörte ich ihr zu, wie sie die nächste Frage vorlas und vergrub mein Gesicht kurz in den Händen. Warum hatte er so eine Frage reingebracht? Ich sang absolut ungern und eigentlich nie. Ich hatte lediglich mal Keira etwas vorgesungen, als sie noch knapp 5 Jahre alt war. Im Gegensatz zu Olivia, die scheinbar bei jeder Gelegenheit sang. Egal ob für Amy oder für sich selbst um sich zu beschäftigen. Ich würde viel zu gerne mal wissen, wie sie klang wenn sie sang, was ich ihr selbstverständlich in diesem Moment nicht sagen würde. Ich sing überhaupt nicht. Weder unter der Dusche noch irgendwo anders. Ich hab lediglich mal Keira etwas vorgesungen, als sie noch in den Kindergarten gegangen ist. Aber da war ich auch 10 Jahre jünger als jetzt beantwortete ich die Frage und las auch die nächste Frage vor: Wenn du 90 Jahre alt werden könntest, was würdest du für die letzten 60 Jahre lieber haben: Den Körper oder den Geist eines 30-jährigen Ich lachte leise auf, schließlich war ich aktuell nicht 30 sondern 36. Das ist leicht zu beantworten. Ich würde den Geist wählen. Finde schließlich mal jemanden, der 90 Jahre alt ist und so fit im Kopf ist wie jemand,
der gerade erst 30 geworden ist

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 2:08 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich lachte und zuckte mit den Schultern um zu zeigen: was kann ich dafür. Schuldig im Sinne der Anklage. Für Logan schien die nächste Frage nicht so leicht zu sein wie für mich und er dachte eine Weile darüber nach. Seine Antwort wäre bei mir gar nicht möglich. "Wirklich? Nicht Mal vor sich her gesummt, wegen eines Ohrwurms oder weil ein Lied lief, das dir gefällt?" fragte ich nach. Er hatte eine so angenehm stimme, da konnte ich mir nicht vorstellen, dass er soo schlecht sang.
Als wir uns der nächsten Frage widmeten, musste ich keine Sekunde nachdenken. "Eindeutig den Geist." ich ging nicht weiter darauf ein, da mir meine Mutter dabei durch den Kopf spukte und mit ihr die Veranlagung die ich in mir trug oder auch nicht, ich traute mich nicht den Test zu machen. Um mir die Laune nicht vermiesen zu lassen, ging ich schnell weiter zur nächsten Frage, die jedoch nicht sehr viel motivierender war. "7. Hast Du insgeheim eine Vermutung, wie Du sterben wirst?" ich verzog das Gesicht und antwortete eher zögerlich. "Nicht genau, aber die... Sorge und Vermutung, dass es mit Alzheimer zusammenhängen würde, könnte." antwortete ich ehrlich jedoch zögerlich und eher verschlossen.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 2:30 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Naja, ich sehe einen Unterschied zwischen singen und summen. antwortete ich schmunzelnd, bevor ich den Kopf schüttelte. Aber nein. Ich singe einfach aus Prinzip nicht. Ich höre gerne Leuten zu, wie sie singen aber meine Familie war nie so die musikalischste. Wir haben nie irgendwelche Lieder gemeinsam gesungen, zumindest kann ich mich nicht dran erinnern. Das kam mit der Zeit nur durch meine Schwägerinnen, dass meine Nichten und Neffen Gesangs- oder Instrumentalunterricht genommen haben. erklärte ich ihr und las mir die nächste Frage ebenfalls durch, die für Olivia wohl noch schwieriger zu beantworten war als für mich. Ich verstand ihre Sorge, vor allem wenn man selbst nicht so ganz wusste, ob man das Alzheimer-Gen vererbt hatte oder nicht. Oder wusste sie es? Ich hatte nie mit ihr darüber gesprochen, da das viel zu privat war um sie direkt darauf anzusprechen, weswegen ich sie nur leicht anlächelte und nicht weiter darauf einging, weil ich wusste dass sie nicht gerne darüber redete. Also wenn ich nicht an Krebs sterbe, dann hoffentlich an Altersschwäche Ich hielt meine Antwort recht kurz, da diese Frage dann doch privater war als die Fragen zuvor. Nächste Frage bzw. Aufgabe...Nenne drei Dinge, von denen Du glaubst, dass sie dein Gegenüber und Du gemeinsam haben Bei dieser Aufgabe sah ich Olivia direkt in die Augen und dachte kurz nach. Zählt die Vorliebe für Medizin und Operationen dazu? Ich denke, wir lesen beide gerne und ich schätze dich zumindest so ein, als wärst du ebenfalls ein Familienmensch...und Wir kommen beide aus dem Vereinigten Königreich

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 2:45 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
"Ja, okay, da hast du auch wieder Recht." sagte ich zu seiner Bemerkung mit dem Summen. Wobei ich es noch als singen durchgehen lassen würde. Als er mir erklärte, dass das bei ihnen einfach immer untypisch war, lächelte ich leicht. "Mein Vater hat mir früher immer vorgesungen, das habe ich also wohl von ihm." erzählte ich noch, Ehe es weiter ging. Oh empfand seine Antwort auf die Frage, die ich vorgelesen hatte als Recht nachvollziehbar und sagte auch nichts weiter dazu, froh, dass die nächste etwas fröhlicher war wenn auch deutlich komplizierter. "Das waren 4. Und jetzt habe ich keine Ahnung." ich lachte leicht und sah ihn nachdenklich an. "Wir sind beide tierlieb, bekommen beide viel zu wenig Schlaf uuund..." ich atmete nachdenklich aus und dachte nach, ehe ich grinsend und aus einem Gefühl heraus das letzte aufsagte. "Wir können und sollten nicht mehr zu zweit in einen Aufzug." verschmitzt grinste ich und musste mit sehr ein Lachen verkneifen.
Die nächste Frage war zumindest wieder einfacher. 9. Wofür bist Du in Deinem Leben am meisten dankbar? - für eine so tolle Tochter wie Amy, Probleme hin oder her." ich lächelte leicht beim Gedanken an meine Tochter.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 3:33 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ihr dritter Punkt ließ mich herzhaft auflachen, bevor ich mir etwas verlegen durch die Haare fuhr. Ich hatte daran gar nicht mehr gedacht, weswegen ich etwas überrascht war, so schnell wieder damit konfrontiert zu werden. Das liegt im Auge des Betrachters, ob man es jetzt als negativ oder positiv sieht erwiderte ich und widmete mich lieber der nächsten Frage. Wofür war ich dankbar?
Ich bin dankbar, vor allem für meine Kindheit und Erziehung. Aber auch für so unfassbar viele andere Dinge
Die nächste Frage handelte sogar um die Erziehung, die ich zuvor angesprochen hatte. Wenn du irgendetwas daran ändern könntest, wie du erzogen wurdest, was wäre das? Ich ließ das Papier sinken und schaute geradeaus an Olivia vorbei. Ich musste mir vieles selbst beibringen, da meine Eltern beide beinahe nur am Arbeiten waren. Ich hab vieles durch meine Brüder gelernt. Im Nachhinein würde ich das am ehesten an meiner Erziehung ändern

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 9:15 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich biss mir halb verlegen halb grinsend auf die Unterlippe bei seiner Aussage, dass er nicht wisse, ob das nun positiv oder negativ ist. Jedoch waren wir wohl auch beide froh und der nächsten Frage widmen zu können. Logans Antwort war schön, da sich auch wieder sein Familiebewusstsein zeigte. Die Frage danach setze ja fast schon an Logans Antwort an und bereitete mir Kopfzerbrechen. Das war schwierig und eine der deutlich privateren Fragen. "Das ist schwierig, denn einerseits hat mich diese Erziehung zu der Person gemacht, die ich heute bin und mit dieser bin ich eigentlich ziemlich zufrieden." ich lächelte leicht während ich Logans Blick einfing. "Ich weiß schließlich nicht, was ich für eine Person geworden wäre. Andererseits gibt es einiges, bei dem ich mir gewünscht hätte, es wäre andere gewesen und das meiste dreht sich um meine Mutter, die immer ihre Probleme darin hatte, Zuneigung zu zeigen und das mit Erwartungen ausglich. Außerdem hätte ich gerne Geschwister gehabt, aber ich weiß nicht, ob das zu Erziehung gehört. Aaaber ich hatte jetzt eigentlich nicht vor dir hier mein Herz auszuschütten also zur nächsten Frage." ich lächelte auch wenn es nicht ganz meine Augen erreichte. Ich liebte meine Mutter, sie war schließlich immer noch meine Mutter, doch ich sprach nicht gerne über sie.
11. Erzählen Deinem Gegenüber Deine Lebensgeschichte in vier Minuten, aber mit möglichst vielen Details. Uff. Okay, du stoppst die Zeit" trug ich ihn auf und überlegte kurz, ehe ich zu sprechen begann. "Also: Ich wurde am 28. Dezember 1990 geboren. In London. Meine Mutter war einer der renommiertesten Chirurgen Londons und mein Vater war eher der, der sich um mich gekümmert hat. Eehm.. Das erste Stofftier das ich bekam ist das was nun Amy hat, ein Arztteddy, der damals noch nicht so abgewetzt aussah. Hmmm.. Mir wurde von der ersten Klasse an gesagt, dass ich super in der Schule sein müsste um genauso eine tolle Chirurgin wie Mama zu werden. Meinem Vater war anderes wichtig. Das singen, kochen tat er gerne ... und tanzen... Als ich 19 war starb er an einem Herzinfarkt. kurz stockte ich. Das Lernen für den Abschluss war eine gute Ablenkung. Danach zog ich zum studieren nach Frankreich und kam mit Amys Erzeuger, BWL Student, zusammen. An meinem 20. Geburtstag erfuhr ich, dass ich schwanger bin.... Daaas fand dieser nicht so toll und wir trennten uns - also eher gesagt er sich von mir. Meine Mutter fand das ganze auch nicht toll, aber zahlte anfallende Kosten, die ich nicht selbst bewerkstelligen konnte, nur das aller nötigste versteht sich, denn 'was ich mir geleistet hatte musste ich auch selbst auslöffeln'. Am 5. Mai erfuhr ich, dass es ein Mädchen wird. ich stoppte und ein in Erinnerungen schwelgendes Lächeln zierte meine Lippen. Dann fuhr ich fort Am 20. September vor 5 Jahren wurde Amy dann geboren. Ich studierte Natürlich trotzdem weiter.... Ehm sie war ein echt ruhiges Baby, mein Glück, auch wenn ich den blöd glotzenden Kommilitonen oft gerne den Kopf abgerissen hätte. Es gab Gerüchte Amy wäre vom Professor!" ich schüttelte schnaubend den Kopf. Amy mochte es in der Uni.... Als sie 3 war erkrankte meine Mutter an Alzheimer, also auch keine finanzielle Unterstützung mehr und alles wurde etwas komplizierter, weshalb ein zweiter Nebenjob her musste. Ich sag dir eines, 3 Tage  hintereinander mit nur insgesamt 3 Stunden Schlaf sind eine gaaaanz schlechte Idee. naja. Also... Meine beste Freundin und Zimmernachbarin damals, du kennst sie ja, hat geholfen und gebabysittet, Amy ist das einzige Baby, das sie mag." nun grinste ich kurz. Sie mochte nämlich keine Kinder. Also es ging. Mit 25. Landete ich dann hier und vor einigen Tagen dann... mit dir im ... Aufzug. Naja. Reicht das? Wie viel Zeit war das? " (sagen wir 3 1/2) ich redete an manchen Stellen schneller an anderen eher langsamer und nachdenklich, Beziehungsweise bedacht, nicht sicher, wie ich es ausdrücken konnte und sollte ohne dass es zu: "mein Leben ist eine einzige Katastrophe" klang denn so empfand ich das nicht. Klar hatte es Hindernisse gegeben, doch ich hatte sie ja überlebt und nur ab und an einen Nervenzusammenbruch erlitten. Dementsprechend hatte ich mich bemüht alles eher locker zu erzählen, was mir jedoch auch nicht immer ganz geglückt war. An einigen Stellen hatte ich auch etwas länger nachdenken müssen, wie es weiter ging, während andere Stellen fast zu schnell über meine Lippen gingen.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Jul 06, 2017 12:54 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Du hast recht. Solange man ein korrekter Mensch ist, und das ist in deinem Fall so - so viel kann ich sagen - , ist eine veränderte Erziehung nicht nötig Ich lehnte mich einwenig vor und hörte zu, wie die nächste Frage lautete. Mein kompletter Lebenslauf mit möglichst vielen Details? Ich blies meine Wangen auf und ließ die Luft anschließend wieder heraus, bevor ich mich komplett auf Olivia konzentrierte und ihr zuhörte. Ich konnte mir gut vorstellen, dass ihre Vergangenheit um einiges schwieriger, anstrengender und nicht ganz so angenehm war wie meine, weswegen ich sofort von meinem schlechten Gewissen geplagt wurde, auch wenn ich nichts dafür konnte.
Als sie geendet hatte, sah ich sie direkt und ernst an. Darf ich dir eine Frage stellen? Ich versteh auch, wenn du sie nicht beantworten möchtest Ich hob abwehrend meine rechte Hand und wartete auf ihr Okay. Wie lange warst du mit deinem Freund zusammen, als du von ihm schwanger wurdest? Ich konnte verstehen, wenn sie darauf nicht antworten wollte, schließlich war es eine sehr private Frage und ich hatte als Vorgesetzter eigentlich nicht das Recht etwas von ihrem Privatleben zu erfahren, obwohl wir uns schon im Aufzug näher als gedacht gekommen waren.
Nun war ich dran, ihr so viel wie möglich von mir zu erzählen und das innerhalb 4 Minuten. Ich wurde am 5. Juni 1980 in Edinburgh geboren, als Sohn einer Chefin eines Verlags und eines Kochs. Ich bin als Familienmensch erzogen worden. Irgendwie war immer jemand aus meiner Familie um mich herum. Sei es einer meiner Brüder oder ein entfernt verwandter Onkel. Es gab damals schon regelmäßige Familientreffen, zu denen wirklich alle bekannten Verwandten aus der Familie Montgomery zusammen kamen. Ich hab es anders nicht gelernt. Ich hab von 1985 bis 1997 weiterhin in Edinburgh bei meiner Familie gelebt, wo ich auch mein Abitur gemacht hab. Mit 17 bin ich bereits nach Glasgow gezogen und hab dort mein Medizinstudium begonnen, wobei ich mit 17 Jahren einer der jüngsten gewesen war. Gelebt habe ich in einer Fünfer-WG, wobei auch eine der beiden Frauen meine Freundin wurde. Ich zögerte kurz, entschied mich allerdings dafür ihr jetzt einfach nichts über meine Beziehungen zu verschweigen. Schließlich hatte auch sie alles über sich erzählt und die Aufgabe lautete ja: Erzähle deine Lebensgeschichte mit vielen Details. Das Medizinstudium dauerte bis etwa 2003 an. Die Semesterferien hab ich immer dafür genutzt um mit meiner WG zu reisen. Mindestens zwei Wochen sind wir jedes Mal gemeinsam durch ein spezielles Land gewandert. Kanada, Italien, Irland oder Portugal zum Beispiel. Wir haben an Bauernhöfen oder anderen Orten Halt gemacht, haben dort gearbeitet und sind weitergewandert. So etwas wie Work and Travel, nur dass wir weder eine Organisation noch eine feste Unterkunft hatten. Manchmal haben wir auch einfach in unseren Zelten geschlafen, die wir mitgenommen haben. Nun ja. Wie gesagt ging mein Medizinstudium bis etwa 2003.
Danach wollte ich eigentlich erstmal ein halbes Jahr lang durch Amerika gemeinsam mit einem alten Studiumkollegen wandern aber hab mich wegen meiner derzeitigen Freundin aus meiner WG umentschieden, die aufgrund familiärer Umstände nach Frankreich ziehen wollte. Da mein Großvater eine ganze Weile in unserem Krankenhaus in Brest gearbeitet hat, bin ich schließlich ebenfalls nach Frankreich gezogen und hab dort meine Facharztausbildung begonnen. Ich hab etwa 3 Jahre lang gebraucht um mich, ebenso wie mein Großvater, auf die Neurochirurgie zu spezialisieren. Durch die Facharztausbildung trennte ich mich dann auch von meiner Freundin - sie hatte es zwar, im Gegensatz zu meiner späteren Freundin, am ehesten verstanden dass ich als Mediziner kaum Zeit hatte aber das wäre auf Dauer einfach nicht gut gegangen. Mittlerweile ist sie nur eine sehr gute Freundin von mir. In der Zwischenzeit wurde ich schließlich auch Patenonkel von Meiner Nichte Keira und meinem Neffen Benjamin, die du ja beide noch kennst.
2013 wurde ich dann zum Oberarzt befördert, kurz danach kam auch Jekyll zu mir. Eigentlich heißt er Dr. Jekyll aus dem Musical Jekyll and Hyde - vielleicht ist dir das ja bekannt - und wurde als einjähriger Rüde im Tierheim abgegeben. Keira und Jason wollten sich an einem Tag einen Hasen holen und haben den Hund gesehen und sich in Ihn Verliebt. Da sie sich allerdings von Jacob aus keinen Hund holen durften, haben die beiden mich bequatscht. Und ich habe leider eine Schwäche für Hunde. Und mittlerweile ist er ein guter Begleiter auf meinen Reisen.
Ich lächelte leicht. Olivia hatte ihre Tochter, ich hatte den Rüden. Das waren zwar unterschiedliche "Dinge" aber dennoch war Jekyll mein tierischer bester Freund. Genau...letztes Jahr bin ich in das Haus gezogen, in dem ich jetzt lebe. Zuvor habe ich in einer Wohnung gelebt, neben der drei Frauen gelebt hatten und gefühlt jede Nacht sturzbetrunken ins Haus zurück kamen. Ich schüttelte bei den Gedanken den Kopf, da es nicht nur einmal beinahe eskaliert wäre. Ich fühlte mich in meinem aktuellen Haus pudelwohl und ich hatte zum Teil nur drei ruhige Kleinfamilien mit jeweils maximal zwei kleinen Kindern. Es war Ein ruhiges Leben, was ich in der Vorstadt lebte. Ich denke das müsste alles gewesen sein.
Ich sah auf mein Blatt Papier hinunter und las die nächste Frage laut vor: Wenn du morgen mit einer zusätzlichen Eigenschaft oder Fähigkeit aufwachen könntest, welche wäre das? Ich überlegte kurz. Die Frage ist ob von normalen Eigenschaften die Rede ist oder eher von absurden Fantasiefähigkeiten. Wenn hier nach normalen Fähigkeiten gefragt wird, wär ich gern etwas musikalischer. Zumindest fällt mir das spontan ein Ich zuckte kurz mit den Schultern, bevor ich Olivia ansah und auf ihre Antwort wartete.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Jul 06, 2017 1:23 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Logans Frage nach einer Frage verwunderte mich etwas. "Ich beantworte dir schon 36. Da macht eine mehr nicht viel aus." fuhr ich schmunzelnd fort, war jedoch verunsichert von seinem ernsten Gesichtsausdruck. Von seiner Frage war ich ebenfalls überrascht und wusste nicht ganz, was er mit der Frage bezwecken wollte. Etwas verlegen fuhr ich mit über Augen. Ich hatte Amy's Erzeuger noch vor Studiumsbeginn kennengelernt.
Ich war in ein Wohnheim in Frankreich gezogen, das zur Uni gehörte, ein gemischtes Wohnheim und er war in dem Zimmer 2 Türen weiter. Ziemlich schnell kamen wir so Anfang Juli zusammen. "Knapp 6 Monate. Ein kleiner süßer Unfall." ich lächelte matt. Ein Unfall, den ich niemals bereut hatte, nachdem ich ihn das erste Mal in den Armen gehalten hatte. "Wieso fragst du und guck mich nicht so traurig an, ich habe es überlebt." wollte ich natürlich im Anschluss wissen und drohte ihm wegen seines Blicks. Immerhin war er nicht Mitleidsvoll, denn es gab nichts, weshalb man mich bemitleiden müsste. Das durfte nur ich selbst. Ich hatte eine wundervolle Tochter befand mich auf einem guten Weg dahin eine gute Chirurgin zu werden und hatte sehr gute echte Freunden die mich in jeder Situation unterstützten.

Logans Leben in vier Minuten klang so ganz anders als meins und ich war fast etwas neidisch, wie viel er bereits gesehen hatte. "Du hast so viel von der Welt gesehen, dass kann ich mir im Traum nicht vorstellen." ich schüttelte lachend und überwältigt den Kopf.
Danach ging es auch schon zur nächsten Frage. "Hmm, ich denke wir als Chirurgen bleiben in der realen Welt und nehmen nur echte 'normale' Fähigkeiten." schlug ich vor. Die Auswahl war schließlich so schon groß und schwer. Wenn dann auch noch fantastische Fähigkeiten dazu kamen, wäre das viel zu kompliziert, wenn noch so viele Fragen vor einem standen. "Manchmal ist es wohl die Fähigkeit der vollkommenen inneren Ruhe, Ausgeglichenheit und Geduld, die manche Menschen haben. Wenn Amy gerade anstrengend ist, wenn ein Patient gestorben ist, einfach wenn an einem so langen Tag etwas nicht klappt, was fast immer der Fall ist, sich überhaupt nicht davon beeinflussen oder beirren zu lassen." sagte ich nach einiger Bedenkzeit. Dann machte ich mich an die nächste Frage. "13. Wenn Dir eine Zauberkugel die Wahrheit über Dich, Dein Leben, die Zukunft oder irgendetwas anderes offenbaren könnte, was würdest Du wissen wollen? Ich denke ich hätte Angst nach genauen Details aus der Zukunft​ zu fragen. Am Ende bin ich enttäuscht von der Antwort und dann ist der Lebenswillen doch etwas angeknackst.... Ich denke, ich würde fragen, ob ich eine gute Mutter bin." entschied ich mich. Das selbst einzuschätzen war schwer und immer schwebte die Angst, den gleichen Fehler zu machen wie meine Mutter. Und manchmal plagte mich auch das schlechte Gewissen, so wenig Zeit für sie zu haben wie es eben oft Mal der Fall war. An solchen Tagen Bestätigung durch eine allwissende Kugel wäre natürlich sehr reizvoll.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Jul 06, 2017 10:41 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Die 36 Fragen hat allerdings ein Patient gestellt, der uns überhaupt nicht kennt. Das sind keine Fragen für eine bestimmte Person. Meine Frage stelle ich nur dir, deswegen hätte ich ein 'Nein' auch akzeptiert antwortete ich. 6 Monate war eine ziemlich kurze Zeit, auch wenn Amy nur ein Unfall gewesen war. Ich kann diese Männer nicht verstehen, die solche Frauen mit dem Kind alleine lassen. erwiderte ich nur darauf. Eine wirkliche Antwort, warum ich nachgefragt hatte, gab es nämlich nicht.
Naja, du hattest Amy. Mit einem Kind wird das Reisen um einiges schwieriger. Das Organisieren war ja auch nicht ganz so leicht. Wir wollten tatsächlich auch mal nach Rumänien, allerdings ist zu der Zeit mein Großvater gestorben, weswegen ich kurzerhand zuhause geblieben bin. So leicht war das dann doch nicht unbedingt. Aber es tat gut sich etwas vom Studium abzulenken. Man musste auf den Höfen nur kräftig anpacken. Ich lächelte bei dem Gedanken an die Reisen durch die verschiedenen Kulturen. Vielleicht hast du ja später, wenn Amy etwas größer ist, etwas Zeit um herumzureisen. Wenn du genügend Überstunden hast und Urlaub beantragst, ist das gut möglich.
Ich warf einen kurzen Blick auf die Uhr. Die Pause war bald vorbei und ich hoffte dass ich nicht angepiept wurde. Diese Fragerunde zu unterbrechen tat ich absolut ungern, obwohl die Fragen zum Teil wirklich schwierig zu beantworten und auch sehr persönlich waren. Und wir waren erst bei der 13. Frage. Ich würde gerne wissen...ob ich tatsächlich die Erlaubnis erhalte nach Afrika zu fliegen um den Leuten bei der medizinischen Ausbildung einwenig zu helfen. Die Antwort würde mich interessieren aber hat keinen allzu großen Einfluss auf meine spätere Zukunft wenn ich die Antwort kennen würde beantwortete ich die Frage, wobei ich sagen musste dass es auch noch viele andere Fragen gab, die ich hätte stellen können.
Nächste Frage - Gibt es etwas, von dem du schon lange träumst es zu tun? Warum hast du es noch nicht getan? Auch die Frage hatte mehrere Antworten aus verschiedenen Richtungen. Eine Antwort darauf saß direkt neben mir, was ich allerdings für mich behielt. Wie gesagt würde ich gerne nach Afrika fliegen. Allerdings brauche ich dafür die Genehmigung von Dr. Monroe und der ist davon alles andere als begeistert. Ich hatte es mir bei der Frage einwenig leichter gemacht aber sie musste auch nicht unbedingt wissen, dass ich sie gerne mal küssen würde.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Jul 06, 2017 9:43 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich zuckte lediglich leicht mit den Schultern und sagte nichts mehr dazu. Ein Arschloch nunmal. Logans optimistische Einstellung, dass ich in Zukunft sicher noch viel Zeit zum Reisen fand ließ mich Lächeln. "Das ist mein Plan von dem ich hoffe, dass er klappt." erwiderte ich. Logans Blick auf die Uhr erinnerte mich daran, dass wir ja nicht unendlich Pause hatten, doch bisher wurden wir noch nicht angepipt, fast schon überraschend.
Die nächste Frage ließ mich ihn kurz etwas eingehender ansehen. Ich wusste da was, was mir als aller erstes in den Kopf kam, doch.... Lieber nicht. "was begehrt mein Herz seit langem... ehrlich gesagt, hätte ich sehr gerne Mal so ein richtig romantisches Rondevou. So mit allem drum und dran wie im Film. Im Herzen bin ich doch noch ein hoffnungslos romantisches junges Mädchen." ich lächelte leicht. Dass "am liebsten mit dir" behielt ich für mich und dachte es nur. Hing ich gedanklich noch hinten dran. Es war auch eine kleine aber feine Anspielung, auch wenn nicht ganz so offensichtlich zu sehen.
"15. Was war bisher der größte Erfolg in Deinem Leben. - ich würde sagen der Uniabschluss - auch wenn ich noch nicht ganz fertig bin." ich hatte kurz überlegt zu sagen, die Erziehung von Amy, die bisher ja ein gut erzogenes nettes Mädchen war doch dies war ja noch lange nicht abgeschlossen. Das könnte ich höchstens sagen wenn sie 18 war.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Jul 06, 2017 10:42 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Wenn man etwas möchte, sollte man daran glauben und irgendwann gelangt man an das gesetzte Ziel. Oder ich nehm dich einfach mal mit. Bulgarien soll angeblich sehr schön sein... Mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen drehte ich mich wieder nach vorne. Ein romantisches Rendevouz also? Und ich dachte ich konnte mit dem spontanen präoperationalen Dinner zumindest einwenig mithalten witzelte ich, speicherte ihren "Wunschtraum" allerdings als Erinnerung ab. Vielleicht konnte ich dieses kleine Detail doch irgendwann gebrauchen, falls wir uns doch näher kommen sollten als wir es bereits im Aufzug getan hatten.
Mein größter Erfolg? Ich schätze meine Beförderung Schließlich hatte ich damit wohl am wenigsten gerechnet, als Dr. Monroe damals auf mich zugekommen war - mit strengem Gesichtsausdruck und dem klaren Befehl, sofort in seinem Büro zu erscheinen. Was ist Dir bei einer Freundschaft am wichtigsten? las ich vor und musste feststellen, dass wir erst bei der 16. Frage waren. Schafften wir das überhaupt? Wohl kaum. Das Vertrauen auf jeden Fall und die Gewissheit,
dass dieser Freund in allen Fällen für einen da ist.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Jul 07, 2017 12:37 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich schmunzelte. "Pass auf, was du anbietest, am Ende komme ich drauf zurück und du sitzt in der Falle." drohte ich spielerisch. Seine nächste Aussage konnte ich so natürlich nicht stehen lassen. "Das Postoperative Dinner war sehr schön! Erst Recht mit der Operation davor,
das steht hier außer Konkurrenz."
erklärte ich schmunzelnd.
Der größte Erfolg war nichts überraschendes und wir gingen weiter zur nächsten Frage. "Sich sowohl in guten Zeiten als auch bei Problemen immer gegenseitig beizustehen, vertrauen und das wissen, dass der andere immer ehrlich ist und einem, wenn man Mist macht, richtig in den Hintern tritt, aber einen nie verurteilt." zählte ich auf. Dann war die nächste Frage dann. Es kamen noch so viele. 17. Was ist Deine liebste Erinnerung? - Okay, das ist schwieriger. in meinem Kopf tauchten viele schöne und glückliche Erinnerungen auf. Die meisten davon hingen mit amy zusammen, ein großer Teil auch mit meinem Vater. Ein paar auch mit Logan, ganz präsent war die Aufzugszene. Eine sehr schöne Erinnerung, aber nicht dir schönste, dafür wurde es dann doch etwas zu peinlich. "Es gibt viele. Weit oben steht der Moment nach Amys Geburt, Gott könnt ihr froh sein, das gehört sicher zu den schlimmsten - als sie mir auf den Arm gelegt wurde, aufgehört hat zu schreien und mich mit ihren müden aber so klugen, aufmerksamen, tiefen kugelrunden Augen angesehen hat. Da war alles vergessen." ich lächelte sanft und völlig in Erinnerungen versunken. Frauen die keine Kinder hatten, fragten manchmal, wieso man sich überhaupt ein zweites oder drittes Kind antat, wenn sie hören oder auch sehen, wie furchtbar und schmerzhaft eine Geburt oft ist. Doch der Punkt ist, sobald man, völlig fertig, dieses kleine zerbrechliche Wesen, das man neun Monate lang unterm Herzen getragen, behütet und beschützt hat, auf dem Arm hält, dieses unschuldige, zerknautschte kleine Ding, das so völlig unvorbereitet in die Welt geworfen wurde und einen dann aus seinen dunklen Augen das erste Mal ansieht... Dann ist der ganze Schmerz vergessen. Es gibt nur noch diesen Moment, weshalb ich schnell Logan aufmerksam ansah.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Jul 07, 2017 12:58 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Solange du mit mir mithältst, werde ich das Angebot mit Sicherheit nicht bereuen. Ich musste automatisch an meine zweite Wanderung mit meinen WG-Mitbewohnern erinnern. Damals hatten wir gerade erst eine neue Mitbewohnerin bekommen, die allerdings alles andere als sportlich war. Wir mussten gefühlt alle 10 Minuten Pause machen, damit sie verschnaufen und trinken konnte. Es lag ja noch nicht einmal an ihrer Statur sondern an ihrer fehlenden Ausdauer. Dann bin ich aber beruhigt. Immerhin war es halbwegs geplant Mein leichtes Grinsen verriet nicht genau, ob ich den letzten Teil ernst meinte oder nicht.
Ich sah noch einmal auf die Fragen hinab. Ich muss gleich wieder weiterarbeiten. Ich würde sagen wir machen die Frage noch und dann gehen wir wieder zurück ins Krankenhaus. Wann ist deine Schicht zuende? Je nachdem könnten wir die restlichen Fragen nach der Schicht beantworten. Ich warf noch einmal einen Blick auf die Uhr. Ich musste seit 5 Minuten bereits wieder arbeiten - kaum zu glauben wie schnell die Zeit verging wenn man die Mittagspause nicht damit verbrachte zu essen sondern mit einer liebreizenden, faszinierenden und zugleich hübschen Assistenzärztin Fragen zu beantworten. Du bist hier die Mutter. Bei einer Geburt und was die Mutter davei fühlt...da kann ich nicht mitreden. Meine liebste Erinnerung? Als ich meinen Blick nachdenklich durch die Gegend schweifen ließ, konnte ich eine Assistenzärztin aus Olivias Jahrgang entdecken, die uns direkt anstarrte. Ich war mir sicher, dass sie sich gerade fragte warum Ich meine Mittagspause mit Olivia verbrachte. Sollte sie ruhig. Es gibt ziemlich viele von schönen Erinnerungen. Als ich das erste Mal bei einer Operation assistieren durfte...ich denke das ist meine liebste Erinnerung. Immerhin hab ich weder ein Kind noch eine Frau, weswegen ich mich auch nicht an irgendeine Hochzeit oder Geburt erinnern kann. Ich lächelte kurz und faltete den Zettel feinsäuberlich zusammen um ihn in meinen Arztkittel zu stecken. Ich bin um 19 Uhr etwa fertig. Ich warte im Bereitschaftsraum auf dich. Um diese Uhrzeit ist der Park vielleicht etwas ungemütlicher. Bis später Mit diesen Worten stand ich auf, lächelte und machte mich auf den Weg zurück ins Krankenhaus.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Jul 07, 2017 11:23 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich lächelte leicht. Als Logan dann sagte, dass wir bei Frage 17 unterbrechen sollten, um später weiter zu machen. "irgendwann zwischen 17 und 19 Uhr, je nachdem." antwortete ich. "ich sag Dr. Lumié dann, dass er für heute heim gehen kann und morgen wiederkommen kann, Schließlich benötigt er kein Zimmer." informierte ich Logan noch.
Seine Antwort ließ mich leicht grinsen. "Die gehört bei mir aber auch zu den besten." merkte ich an. Danach verabschiedete ich mich von Logan, meine Kollegin hatte ich im Gegensatz zu ihm nicht bemerkt. Ich blieb noch etwas sitzen als er rein ging und ließ mir die Sonne auf das Gesicht scheinen. Es war zwar Oktober und kühl aber heute ein etwas sonnigerer Tag. Meine Kollegin kam sofort zu mir geeilt als sie sah, dass Logan weg war. "Was hast du hier mit McDreamy gemacht, so zu weit auf der Bank in einem so langen Gespräch?" Fragte sie auch sofort. "Wir haben uns über einen Patienten unterhalten, du tust ja Grade so als hätte ich ihm die Zunge in den Hals gesteckt." ich schüttelte den Kopf um zu demonstrieren wie absurd das war. Sie kniff die Augen zusammen. "Ihr saht ziemlich vertraut aus." "Ich arbeite oft mit ihm, da kennt man sich eben. Mit dir gehe ich ja auch vertraut um." erwidert ich. Bisher entsprach alles zumindest der groben Wahrheit und war nicht gelogen. Jedoch würde ich mich nicht weiter austragen lassen. "Naja, ich muss jetzt wieder rein. Man sieht sich." ich lächelte trotz der Auafragerei freundlich und ging ins Krankenhaus.
Um 19.30 war meine Schicht zu ende. Ich war noch in die Notaufnahme gerufen worden, da es einen größeren Unfall mit mehreren Knochenbrüchen gegeben hatte und einige Assistensärzte als Unterstützung helfen mussten. Jedoch hatte es keine Kopfverletzungen gegeben bis auf eine Beule am Kopf die jedoch laut allen Untersuchungen ungefährlich war, weshalb ich sicher war dass Logan sicher schon wartete. Ich betrat den Bereitschaftsraum und sah mich in diesem nach Logan um.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Jul 07, 2017 12:00 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Aufgrund eines Notfalls hatte ich die Operation eines Patienten vorverlegen müssen und stand etwa weitere sechs einhalb Stunden im OP, während ich Assistenzärzte, die bereits im 3. und 4. Jahr waren, beauftragte, sich um meine anderen Patienten zu kümmern. Auch der Kaffee war ausgegangen, weswegen die sich die sechs einhalb Stunden noch länger anfühlten als gewöhnlich.
Doch als ich den Saal verließ, war mein Patient am Leben und stabil. Es war immerhin ein guter Tag. Erschöpft machte ich mich auf den Weg zum Bereitschaftsraum, in dem ich mich mit Olivia treffen wollte. Ich würde wohl noch einwenig meine Augen ausruhen bevor ich mich den restlichen Fragen widmete. Ich legte mich in eines der unteren Bette, welches ich eigentlich immer benutzte, wenn ich Bereitschaft hatte und legte meinen Pager neben meinen Kopf. Ich wollte nur kurz die Augen schließen. Nur kurz...
Ich öffnete die Augen als ich hörte, wie sich jemand im Bereitschaftsraum bewegte und richtete mich langsam auf, bevor ich Olivia erkannte die sich nach mir umgesehen hatte. Sorry... Ich nahm meinen Pager in die Hand und befestigte ihn wieder an meiner Hose, bevor ich mich komplett aufrichtete und mich auf dem Bett aufrecht hinsetzte. Die letzte Operation war lang und zäh. Und es gab keinen Kaffee mehr erklärte ich ihr und unterdrückte ein Gähnen, bevor ich den Zettel voller Fragen wieder hervorkramte.Ich war dran, oder? Was ist deine schlimmste Erinnerung? Sofort dachte ich an meinen Großvater. Als ich erfahren hab, dass mein Großvater gestorben ist. Er hat mich sozusagen ausgemacht. Durch ihn hab ich überhaupt zur Neurochirurgie gefunden

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Jul 07, 2017 12:19 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Der Anblick war wirklich niedlich und ich grinste, als Logan mich noch etwas verschlafen ansah, die perfekten Haare etwas verwuschelt vom Schlaf. "süß" konnte ich mir lachend nicht verkneifen und kämmte mit den Händen nach einigen zögern eine nach oben anstehende Strähne hinunter. Danach nahm ich die Hand schnell wieder weg, sah zu Boden und setzte mich neben ihn, Ehe ich ihn wieder ansehen konnte. "Ich hab aber gehört es soll alles gut gelaufen sein. Immerhin." erwiderte ich optimistisch. Danach ging es auch, produktiv wie wir waren, weiter mit den Fragen. "Als ich erfahren habe, dass mein Vater gestorben ist." erwiderte ich leise und machte mich schnell an die nächste Frage. 19. Wenn Du wüsstest, dass Du in einem Jahr sterben wirst, würdest du irgendetwas an Deinem jetzigen Leben ändern? Warum" eine schwierige Frage. "Das ist schwierig. Ich denke ich würde die Zeit fast ausschließlich mit den Menschen verbringen die mir wichtig sind und die Ausbildung hier wohl abbrechen, in einem Jahr werde ich Schließlich nichts zur Chirurgin, weshalb das wenig Sinn hätte." dachte ich laut. "Ich würde meine Mutter öfter besuchen, die Dinge sagen, die ich mich nicht traute zu sagen. Dinge tun, die ich mich nicht traute zu tun. Jede Minute nutzen." antwortete ich ausführlich und doch grob, denn was diese Dinge waren... Das wusste ich zum großen Teil und sie hingen mit ihm zusammen.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Jul 07, 2017 12:47 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Als sie meine Haare anfasste um mir eine Strähne zurückzustreichen, hob ich reflexartig die Hand und fasste mir ebenfalls in die Hand um zu prüfen, was sie da tat, da ich schließlich ohne Spiegel nicht sehen konnte wie ich aussah. Als ich jedoch ihre Hand dabei berührte, ließ ich meine allmählich wieder sinken und wartete einfach darauf, dass sie ihre Hand wegzog, was sie relativ schnell wieder tat. Ja. Er hatte eine Hirnblutung. Ich hoffe, dass ich wegen ihm nicht angepiept werde. Wenn er jetzt weiterhin stabil blieb, war tatsächlich alles im Lot und ich musste mir keine Sorgen mehr machen, wenn er allerdings in den nächsten Stunden erneut auffiel, konnte all das ziemlich problematisch werden.
Als sie ihren Vater erwähnte schwieg ich. Ich kannte dieses erdrückende Gefühl in der Brustgebend, wenn man entweder an ein verstorbenes Familienmitglied dachte - sei es der Vater oder in meinem Fall der Großvater. Ihr Vater war schließlich jeden Tag für sie da, kümmerte sich um sie, dass sie etwas zu essen bekam und lehrte ihr die Dinge, die sie bis jetzt begleiteten. Die gesagten Worte, die diese verstorbene Person einem immer wieder als Weisheit, als Rat oder als Sprichwort auf den Weg gegeben hatte, die prägten sich so intensiv in das Gedächtnis ein. Die Stimme verklingt irgendwann, bis sie nur noch einer schwachen Erinnerung gleicht, die man durch Videos oder Tonmaterial auffrischen muss aber die Worte, die einen Tag und Nacht begleitet haben, verschwinden nicht. Ich ertappte mich sogar oft dabei, dass ich mich in viele. Situationen fragte, was mein Großvater nun an meiner Stelle tun würde. Oder was er mir für einen Rat geben würde.
Ich konzentriere mich auf die nächste Frage, die schon wieder etwas depressiv war. Was wäre wenn ich in einem Jahr sterben würde? Ich fuhr mir durch die Haare um diese einwenig zu richten, damit ich nicht komplett mit zerstrubbelten Haaren neben Olivia saß. Eine gewisse Autorität sollte schließlich schon vorhanden sein. Du hast recht, eine Ausbildung würde dir in deinem Fall nur die Zeit stehlen. Du hättest zum Beispiel Zeit um zu reisen. Ich lächelte kurz. Das würde ich nämlich tun. Ich würde wohl so viele Städte sehen wollen wie nur möglich, würde zurück nach Schottland zu meiner Familie ziehen und es mir gut gehen lassen. Ein, zwei Monate würde ich vielleicht noch im Krankenhaus arbeiten. Ich senkte meinen Blick hinab auf das Papier. Was bedeutet Freundschaft für dich - hatten wir die Frage nicht schon in irgendeiner anderen Form? Ich war etwas verwirrt und verwundert, bevor ich mich jedoch an das Beantworten der Frage machte. Das bedingungslose Vertrauen, sofern es wirklich eine gute und enge Freundschaft ist. Außerdem die Tatsache, dass man jemandem die kalte Wahrheit sagen kann ohne verurteilt zu werden.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Jul 07, 2017 1:16 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Dass Logan reisen würde, war mir klar gewesen. Das würde ich eindeutig auch tun, jedoch stand es bei mir wahrscheinlich nicht ganz so weit oben wie bei Logan. Die nächste Frage hatten wir so ähnlich tatsächlich schon. "Was ist die an einer Freundschaft am wichtigsten, war die Frage die wir Mal hatten. Und hier habe ich ach keine viel andere Antwort. Ehrlichkeit, Zusammenhalt und die Chemie muss stimmen, man muss sich verstehen, das ist wohl klar " antwortete ich darauf und schmunzelte leicht. Die fragen waren wirklich von fröhlich in traurig, hoch und runter. Jetzt zum Beispiel ist es ein emotionales Durcheinander, als ich die nächste Frage lese. 21. Welche Rolle spielen Liebe und Zuneigung in Deinem Leben? - Oh, hmm." ich sah nachdenklich an die gegenüberliegende Wand, wie ich da antworten sollte. "Liebe und Zuneigung ist wichtig, nicht nur im sexuellen Sinne sondern im familiären noch viel mehr... Ich würde sagen, Liebe und Zuneigung steht somit über vielem anderen im Leben, wenn man es mit dem verbindet, womit ich es tue. Und für die Liebe muss man auch bereit sein, Risiken einzugehen." ich sprach eher zögerlich da ich immer wieder nachdenken musste, was ich sagte, denn die Frage war gar nicht so leicht zu beantworten und ich hatte mir niemals vorher Gedanken über die Antwort auf diese Frage gemacht. Der letzte Teil war eher eine Erkenntnis an mich selbst, die sich in letzter Zeit gemacht hatte, denn Schließlich war die offensichtliche Zuneigung, die ich jetzt nicht als Liebe aber als eindeutige Verliebtheit akzeptieren musste, der Grund, wieso ich das Risiko im Fahrstuhl eingegangen war.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Jul 08, 2017 11:53 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Liebe und Zuneigung? Über dieses Thema sollte ich vielleicht nicht unbedingt mit Olivia reden. Ich hörte ihr zu, wie sie ihre Meinung äußerte, der ich auf jeden Fall zustimmen musste. Für mich ist beides sehr wichtig. Zuneigung benötigt jeder Mensch, das ist ganz klar, auch wenn man es vielleicht leugnen möchte. Aber mal ehrlich, wer hat nicht das Bedürfnis zu lieben oder geliebt zu werden? Allein der Gedanke, dass es jemanden gibt, den man liebt, lieben könnte oder der einen liebt, ist doch beruhigend. Risiken, wie du schon sagtest, spielen da natürlich auch eine Rolle. Sonst wären mit Sicherheit viele Beziehungen gar nicht entstanden. Und Zuneigung assoziiert man schließlich gleichzeitig mit Nähe - ich denke die paar Minuten im Aufzug könnte man ebenfalls in die Kategorie einordnen Ich hatte jetzt so viele private Dinge von mir erzählt, weswegen es mir nichts ausmachte das noch hinzuzufügen. Charmant lächelte ich sie an, bevor ich meine Aufmerksamkeit auf die nächste Frage lenkte. Nennt abwechselnd eine positive Charaktereigenschaft, von der ihr glaubt, dass sie euer Gegenüber besitzt. Macht dies fünf Mal. Ich legte das Blatt neben mich aufs Bett und lehnte mich einwenig vor um Olivia weiterhin in die Augen zu schauen. Mh. Du bist sehr zielstrebig und entschlossen. Du bist direkt und verbirgst deine eigene Meinung nicht, wenn du der Ansicht bist, dass es besser wäre. Nach der zweiten Charaktereigenschaft musste ich kurz überlegen. Außerdem bist du sehr einfühlsam und empathisch. Ich konnte mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Manche würden den Perfektionismus als negative Charaktereigenschaften bezeichnen, ich find allerdings, das macht Frauen attraktiv. Und zu guter letzt...egal was los ist, du stellst deine Tochter immer an erste Stelle. Du kannst Prioritäten ohne Probleme setzen.

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Diese Schriftrolle wurde am So Jul 09, 2017 12:16 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Dass Logan sogar direkt das erwähnte was ich im Bezug auf Risiken eigentlich dachte, unser Näherkommen im Aufzug, ließ mein Herz etwas höher schlagen und meinen Mundwinkel zucken, während ich ihm weiterhin in die Augen sah und den Blick nicht abwandte.
Die nächste Frage ging thematisch in ungefähr dir gleiche Richtung und ich hörte Logan mit zunehmendem Lächeln zu. "Du bist ein unglaublich talentierter Neurochirurg, einige würden das nicht zu Charakter zählen, aber es gehört einfach so sehr zu dir, dass es für mich auch irgendwie dazu gehört. Du bist sehr charismatisch und schaffst es einfach jeden, vor allem weibliche Wesen, in deinen Bann zu ziehen. Du.... bist unglaublich einfühlsam, das sieht man an deinen Patienten und daran, wie sehr Amy dich nach nur zwei Begegnungen schon mag" ich lachte kurz und überlegte. "du bist selbstbewusst und das finde ich ehrlich gesagt nicht nur sehr positiv, solange es nicht übertrieben ist, sondern es kann bei Männern auch sehr sexy sein." ich biss mit auf die Unterlippe und hatte absichtlich das mit dem sexy nicht ganz so direkt gesagt, jedoch erwähnt. "Und Familie ist dir unglaublich wichtig. Das merkt man daran, wie gerne und auf welche Art du von ihnen sprichst, so dass man sie selbst gerne kennenlernen würde." ich lächelte ihn an, ohne den Blick von ihm zu nehmen, da er dies ebenfalls nicht tat. Jedoch war ich ab der nächsten Frage doch gezwungen den Blickkontakt abzubrechen.
"23. Wie eng und herzlich sind die Beziehungen in Deiner Familie? Denkst Du, dass deine Kindheit glücklicher war, als die anderer Menschen?" - meine Eltern haben keine Geschwister und meine Großeltern konnte ich ja leider nicht mehr kennenlernen. Es war eindeutig einerseits sehr eng und herzlich und anderseits sehr kühl und rational. Nein, ich würde sie nicht als glücklicher als die von anderen Kindern bezeichnen, aber es gibt auch deutlich schlimmeres." Antwortete ich. Diese Fragen waren stimmungstechnisch wirklich ein Hoch und Tief.

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Diese Schriftrolle wurde am So Jul 09, 2017 7:35 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich musste zugeben, dass auch ich es nicht wirklich als Charaktereigenschaft bezeichnen würde, dass ich ein "talentierter Neurochirurg" war, so wie mich Olivia nannte. Aber ich ließ es so im Raum stehen und lächelte nur als Dank für das Kompliment. Immerhin war es etwas ganz anderes wenn man ein Kompliment von der Frau erhielt, die man einfach nur unwiderstehlich attraktiv fand.
Dich also auch? neckte ich sie grinsend, als sie die zweite positive Charaktereigenschaften aufzählte. Vielleicht lag es auch einfach an meiner Stellung in der Hierarchie, dass mich hin und wieder irgendwelche Ärzte anhimmelten. Ich konnte ja nicht wissen, dass ich einem sehr begehrten, attraktiven Serienhauptdarsteller sehr ähnelte, der ebenfalls in einer Krankenhausserie der berühmte Neurochirurg war, da es mir bislang noch niemand gesagt hatte. Stattdessen tuschelten sie hinter meinem Rücken darüber, wie sehr ich ihm doch ähnelte. Ich lächelte stolz vor mich hin, als sie meine Familie ansprach. Ja, ich liebte meine Familie sehr. Aber wer, der eine normale Kindheit gehabt hatte, tat das nicht?
Aufmerksam hörte ich ihr zu, wie sie die nächste Frage stellte. Zufällig war das Thema der nächsten Frage ebenfalls die Familie. Es macht ja keinen Unterschied ob die Familie groß oder klein ist. antwortete ich auf ihre Worte, als sie geendet hatte. Ich schätze, es ist deutlich zu sehen dass ich ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Familie habe. Wir sind eine sehr Männerlastige Familie und treffen uns jedes Jahr einmal in Schottland. Sofern ich Zeit habe, komm ich ebenfalls zu den Familientreffen. Jeder kann mit jedem, auch wenn meine Mutter vielleicht etwas skeptisch gegenüber den neuen Partnern ist, die das erste Mal bei einem der Familientreffen sind. Und meine Kindheit...ich hatte nie irgendwelche Sorgen. Aber ich bin früh erwachsen geworden, indem ich früher als andere ausgezogen bin. Ich denke meine Kindheit war teilweise glücklicher als andere. gab ich zu und widmete mich der nächsten Frage. Wofür war diese Studie? Was bezweckte diese ganze Fragerei?
Wie beurteilst du die Beziehung zu deiner Mutter? Ich lächelte und schüttelte den Kopf. Ich hatte diese Frage schon oft indirekt beantwortet. Wie gesagt: Sie ist gut, obwohl ich vieles eher von meiner Großmutter gelernt habe

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Diese Schriftrolle wurde am So Jul 09, 2017 7:57 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich lächelte nur geheimnisvoll als er fragte, ob er mich damit auch um den Finger wickeln konnte. Natürlich konnte er, hatte er genauer gesagt ja schon. Doch es war nicht sein Charisma, sondern das Gesamtpaket, das dafür gesorgt hatte.
Ich fand es sehr schön, wie er von seiner anscheinend ziemlich großen aber herzlichen Familie sprach und lächelte leicht. Die nächste Frage handelte erneut von Familie, dieses Mal von Müttern genauer gesagt. "Angespannt und oft kompliziert. Trotzdem liebe ich sie,
denn sie hat mich immer ermutigt im Beruf und mich letztendlich ja auch zu der Person gemacht die ich heute bin."
antwortete ich meinerseits auf die Frage.
Dann ging es zur nächsten. 25. Denkt euch beide drei wahre „Wir“-Aussagen aus. Zum Beispiel: „Wir sind beide in diesem Raum und fühlen uns…“ - okay lass mich Mal überlegen. Wir wissen beide nicht, warum wir das hier gerade tun. Wir sind beide Ärzte uuuund...  wir finden uns beide gegenseitig anziehend und wissen dass das keine gute Idee ist." ich biss mir schmunzelnd auf die Unterlippe und sah ihn an. Das mit der körperlichen Anziehung war Schließlich kein Geheimnis. Neugierig wartete ich, was Logan so von sich geben würde.

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Diese Schriftrolle wurde am So Jul 09, 2017 9:01 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich ging nicht weiter darauf ein und auch auf ihre Antwort erwiderte ich nichts. Klar, die Eltern prägten einen, das war völlig normal.
Schweigend hörte ich zu, wie sie ihre drei Sätze nannte, die wir jeweils für die nächste Frage benötigten und verkniff mir ein leichtes Grinsen als sie die Anziehung zwischen uns erwähnte. Es war aber auch wirklich ein seltener Zufall dass ausgerechnet dann der Aufzug leer ist und stecken bleibt, wenn wir uns darin befinden entgegnete ich und schwieg für einen Moment, in dem ich mir die Sätze zurechtlegte. Wir machen allerdings beide bei dieser Studie mit, um unseren Patienten dazu zu bringen sich helfen zu lassen. Wir harmonieren gut gemeinsam. Und Wir würden das im Aufzug wohl beide wiederholen, wenn es das nächste Mal nicht wieder im Krankenhaus passieren würde.
Die nächste Frage ließ mich aufseufzen. Das war mir wieder viel zu privat. Vervollständige den Satz: Ich wünschte, ich hätte jemanden, dem ich erzählen könnte, ... Ich zögerte kurz und überlegte, ehe ich den Satz beendete: was mir in den verschiedensten Situationen durch den Kopf geht - auch wenn es entweder unpassend, peinlich, absurd oder lustig ist Ich hatte all das noch einwenig verallgemeinert um es einwenig unschuldiger zu gestalten. Sonst wäre ich noch viel zu sehr in die Offensive gegangen und das wollte ich im Moment nicht so gerne.

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Diese Schriftrolle wurde am So Jul 09, 2017 10:31 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich schmunzelte. "Man könnte fast meinen Schicksal." erwiderte ich und hörte anschließend ihm zu. Seine letzte Äußerung zu Dingen, von denen er wusste dass sie wahr waren, ließ mich eine Augenbraue anheben und leicht Lächeln während ich den Blick dabei kein einziges Mal von ihm abwendete.
Die nächste Frage war wieder ziemlich schwierig und privat. Ich wünschte, ich hätte jemanden, dem ich erzählen könnte, was so in meinem Kopf vorgeht und der mir sagt, was ich machen und auf welche Stimme in meinem Kopf ich hören soll." seufzend sah ich zur Decke und mit einem Lächeln wieder zu ihm. Ob er ahnte, dass er bei diesen Problemen in meinem Kopf der Hauptdarsteller war?
"27. Wenn Du mit Deinem Gegenüber eine enge Freundschaft schließen würdest, was müsste er oder sie dann unbedingt von Dir wissen? - hmm. Ich habe die Angewohnheit in meiner Freizeit und vor allem beim Kochen peinlich, hüfteschwingend und singend durch die Wohnung zu tanzen und das weiß bisher nur Anna und Amy natürlich." ich lachte peinlich berührt.

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Diese Schriftrolle wurde am So Jul 09, 2017 10:55 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Dann fühl ich mich jetzt geehrt, wenn das außer mir nun nur sie weiß. Naja. Ich würde dir wohl erzählen dass ich mir so schnell keine Namen merken kann. Gesichter ja, die Namen aber der neuen Anfänger wollen in den ersten Wochen einfach nicht in mein Kopf hinein. Abgesehen von denen, die sich sowieso schon in mein Gedächtnis gebrannt haben Ich warf ihr einen kurzen Blick zu, fuhr dann aber fort. Wenn ich also mit einem der Neuen rede, lese ich meistens davor den Namen von der ID-Karte oder vom Arztkittel ab. Es kommt nämlich um einiges besser an, wenn ich als Oberarzt und Mentor alle Namen beherrsche, auch wenn ich mir in Wirklichkeit erst nach drei, vier Monaten alle Namen merken kann. Ich hatte zwar ein sehr gutes Gedächtnis aber Namen waren noch nie meine Stärke gewesen. Viel eher konnte ich einen bestimmten Fünfling unter seinen ganzen Geschwistern ausmachen.
Nächste Frage. Sage deinem Gegenüber, was Du an ihm oder ihr magst; sei dabei ehrlich und sage Dinge, die du normalerweise einer Person, die Du gerade erst kennengelernt hast, nicht sagen würdest. Ich holte tief Luft. Jetzt mal abgesehen davon dass wir uns nicht erst gerade kennengelernt haben...ich finde es faszinierend wie du mit den Menschen, vor allem deinen Patienten umgehst. Ich hätte selbst nichts dagegen, selbst einer deiner Patienten zu sein. Ich mag dein Lachen, vor allem dann wenn du in der Cafeteria sitzt und mit deiner besten Freundin lachst. Von unserem Tisch aus hat man einen super Blick. Ich grinste kurz. Außerdem bringst du mich mit deiner Art um den Verstand, seit wir uns so nahe gekommen sind Ich verschwieg jetzt einfach mal, dass es davor auch so gewesen war - nur nicht ganz so intensiv.

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Diese Schriftrolle wurde am So Jul 09, 2017 11:53 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Irgendwie war es niedlich, dass Logan sich trotz seines problemlos immer noch so viel Mühe gab, immer alle beim Namen zu nennen. Das zeigte, dass ihm die Nähe zu seinen Schülern wichtig war und es ihm nicht darum ging, einfach die nervigen neuen abzuspeisen. "Du kannst das wirklich sehr gut verstecken." gab ich zu. Darauf wäre ich wirklich nicht gekommen. Die nächste Frage oder eher Aufgabe war wirklich interessant und noch interessanter waren Logans Antworten. Sein erstes Kompliment überraschte mich. Mir selbst war nicht aufgefallen, dass ich irgendetwas besonderes tat oder sagte, doch dem schien wohl zumindest aus Logans Sicht so zu sein. Mir wurde bei jedem Punkt etwas wärmer ums Herz und bei jedem schien es etwas schneller zu schlagen. Das leichte, geschmeichelte Lächeln auf meinen Lippen blieb die ganze Zeit über. Beim zweiten Punkt müsste ich jedoch kurz grinsen. "Du beobachtest mich also beim Essen? Dr. Montgomery sie sollten sich Gedanken machen das hat besessene Züge." zog ich ihn auf. Bei seinem dritten Punkt hatte ich würde die Bilder aus dem Fahrstuhl im Kopf und die Atmosphäre wurde sofort etwas knisternder. Ich war dran. "Ich mag deine blauen Augen sehr. Nicht nur aufgrund von Äußerlichkeiten, auch wenn deshalb natürlich auch, sondern weil du mit deinen Augen so viel ausdrücken kannst. Du hast einen so intensiven Blick, dass es mir oft schwer fällt ihn nicht zu erwidern und anderseits eben genau dies schwer fällt. Ich mag deine Ausstrahlung. Ich mag die Ruhe die du oft ausstrahlst und dir auf die Menschen um dich herum abfärbt. Wenn man mit dir im OP steht, ist man gleich viel entspannter, den Patienten reicht schon nur dein Lächeln und deine Aura. Und ich mag dein Selbstvertrauen. Du weißt genau, was du willst, setzt dich damit sogar gegen deinen Chef durch und überschätzt dich dabei aber auch nicht. Dieses Selbstvertrauen hat mir auch im Fahrstuhl sehr gut gefallen, als dir ebenfalls genau klar war, was du willst." mir war klar, dass der letzte Satz unglaublich direkt gewesen war, doch ich hatte es einfach auch aufgrund von seinen Worten äußern müssen. Und wenn auch nur, um seine Reaktion zu sehen.
Anschließend fuhr ich mit der nächsten Frage fort. "29. Teile mit Deinem Gegenüber einen peinlichen Moment in Deinem Leben. - das Studium ist nicht lange her, das ist voller peinlicher Momente. Der Tag, an dem der Professor meine Brüste gesehen hat, weil Amy nicht aufgehört hat zu schreien und in der Uni gestillt werde musste, ich aber noch zu blöd war, das Stilltuch richtig zu benutzen sodass es total schief hing und sich verhäddert hat und so weiter." erzählte ich. Mittlerweile konnte ich einfach darüber reden, aber in dem Moment war mir das so unglaublich peinlich gewesen und ich wäre am liebsten im Boden versunken und auch jetzt ergriff mich bei der Erinnerung an die Szene noch das unangenehme Schamgefühl.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 10, 2017 12:47 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Es ist eben sehr schwierig irgendwo anders hinzuschauen, wenn man ohnehin euren Tisch sehen kann wenn man nur gerade aus an Alex vorbei schauen muss. Und vor allem dann, wenn du lachst. erwiderte ich ebenso mit einem leichten Grinsen auf den Lippen, bevor ich meine Klappe hielt, damit sie die drei Dinge aufzählen konnte. Dass ich eine beruhigende Ausstrahlung hatte, hatten mir schon hin und wieder welche gesagt, weswegen es mich nicht wirklich wunderte, auch wenn ich sehr geschmeichelt war. Die anderen zwei Punkte ließen mich lächeln. In diesem Moment gefiel mir diese Studie wirklich, vor allem weil wir uns um einiges näher kamen als wir es schon davor waren. Dieses Selbstbewusstsein bringt mich noch in Teufels Küche, wenn ich mich noch häufiger Dr. Monroe widersetze. erwiderte ich und rieb mir mit beiden Zeigefingern die Augen. Der Kerl hatte mich ausgebildet, war zwar womöglich stolz auf meine Leistung aber weniger stolz darüber, dass ich meinen eigenen Kopf hatte und nicht immer auf seine Anweisungen hörte.
Als Olivia ihren peinlichen Moment mit mir teilte, musste ich grinsen. Für ihn war es sicher ein toller Anblick. neckte ich sie, bevor ich mir überlegte was ich ihr erzählen sollte. Naja, ich hätte jetzt zwei peinliche Momente, wobei ich mir bei dem einen nicht sicher bin, ob das wirklich zählt. Es war eher einfach nur unangenehm. Letztes Jahr, als die neuen Anfänger kamen, gab es eine die mir irgendwie bereits in der ersten Woche eine E-Mail geschrieben hat, in dem sie mir erzählt hat, dass sie einen Sextraum mit mir hatte...ich hab nicht drauf geantwortet und bin ihr am nächsten Tag im Aufzug begegnet. Allein die Vorstellung, dass jemand einen Sextraum mit mir hatte, den ich kaum kenne, ist einfach ziemlich unangenehm. Und die Minute im Aufzug hat das nicht besser gemacht. Ich sog die Luft geräuschvoll zwischen meinen Zähnen ein und schüttelte den Kopf. Wenn ich sie sah musste ich jedes Mal daran denken und das verfolgte mich bereits ein ganzes Jahr. Und da das mit Sicherheit nicht unbedingt als peinlicher Moment zählt...muss ich dir womöglich doch davon erzählen, wie ich auf einer unserer WG-Partys Einen Muffin gegessen hab, der garantiert kein normaler Muffin war. Das hatte zumindest zur Folge dass ich irgendwann der Meinung war, dass Alex eine sehr attraktive junge Frau war, die ich unbedingt ansprechen muss. Den Erzählungen nach zu Folge hatte ich mich oberkörperfrei an ihn gelehnt und ihn gefragt, wie er denn heiße. Nur so zum Mitschreiben: Er war schon damals mein bester Freund. Ich schüttelte den Kopf und seufzte leise. Ich habe seit dem Tag an nie wieder Muffins gegessen, von denen ich nicht wusste was die Zutaten sind.
Nächste Frage. Wann hast du zum letzten Mal in Gegenwart einer anderen Person geweint. Und wann für dich alleine?
Die Frage war leicht zu beantworten. Ich hab das letzte Mal in Gegenwart einer anderen Person geweint als mein Großvater gestorben ist. Und alleine am gleichen Tag noch. Wegen dem selben Grund

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 10, 2017 1:42 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
"bist du jetzt neidisch auf ihn?" erwiderte ich seine Neckerei lachend. Danach hörte ich ihm zu und musste einfach völlig loslachen, als er mir das mit der Email erzählte. "Aufzüge scheinen bei dir sehr viele verschiedene Emotionen wach zu rufen. Wer ist es? Lea Orson traue ich sowas zu. Oder Kate Mikel." riet ich immer noch lachend, da die Anfänger sich unter sich schließlich gut kannten, vor allem da sie nur ein Jahr älter waren, die vom letzten Jahr. Seine nächste Erzählung war jedoch auch nicht schlecht und ich kicherte vor mich hin. "Du stehst also eher auf den maskulinen Typ Frau Schade." ich versuchte mein Lachen zu unterdrücken.
Die anschließende Frage war auch schon wieder ernster. Ich überlegte. "Unter Leuten als ich Amy das erste Mal in den Händen hielt." ich lächelte leicht. "Das war ein ziemlicher Emotionenmix. Eine Mischung aus Freude, Verzweiflung, Schmerzen und Müdigkeit. Vor allem ersteres. Und alleine als ich den positiv Schwangerschaftstest in der Hand hielt. Das war ein ziemlicher Nervenzusammenbruch aus purer Verzweiflung und Ratlosigkeit." ich verzog das Gesicht.
"31. Nenne eine Sache, die Du bereits jetzt an deinem Gegenüber magst. Irgendwie wiederholt sich einiges. Welches Kompliment hab ich dir denn noch nicht gemacht." ich schmunzelte. "Ich mag an meinen gegenüber jetzt schon... Seine Haare. Ich weiß unkreativ, aber das ist eines der ersten Dinge, die ich gedacht habe, als ich dich sah. Du hast tolle Haare, super zum hindurch fahren und drin Rum wühlen." ich schmunzelte und hob vielsagend eine Augenbraue an.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 10, 2017 3:53 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Nein, nicht wirklich. Ich würde es bevorzugen, wenn eine Frau mir freiwillig ihre Brüste zeigt. antwortete ich und ließ es über mich ergehen, als Olivia anfing zu lachen. Das war klar gewesen, dass sie das lustig fand. Kate Mikel. Laut ihr hatte sie schon öfter irgendwelche Fantasien und ich will um Himmels willen nicht wissen welche und was ich darin für eine Rolle spiele. Ich konnte mir gut vorstellen, dass sie, wenn ich gemeinsam mit ihr im OP stand, sich vorstellte, wie ich nackt meinen Patienten operierte. Die Assistenzärztin sah zwar wirklich gut aus, immerhin hatte sie im Grunde alles was eine Frau haben sollte aber das hatte Olivia auch. Und diese E-Mail hatte mein komplettes Bild von ihr zerstört, da ich ja nicht so viel mit ihr zu tun gehabt hatte.
Schade? Ich kann dich beruhigen, ich finde Brünetten mit einer unglaublich guten Auffassungsgabe sehr attraktiv. Es kommt ja zum Großteil auf den Charakter an. Ich leugnete nicht, dass auch das Aussehen eine Rolle spielte, im Gegensatz zu anderen, die immer betonten dass der Charakter das einzig wahre war. War er schließlich auch, egal wie hübsch eine Frau war, wenn der Charakter nicht stimmte nützte ihr Aussehen nichts. Aber für die sexuelle Anziehung musste eine Frau schließlich dem Typ entsprechen.
Ich habe so das Gefühl, wenn wir später den Raum hier verlassen, wissen wir komplett alles über den jeweils anderen. meinte ich lachend. Was ich an dir bereits mag? Irgendwann hab ich alles gesagt, was es zu sagen gibt. Ich kann mich sehr gut mit dir unterhalten. So ungezwungen, so locker und entspannt. Das mag ich an dir.
Worüber macht man keine Witze, sofern es soetwas gibt?
Ich überlegte kurz und musste automatisch wieder an das Krankenhaus denken. Kurz gesagt: Über Patienten, die durch ihre Krankheiten vielleicht nicht den Schönheitsidealen entsprechen

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 10, 2017 4:50 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ein: Da hätte ich kein Problem mit - verkniff ich mir dann doch lieber und hörte lieber zu, was er auf meine Frage antwortete. "Oh Gott. Ihre allgemeine Ehrlichkeit in allen Ehren, manche Dinge muss man nicht erzählen." kommentierte ich das. Eifersucht verspürte ich keine, denn dass Logan von Assistentsärzten und Ärztinnen angehimmelt wurde war wirklich nichts neues.
Logans Antwort auf meine Stichelei gefiel mir und ließ mich den Chirurgen anlächeln. Dass wir am Ende wohl gefühlt alles über den anderen wissen würden, das Gefühl hatte ich auch. "Aber es macht Spaß, muss ich zugeben. Und ist zudem sehr interessant. Ich hatte Glück, dass die Babysitterin kurzfristig länger bleiben konnte. Geplant war bis spätestens 20 Uhr gewesen und dass sie zugesagt hatte, etwas länger zu bleiben, ließ mich ihr gegenüber sehr dankbar sein.
Was Logan an mir mochte fand ich sehr süß. "Das kann ich mir zurückgeben." erwiderte ich und wartete anschließend, dass Logan die nächste Frage vorlas. Seine Antwort entsprach meinem ersten Gedanken bei der Frage. "Das war auch das erste, woran ich gedacht habe. Allgemein über schlimme Schicksalsschläge würde ich sagen." fügte ich noch hinzu. Danach betrachtete ich die nächsten Frage. "33. Dein Haus mit all Deinem Besitz fängt an zu brennen. Nachdem Du deine Liebsten und Deine Haustiere gerettet hast, kannst du ein letztes Mal ins Feuer laufen und einen Gegenstand retten. Welcher wäre das? Warum? - Den Arztteddy, den ich von meinen Eltern zu meinem ersten Geburtstag bekommen habe und den ich Amy zu ihrem ersten Geburtstag schenkte. Er gehört einfach zu unserer kleinen Familie und ist fast schon so etwas wie ein Erbstück." fiel mir die Antwort nach kurzem überlegen nicht sehr schwer.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 10, 2017 7:12 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Vor allem weil ich mich in ihrer Gegenwart jetzt nur noch ziemlich entblößt fühle musste ich zugeben. So etwas konnte man schließlich nicht so leicht aus den Gedanken verbannen. Und wer weiß was ich in diesem Traum überhaupt getan hatte? Ich wollte es gar nicht wissen...
Bei der nächsten Frage brauchte ich etwas länger um zu antworten. Es gab vieles was ich für wichtig erachtete aber gab es etwas, was am wichtigsten war und was ich nach Jekyll aus dem Haus retten würde? Ich schätze ich würde das Buch meines Urgroßvaters mitnehmen. Er war ebenfalls ein Chirurg gewesen, hat eine Zeit lang in Deutschland gelebt und hat dort ein Buch über die verschiedenen Methoden der Medizin geschrieben, bevor er während der Kriegszeit ermordet wurde Ich hatte ihn demnach nie kennengelernt aber das Buch war im Grunde die Verbindung zwischen mir und ihm.
Der Tod welches Familienmitglieds würde dich am meisten mitnehmen und warum? Was sind das für Fragen? Auf diese Frage hab ich keine Antwort, ich denke nämlich, wenn einer meiner Verwandten sterben würde, den ich jetzt vielleicht nicht wählen würde, würde ich diesen umso mehr vermissen.
Darauf möchte und kann ich nicht antworten - es wäre sowohl bei meinen Brüdern als auch bei meinen Eltern schlimm genug.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 10, 2017 8:21 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Neugierig hörte ich Logan dabei zu, an welchem Gegenstand er emotional hing und warum. Ebenfalls ein Familienerbstück, doch das war wohl das, was die meisten mitnehmen würden. Alles von materiell hohem Wert war vergänglich und leicht ersetztbar. Doch etwas, an dem jahrelange Emotionen und Erinnerungen hafteten, konnte man nicht ersetzen.
Die nächste Frage war ziemlich fies und es wunderte mich gar nicht, dass Logan die nicht beantworten konnte. "Ich... Okay, du kannst mich gerne für ein Miststück halten, aber ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, dass es mir bei Amy wahrscheinlich mehr ausmachen würde. Sie ist meine Tochter und Kinder sollten nicht vor ihren Eltern streben und meine Mutter...
Kann sich seit Jahren nicht Mal mehr an mich erinnern und ich würde trauern und wäre am Boden zerstört, aber es würde mein Leben nicht groß verändern, ich würde drüber hinwegkommen und weiterleben wie bisher und das wäre bei Amy anders."
gab ich zu. Ich wusste, wie fies das klang, aber ich wollte ehrlich sein, auch zu mir selbst. Ich hoffte einfach er fand mich nicht total undankbar meiner Mutter gegenüber deswegen.
"Die Vorletzter Frage 35. Berichte von einem persönlichen Problem und frage Dein Gegenüber nach Rat, wie er oder sie die Sache handhaben würde. Bitte Dein Gegenüber außerdem, zu beurteilen, wie Du selbst vermutlich über das ausgewählte Problem denkst." ich legte nachdenklich den Kopf in den Nacken und sah zur Decke. Was hatte ich denn für ein Problem, bei dem ich einen Rat brauchte. Ich war es gewohnt, alles selbst zu machen, ich fragte nicht um Rat. Gut, ein Problem hatte ich, aber das saß vor mir. "Ehm... Okay. Ich hab eine Freundin, die steht total auf ihren Chef, aber traut sich nicht, ihm das zu zeigen, beziehungsweise ihre Gefühle zuzulassen, auch wenn sie das Gefühl hat, von seiner Seite könnte es genauso sein. Sie hat mich um Rat gefragt, ob sie in die offensive gehen soll, aber ich habe keine Ahnung, war ich ihr raten soll. Du bist doch auch ein Chef und hast die "andere Seite" im Blick. " okay, das war wohl die Klischeehafteste Art sowas anzusprechen, die es gab und gefühlt total offensichtlich aber naja...

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 10, 2017 9:48 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich schüttelte den Kopf, als sie geendet hatte. Natürlich war das verständlich, dass sie Amy wählen würde. Ich würde auch meine eigene Tochter wählen, wenn ich als Alternative meine Mutter hätte, die an Alzheimer erkrankt ist. Ja, es klingt undankbar und fies aber zu der eigenen Tochter hat man ein ganz anderes Verhältnis als zu der Mutter. Und ich bin mir sicher, deine Mutter würde es auch verstehen wenn du viel eher trauern würdest, wenn Amy sterben würde. Außerdem war Alzheimer ohnehin beinahe ein Todesurteil, was ich jedoch für mich behielt. Natürlich wusste das Olivia selbst aber wieso sollte ich sie noch einmal daran erinnern?
Wir waren bereits bei der vorletzten Frage? Der letzte Teil war doch schneller rumgegangen als ich es gedacht hatte. Und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich froh war, mit den Fragen fertig zu sein.
Als sie die Frage vorlas, setzte ich mich aufrecht hin. Jetzt waren also die Ratgebertalente gefragt - ich hoffte nur, dass es kein typisches Frauenproblem war, bei dem ich ohnehin nicht helfen konnte. Was dann jedoch kam, ließ mich leicht grinsen, während mein Herz zu rasen begann. Es war klar, dass sie nicht von einer Freundin sondern von sich selbst sprach, weswegen mein Mund allmählich trocken und ich zunehmend nervöser wurde, was ich jedoch mit einem leichten Grinsen überspielte. Mmh. Wenn sie tatsächlich denkt, dass es ihrem Chef ebenso ergehen könnte, sollte sie es zumindest versuchen. Wie du vorhin meintest, Olivia, man sollte hin und wieder Risiken eingehen. Und auch wenn er ihr Chef ist, er ist auch nur ein Mensch, mit dem man reden kann. Ich spielte vollkommen ernst mit und tat so, als würde ich ihr bei dem Ratschlag für ihre Freundin helfen. Allein die Tatsache, dass sie mir dabei nicht in die Augen schauen konnte, war verdächtig. Sag mir Bescheid, was aus der Liebesgeschichte geworden ist, wenn sie sich traut, ein wenig in die Offensive zu gehen fügte ich hinzu und verkniff mir ein Grinsen.
Mein Problem hat was mit einer Patientin zu tun. Du kennst mit Sicherheit Claire Dupin, oder? Ich bin mir nicht sicher, ob du mal für sie verantwortlich warst. Zumindest liegt sie seit etwa drei Monaten im Koma, nachdem sie einen Autounfall hatte. Sie hat eine 7-jährige Tochter und hat sich von ihrem Mann getrennt, der jetzt das alleinige Sorgerecht hat. Allerdings kommt ihre Tochter jeden Montag, Dienstag und jeden Freitag ins Krankenhaus, sitzt bei ihrer Mutter und erzählt mir, dass sie am liebsten bei ihrer Mutter wohnen würde. Angeblich kümmert sich ihr Vater überhaupt nicht um sie, außer dass sie bei ihm etwas zu Essen bekommt. Allein dafür dass sie möglichst oft bei ihrer Mutter ist, in der Hoffnung, dass sie irgendwann wieder aufwacht, tut sie mir leid. Ich weiß nur nicht, was ich für sie tun kann. Immerhin bin ich nur der Arzt ihrer Mutter und in private Angelegenheiten darf ich mich nicht einmischen, solange ich nicht mitbekomme, dass sie geschlagen oder anderweitig misshandelt wird.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 10, 2017 11:17 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich nickte. Er hatte recht und ich war erleichtert, dass er es verstand. Eigentlich konnte und war es mir völlig egal, was andere von mir, meinem Leben und meiner Einstellung hielten, denn das war meine private Angelegenheit und ich musste das einfach so handhaben, bei so viel "Meinung", wie ich es während des Studiums so zu hören bekam. Doch bei Logan war es mir wichtig. Es war mir nicht egal, was er von mir dachte, weshalb ich einfach froh war, das er so reagierte.
Ich horchte aufmerksam Logans Rat auf das Problem "Meiner Freundin". Ich war nicht dumm. Und er war es auch nicht. Ich war mir sicher, dass er genauso gut wie ich wusste, dass diese gute Freundin neben ihm saß. Doch ein kleines Fünkchen Hoffnung in mir wollte noch glauben, dass er es mir abkaufte. Auch, wenn er es wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich, nicht tat, so besaß er den Anstand mir ohne zu lachen oder Anspielungen zu machen, völlig ernst zu antworten. Ich biss auf meiner Unterlippe herum, während ich es mied, ihn direkt anzusehen, weshalb mein Blick immer knapp an seinen Augen vorbei ging, was kaum auffiel, jedoch sicher auffallen konnte, wenn man seine Aufmerksamkeit darauf richtete. Sein Tipp war auf jeden Fall sehr aufschlussreich, was seine Einstellung anging und noch aufschlussreicher, wenn man bedachte, dass wir beide eigentlich wussten, um wen es ging. Ich nickte bedacht. "Klingt einleuchtend." erwiderte ich, mit einem leichten Lächeln.
Sein Problem war beruflicher Natur und ließ mich die Stirn runzeln. Claire Dupin... dabei klingelte was bei mir. Ich nickte nachdenklich, während er weiter erzählte. Mein Gesichstausruck wurde während Logans Erzählung zunehmend mitfühlender. "Das arme Mädchen. Ihr Vater kommt mit dem Verlust seiner Frau nicht klar und weiß nicht, wann er sie wieder bekommt und seine Tochter leidet darunter." Mit meiner Mutter war es damals das gleiche gewesen. "Du darfst dich nicht in private Angelegenheiten einmischen, aber du kannst den Vater des Mädchens für ein Informationsgespräch was die Mutter eingeht einladen und dabei kannst du auch anderweitige Themen anschneiden, was dir im Krankenzimmer eben so aufgefallen ist. Wenn du willst, kann ich mit dem Mädchen reden, ich war selbst in einer ähnlichen Situation, wie sie nun mit ihrem Vater, auch wenn ich älter war." schlug ich vor, konnte ihm jedoch keinen sicheren oder total wissenden Rat geben, da die Situation ziemlich schwierig war. Es waren schließlich Personen, die man kaum kannte und eine schwierige Situation für alle Beteiligten, bei der man nicht wusste, wie auf versuchte Hilfe reagiert werden würde.
Als das vom Tisch war, waren wir tatsächlich bei der letzten Frage angelangt. "Okay, letzte Frage:36. Wenn du heute Abend sterben würdest, ohne die Möglichkeit mit jemandem zu sprechen, was würdest du bereuen, jemandem nicht gesagt zu haben? Warum hast Du es noch nicht gesagt?" Die Frage war ziemlich tiefgründig und ich schwieg, während ich darüber nachdachte, was und vor allem WIE ich antworten sollte. Denn es gab nur genau eine Sache, die ich richtig bereuen würde, sie nicht getan oder gesagt zu haben. "Ich würde bereuen nicht gesagt zu haben... Ich holte durch den Mund tief Luft und atmete sie mit geschlossenen Augen durch die Nase wieder aus. Wie es mir von Tag zu Tag schwerer fällt daran zu denken, dass du mein Chef bist, weil es mir von Tag zu Tag schwerer fällt, nicht an dich zu denken. Immer. Überall. Andauernd." gab ich zu und hielt seinen Blick mit meinem fest, auch wenn es mir schwer fiel, den ich fühlte mich gerade wieder wie ein Teenager. "Ich denke der letzte Teil der Frage erübrigt sich von selbst?" ich hob eine Augenbraue leicht an und wartete einfach auf... irgendeine Reaktion, auf seine Antwort auf die Frage, auf irgendetwas. Am liebsten hätte ich als Antwort auf die Frage einfach meine Lippen auf seine gelegt, Taten anstatt Worte sprechen lassen... Doch der Gedanke immer noch am Arbeitsplatz zu sein hemmte eben doch, trotz der ganzen Anspielungen während der Fragen.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 10, 2017 11:52 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Während ich ihr zuhörte, sah ich ihr in die Augen und driftete langsam mit meinen Gedanken ab, je länger ich ihr in die Augen sah und von dieser Weite in die Tiefe gezogen wurde. Ihre Stimme erklang nur im Hintergrund, brannte sich aber weiterhin in meinem Gedächtnis ein. Zumindest bekam ich noch ihren Rat mit, obwohl ich mich für eine kurze Zeit in ihren Augen verloren hatte. Dafür wär ich dir dankbar.
Ich werde dann wohl ihren Vater kontaktieren - mehr kann ich wirklich nicht machen.

Als sie die letzte Frage vorlas, sah ich ebenfalls auf den ZEttel und las das erste Mal eine Frage mit, die ich nicht vorlesen musste. Oh nein. Nach der letzten Frage, konnte ich mir gut vorstellen, dass sowohl ich als auch Olivia an das gleiche dachten. Und zwar an unsere Anziehung und diese verschiedensten Emotionen. Als Olivia anfing diese Frage zu beantworten, bestätigte sie meine VErmutung und sorgte dafür, dass ich automatisch lächeln musste. Diese Frau brachte mich noch irgendwann um den Verstand. Und würde ich nicht auf der Arbeit sein und würde ich diese Anziehung ohne eine Beziehung zwischen uns nicht so sehr genießen, hätte ich sie jetzt sofort geküsst. Automatisch lehnte ich mich kaum merklich ihr entgegen, während ich meine Stimme ein wenig senkte. Wenn ich heute Abend sterben würde, würde ich es bereuen, dich zu keinem Abendessen eingeladen zu haben. So wie du es vorhin im Park angesprochen hast. Ein Romantisches Rendevoux, so wie du es dir wünschst. Also tue ich es jetzt: Bei mir zuhause. Am Samstag um 20 Uhr, ich freu mich. Ich lehnte mich vor um ihr einen kaum spürbaren Kuss auf die Wange zu hauchen, bevor ich aufstand und mit einem leichten, geheimnisvollen Lächeln den Bereitschaftsraum verließ.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Jul 11, 2017 12:36 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Logans Lächeln als erste Reaktion auf meine Worte beruhigte mich und ließ mein Herz gleichzeitig viel höher schlagen. Ich hielt weiterhin seinem Blick stand und lauschte mit fast aus der Brust springedem Herzen seiner Antwort auf die Frage. Wahrscheinlich strahlten meine Augen vor Freude, während sich nun auch auf meinen Lippen ein nicht mehr zu entfernendes Lächeln abzeichnete. Ich hatte ein Date mit meinem Chef. Ich hatte am Samstag ein Date mit Logan! Seine Lippen, die meine Wange berührten, als er dort einen Kuss hinterließ, spürte ich auch noch dort, als sie längst nicht mehr da waren. Noch Ehe ich überhaupt etwas erwidern konnte, verließ Logan auch schon den Raum und ließ mich sprachlos, überglücklich und etwas verwirrt zurück, während ich die Tür ansah, die Finger auf die Stelle gelegt, die immer noch vom Kuss zu Kribbeln schien. Mit einem Lächeln, das wohl aussah wie das, eines Hals über Kopf verliebten Teenies, stand ich auf und verließ den Raum ebenfalls um Amys Babysitterin abzulösen.
Zuhause angekommen bezahlte ich diese und verabschiedete mich von ihr, ehe ich zur schlafenden Amy ins Zimmer ging und ihr lächelnd einen Kuss auf die Stirn gab. "Mammi hat ein Date mit ihrem heißen Oberarzt." flüsterte ich grinsend und strich meiner schlafenden Tochter durchs Haar. Diese kindliche und kitschige Euphorie war eigentlich total albern, aber anstellen konnte ich sie nicht und wollte ich auch gar nicht. Leise verließ ich Amys Zimmer wieder und machte mich selbst bettfertig, wobei ich das Gefühl hatte die ganze Zeit eher zu schweben als zu gehen.

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