Wer denkt, das Leben an einem Internat wie diesem sei wie jedes andere, der irrt gewaltig. Affären zwischen Schülern und Lehrern, kriminelle Machenschaften unter den Schülern und Liebesdramen! Welche Rolle spielst du in alldem?
 
Benutzername:
Passwort:

 Krankenhaus

Diese Schriftrolle wurde am Sa Okt 29, 2016 11:16 pm von ©Gwendolyn Marchand verfasst.
das Eingangsposting lautete :


_______________________

Outfit IP

Benutzerprofil anzeigen



AutorNachricht
Diese Schriftrolle wurde am Do Feb 23, 2017 11:32 am von ©Matt Nolan verfasst.
Ich hatte noch immer so meine Zweifel ob das gut ausging, immerhin lag ich dann sicher vollgepumpt mit den verschiedensten Schmerzmitteln im Bett. Unter anderem weil ich mich jetzt sowieso nicht wirklich bewegen konnte. Du hast gewonnen murmelte ich mehr oder weniger überzeugt vor mich hin. Ich hätte theoretisch auch bei meinem Bruder wohnen können, wenn ich nicht ins Internat zurück gedurft hätte. Aber der war wiederum leider kein Arzt.
"Gut, dann sprech ich mal mit deinen Eltern, Katy. Allerdings würde ich Matt zumindest die Nacht über hier behalten, bis Mittag" Dr. Montgomerys Worte klangen logisch und nachvollziehbar, weswegen ich nichts sagte. Stattdessen starrte ich nur zur Decke. Heute wirkte ich nicht wie Matt. Heute war ich nicht ich selbst. Nicht nachdem ich im Krankenhaus aufgewacht bin. Ich hörte im Hintergrund wie Der Chirurg das Zimmer verließ und schloss die Augen. Ich war müde. Ich wollte einfach nur noch schlafen. Ich bin müde murmelte ich und hörte noch, wie mein Bruder hereinkam und irgendwas sagte, bevor ich abdriftete. Morgen würde noch die Polizei kommen, vielleicht kamen ja die Erinnerungen zurück.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Do Feb 23, 2017 10:17 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Katy lächelte leicht, wobei ihr lächeln eindeutig traurig wirkte. Sie bemerkte, wie schlecht es Matt ging und wie untypisch zu sonst er war. Man sah, wie sie sich zusammenriss, doch ihre Augen glitzerten trotzdem etwas. Ich hatte mich schon gewundert, dass das Mädchen bisher so gefasst gewirkt hatte, doch das kam wohl jetzt. Sie atmete tief ein und legte den Kopf wieder neben den ihres Freundes. Als sein Bruder hereinkam, begrüßte ich ihn mit einem kurzen nicken. Danach wendete ich mich wieder Katy zu. "Du solltest auch langsam auf dein Zimmer " erklärte ich ihr. Sie hingegen schüttelte den Kopf. Ich kniete mich zu ihr herunter. "ich weiß, du möchtest ihn auf keinen Fall alleine lassen, aber es tut deinem eh schon angeschlagenen Körper nicht gut. Du kannst morgen sofort nach dem Aufwachen zu ihm." ich klang freundlich, jedoch bestimmt, denn sie musste wirklich ins Bett. Eher widerstrebend ließ sie es gut und ich brachte sie zurück, Ehe ich mich weiteren Patienten widmete. Als ich im Morgengrauen wieder heim gehen wollte traf ich nochmals auf Logan. "Hey, ist Matt weiterhin stabil?" irgendwie gingen die beiden Jugendlichen mir nahe und ich hoffte es würde keine Komplikationen geben.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Sa Feb 25, 2017 11:09 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich hatte mit Katys Eltern geredet, die einverstanden waren, Matt ebenfalls für die nächsten paar Tage bei sich aufzunehmen. Es passierte nicht häufig das solche Forderungen gestellt wurden und zu 90 % der Fälle verneinten wir die Frage, ob man den Patienten nach einem Autounfall sofort nach Hause nehmen konnte. Aber in diesem Fall waren beide Eltern Ärzte und wussten, was sie tun mussten falls es zu einem Notfall kommen sollte.
Auf dem Weg zum Zimmer der Oberärzte begegnete mir Olivia, welche der Auslöser meines viel zu schnell schlagenden Herzens war. Es war für mich einfach nicht üblich, dass ich vor Nervosität einen trockenen Mund bekam. Und dennoch ließ ich es mir nicht anmerken und stellte mich mit verschränkten Armen vor der Ärztin hin. Ja, ich hab eben nach ihm geschaut. Allerdings hat er sich gerade über einen Assistenzarzt erbrochen. So zeigen sich die Nebenwirkungen verkündete ich und machte meinem zugeteilten, fluchenden Assistenzarzt Platz, der an uns vorbei lief und sich scheinbar umziehen wollte. Wie geht es Katy? Die Polizei hat noch ein weiteres Mal angerufen - sie möchten heute Mittag vorbeikommen und ihnen ein paar Fragen stellen, und sicher auch noch dem anderen Fahrer.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Feb 26, 2017 1:05 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich gähnte und hielt mir eine Hand vor den Mund. Ich war Hunde müde und würde nachdem das Gespräch mit Katy und der Polizei vorbei war heim gehen und schlafen. Ich selbst verzog etwas das Gesicht und sah den Armen Assistensarzt nach. Meiner Meinung nach war das ekligste was es im Krankenhaus gab rektale Untersuchungen und Erbrochenes. Mir würden wohl viele widersprechen, dass es deutlich ekliger es gäbe, doch dies war eben meine Meinung. Ich sah wieder zu Logan und ihm die Augen, wobei ich mich kurz in diesen verlor, um kurz darauf den Blick anzuwenden. Ja, es war eindeutig Zeit ins Bett zu gehen. "Katy schläft noch. Ich werde warten bis sie wach ist und nochmal sicherstellen, dass es ihr gut geht, danach kann die Polizei mit ihr reden und ich kann danach ins Bett." ich lächelte leicht. Ich hatte zwar zwischendurch einen Bereitschaftsraum für ein kurzes Nickerchen genutzt, doch Schlaf hatte man das nicht nennen können. Ich hätte Katy als Patientin auch einfach an einen anderen Arzt übergeben können, doch das erschien mir nicht richtig. Ein Teenager nach einem Unfall brauchte eine direkte Bezugsperson und es fiel ihm leichter, wenn die sich um sie kümmerte nicht die ganze Zeit wechselte. Ich hatte im Studium einen kleinen Einblick in die Kinder- und Jugendpsychologie gemacht, ja.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Apr 17, 2017 6:52 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Prüfend betrachtete ich die Frau, die auf mich einen ziemlich müden Eindruck machte, obwohl sie es so gut es ging zu verbergen versuchte. Und trotzdem war ihr ein Gähnen entflohen, was mich einwenig grinsen ließ. Während sie sich am Ende ihrer Schicht befand, hatte meine erst vor kurzem begonnen weswegen ich ausgeschlafen und fit war.
Gut, ich kümmer mich um sie, wenn die Polizei mit ihr gesprochen hat. antwortete ich, denn dann würde sie wohl von ihren Eltern abgeholt werden und wäre dementsprechend nicht unbedingt auf Olivia angewiesen, weswegen diese ihren Schlaf nachholen konnte. Ich muss dann weiter, bis später. Ich rufe Sie, wenn die Polizei da ist informierte ich die Assistenzärztin, bevor ich an ihr vorbei lief und auf den Aufzug wartete.

Mittags wurde ich vom Chefarzt in den Eingangsbereich gerufen, wo ich auf zwei Polizisten traf. In voller Montur und mit einem kleinen Notizzettel und einem Diktiergerät in der Hand. Ich hatte bereits Dr. Morgan anpiepen lassen, während ich die Polizisten zu Katys Zimmer führte. Dabei ignorierte ich die Blicke, die währenddessen auf uns lagen. Denn es war schließlich nicht unbedingt positiv, wenn Polizisten in einem Krankenhaus herumliefen, denn dann würde jeder Patient oder jeder Besucher denken, wir hätten einen Schwerverbrecher als Patient in unseren Zimmern. Das hatte schon einmal für Unruhe gesorgt. Machen Sie Ihren Job aber drängen Sie das Mädchen nicht. meinte ich, während ich dabei meine ganze Autorität in meiner Stimme mitklingen ließ. Ich redete zwar hier mit zwei Polizisten und doch ging es hier um das Mädchen,w elches die Patientin von Dr. Morgan war. Im Grunde war sie in diesem Zimmer die Chefin.
Als Dr. Morgan auftauchte, verabschiedete ich mich von den dreien, da ich mich vor Matts Anhörung noch um ihn kümmern wollte. Die Assistenzärztin konnte die beiden Gäste ja selbst ins Zimmer führen und dabei bleiben, bis diese zu Matt kommen wollten.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Di Mai 02, 2017 2:58 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Als ich meinen Piper hörte, machte ich mich so schnell wie möglich auf den Weg zu Katy. Eigentlich war meine ursprüngliche Schicht schon am Morgen dieses Tages lange vorbei gewesen, doch ich hatte nicht gehen wollen, bevor mit Katy nicht alles geklärt war. Mein Schlaf litt darunter, dass ich meine Patienten ziemlich wichtig nahm. Bei Katy angekommen, reichte ich den Polizisten mit einem professionellen Lächeln die Hand. "Guten Tag, ich bin Doktor Morgan, Katys Ärztin." stellte ich mich kurz vor. Mit einem kurzen Blick verabschiedete ich mich noch schnell von Logan, ehe ich meine komplette Aufmerksamkeit auf Katy, die ich mit einem kurzen Lächeln begrüßte, und die Polizisten richtete.
Diese stellten Katy Fragen zum Geschehen, bei Dingen, an die sie sich nicht hunderprozentig erinnern konnte, hackten sie auch mehrere Male nach. Jedoch waren sie recht schnell fertig und schienen alles zu wissen, was sie benötigten. Sie verabschiedeten sich von mir und Katy und ich blieb mit ihr alleine. Nachdem ich mich nach ihrem Wohlergehen erkundigt hatte und nach den Werten gesehen hatte, die eine Krankenschwester überprüfen sollte, teilte ich ihr mit, dass ihre Eltern bald kommen würden und ich mich erst mal von ihr verabschiedete, sie jedoch für einen Kontrolltermin in absehbarer zeit wiedersehen würde. Nach einer kurzen SMS an Logan, mit dem Inhalt "Ich gehe jetzt nach Hause, hoffe mit Matt ist alles gut. Kümmern Sie sich um Katys Eltern?" machte ich mich endlich auf den Weg nach Hause.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 12:42 am von ©Logan Montgomery verfasst.
3. Oktober | Zeitsprung

Das durfte doch nicht wahr sein. Olivia Morgan hatte doch tatsächlich einem meiner Patienten die doppelte Dosis als üblich gegeben. Aus reiner Unkonzentriertheit oder aus Ahnungslosigkeit? ich wusste es nicht aber ich wusste, dass es der Grund war, dass ich gereizt in dem Zimmer des verstorbenen Patienten stand und Dr. Morgan direkt gegenüber stand. Ich kam gerade von einer wichtigen, 5-stündigen Operation am offenen Gehirn und hatte mir auch keine Mühe gehabt darauf zu warten, dass die Pfleger und Schwestern den Raum verlassen hatten, bevor ich der Assistenzärztin meine autoritäre Seite zeigte, indem ich sie spüren ließ, dass ich diesen Fehler als Mentor nicht dulden konnte. Es passierten jedem mal Fehler, klar. Aber einfach ausversehen eine falsche Dosis verabreichen? Egal was es für eine Hintergrundgeschichte war: Das war kein Zufall - in diesem Fall trug sie tatsächlich die Schuld. Dr. Morgan! Sollten Sie sich momentan nicht in der Lage fühlen, sich zu konzentrieren und sich um ihre Patienten zu kümmern, dann bitte ich Sie hiermit Ihre Schicht abzubrechen und nach Hause zu gehen. Dieser Patient ist durch ihre Dosis gestorben. Jeder andere Fehler hätte Ihnen unterlaufen können, bei dem man meinen könnte es war einfach nur Pech. Aber hier haben Sie bewusst gehandelt. Zumindest hätten Sie das tun sollen. Wäre sie nicht klar bei Verstand gewesen hätte es auch zu großen Schwierigkeiten kommen können, da sie somit nicht nur einen Patienten gefährdet hätte.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 1:26 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Mein Kopf fuhr Achterbahn und meine innere Unruhe sorgte dafür, dass ich fast die Wände hoch ging. Wir hatte mir sowas passieren können! Vor allem war es ein unglaublich Dummer Fehler. Es war kein Fehler aus Unwissenheit sondern ein folgenschwerer Versprecher. Der Patient hatte sich in der präoperativen Phase befunden und die Dosis, die ihm verabreicht werden sollte entsprach 250ml über 2 Stunden verteilt. Ich hatte der Krankenschwester jedoch 250ml jede Stunde 2 Stunden lang aufgetragen, ohne zu merken, dass ich mich Versprochen hatte. Das Todesurteil des Neurologiepatienten. Ich war in Eile und angespannt gewesen. Der Patient hatte ununterbrochen über alles und jeden gemeckert und dabei selbst die Konversation zwischen mir und der Krankenschwester übertönt. Mein Piper war gerade wegen eines Notfalls an gegangen, Pädiatrie, und ich war vorher aus der Notaufnahme gekommen, da der komplette Tag schon vollkommen hektisch ablief.
Dass Logan der zuständige Oberarzt war, da es ein Neurologiepatient war, machte es noch schlimmer. Ich stand angespannt in dem Zimmer und sah an ihn vorbei an die Wand des Zimmers, während ich mir auf die Unterlippe bis. "Es war ein unbewusster Fehler. Ein Versprecher. Ich kannte, kenne, die richtige Dosis und wurde zu einem Notfall gerufen. Es ist mein Fehler, doch es war kein bewusstes Handeln." sie hatte die Dosis nicht selbst angegeben und gedanklich das richtige gemeint. Sie selbst wahrscheinlich auch richtig verabreicht. Doch so war es eine von ihr verursachte Kette schlechter Ereignisse. Doch sicher kein bewusstes Handeln. Mehr hatte ich zu meiner Verteidigung leider nicht zu sagen. was hätte ich auch sagen sollen? Er hatte recht und ich war schuld daran, dass der Mann jetzt tot war und meine eigenen Schuldgefühle waren noch schlimmer als die Predigt und der Gedanke, dass er ebenfalls enttäuscht war.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 1:46 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich biss die Zähne zusammen als sie sich verteidigte und atmete einmal tief ein und wieder aus um meine Kontrolle über mich nicht zu verlieren. Ein Versprecher Wiederholte ich ihre Worte weniger überzeugt und stützte mich mit beiden Händen auf dem Tisch vor dem Bett ab um mich einwenig Olivia entgegen lehnen zu können. Auch wenn Sie zu einem Notfall gerufen wurden sollten Sie andere Patienten nicht vernachlässigen und im Stress problemlos handeln können. Ohne schwer wiegende Folgen Ich hörte es hinter mir rascheln und war mir bewusst dass sich noch mindestens eine Pflegerin hinter mir im Raum befand und sich irgendetwas notierte. Doch mein Blick haftete konsequent auf der jungen Frau vor mir. Dieser Patient geht auf Ihr Konto, Dr. Morgan. Die nächste Woche über arbeiten Sie nicht in der Neurologie sondern in der Klinik, zusätzlich rufen Sie noch die Angehörigen von M. Chant an. Ich musste noch dem Chefarzt davon berichten, weswegen sich mein Gesichtsausdruck nicht unbedingt entspannte. Selten sah man mich so gereizt und sogar beinahe wütend, wobei mein Blick eher zeigte, wie enttäuscht ich von Der Assistenzärztin war. Ich bin enttäuscht von Ihnen. Ich bilde sie unter anderem aus und so eine schwache Leistung haben Sie mir noch nie gezeigt.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 2:01 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Mein Blick ging von der Wand hinter Logan zu diesem, als er das Wort erneut an mich richtete, anscheinend nicht gerade begeistert von meiner Antwort. Na wen wunderte das auch. Diesmal sah ich ihm in die Augen, als ich antwortete. "Das ist mir bewusst." ich versuchte zumindest das letzte Fünken Selbstbewusstsein und würde für diesen Tag zusammenzukratzen. Für mich als Perfektionisten war es nochmal schlimmer so einen Fehler gemacht zu haben und für mich als Mensch überhaupt darüber hinweg zu kommen, dass ich wegen dieses Fehlers für den Verlust eines Lebens verantwortlich​ war. Und meine Sture Seite würde sich am liebsten beschweren über die Strafe, die ich aufgerückt bekam, doch die musste ich akzeptieren, weshalb ich dir Zähne zusammenbiss. "Mr. Chant hat keine Angehörigen. Seinen Assistenten hat er vor 4 Stunde gefeuert." informierte ich Logan.
Seine nächsten Worte waren sowohl für mich als Ärztin als auch für mich als Privatperson wie ein Stich ins Herz und ich musste doch den Blick senken, um ihn nicht weiter in die enttäuschten Augen zu sehen. Die Pflegerin ignorierte ich, denn wenn mich gerade etwas nicht interessierte dann war es, wer hier noch war und zuhören durfte. Eine Woche in der Klinik! Ich würde am liebsten schreien, meine Gesicht zeigte lediglich zurückhaltende kühle, weil ich Angst hatte, was es sonst zeigen würde, wenn ich überhaupt etwas zuließ.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 1:37 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Schauen Sie mich an, Dr. Morgan. Ich mochte es nicht, wenn man während eines Gespräches keinen Blickkontakt halten konnte - auch wenn man momentan Ärger bekam. Dann wars das erstmal. Melden Sie sich in der Klinik und sagen Sie Dr. Beauneuve Bescheid, dass sie nun ihre Schicht in der Neurologie übernimmt. Ich schwieg anschließend für einen kurzen Moment, in dem ich die Assistenzärztin nur ansah, bevor ich die Akte des verstorbenen Patienten nahm, die vor mir auf dem Tisch gelegen hatte, und mich umdrehte um das Zimmer zu verlassen. Jetzt kam der unangenehme Teil: Dem Chefarzt davon berichten, dass eine unser Schülerinnen für den Tod eines Patienten verantwortlich war.
Dr. Monroe? Ich hatte sein Büro betreten, woraufhin der Chef seinen Kopf hob und mich fragend ansah. "Was gibt es, Dr. Montgomery? Setzen Sie sich" Ich folgte seinen Anweisungen und ließ mich ihm gegenüber nieder. Ich komme wegen einer unserer Assistenzärzte. Dr. Morgan hat heute im Stress gehandelt und dabei einem meiner Patienten eine falsche Dosis verordnet. Vor etwa 20 Minuten ist er verstorben. berichtete ich ihm, bevor Dr. Monroe seine Brille abnahm und mich durchdringend ansah. "Dr. Morgan?" Ich nickte und erklärte ihm die Sache genauer.

Eine halbe Stunde später verließ ich sein Büro wieder. Dr. Monroe hatte darauf bestanden, dass ich die Ärztin zu ihm schickte, wie jeder Arzt es musste, wenn er einen schwerwiegenden Fehler gemacht hatte. Also ließ ich sie anpiepen und machte mich selbst an die Arbeit, die auf mich noch wartete.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 3:39 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich fühlte mich wie ein kleines Kind, das etwas angestellt hatte. Ich hob den Blick wieder, während ich mir erneut auf die Unterlippe biss. Weiter sagte ich jedoch nichts sondern blieb stumm. Was sollte ich denn auch sagen zu seinen Anweisungen? Ich wartete, bis er sich abwendete und machte mich auf den Weg in die Klinik. Es gab kaum eine größere Strafe für einen Chirurgen als die Verbannung aus der Chirurgie in die Klinik.

Als ich später angepipt und zu Dr. Monroe zitiert wurde, befand sich meine Laune auf dem Tiefpunkt. Dass ich zum Chefarzt musste, ließ sie noch weiter sinken. An der Tür des Büro des Chefarztes klopfte ich an und wartete, bis ich herein gerufen wurde. "Sie haben mich anpipen lassen..." ich blieb an der Tür stehen, nachdem ich sie hinter mir geschlossen hatte und sah den Chefarzt an.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 7:58 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Dr. Monroe war gerade dabei seine Unterlagen zu sortieren, als die Assistenzärztin Dr. Morgan anklopfte. "Herein!" Er räusperte und linste über den Rand seiner Brille hinweg, bevor er mit dem Stapel Papiere in seiner Hand einmal auf die Tischplatte klopfte und diesen links neben sich ablegte. "Dr. Morgan, ich hab gehört was heute passiert ist. Ich werde sie vor einer weiteren Gardinenpredigt bewahren aber seien Sie sich im Klaren, dass sie das nächste Mal lieber zweimal darüber nachdenken, was sie von sich geben. Sei es ein Befehl an eine Krankenschwester oder etwas ganz anderes, was vielleicht keine schwerwiegenden Folgen haben könnte. So wie ich Dr. Montgomery kenne, hat er Ihnen sicher schon seine Meinung gesagt, das dürfte, denke ich mal, als Strafpredigt reichen. Sie werden die nächsten Tage in der Klinik arbeiten, bevor sie wieder in den OP dürfen, haben Sie mich verstanden?" Streng und strafend sah er die junge Mutter an, bevor er seufzend zum Telefon griff und eine Nummer eintippte. "Ich kümmer mich um alles andere, was den Patienten angeht. Gehen Sie bitte an die Arbeit. Auf Wiedersehen."

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 8:40 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Immerhin unterließ es Monroe, mir ebenfalls einen Vortrag zu halten. Denn er hatte Recht, Logans Predigt hatte mir gereicht. Ich nickte als Antwort auf seine Worte. "Dem bin ich mir bewusst, es wird nicht wieder vorkommen." versprach ich. Das mit der Klinik wusste ich ja schon, weshalb es jetzt auch kein all zu herber Schlag war, dass er mir das sagte. Ich knetete die linke Hand mit der rechten und nickte erneut. "Auf wiedersehen." als ich aus dem Büro ging, lehnte ich mich kurz gegen die Tür und lehnte den Kopf kurz nach hinten an diese. Mit geschlossenen Augen seufzte ich und versuchte zumindest einigermaßen das positive zu sehen. Es war nicht so schlimm wie gedacht. Und es war nur eine Woche... Eine ganze Woche... Ich lief den Gang entlang und strich mir mit den Händen über das Gesicht. Mein schlechtes gewissen plagte mich immer noch und es war nur ein geringer Trost, dass der Mann keine Angehörigen gehabt hatte, die nun seinen Verlust überstehen mussten. Ehrlich gesagt hoffte ich, dass ich Logan heute nicht mehr traf. Das hielt mein Stolz wohl nicht aus. Und mein Herz. Und mein Selbstbewusstsein als Ärztin.

11. Oktober 2017
Ich durfte endlich wieder in die Chirurgie und raus aus der vermaledeiten Klinik mit ihren Nähwunden, Grippeerkrankungen und ähnlich unchirurgischem. Endlich durfte ich wieder operieren. Sogar die Visite hatte ich vermisst. Von dieser kam ich gerade und wartete auf den Aufzug, um eine Akte zurück zu bringen. Als er aufging, stand Logan in diesem, den ich in den letzten Tagen sehr selten gesehen hatte durch meine kurzzeitige Versetzung. Ich schenkte ihm ein leichtes Lächeln und stieg ein. Überraschenderweise befand sich in diesem Aufzug gerade sonst keiner, was eher selten war.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 8:50 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich hatte die Nacht über im Bereitschaftsraum verbracht, da eine meiner Patienten in der Nacht plötzlich einen Anfall bekommen hatte. Es hatte sich für mich nicht mehr gelohnt zurück nach Hause zu fahren, weswegen ich mir einfach kurzerhand eines der Betten als Nachtlager genommen hatte.
Nun stand ich im Aufzug auf dem Weg in die Pädiatrie, wo mich ein junges Mädchen erwartete. Ich hatte momentan tatsächlich nicht viele Neuropatienten, abgesehen von denen die sich in der Präoperationsphase befanden. Als sich die Tür des Aufzugs öffnete und ich Olivia erblickte, erwiderte ich das kurze Lächeln, blieb jedoch weiterhin an der hinteren Wand gelehnt stehen. Sie haben Chirurgie vermisst, hab ich recht? Ich an ihrer Stelle wäre wohl beinahe wahnsinnig geworden, wenn ich nichts operieren durfte. Aber ich machte dies auch bereits seit mehreren Jahren, außerdem assistierte ich nicht mehr im Gegensatz zu ihr. Wie war die Woche in der Klinik? Ich konnte mir zwar vorstellen, dass sie alles andere als spannend war wenn man die Klinik mit der Chirurgie verglich aber ich hatte auch nicht vorgehabt darauf herumzureiten und Salz in die Wunde zu schütten, dass sie eine Woche in der Chirurgie verpasst hatte. Das war nicht meine Art.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 9:07 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich blieb vor Logan stehen, sodass ich mich mit ihm unterhalten konnte und lachte kurz auf. "Stell dir das neurologische Muster eines Süchtigen auf Entzug vor. Meines sieht sicherlich genauso aus. Ich bin kurz davor Entzugserscheinungen auszubilden." scherzte ich. Seine Frage ließ mich kurz nachdenken, wie ich es am treffensten beschreiben könnte. "Schleimig, ereignislos.
Ich bin mir sicher ich kann jetzt ein Ballkleid nähen, bei den ganzen Platzwunden."
mein Mundwinkel zuckte kurz. "Was hab ich verpasst? Wobei nein. Sag es mir lieber nicht." ich rümpfte die Nase. Man merkte, dass ich gute Laune hatte heute und dementsprechend zu schmerzen aufgelegt war. Außerdem war es mit Logan zu zweit deutlich lockerer und sehr angenehm auch wenn wir noch im Krankenhaus waren war es irgendwie... Privat. Dass mein Herz bei seinem Anblick schneller schlug ließ sich, wie üblich seit einiger Zeit, auch oder vielleicht erst Recht jetzt unter vier Augen nicht verhindern. Vielleicht sollte ich wirklich einfach auf meine beste Freundin hören und in die Offensive gehen? Wobei er eben immer noch mein Chef war und ob es da eine gute Idee war... Vor allem wenn von deiner Seite womöglich nichts kam. Die Frage war eben, ob ich bereit war, ein Risiko einzugehen. Mein Blick ging kurz zur Stockwerkanzeige

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 9:35 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich lachte leise in mich hinein als sie diesen Vergleich brachte und konnte es mir etwa genauso gut vorstellen, dass es ihr in der Zeit so ergangen war. Ich kann dich beruhigen. Es ist zumindest in der Neurologie recht ruhig gewesen, in den anderen Fachgebieten...da musst du wohl jemand anderen fragen Ich lächelte und folgte ihrem Blick zu der Anzeige, die mir zeigte dass wir uns bereits in der Etage befanden, auf der die Pädiatrie war. Wir sehen uns Als ich an ihr vorbeilief, schenkte ich ihr noch ein Lächeln, bevor ich den Aufzug verließ und mich an die Arbeit machte.
Eine dreiviertel Stunde später, in der ich den besorgten Eltern des Mädchens sämtliche Fragen beantwortet hatte, betrat ich ein weiteres Mal den Aufzug, in dem ich erneut auf Olivia traf. Schmunzelnd zog ich meine Augenbrauen in die Höhe und wartete darauf, dass sich die Türen schlossen. Lange nicht mehr gesehen Ich verschränkte meine Arme vor der Brust und warf einen kurzen Blick auf meinen rechten Unterarm. Ich hatte versucht, das fünfjährige Mädchen mithilfe meines Kugelschreibers zu beschäftigen, während ich mit ihren Eltern sprach, da es nicht still sitzen konnte. So kam es dazu, dass sie meinen Arm während des gesamten Gespräches vollgemalt hatte, was natürlich deutlich zu sehen war, da ich dieses Mal nicht meinen Arztkittel trug sondern nur mein dunkelblaues, kurzärmliges Fach- und Oberarztoutfit trug.
Auf dem Weg in die 4. Etage blieb der Aufzug plötzlich stehen und es ertönte ein leises Klingeln, welches immer dann ertönte wenn man den Aufzug stoppte. Dicht gefolgt von einer Durchsage, die alle Patienten, Pfleger und Ärzte informierte, dass momentan Code Pink ausgerufen wurde. Ich warf besorgt einen Blick auf meinen Pager - es betraf keines der Kinder, die ich behandelte. Das darf doch nicht wahr sein

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 10:02 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich lächelte ebenfalls zum Abschied. "Bis später irgendwann." erwiderte ich und sah ihn nach, als er aus dem Aufzug stieg.
Als ich später wieder in den Aufzug stieg, diesmal um zum Mittagessen in die Cafeteria zu fahren, lächelte ich positiv überrascht als ich erneut Logan antraf, erneut alleine. "Du bist heute wohl meine Aufzug Begleitung." zog ich ihn auf. Diesmal war ich diejenige, die an der Wand stand. Als der Aufzug jedoch kurz nach dem Start plötzlich ruckartig stehen blieb, strauchelte ich etwas nach vorne und stieß somit gegen Logan, an dessen Brust ich mich abstützte. Nicht förderlich für meinen Herzrhythmus. Ich drückte mich mit den Händen etwas von seiner Brust ab und sah entschuldigend zu ihm hoch, während ich mir eine Strähne zurückstrich. "Sehr bequeme stütze." konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen. "Was ist ein Code Pink?" fragte ich anschließend jedoch etwas ernster. Es schien schließlich etwas schwerwiegenderes zu sein, wenn deshalb sogar die Krankenhausaufzüge lahmgelegt werden.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 10:31 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Scheint so. Ich kann mich nicht beklagen erwiderte ich leicht grinsend und stützte mich mit einer Hand an der Stange ab, die sich im Aufzug an drei Wänden befand. Als Olivia stauchelte und sich an mir festhielt, schlang auch ich aus Reflex meinen freien Arm um ihre Hüfte, um sie festzuhalten. Es war scheinbar ein gewohnter Reflex eines Arztes, immerhin verloren in meiner Gegenwart immer wieder irgendwelche Patienten das Bewusstsein, wenn sie gerade erst das Krankenhaus betreten hatten und wegen irgendeiner Verletzung am Kopf ohnmächtig wurden und daran gehindert werden mussten, auf dem Boden aufzukommen.
Jedoch löste ich recht schnell meinen Griff wieder und hob entschuldigend meine Hand. Auch wenn wir uns zu zweit in einem leeren, blockierten Aufzug befanden, waren wir noch immer im Krankenhaus. Geflirte und unpassende Berührungen waren tabu - und erst recht bei einer hübschen Frau, die nur meine Kollegin war. Immer wieder gerne konnte ich mir jedoch genauso wenig verkneifen wie sie und warf einen kurzen Blick auf meine Armbanduhr, als sie die Frage stellte, was denn bitte ein Code Pink war. Der Code Pink wird ausgerufen, wenn ein Kind abgehauen und vermisst wird. Meistens werden alle Türen verriegelt und - wie du siehst - funktionieren auch keine Aufzüge. Vor vier Jahren hatten wir das Problem, dass ein junges Mädchen in der Kardiologie Patientin war und dann vor der Operation Panik bekommen hat. Sie ist kurzerhand auf die Straße rausgerannt und wurde angefahren. Sie hat es zwar überlebt aber wir haben dazugelernt. Damals hatte man ihr Verschwinden zwar früh bemerkt aber sie hatte einfach den Aufzug benutzt, der zu der Zeit nicht gestoppt wurde.
Das wurde anschließend geändert. Jetzt funktioniert gar nichts mehr, weswegen man seine ID-Karte benötigt um als Chirurg von A nach B kommen zu können
Ich tippte mir auf die Brust, wo sich meine ID-Karte befand, bevor ich meinen Kopf schief legte und sie lächelnd ansah.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 10:49 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Mein Schmunzeln wurde bei seiner Erwiderung breiter und mir kam kurz der Gedanke, mich doch demonstrativ nochmals in seine Arme fallen zu lassen, doch den verscheuchte ich wieder. Stattdessen blieb ich jedoch deutlich näher als vorhin noch bei ihm stehen und entschloss mich, keinen Schritt zurück zu gehen um den ursprünglichen Abstand wieder einzunehmen. Ich hörte ihm zu, als er mir erklärte, was Code pink war. "Das kann dann ja eine Weile dauern, ein kleines Kind in diesem großen Krankenhaus zu finden. Da musst du mich wohl eine Weile ertragen." ich sah ihn leicht lächelnd mit angehobener Augenbraue an. Ich wusste gerade nicht so Recht, ob ich es wirklich gut oder eher schlecht fand. Schlecht, weil die Nähe zu Logan immer so viel in mir auslöste und gut, weil es eben so viel in mir auslöste. Gefühle waren kompliziert, vor allem wenn es schon so lange her war, dass man sich mit ihnen auseinandersetzen musste.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 11:00 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich würde das jetzt nicht unbedingt als etwas Schlechtes ansehen, nicht so wie du es darstellst. antwortete ich und ließ meinen Blick lächelnd über ihr Gesicht gleiten. Ich ließ mir meine Nervosität auf keinen Fall anmerken, auch wenn mein Herz schneller schlug als dass es als gesund erachtet werden konnte. Aber ja, es kann variieren. Ein Kind wurde erst nach zwei Stunden wieder gefunden, weil es unbedingt Verstecken spielen wollte. Schulterzuckend sah ich ihr in die Augen, wobei sich meine Mundwinkel leicht nach oben zogen, während ich gerade dabei war Privatleben und Beruf zu mischen - zwei Dinge, die ich bislang in meiner gesamten Karriere strikt getrennt hatte. Und es war mir normalerweise immer gelungen. Aber diese Chance, mit der Frau flirten zu können, die mich anzog ohne überhaupt irgendetwas getan zu haben, konnte ich mir leider nicht entgehen lassen. Ich hoffe zwar, dass das Kind recht schnell wieder gefunden wird aber gegen zwei Stunden, in denen ich mich wirklich entspannen kann, hab ich nichts einzuwenden. Ich zuckte noch nicht einmal mit der Wimper als ich diese Worte aussprach. Das war momentan alles andere als beruflich. Wir waren in diesem Moment keine Kollegen, sondern irgendeine Frau und irgendein Mann in einem Aufzug, der außer Betrieb war.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 11:33 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Mein Lächeln wurde etwas keck bei seiner Aussage. Dass er damit ebenfalls alles andere als ein Problem hatte, empfand ich als mehr als positiv. Immer noch hatte ich Sorge, ob das denn eine gute Idee war, diese Gefühle nicht einfach zu vergessen und dann sogar die kollegiale Beziehung auf mehr auszuweiten. Und mit meinen Bemerkungen und meinem Verhalten ging ich in diese Richtung. Leider schien ich selbst einfach nicht auf meine Bedenken hören zu wollen. Ich erwiderte seinen Blick, als er mir erzählte, wie ein Kind einmal 2 Stunden verschwunden blieb und lächelte ebenfalls. Verstecken schienen alle Kinder gerne zu spielen. Und in so einem Krankenhaus war das natürlich super, so viele tolle Verstecke.
Logans anschließende Bemerkung ließ mich ihn eingehend ansehen und meinen Herzschlag etwas beschleunigen. Vielleicht sollte ich doch mal den Tipp meiner besten Freundin beherzigen und die Situation nutzen um ein wenig die Grenzen abzutesten. "in einem Aufzug mit solch angenehmer Gesellschaft festzustecken hat durchaus seine Vorteile. Es wird zumindest sicher nicht langweilig und wenn doch, finden wir schon was." mein Lächeln hatte einen minimalen anzugleichen Touch, doch die Worte waren offensichtlich genug und natürlich etwas gewagt, doch es hatte sich eine Atmosphäre​ in den vier Wänden aufgebaut, die einem die Haare auf angenehme Weise zu Berge stehen ließ.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am So Jul 02, 2017 11:49 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich lehnte mich Olivia kaum merklich entgegen, wobei ich nicht daran dachte den Blickkontakt in den nächsten Minuten abzubrechen. Soso murmelte ich, während meine Mundwinkel verdächtig nach oben zuckten. Diese Szene ging eindeutig in eine Richtung, die wir offensichtlich beide anstrebten. Ob sie erlaubt war, wagte ich schwer anzuzweifeln doch in diesem Moment war mir das herzlich egal, da das Geflirte und dieses Knistern zwischen uns dafür sorgte, dass sich meine Nackenhaare aufstellten und ich eine leichte Gänsehaut auf meinen vollgekritzelten Unterarmen verspürte. Ich bin mir auch sicher, dass wir eine Beschäftigung finden werden, wenn uns die Wartezeit zu lang wird. Noch immer stützte ich mich an der Stange ab und stand knapp 20 Zentimeter von Olivia entfernt. Mir entging ihr anziehendes Lächeln nicht, was ich nur zu gerne erwiderte. Kein Wunder, dass Mr. Roux so begeistert von dir war und dir kaum widerstehen konnte...bei dem Lächeln Mr. Roux war ein Patient von mir gewesen, welcher sich nur von Olivia behandeln hatte lassen. Auch bei seiner Operation wollte er unbedingt, dass sie anwesend war und neben ihm saß, während er die Narkose verabreicht bekommen hatte. Wenn sie lächelte war sie schließlich auch einfach unwiderstehlich.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 12:16 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Sein Blick fesselte mich und ich hielt ihn mit der gleichen Intensität stand. So klein seine Bewegungen in meine Richtung war, ich bemerkte sie sofort. Dass er meine Worte nochmal etwas anders mit seiner tiefen, rauen stimme wiederholte, sorgte dafür, dass nun auch bei mir eine Gänsehaut die arme überzog und ein äußert angenehmer Schauer meinen Rücken hinunterjagte. Sein charmantes Kompliment ließ mein Lächeln breiter werden. "Dir schenke ich es aber deutlich lieber." mein Blick ging zu seinen angemalten Arm über den ich aus einem Impulsheraus leicht mit den Fingerspitzen drüber strich. "Der Künstler braucht wohl noch etwas Übung, aber das tut dem Aussehen der Leinwand keinen Abbruch." flirtete ich, angestachelt von der Stimmung, seiner Nähe und vor allem seinem zurückflirten. Vergessen war, dass ich mich eigentlich auf der Arbeit befand. Vergessen, dass ich einem meiner Vorgesetzten gegenüberstand. Das Verbotene war nunmal köstlich süß und verführerisch und ich war sehr gewillt, es zu probieren.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 12:27 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Bei ihrer Erwiderung, was ihr Lächeln anging, musste auch ich automatisch lächeln. Es war kaum zu übersehen, dass sowohl ich als auch die Assistenzärztin mir gegenüber von der Anziehungskraft ergriffen wurde. Und ich beobachte es ungern, wenn es ein anderer Mann erhält Wir hatten den Punkt erreicht, an dem wir nicht mehr nachdenken mussten, was wir sagten. Wir mussten nicht mehr überlegen, was angebracht war und was nicht. Diese ganze Situation in diesem Aufzug war unangebracht und verboten und dennoch hielten wir keinen Abstand zueinander. Das Gesprochene war sozusagen der Punkt auf dem i.
Dass Olivia mir über den vollgemalten Unterarm strich, machte all das nicht besser, weswegen ich nicht weiter darüber nachdachte, ihre eigene Hand mit meiner umschloss, um sie näher an mich heranziehen zu können. Mittlerweile stand sie so nah an mir dran, dass ich ihren Körper an meinem eigenen und ihren Atem auf meinem Gesicht spüren konnte.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 12:42 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich konnte mein Lächeln nicht verbergen. "So besitzergreifend Dr. Montgomery?" scherzte ich kokett und konnte die Spannung und das Knistern in der Luft beinahe greifen. Als er dann meine Hand ergriff und mich an sich zog, hielt ich mich mit der freien an dem Übergang zwischen seiner Schulter und seinem Oberarm fest, während ich in seine Augen sah und beinahe in ihnen versank. Sein Atem auf meinem Gesicht ließ meine Wangen leicht rot werden. "Und jetzt?" flüsterte ich und wusste, dass in der Frage ganz deutlich die Provokation, die Herausforderung und die Aufforderung mitschwang. Ich stand dicht an ihm, zwischen uns passte keine Hand. Wir waren alleine und die Stimmung war aufgeladen, anziehend. Was jetzt?

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 12:54 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Besitzergreifend? Nein. Mein Blick wanderte von ihren Augen hinunter zu ihren geschwungenen Lippen und wieder hinauf. Nur verärgert, wenn man sich auf die Arbeit konzentrieren möchte und dann so eine Frau mit diesem Lächeln sieht fügte ich mit ernstem Blick hinzu. Kaum zu glauben, dass ich sie vor genau einer Woche wegen einem schwerwiegenden Fehler noch zurechtweisen musste. Jetzt stand ich dicht vor ihr und hatte das Verlangen ihr näher zu kommen als es ein normaler Kollege es eigentlich tun sollte.
Jetzt... Ich schmunzelte kurz und genoss sichtlich diese Spannung, dieses Knistern und diese Anziehungskraft zwischen uns. nutze ich diesen Moment aus, in dem wir vollkommen paralysiert sind und weder vor noch zurück wollen. raunte ich ihr leise entgegen, während mein Daumen sacht über ihren Handrücken strich, ohne dabei den Blick von ihren Augen zu lösen.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 1:11 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Sein Charme war einer der Dinge, die mich schwach machten und mit denen er sicherlich so einige weibliche Wesen kinderleicht um den Finger wickeln konnte. "Dann weißt du ja, wie es mir geht. Immer wieder eine bittersüße Qual, die ich nicht missen möchte." mein Blick glitt über seine Lippen und über sein männliches Gesicht, fand seinen Weg jedoch Recht schnell wieder hinauf zu seinen Augen.
Der Weg seines Daumens auf meinem Handrücken brannte sich wie ein kribbelndes, heißes aber angenehmes Feuer in meine Haut. Ein Lächeln war auf meinen Lippen zu sehen, während ich meinerseits mit der Hand, die vorhin noch auf seiner Schulter gelegen hat, auf Wanderschaft ging und diese ganz langsam seinen Arm hinunter wandern ließ. Meine Berührung war dabei ganz sanft, nur die Fingerspitzen, wie ein warmer Windhauch. Dabei blickte ich ihnen weiterhin, wie er mir, in die tiefen, intensiven Augen. "Das klingt gut. Wobei 'vor' mir ebenso verführerisch erscheint." lockte ich ihn, genoss diesen bittersüßen Moment jedoch. Diese knisternde, leidenschaftliche Qual, wenn das Ziel, der Höhepunkt der Spannung so nah war, man diesen aber nicht zulässt und die Spannung weiter aufrecht erhält, sie noch weiter in die Höhe treibt, bis am Ende doch einer der Verführung nachgab.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 1:22 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich antwortete nicht auf ihre Worte, sondern genoss deutlich die Nähe der jungen Frau. Seit sie so nah an mir stand, konnte ich auch nicht ihren Eigengeruch ignorieren, der mir intensiv in die Nase stieg. Ich musste mich beherrschen, dabei nicht leise aufzuseufzen sondern standhaft zu bleiben. Stattdessen legte ich meine Hand auf ihre Schulter, nachdem ihre Hand sanft auf Wanderschaft gegangen war. Ihr Arztkittel störte mich. Ich hatte zwar nicht vor sie hier vor Ort komplett auszuziehen aber es dürfte der Spannung nicht schaden, wenn ich ihren weißen Arztkittel von ihren Schultern schob.
Langsam schob ich diesen nach hinten, ohne dabei den Blickkontakt zu unterbrechen und drückte dabei sanft ihre Arme nach hinten, damit ich den Kittel über ihre Arme ziehen konnte. Locker hängte ich ihn über die Stange neben mir und legte meinen rechten Arm erneut um ihre Taille. Ach wirklich? Verführerisch lächelnd verstärkte ich den Druck an ihrem Rücken ein wenig, sodass ich jedes einzelne Detail ihres Körpers spüren konnte. Wie gern ich diesen Körper tat täglich spüren würde...

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 1:43 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Der ganze Moment schien ewig und doch nur wenige Sekunden zu dauern. Die Zeit um uns herum schien still zu stehen und die Welt nicht zu existieren. Es gab nur ihn und mich. Hier und jetzt.
Wiederstandslos ließ ich zu, dass er mir den Kittel auszog und mir damit noch näher war, indem ich seine Berührungen noch intensiver spürte. Sein Arm um meinen Körper drückte mich noch enger an ihn und ich spürte seine Herzschlag, der ebenso wie meiner beschleunigt war, spürte die Wärme die von ihm ausging und auf mich überging, spürte seinen gut gebauten Körper an meinem, roch den Geruch seines Aftershaves, das jedoch seinen eigenen unverkennbaren Duft nicht überdecken konnte. "Ein Verbrechen, dass ich tagtäglich deinen Weg kreuze, ohne das machen zu können." ich strich leicht über seine Brust. "oder das." meine Hand wanderte hinauf zu seinen Haaren, durch die ich ebenso sanft mit meiner Hand hindurch fuhr. Diese verdammten Haare waren das i Tümpfelchen an ihm und fühlten sich genauso weich an, wie sie aussahen. Ich ließ meine Hand in seinem Nacken liegen und strich mehrere Male mit den Fingerspitzen leicht über diesen. Meine Augen blickten immer noch, wie hypnotisiert in seine. Würde mich in diesem Moment jemand fragen, wo ich war, ich würde es nicht auf Anhieb sage können, denn emotional und gedanklich war ich ganz einfach anders als in einem Fahrstuhl im Krankenhaus.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 1:56 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Dass ihre Hand meinen Körper erkundete gefiel mir immer mehr und ich wünschte, dass sie nicht damit aufhörte und dass sich dieser Aufzug die nächsten zwei Stunden weiterhin in diesem Zustand befand, damit diese Fantasien, die wir beide in unseren Gedanken entwickelten, irgendwann zur Realität werden konnten. Wir haben jegliche Professionalität verloren und ich bereue absolut nichts murmelte ich. Ich war sowohl bei den Pflegern als auch bei den Ärzten als der Mann bekannt, der es tatsächlich schaffte, sein Privatleben nicht mit dem Beruf zu vermischen. Es war bewundernswert, denn es schafften nicht viele. Und nun gehörte ich offensichtlich doch zu diesen Leuten, weil ich in der Nähe dieser einzigen Person meinen kompletten Verstand verlor.
Langsam beugte ich mich vor und fuhr mit meinem freien Zeigefinger ihren Unterkiefer nach, bevor ich mich ihr noch weiter näherte, sodass meine Nasenspitze ihren Hals leicht streifte. Mit einem kaum merklichen Lächeln auf den Lippen verteilte ich meinen Atem regelmäßig auf ihrem Hals, den ich frei gelegt hatte, in dem ich ihr hellblaues Oberteil ein wenig beiseite schob. DIese Spannung zwischen uns war kaum zu ertragen und dennoch hatte ich auf der anderen Seite nicht vor sie zu zerstören. Sie war so intensiv, dass selbst ein Kuss ein wenig von der Spannung nehmen würde. Ein Kuss wäre eine Erlösung von dieser schmerzhaften, aber sehr verführerischen und süchtig machenden Spannung und Anziehungskraft.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 10:47 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Reue war zurzeit das aller letzte, was ich verspürte. Vielleicht sollte ich es, doch dafür war das ganze hier viel zu schön, intensiv, heiß. Es war fast wie nicht real. Ein Traum einfach, in dem alles erlaubt war. Seine Berührungen klangen noch nach, wenn sein Finger bereits weiter gewandert war und sein Atem auf meiner Haut, ließ mich schaudern. Mit geschlossenen Augen, leicht geöffnetem Mund, da ich schon lange nicht mehr entspannt und langsam atmete, und leicht zur Seite geneigtem Kopf genoss ich seine Nähe und wünschte mir einerseits herbei seine Lippen würden endlich meine Haut berühren und mich nicht weiter quälen, indem sie nur wenige Millimeter über meinem empfindlichen Hals hingen, mir jedoch weiterhin verwehrt blieben. Wie gern  würde ich  sie  auf meiner Haut, auf meinen Lippen spüren. So aufgeladen wie die Stimmung zurzeit war, wäre ein Kuss wie eine tosende Explosion, bei der wir übereinander herfallen würden. Zurzeit war alles noch bedacht, langsam und intensiv, doch ein Kuss würde jede Zurückhaltung nehmen und die ganze angestaute Leidenschaft auf einen Schlag kollidieren lassen. Meine Finger an seinem Nacken liebkosten ihn währenddessen weiter mit sanften, zärtlichen Berührungen, die Finger der Zeiten Hand führen ihm über den Unterarm, ehe ich diese mit seinen verschränkte,  während ich fast unfähig zu atmen nur noch ihn und die Punkte unseres Körpers wahrnahm, die sich berührten oder fast berührten, denn seine Lippen waren eine immer Präsente Versuchung, ein Versprechen, die Erlösung. "Du machst mich wahnsinnig." hauchte ich eher als, dass ich sprach.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 6:30 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich lehnte mich zurück an die Wand des Aufzugs, ohne dabei auf Distanz zu gehen. Im Gegenteil: Noch immer spürte ich ihren Körper so intensiv an meinem eigenen, dass es beinahe surreal sein konnte. Kann ich nur zurückgeben raunte ich mit meiner tiefen Stimme, wobei ich alles um mich herum ausblendete und vergaß. So bemerkte ich auch nicht sofort, dass die Tür des Aufzuges aufging und mein bester Freund Alex, Oberarzt der Orthopädie vor uns stand.
Ich hob rasch den Kopf und sah, wie er uns erst verwundert und schließlich spöttisch grinsend ansah. "Da habt ihr aber den Code Pink ja wirklich prima genutzt." kommentierte er das, was er gesehen hatte und betrat den Aufzug, während ich mir kurz über den Hinterkopf fuhr, wo vor kurzem noch Olivias Hand gewesen war und räusperte mich leise. Wir befanden uns in dem Stockwerk 4, in dem sich die Neurologie befand. Ich musste raus. Ich warf Olivia einen letzten, kurzen, vielsagenden Blick zu, bevor ich meine Schultern straffte und den Aufzug verließ, woraufhin ich sofort danach von jemandem zu sich gerufen wurde. Es war beinahe unmöglich jetzt noch professionell zu arbeiten ohne an die Berührungen der Assistenzärztin zu denken, die sich noch immer so präsent auf meiner Haut waren. Ich spürte ihre Finger noch über all an meinem Körper und meine benebelten Gedanken machten es fast schon unmöglich jetzt an irgendwelche Neuroerkrankungen und Operationen zu denken.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 6:57 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich bekam überhaupt nicht mit, als die Tür aufging, da diese sich in meinem Rücken befand und ich einfach vollkommen auf Logan fixiert gewesen war. Als Logan den Kopf ruckartig hob, sah ich ihn verwirrt an und gefror bei der Stimme des Orthopädieoberarztes zur Salzsäule. Mit geröteten Wangen ging ich einen Schritt zurück von Logan, sodass dieser aussteigen konnte. Während Logan vor der Situation flüchten konnte, musste ich ja zur Cafeteria und somit mit seinem besten Freund im Aufzug bleiben. Ich spielte ehrlich mit dem Gedanken doch einfach die Treppe zu nehmen, doch dann schlossen sich die Aufzugtüren auch schon wieder. Ich vermied es, Alex anzusehen, da meine Wangen immer noch gerötet waren. Einerseits, weil ich immer noch nicht ganz abgekühlt war von der Situation eben, andererseits weil es mir peinlich war vor dem Oberarzt. Ich fühlte mich wie ein Teenie der von einem Lehrer erwischt wurde beim knutschen auf dem Gang. Stumm nahm ich mir meinen Kittel und zog diesen wieder über. Meine Haut kribbelte immer noch, als könnte ich die Berührungen Logans immer noch spüren. Ich brauchte eindeutig unbedingt eine kalte Dusche. Oder gleich ein Eisbad.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 7:12 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich bekam nichts mehr von der Szene im Aufzug mit, wie Alexander sich schmunzelnd neben Olivia stellte und die Hände seelenruhig in den Taschen seines Arztkittels schob. "Hatten Sie einen angenehmen Vormittag?" Er konnte sich kaum ein Grinsen verkneifen, weswegen er es auch nicht zu verstecken versuchte. So wie es für ihn ausgesehen hatte, hatte die junge Mutter einen recht angenehmen aber spannenden Tag voller Nervenkitzel gehabt. "Nun, Sie müssen wissen...Logan hatte bislang zwei ernsthafte Beziehungen, die beide daran gescheitert sind, dass die Frauen nicht damit klarkamen, dass er so wenig Zeit für sie hatten. Sie als Ärztin und als Mutter haben doch recht gute Chancen ihn verstehen zu können." Alex nutzte die Gelegenheit um Olivia einwenig weiter zu quälen - natürlich auf rein "freundschaftlicher" und friedlicher Basis, weswegen weder Alex noch ich seine Worte wirklich ernst nehmen würde. Wie es um Olivia stand, war die Frage - auch wenn Alexanders Grinsen dazu beitrug, zu zeigen, wie sehr er sich doch amüsierte uns beide auf frischer Tat ertappt zu haben.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 7:37 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Natürlich würde der schon so blöd grinsende Alex die Situation nicht auf sich beruhen lassen. "Er steckte Volker Überraschungen." erwiderte ich räuspernd. Ich sah aus dem Augenwinkel kurz zu ihm hoch, wodurch ich sein grinsen sah. Sie es positiv. Immerhin war es nicht Amanda. Oder der Chefarzt. Oder meine Assistentsarztkollegen redete ich mir selbst gut zu. "Da läuft nichts. Das war... ich stockte. Ja was war das eigentlich gewesen? Ich konnte den Satz nicht beenden da ich nicht wusste wie und ließ ihn einfach offen im Raum stehen. "Einem Chefarzt vorzuwerfen dass er keine Zeit hat weil er Leben rettet, ist jedoch lächerlich und dumm, da kann er froh sein, dass er sie los ist." Konnte ich mir nicht verkneifen. Natürlich war der Gedanke auch irgendwie eigennützig. Ich nahm Alex sein Gegrinse nur teils übel, ich wusste ja er meinte es nicht böse und amüsierte sich einfach köstlich, seinen besten Freund mehr oder weniger inflagrantie erwischt zu haben. Als der Aufzug auf der richten Etage hielt, stieg ich aus. "Auf Wiedersehen." ich konnte ihn nur kurz ansehen. Ich war immer noch nicht ganz über die Situation hinweg. In der Cafeteria wartete bereits meine beste Freundin auf mich. "Wo bist du stecken geblieben durch den Code Pink? Mir ist fast ein Patient verblutet." Regte sie sich auf. "Im Fahrstuhl. Mit Logan. Sagen wir, ich verstehe jetzt, was die bei Grey's immer mit dem Fahrstuhl haben." erwiderte ich leise und ihre Augen wurden groß, während sie anfing breit zu grinsen. "Neiiiin, du hast mit McDreamy im Fahrstuhl geknutscht?" Flüsterte sie, während wir nebeneinander her liefen. "Nein. Es fiel kein einziger Kuss. Es waren heiße Worte, dieser Moment kurz vor einem Kuss und viel Nähe und Berührungen." ich schüttelte den Kopf um die Erinnerungen daran los zu werden. Meine beste Freundin lachte und klopfte mir auf die Schulter.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 7:50 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
"Das wundert mich nicht. So sah es auch für mich aus." Offensichtlich wollte auch sie zum Mittagessen in die Cafeteria gehen, genauso wie Alex, weswegen er noch einmal grinsen musste. "Das war nur das Ausnutzen des Code Pinks um sich auf persönliche und intime Art und Weise näher zu kommen. Und das mit dem Oberarzt der Neurologie, Ihrem Mentor und meinem besten Freund." Es war einfach göttlich zu sehen, wie die Assistenzärztin immer noch ein wenig neben der Spur war. "Auf Wiedersehen? Ich begleite Sie gerne noch in die Cafetaria"
Mit diesen Worten verließ Alex gemeinsam mit ihr den Aufzug und steuerte als erstes die Essensvergabe an, wo er sich etwas zu Essen holte, nur um sich an den Nachbartisch setzte, an dem er normalerweise mit mir immer saß. Aber da ich noch eine Operation hatte, würde ich erst später zu Mittag essen. Im Hintergrund hörte Alex die letzten Worte von Olivia und lehnte sich entspannt zurück. "Bis der Aufzug wieder funktionierte und ich begeisterter Zeuge dieser Vorstellung wurde. Ich muss sagen..." Der Oberarzt der Orthopädie sah die beste Freundin Olivias direkt an und musste automatisch schmunzeln. "Sie haben sich wirklich prächtig amüsiert - genauso wie ich, als ich die beiden gesehen habe"

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 8:05 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich zuckte zusammen, als ich dir Stimme des Oberarztes hörte. Das war das Karma. Meine Strafe für unsittliches verhalten am Arbeitsplatz, während ein Kind verschollen war. Die Augenbrauen meiner besten Freundin wanderten jedoch in die Höhe, als sie vernahm, wie alles endete. Ihr Grinsen verriet mir, dass sie kein Fünkchen Mitleid mit gegenüber empfand. Ich ließ den Kopf mit einem verzweifelten seufzen auf der Tischplatte liegen. "Sie sind grausam. Und du auch! Ich will nach Hause." meine beste Freundin tätschelte mir den Rücken. "Das glaube ich dir. Mit diesen Bildern im Kopf noch einen ganzen Arbeitstag verbringen... Da wird man ja alleine bei der Vorstellung wie das sein muss ganz wuschig." Ja sie war direkt. Und der verdammte Teufel in Person. "Ich hasse dich. Du bist kalt und herzlos." "ich weiß, aber leider bist du hier in der Minderheit." Sie sah schmunzelnd zu Alex, da es ihm mindestens genauso viel Spaß machte mich damit aufzuziehen.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 8:20 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Er lachte herzhaft auf, bevor er sich eine Gabel in den Mund schob und die Schultern hochzog. "Ich amüsiere mich nur. Schließlich trifft man nicht tagtäglich auf zwei Chirurgen, die im Aufzug ihre Zeit vertreiben und sich dann noch nicht einmal küssen" Alex wedelte kurz mit der rechten Hand vor seinem Gesicht hin und her. "Außerdem scheint ihr ja beinahe alle Vorsätze über Bord geworfen und habt tatsächlich auch vergessen, dass ihr an einem öffentlichen Ort ward. Seien Sie froh, dass nur ich anwesend war und nicht ihre Ausbilderin zum Beispiel"
Der Russe legte seinen Kopf in den Nacken um ihn einwenig zu entspannen, bevor er der besten Freundin Dr. Morgans ein kurzes Zwinkern schenkte. Sie verstand ihn und amüsierte sich ebenso prächtig. "Nun...ich muss schließlich die Gelegenheit nutzen. Ich denke Logan kann ich damit nicht ganz so gut aufziehen wie Dr. Morgan. Schließlich bin ich Ihr Vorgesetzter, der eigentlich keinen Einblick in Ihr Privatleben erlangen sollte. Aber Sie haben mir ja gerade gezeigt, das auch selbst das keine Rolle mehr spielt" Grinsend widmete sich Alex wieder seinem Essen und enthielt sich von nun an.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 8:49 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich kratzte mein letztes bisschen Stolz für diesen Tag zusammen und setze mich gerade und selbstbewusst hin. "Sie hätte mich den Haien zum Fraß vorgeworfen bei dem Anblick. Da ertrage ich lieber Ihre Sticheleien." gab ich seufzend von mir. Dass es ihm natürlich mehr Spaß machte mich damit zu quälen als Logan war klar. Für Logan wäre es einfach der beste Freund, für mich ist es der Vorgesetzte und der beste Freund des Kerls, mit dem ich diesen intimen Moment hatte. Ich sah auf die Uhr, da mir auffiel, dass ich keine Ahnung hatte, wie viel Zeit vergangen war und verschluckte mich beinahe. "Verdammt, es ist ja schon Viertel vor." 25 Minuten waren wir im Aufzug gewesen! Ich hatte noch 5 Minuten bis ich in die Kardiologie musste. In einem Zug trank ich den Kaffee aus und war froh einen Burger genommen zu haben, den konnte ich mitnehmen. "Wow, das muss ja echt gut gewesen sein, wenn DU die Zeit vergisst. Da will ich nicht wissen wie dann erst ein Kuss ist, oder mehr." Sie wackelte mit den Augenbrauen, wofür sie einen Tritt von mir bekam, bevor ich Aufstand. Sie wusste, wie durchgeplant ich sonst war, um nichts zu vergessen oder zu spät zu kommen. Schließlich musste ich selbst privat pünktlich sein. Pünktlich im Kindergarten, pünktlich Zuhause, da die Babysitterin nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit bezahlt wurde und in den seltensten Fällen spontan länger kann, pünktlich um es zum Zug oder zum Bus zu schaffen, da ich kein Auto hatte und so weiter. "Tschüss du Hexe." verabschiedete ich mich von ihr. Sie lachte nur und aß Seelenruhig weiter.

12. Oktober 2017
Es war 8 Uhr früh und ich machte mich auf zur Neurologie nach der Visite, in die ich heute eingeteilt worden​ war. Ich war überzeugt davon, dass ich Logan wie immer professionell gegenüber treten könnte. Ich betrat gerade das Zimmer eines Patienten zu dem mich Amanda geschickt hatte. Postoperativ und ihm stand in einigen Tagen eine zweite bevor. Als Logan jedoch den Raum betrat und vor meinem inneren Auge sofort bestimmte Bilder aufflammten, war mein erster Gedanke zu dem es schaffen, professionell zu bleiben: Oder auch nicht. dementsprechend stellte ich den Patienten, Tim Noir, auch erst einige sekunden verspätet vor, nachdem ich den Mund dazu aufgemacht hatte. Ich hatte mich erst kurz sammeln müssen was den Patienten vielleicht nicht Logan aber sicherlich auffiel.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 9:12 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich hatte die ganze Nacht damit verbracht, mir Gedanken über meine vergangene Schicht zu machen: Code Pink, Olivia Morgan, der Aufzug, ihre Berührungen. Allein die Gedanken hatten mich vom Schlafen abgehalten, weswegen ich mich morgens um 3 dazu entschlossen hatte mit meinem Hund eine Runde durch den Wald zu joggen. Danach hatte ich meine Gedanken etwas geordnet und hatte immerhin für knapp 2 Stunden Schlaf gefunden, was jedoch dafür sorgte, dass ich gerädert und todmüde zur Arbeit erschien und mir erstmal einen Kaffee machte, den ich mit zur Visite nahm.
Die Tatsache, dass Amanda heute wieder mit ihrer Gruppe bei mir Visite machte, beruhigte mich nicht wirklich. Im Gegenteil. Als ich den Raum betrat, in dem sich bereits Amanda mit ihren Anfängern befand, hob ich den Kopf und warf Olivia einen kurzen Blick zu, was sich als Fehler erwies. Schon allein ihr Anblick sorgte dafür, dass ich an die intensiven Berührungen und Worte zurückdenken mussten, sodass meine Haut erneut wieder zu brennen anfing. Morgen begrüßte ich alle Anwesenden und nahm einen großen Schluck meines Kaffees. Mr. Noir, wie geht es Ihnen? Ich führte kurz Smalltalk, bevor ich auf die Vorstellung des Patienten wartete, die doch tatsächlich von Olivia kam. Ihr kurzes Zögern entging mir nicht, weswegen ich noch ein weiteres Mal unauffällig zu ihr hinüber linste. Ich hoffte inständig dass sie mir heute nicht zugeteilt wurde. Es wäre für das Arbeitsklima nur gut, wenn wir nicht gemeinsam arbeiten mussten. Doch das blieb Amanda überlassen. "Nun gut. Dr. Morgan, Sie bleiben heute in der Neurologie. Wir gehen weiter." Sie scheuchte die anderen Anfänger aus dem Raum hinaus und ließ mich mit dem Patienten und Olivia alleine. Du wirst heute bei seiner Operation assistieren. Reservier einen OP und bereite ihn vor.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 9:26 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich spürte den Ellbogen meiner herzallerliebsten besten Freundin an meinen Rippen und sah ihr breites Grinsen als sie ging, das ich mit einem finsteren funkeln quittierte. Genau wie Logan hatte auch ich die Nacht über kaum ein Auge zugetan, da mir mein hübscher McDreamy im Kopf herumgeschwirrt war. Nach einer kalten Dusche und drei Kaffee fühlte ich mich jedoch einigermaßen alltagstauglich. An Nachts wenig Schlaf war ich wenigsten gewohnt. Da das Schicksal​ uns wohl immer noch Bestrafen wollte, wurde ich natürlich der Neuro zugeteilt. Ich schenkte dem Patienten ein Lächeln und nickte anschließend bei Logans Anweisung. "Für wann soll ich den OP reservieren?" fragte ich ihn, da er mir das nicht gesagt hatte und ich keine Ahnung hatte. Deine Werte waren gut und die letzte Operation bereits ein paar Tage her, was für einen baldigen OP Termin stand, jedoch war mehr Erholungszeit zwischen zwei Hirnops von Vorteil und zu wenig sehr gefährlich. Man merkte mir meine Nervosität daran an, dass ich den Stift in meiner Hand nervös und unruhig drehte.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 9:37 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich nahm noch einen weiteren Schluck meines starken Kaffees und schlug mir gedanklich gegen die Stirn, als ich die Uhrzeit vergessen hatte zu nennen und sogar von Olivia daran erinnert werden musste. Ein Wunder was ein einziger Mensch durch die bloße Anwesenheit so alles mit einem anstellen konnte. Möglichst bald. Am besten der erstbeste Termin entgegnete ich und nahm ihr, während ich sprach, den Stift aus der Hand, bevor ich mir diesen selbst in meine eigene Brusttasche steckte. Der Stift lenkt dich nur ab Ich konnte mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen, bevor ich an ihr vorbei lief, nachdem ich mich von dem Patienten verabschiedet hatte, um mir einen zweiten Kaffee zu holen. Ich fühlte mich vollkommen gerädert, auch wenn ich es wirklich gewohnt war, so wenig zu schlafen. Vielleicht lag es daran dass ich mir nachts einfach komplett den Kopf darüber zerbrochen hatte, wie ich nun Olivia entgegen treten sollte. Entspannt hatte ich mich ganz sicher nicht. Und das zerrte an meinen Kräften.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 9:57 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
"Also heute noch?" ich notierte mir gedanklich beim OP Plan vorbei zu schauen, als ich plötzlich nichts mehr in der Hand hatte. Ich hob eine Augenbraue an und musste etwas schmunzeln als ich ihm nachsah. Dass mein Herz schon bei so einer kleinen Neckerei hüpfte war nicht gut. "Okay, sie werden also heute noch operiert. Dann kommen sie umso früher hier raus. Ich komme gleich nochmals zu Ihnen. Wenn sie etwas brauchen können sie mich anpipen." anschließend verließ ich das Zimmer und trug die OP für heute Abend um 18 Uhr ein. Danach kam ich zurück zum Patienten, überprüfte nochmal ob die Werte gut genug waren für die zweite OP, ob Schäden Vorlagen und die erste OP Vorbereitung. Um 10 verließ ich das Zimmer und traf auf dem Gang erneut auf Logan. Gott, wie ironisch es doch war, dass der Chefarzt der Neurologie dafür sorgte, dass meine Nervenenden kribbelten bei den Erinnerungen die er auslöste. "Die OP ist auf heute 18 Uhr angesetzt. Die Werte sind alle im guten bis sehr guten Bereich und Mr. Noir erholt sich gerade." teilte ich ihm mit und sah kurz auf seine Brust, da dort immer noch mein Kuli steckte. "Gib... Geben Sie mir meinen Stift zurück?" fragend und mich einem leichten schiefen schmunzeln sah ich ihn an.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 10:24 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Mit meinem neuen Kaffee in der Hand stellte ich mich wenig später an den "Empfang" und schaute mir eine der Akten meiner neuen Patienten genauer an, als ich angerufen wurde. Auf dem Display konnte ich bereits den Namen meines Bruders erkennen, nahm jedoch nicht ab. Erst als er mich das dritte Mal versuchte zu erreichen, nahm ich misstrauisch ab und klemmte mir das Handy zwischen Ohr und Schulter um weiterhin die Akte durchblättern zu können. Was gibts? Es musste schließlich dringend sein, dass er mich anrief, während ich meine Schicht hatte. "Kannst du mir ein Gefallen tun und Keira und Jason übers Wochenende zu dir nehmen? Wir beide möchten von Freitag bis Sonntag ans Meer fahren und normalerweise hätten wir die beiden ja alleine gelassen aber seit Jason seinen besten Freund verloren hat, gehen wir lieber auf Nummer sicher. Du verstehst ihn womöglich besser als irgendjemand anderen" Es war zwar schon ein paar Wochen her, dass es zu diesem Schulbusunglück kam aber ich wusste, dass sich Jason momentan immer mehr zurück zog. Vor allem da die beiden Jugendlichen nicht im Internat lebten, hatte er bessere Möglichkeiten um seine Ruhe zu finden. Sie gingen zwar im Internat zur Schule, lebten aber bei meinem Bruder und meiner Schwägerin zuhause in Brest.
Als ich gerade antworten wollte, erblickte ich Olivia, die auf mich zukam. Warte kurz, Jacob. Ich drehte mich augenblicklich zu der Assistenzärztin um und nahm das Handy vom Ohr um zu hören was sie mir zu sagen hatte. Danke. Haben Sie noch mit seiner Frau gesprochen? Sie meinte zu mir, sie würde gerne noch darüber informiert werden wann denn genau er operiert wird. Ich hielt mir mein Handy erneut an das Ohr und begann meinem Bruder zu antworten. Klar. Allerdings habe ich freitags Nachtschicht, also- Ich sah, wie Olivia noch etwas sagen wollte und hielt inne. Bei ihrer Frage musste ich mir ein Lächeln verkneifen, bevor ich ihren Stift aus meiner Brusttasche herauszog und ihn kurzerhand in ihre Brusttasche steckte. Wofür brauchen Sie einen Stift? Laut Amanda haben Sie schließlich ein photographisches Gedächtnis Mit den Worten drehte ich mich wieder weg, schmunzelte leicht in mich hinein, klappte die Akte wieder zu und verschwand um die Ecke, während ich weiterhin telefonierte.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 10:39 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich hatte erst zu spät bemerkt, dass er telefonierte, sonst hätte ich gewartet, bis er fertig war. "Noch nicht, aber das mache ich dann einfach gleich." das mit seiner Frau musste ich überhört oder vergessen haben. Als er mit den Stift in die Brusttasche steckte und mir dadurch ziemlich nahe kam, biss ich mir auf die Unterlippe und sah ihn wahrscheinlich mit einem Blick an, der offen zeigte, woran ich dachte, unfähig es zu verbergen. "Ein fotografisches aber kein Phonetisches. Deshalb brauche ich ja den Stift." ich konnte mir alles merken, was ich sah. Auch wenn ich allgemein ein gutes Gedächtnis hatte, so würde ich mir eine Vielzahl an Informationen die man mir nur sagte nicht sicher merken, was jedoch anders war, wenn ich sie aufschrieb. Außerdem brauchte ich irgendetwas zur Ablenkung​, doch das sagte ich nicht so direkt. Stattdessen machte ich mich daran, Mrs. Noir zu informieren.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 03, 2017 11:01 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Pünktlich um 18 Uhr stand ich vor dem OP-Waschbecken und wusch mir bereits seit 4 Minuten meine Hände und meine Unterarme, so wie man es vorschriftsmäßig tun musste. Ich sah durch die Panoramaglasscheibe, wie Mr. Nior auf einer Liege hineingeschoben wurde und trat mit leicht erhobenen Händen durch die Tür, die automatisch aufging. Ich trug bereits meinen Mundschutz und meine schlichte, dunkelblaue OP-Haube. Nur die Handschuhe fehlten mir, die mir zwei OP-Schwestern entgegenstreckten, sodass ich nur noch meine Hände in die Handschuhe stecken musste. Alle fit? fragte ich in die Runde und erhielt stattdessen mehrfaches Kopfnicken, bevor ich mich auf die eine Seite des Patienten stellte und Olivia entgegen sah. Ausgeschlafen und konzentriert? Ich legte eher Wert auf das letztere, denn ausgeschlafen war selbst ich nicht.
Mr. Noir Ich sah auf den Patienten herab, der mich schweigend ansah. Zählen Sie bitte von 10 abwärts Der Mann tat, was ich ihm sagte, bis die Narkose einsetzte und ich mich an das Kopfende stellen konnte.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Di Jul 04, 2017 11:57 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich stand bereits im OP als Logan hereinkam. Seine Frage ließ mich schmunzeln. "4 Kaffee und konzentriert." erwiderte ich. Eine OP war genau das richtige. Sie lenkte mich von den Gedanken an gestern ab und zwang mich, mich auf etwas anderes zu konzentrieren. Als Mr. Noir in Narkose war, begann die Operation und ich hatte sogar eine Zeit lang Ruhe vor den Bildern in meinem Kopf und das, obwohl der Auslöser direkt neben mir stand. Die OP verlief sehr gut und ohne Zwischenfälle, ein guter Tag also, sowas war immer gut. Als ich den OP verließ, sah ich zu Logan, der vor mir raus gegangen war. Ich überlegte, ob ich mit ihm über gestern reden sollte, gerade befand sich auch keiner in dem Zwischenraum zwischen OP und Flur. Jedoch wüsste ich gar nicht, was ich hätte sagen sollen. Ich meine, dass da eindeutig eine Anziehungskraft vorhanden war, war nun wirklich nicht mehr zu leugnen, doch hieß das auch, dass bei ihm wie bei mir Emotionen im Spiel waren oder einfach, dass er mich anziehend fand? Logan schien mir nicht wie jemand, der nur aus körperlicher Anziehung handelte, auch was sich über ihn erzählt wurde, sprach dagegen, doch das gestern war auch eine ziemliche Ausnahmesituation. Schließlich hieß es auch, er vermischte niemals Arbeit und Privatsphäre. Obwohl mir so viel durch den Kopf ging, stand ich nur einige Sekunden stumm da und entschied mich dagegen. Zumindest jetzt. Nicht hier sollte das geklärt werden. "Das lief echt gut." ich lächelte Logan reicht an.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Di Jul 04, 2017 12:50 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Als ich die Operation offiziell beendete, ging es dem Patienten ausgesprochen gut, weswegen er sofort in den Aufwachraum gebracht wurde. Während alle OP-Schwestern und mein Anästhesist den OP verließen, blieb ich noch am OP-Tisch stehen und nahm mir den Mundschutz ab. Die Operation hatte rund 3 Stunden gedauert, was ja eigentlich nicht viel war. Aber dennoch benötigte ich erstmal meinen Kaffee, den ich mir am Ausgang hingestellt hatte. Als ich mich dem Ausgang zuwandte, sah ich, wie Dr. Morgan noch als einzige dastand. Ich zog mir meine Handschuhe aus und schmiss sie in den Müll, bevor ich auf sie zukam und meinen Kaffee ergriff, von dem ich einen Großen Schluck nahm und darauf wartete, dass sie etwas sagte. Oder wartete sie nur auf mich?
Ich nickte leicht, als sie das Wort ergriff und lächelte kaum merklich. Ja, auch wenn ich jetzt nichts gegen eine Stunde Schlaf hätte gab ich zu und hoffte inständig, dass das Koffein langsam zu wirken begann. Prüfend musterte ich sie und ließ meinen Blick über ihr Gesicht wandern, wie ich es auch gestern getan hatte. Alles in Ordnung? fragte ich, bevor ich auch die OP-Haube von meinem Kopf löste. Ich hatte über die ganze Operation hinweg kein einziges Mal an den vergangenen Tag denken müssen, weswegen die Bilder jetzt, da wir wieder alleine waren, wieder auf mich herunterprasselten. Ich sah mich schweigend um, um ihr nicht unbedingt in die Augen schauen zu müssen und zog mir anschließend auch den OP-Kittel aus, den ich ebenfalls beiseite legte. Ich würde jetzt gleich noch mit Mrs. Noir reden und sie über die Operation informieren, da sie seit dem Beginn in der Wartehalle saß.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Di Jul 04, 2017 8:43 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich musste mir ein Grinsen verkneifen. Schlaf, was würde ich dafür geben und meine Schicht für heute war vorbei, da ich bereit früh morgens angefangen hatte, was bedeutete, ich konnte nun nach Hause, da auch die OP zum Glück problemlos vonstatten gegangen war. Also musste ich nur noch die kurze Zeit warten, bis Mr. Noir aufwachte, die Kontrolle durchführen und in mein Bett fallen.
Logans Frage ließ sich leider nicht so leicht beantworten und ich öffnete den Mund, ohne das etwas heraus kam. Ich räusperte mich. "Ja, ja. Alles Okay. Nur etwas... neben der Spur. Ich hab schlecht geschlafen." ich strich mir über den Nacken und sah ihn an, was keine gute Idee war. Am besten ich ging schleunigst.. irgendwo hin, nur weit weg von ihm, vor allem wenn wir zu zweit waren. Ich musste eindeutig erst über das ganze gestern nachdenken und es verarbeiten, ehe ich Logan wieder einigermaßen normal.. okay normal schon lange nicht mehr, wenn man bedachte, was ich empfand, aber eben so normal wie immer, gegenübertreten konnte.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am Di Jul 04, 2017 10:05 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich tat mir etwas Desinfektionsmittel aus dem Spender auf die Hand und rieb dieses in meine Haut ein, während ich zu ihr hinüber sah und verständnisvoll nickte. Immerhin kannst du jetzt nach Hause gehen und den Schlaf nachholen. Ich hab auch nur knapp zwei Stunden geschlafen Durch relativ kurzgehaltene Gespräche, bei denen ich bewusst nur kurz und knapp geantwortet hatte um mich nicht zu sehr von Olivia und ihrer Stimme ablenken zu lassen, hatte ich mitbekommen, dass sie jetzt wohl Schichtende hatte. Im Gegensatz zu mir, da ich dabei war Überstunden zu machen, um meinen Urlaub im Januar in Schottland bei meiner Familie etwas verlängern zu können. Vielleicht nutzte ich diesen Überstundenabbau aber auch für ein paar freie Tage in irgendeinem anderen Land. Ich hatte sowieso noch irgendwann vorgehabt für ein paar Wochen nach Afrika zu fliegen um den Menschen bei der medizinischen Versorgung unter die Arme zu greifen und ihnen das zu zeigen, was ich konnte. Schließlich hatten die Menschen dort keine so gute Ausbildung genossen wie ich es getan hatte.

Benutzerprofil anzeigen



Diese Schriftrolle wurde am von ©Gesponserte Inhalte verfasst.

 Gesponserte Inhalte





 Ähnliche Themen

-
» Umzug der Geriatrie verzögert sich» Das Herzogliche Krankenhaus Celler Straße
Seite 2 von 3
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3  Weiter


School life internat :: Das Internat :: Außerhalb :: Die Innenstadt