Wer denkt, das Leben an einem Internat wie diesem sei wie jedes andere, der irrt gewaltig. Affären zwischen Schülern und Lehrern, kriminelle Machenschaften unter den Schülern und Liebesdramen! Welche Rolle spielst du in alldem?
 
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 You drive me insane

Diese Schriftrolle wurde am Do Mai 25, 2017 8:58 pm von ©Alexia Campell verfasst.
Wer?: Fynn + Alexia
Wo?: Im Wohnviertel der Vorstadt



Ich spüre das Gras unter meiner Haut, welches mich sanft kitzelt. Mit der rechten Hand rupfe ich ein paar Halme aus und reibe sie zwischen meinen Fingerspitzen, bis sie verloren gehen. Das gleichmäßige Rauschen der Blätter über mir beruhigte mich, es ließ mir fast die Augen zufallen. Allerdings war der Anblick bis in die Krone der Buche viel zu schön, als dass ich einschlafen konnte. Ich hebe abwesend meine linke Hand Richtung Bauch und streichle meine Kater Lux, welcher es sich dort bequem gemacht hat. Dass er gefühlt 10 Kilo wiegt und ich etwas schwerer atmen kann scheint ihn keineswegs zu stören. Er blinzelt mich nur langsam mit seinen verschieden farbigen Augen an und schnurrt laut vor sich hin. Ich liege oft hier, manchmal mit meinem Kater und manchmal ohne. Es lässt mich ruhig und entspannt werden. Wenn Leute vorbeigehen schauen sie recht verwirrt, aber ich lasse mich davon nicht beirren. Meine ganze Familie ist nicht gerade normal, weshalb sollte ich also ganz normal sein? Apropos meine Familie: Die hatte mich vollkommen in Stich gelassen. Meine Mutter gibt eine Stunde Tanzunterricht und meine ''Tante'', die in Wahrheit einfach die beste Freundin meiner Mutter ist, hat sich mit irgendeinem Mann auf einen Kaffee getroffen. Mir kamen diese einsamen Stunden ganz recht, dann bekomme ich wenigstens den Kopf frei. Letztendlich fielen mir doch die Augen zu und ich summe noch leise meinen derzeitigen Ohrwurm vor mich hin. Ich wüsste nicht, was mich jetzt aus der Ruhe bringen sollte.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Mai 26, 2017 3:50 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Alexia

Die Sonne strahlte vom Himmel und brachte Clives Augen zum Glitzern. Ich schenkte meinem Hund ein sanftes Lächeln, während sie an einer Ecke auf mich wartete. Mein Bord rollte langsam den Asphalt entlang, während ein sanftes Lüftchen in mein Gesicht wehte. Ich brauchte etwas Abstand vom Internat und wollte von meinen Gedanken loskommen, was gab es da besseres, als etwas mit Clive zu unternehmen. Während ich um die nächste Ecke verschwand, nahmen meine Augen einen wunderschönen Ort in der Vorstadt war. Neben den ganzen Häusern erspähte ich in der Ferne eine Birke mit einem Fleckchen Gras. Ich pfiff nach Clive, die etwas zurück hing. Sofort erschien sie an meiner Seite und sah mich abwartend an. Indem ich an meinen Schenkel klopfte, bedeutete ich ihr bei mir zu bleiben und stieß mich erneut vom Boden ab. Erst als ich kurz vor dem hübschen Fleckchen Natur war, erkannte ich eine junge Frau, die im Gras lag und die Augen geschlossen hatte. Eigentlich wollte ich weiterfahren. Ich wollte allein sein und gerade nicht erneut Aufmerksamkeit einer Frau bekommen. Doch meine Prinzessin machte mir einen Strich durch die Rechnung, als sie auf einmal alarmiert bellte und auf die Frau zustürmte. Besser gesagt auf die Katze, die auf ihr lag. "Clive!" schrie ich verärgert auf, doch die Australian Shepherd Hündin dachte gar nicht daran, zu Gehrochen, sondern war vollkommen auf die Katze fixiert, die sie nun fast erreicht hatte. Schnell sprang ich vom Bord ab und hechtete ihr hinterher. Endlich hatte ich sie nach kurzer Zeit gepackt und drückte sie zu Boden. "Hey! Was soll das?" fuhr ich sie an. Es war eigentlich nicht meine Art, so laut zu werden, aber ich wusste, dass dies am effektivsten bei Clive war. Diese legte sofort beschwichtigend die Ohren an und leckte sich verunsichert über die Nase. Ich seufzte und mein Blick wurde sanft. "Dir könnte etwas passieren." flüsterte ich und zog sie kurz in meine Arme, während ich einen Kuss auf ihren Kopf drückte. Dann erst richtete ich meine Aufmerksamkeit auf die Frau. "Ähm... Sorry... Clive hört eigentlich auf mich... Alles in Ordnung?" fragte ich, immer noch in der Hocke und meine Süße direkt neben mir. Beruhigend strich meine Hand über ihren Rücken und ich merkte, wie sie sich zunehmend entspannte. 'Hoffentlich war das jetzt nicht so eine Zicke, die ein Riesen Theater machte...'

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Mai 27, 2017 6:57 pm von ©Alexia Campell verfasst.
Jeder kennt sich diesen Moment, wenn der Körper jeglicher Spannung weicht und alle Muskeln nachgeben. Ich glaube, das spürt man nur so richtig im Bett liegend mit geschlossenen Augen bevor man in den Tiefschlaf rutscht. Genau das spürte ich gerade. Mit dem Summen habe ich schon aufgehört und die Wärme durch Lux, der noch immer monton schnurrend auf meinem Bauch lag, ließ mich endgültig einschlafen. Es gab einfach nichts Besseres als im Garten zu liegen und ein Nickerchen zu machen. Allerdings blieb das nicht lange so. Bereits in ein paar Minuten sollte ich nämlich schon aufwachen, denn scharfe Krallen bohren sich in meine Haut und vier Pfoten drücken das gesamte Gewicht auf einzelne Stellen. Luftschnappend wache ich auf und scheuche Lux von meinem Bauch runter. Mein Kater springt mit bereits aufgestelltem Pelz auf den Baum und faucht hinunter. „Was?“, frage ich halb benommen und streiche mir Strähnen aus dem Gesicht. Erst jetzt bemerke ich den Hund in einem Meter Entfernung und dessen Besitzer, der ihn gerade zur Schnecke macht. Ich stehe auf und schüttle aus meinem schwarzen Oberteil die Grashalme. Aus meinen dunkelbraunen Haaren zupfe ich ebenfalls ein paar heraus und strecke mich kurz. Erst nach dieser ganzen Prozedur kam ich dazu, den Jungen vor mir zu mustern. Etwa in meinem Alter und eigentlich recht hübsch mit dem kantigen Gesicht und einem recht gut trainierten Körper, allerdings wurde ich da auch skeptisch. So toll es auch war schöne Menschen anzusehen: Die meisten wissen, dass sie gut aussehen und verhalten sich dementsprechend. Ziemlich nervig. Er fragt mich, ob alles okay mit mir ist und ich zucke zunächst mit den Schultern. So genau wusste ich das gerade selbst nicht. Noch immer war ich etwas überrumpelt und benebelt. Ich hebe meinen schwarzen, dünnen Pulli etwas an und sehe meinen Bauch kurz an. Es waren nur leichte, rote Punkte zu sehen. „Nicht so dramatisch, bin nur etwas erschrocken,“ gebe ich zu und lächle ihn halb verschlafen, halb verlegen an. Ich sehe zu dem Hund und habe das unglaubliche Bedürfnis ihn anzufassen und zu streicheln – ein Fluch aller Tierliebhaber – , doch ich halte mich zurück. Manche Besitzer waren da sehr empfindlich. Nachdem ich mein Gegenüber noch einmal scharf ansehe, mit nun etwas hellerem Verstand, fand ich es irgendwie überraschend, dass er sich hierher verirrt hat. Ich meine, wenn ich mit meinem Hund spazieren gehen würde, würde ich an den Strand oder so fahren. Ich blicke kurz rüber zu unserem Schild, wo der Name '300 Fox Way' angegeben war und darunter 'Wahrsager & Beratung & Maler & Tanzlehrer'. Da war das Wort Wahrsager vermutlich am auffallendsten, aber hey, ich war es gewohnt deswegen komisch angesehen zu werden. „Ich vermute mal du bist jemand von diesem Internat, richtig? Auf meine Schule gehst du auf jeden Fall nicht.“ Ich verschränke die Arme vor der Brust und lege den Kopf leicht schief. Ich versuche meine tiefe Abneigung gegen Schüler des Internats zu überspielen, doch meine Miene hatte nichts korrektes an sich. Wie eine Maske, die nicht so recht passen wollte. „Hast du dich hierher verirrt oder willst du dir die Zukunft vorhersagen lassen?“, sage ich und knicke doch für einen kleinen Scherz ein. Allerdings macht er auf mich nicht den Eindruck als habe er so Lust darauf mit mir zu reden, geschweige denn mit sonst jemanden.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Mai 27, 2017 11:14 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Alexia

Clive hörte so gut auf mich, obwohl ich sie noch nicht lange in meiner Obhut hatte und ausgerechnet jetzt, wo mein Kopf so voll war, musste sie sich mir widersetzen und jagte einer Katze hinterher, die sich auf einen Baum flüchtete. So schnell ich konnte, hastete ich ihr nach und wies sie kurz zurecht. Doch als sie mich aus ihren braunen Kulleraugen ansah, verzieh ich ihr sofort wieder und nahm sie in meine Arme. Nun erst richteten sich meine hellen blauen Augen auf die Frau... oder das Mädchen, welches meine Prinzessin aufgescheucht haben musste, dadurch, dass sie die Katze verjagt hatte. Halbherzig versuchte ich zu erklären, was gerade passiert war und hilfsbereit wie ich war, fragte ich, ob alles in Ordnung war. Mein Blick scannte sie ab, jedoch ohne jegliches Interesse, eher abschätzend. Ich stutzte etwas, als sie ihr Oberteil anhob, lächelte dann aber leicht, als sie mir antwortete, dass sie nur etwas geschockt sei. Schweigend beobachtete ich ihren Blick, der auf Clive viel und überlegte, ob sie Hunde mochte... Es gab schließlich genug Katzenmenschen, die Hunde nicht leiden konnten, weil sie meistens ihre geliebten Tiere jagten. Ich schluckte etwas und wollte, gerade etwas sagen, als ihr Blick kurz zu einem Schild glitt, was mir vorher nicht aufgefallen war. Bei ihren Worten glitt mein Blick wieder zu ihr. "Ja... ich bin noch nicht lange hier." erklärte ich halbherzig. Irgendwie sah sie komisch aus, als wollte sie etwas verbergen, aber gut, das war nicht mein Problem. 'Moment... Die Zukunft vorhersagen lassen?!' stutzte ich in Gedanken und sah sie ungläubig an. "Ich habe eigentlich nur ein ruhiges Plätzchen zum Nachdenken gesucht... Aber wenn ich schon mal hier bin, kannst du mir gern verraten, was mir so in Zukunft passieren wird." Trotz meiner positiven Worte, zuckte ich mit den Schultern und sah sie gleichgültig an. Ich fand sie hübsch... Ja das war sie. Was, wenn sie so war wie Loana? Immerhin habe ich gelernt, dass es wenige Mädchen gibt, die nett sein können. Die Australian Shepherd Hündin verließ meine Seite und ging langsam auf das Mädchen zu, um sie zu beschnüffeln. Ich ließ sie machen, wenn sie ein Problem haben sollte, würde sie mir das schon mitteilen. Aber da Clive sie zu mögen schien, entspannte ich mich etwas und ging auf die Braunhaarige zu. "Ich bin Fynn und das ist Clive, wie du ja schon mitbekommen hast." Mein Gesicht zierte ein leichtes Lächeln, was jedoch vollkommen ehrlich war und auch meine hellen Augen erreichten, die strahlend funkelten. Da ich nicht so ganz wusste, was ich machen sollte, steckte ich meine Hände in meine schwarzen Jeanstaschen und beobachtete abwechselnd meine Prinzessin und das Mädchen.

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Diese Schriftrolle wurde am So Mai 28, 2017 5:39 pm von ©Alexia Campell verfasst.
So etwas wie Triumph blitzte in meinen Augen auf, als er meine Vermutung bestätigte."Dachte ich mir schon." Die Stadt Brest ist zwar groß, aber in unserem kleinen Viertel sind überwiegend Leute ansässig, die nicht in Geld baden. Das ist auch der Grund warum ich nicht auf das ach so tolle Internat gehe: Wir haben nicht das Geld dafür. Deswegen gehe ich auf die öffentliche Schule, welche zwar nicht ganz so angesehen ist, aber ihren Zweck erfüllt. Dort waren alle nicht so begeistert vom Internat, vorallem weil da teilweise Leute dabei sind, die meinen, ihnen gehöre die Welt. Reiche Kids, die sich durch alles durchmogeln. Da keine Anti-Haltung zu entwickeln, ist fast unmöglich. Manche boten geradezu Angriffsfläche, worauf ich nur zu gern einging. Ich bin oft so direkt, dass der ein oder andere ziemlich ins Wanken kommt, doch dafür bin ich ehrlich und das ist es doch was zählt, oder?
Der Junge vor mir zieht ein ungläubiges Gesicht und eine freches Grinsen breitet sich auf meinem Gesicht aus. Immer wieder war dieser Moment lustig, wenn Menschen realisieren, dass meine Mutter, ihre beste Freundin Esmaralda und auch ich daran glauben, dass wir hellsichtig sind. Naja, bei mir liegt es vielleicht auch zum Teil daran, dass ich so erzogen wurde. Manche fanden es sogar ganz bezaubernd, wenn ich ganz aufgeregt davon erzähle – andere verdrehen nur missgünstig die Augen. Doch überraschte es mich sehr, als er wirklich auf mein Angebot eingeht und sich die Zukunft vorhersagen lassen will. Dabei hat er einen so gleichgültigen Blick aufgesetzt, dass ich fast sagen wollte 'Wow, zerberste nicht gleich vor Aufregung und nimm dich lieber etwas zurück' , doch ich ließ es bleiben. „Okay gern. Und da du somit ein Neukunde bist, bin ich mal so großzügig und mache das Ganze kostenlos für dich,“ erwidere ich grinsend und beginne damit, mir meine Haare aus dem Gesicht zu binden. Die langen Zotten störten mich schon den ganzen Tag. Ich spüre eine Hundenase an meiner Hose entlangschnüffeln und ich muss automatisch breit lächeln. Ich liebte Tiere wirklich sehr, weshalb ich mich gleich runterbeugte und die Hündin ausgiebig kraulte. „Du bist aber eine Hübsche,“ murmle ich und streichel ihr über den Kopf. Währenddessen stellt sich der Junge als Fynn vor und seinen Australian Sheperd als Clive. Ich richte mich wieder auf und sage freundlich – wie immer natürlich - : „Ich bin Alexia, kannst mich aber Lexie, Lex, Lexa oder einfach beim richtigen Namen nennen. Wie du willst.“ Ich zucke mit den Schultern und drehe mich Richtung Haus. „Dann kommt mal rein, meine Tarotkarten sind drinnen und Clive könnte sicher etwas Wasser vertragen.“ Nachdem wir ins Haus gegangen sind und ich in der Küche einen sauberen Napf (eigentlich gehörte er Lux, aber er wird schon nichts davon erfahren) mit Wasser gefüllt habe, bedeute ich Fynn sich auf den Stuhl am Esstisch zu setzen. Ich krame meine Tarotkarten hervor, die mir Esmaralda gestaltet hat, und sehe ihn aus erwartungsvollen Augen an. „Bereit?“ Ich hoffte doch, dass ich ihm irgendwie mehr als das kleine Lächeln vorhin entlocken kann. Ich hatte schon immer eine Schwäche für geheimnisvolle Typen, die auf unnahbar machen. Na hoffentlich verbrenne ich mir hier nicht ordentlich die Finger.

Irgendeinen Wunsch an der Vorhersage? :p

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Diese Schriftrolle wurde am So Mai 28, 2017 6:14 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Alexia

Mein Blick war ziemlich gleichgültig, wie so oft, wenn ich neuen Menschen weiblichen Geschlechts begegnete, doch ich stellte fest, dass sie anscheinend nicht darauf aus war, mich anzumachen, zumindest noch nicht. Wenn das so blieb, könnte ich mich sogar an ihre Gesellschaft gewöhnen, schließlich war sie absolut nicht hässlich. Was mich dann doch etwas verwunderte, war, dass sie wahrsagen konnte. Um ehrlich zu sein, beeindruckte mich dies etwas und ich gewann Interesse, auch, wenn man mir dies nicht ansah. Ihr grinsen war ansteckend, als sie mir antwortete, dass sie mir sogar kostenlos meine Zukunft verraten würde. Eigentlich war ich dagegen, aber ich hatte nun auch wieder nicht so viel Geld dabei und wer wusste schon, was sowas kostete. Trotzdem nahm ich mir vor, eine Gegenleistung zu bringen, falls wir uns gut verstehen würden. Doch bevor ich mir weiter darüber den Gedanken zerbrechen konnte, verließ Clive meine Seite und beschnüffelte das Mädchen. Das gab mir den Rest. Wenn meine Hündin sie mochte, musste sie schwer in Ordnung sein, also fasste ich mir eine Herz und erhob mich. Ihre Worte brachten mich zum Schmunzeln. "Sie ist das Hübscheste, was es gibt, nicht wahr Beautiful?" Mein Blick war nun völlig warm und liebevoll, als Clive zu mir hoch sah. Sie hörte sowohl auf ihren richtigen Namen, als auch auf alle ihre verschiedenen Kosenamen, sie hatte sich schnell an sie gewöhnt. Während Clive sich entspannt kraulen ließ, stellte ich mich nun vor und setzte ein leichtes Lächeln auf, während ich meine Hände in meinen Hosentaschen verbarg. Ihre Vorstellung dauerte etwas länger als meine, da ich nun mal kein mir bekannten Spitznamen besaß, dafür ratterte mein Kopf schon wieder. Ich wollte mir einen eigenen Spitznamen für sie aussuchen, so wie für Clive. Auf die Schnelle viel mir jedoch keiner ein und Lexa sprach einfach weiter. Ich ließ die Worte an mir vorbei rauschen und schlenderte ihr mit nachdenklicher Miene hinterher. Meine Hündin lief voraus und blieb an der Seite der Braunhaarigen, die ihr Wasser gab. Meine Süße schnüffelte kurz daran und trank einen Schluck, kam dann aber zu mir an den Esstisch und legte sich daneben. Sie war noch nicht sonderlich aus der Puste, bei ihrer Ausdauer, also machte ich mir keine Gedanken und sah auf, als Alexia mich ansprach. "Immer." meinte ich nur und behielt meinen neutralen Blick, obwohl ich eigentlich vor Neugierde platzte. Was diese Karten wohl über mich sagen würden?

Nein eigentlich nicht :3, kannst ja irgendetwas über die beiden machen, wenn du magst, sonst schreib ne PN

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Diese Schriftrolle wurde am So Mai 28, 2017 8:25 pm von ©Alexia Campell verfasst.
Das Fell der Hündin war wirklich unglaublich weich, sodass man echt das Bedürfnis, sein Gesicht darin zu vergraben, unterdrücken muss. Bei Fynn's Worten musste ich schmunzeln. Ich fands ganz niedlich, wenn Jungs wenigstens gegenüber ihren Tieren Zuneigung und Gefühle zeigen können. Was nicht bedeuten soll, dass Jungs nie Gefühle zeigen, aber ich würde sagen, dass sie es im Durchschnitt eher weniger gern tun als wir Mädels. Dass Fynn seine Hündin wertschätzte, kann man deutlich aus seinem Gesicht ablesen. Es hat nämlich viel wärmere und weichere Züge bekommen, nicht so ernst wie zuvor.
Drinnen frage ich ihn noch kurz, ob er vielleicht auch etwas zu trinken möchte und setze mich ihm direkt gegenüber. Der Tisch ist recht klein, da wir ja nur drei Frauen in diesem Haushalt sind, weshalb er einen guten Blick auf die gelegten Karten bekommst. Ich mische sie gekonnt einmal durch und teile sie einmal in der Mitte. „Nimm die oberste Karte und lege sie zugedeckt vor dich hin,“ weise ich ihn an und halte ihm den Stapel hin. Nachdem er eine genommen hat, decke ich vertieft die nächsten vier Karten auf und studiere sie eine Minute lange. Dabei muss ich immer breiter lächeln. Mich fragt mal jemand wie das so funktionieren würde. Darauf gibt es aber keine richtige Antwort. Es ist so etwas wie Intuition und dieses bestimmte Gefühl. Es hat auch viel mit Menschenkenntnis und Feinfühligkeit zu tun. Eine genaue Anleitung gibt es dafür nicht.
Ich tippe auf die erste Karte, damit er sie ansieht. „Das ist der Narr. Er steht für Fröhlichkeit und Lebenslust. Das bedeutet, dass du in Zukunft ruhig etwas leichtsinniger sein darfst. Du sollst neue Dinge ausprobieren und unbefangener sein.“ Ich lächle ihn sanft an. Manche Kunden wurden unruhig, wenn sie bestimmte Dinge hören. Ich tippe auf die nächste Karte. Dabei musste ich etwas lachen. „Das ist die Herrscherin. Sie bedeutet so viel wie Fruchtbarkeitn und Errungenschaften.“ Ich musste wieder lachen. „Ich glaube darauf gehe ich jetzt nicht all zu sehr ein.“ Ich funkle ihn verschmitzt an und fahre fort: „ Es deutet darauf hin, dass du gerne aktiv bist. Du gehörst nicht zu den Menschen, die nur faulenzen.“ Ich sehe ihn nachdenklich an. Solche Vorhersagen waren immer interessant, wenn man solche Dinge über fremde Personen erfährt. „Diese Karte stellt die Liebenden dar.“ Ich kräusle die Stirn. „Es kann mehrere Bedeutungen haben. Du bist entweder frustriert oder aufgewühlt von vergangenen Liebschaften oder du gerätst in Versuchung. Allgemein bedeutet die Karte, dass man seinen Bedürfnissen nachgehen soll.“ Ich räuspere mich und beuge mich weiter nach vorne. Die nächste Karte war weniger witzig oder erfreulich. Auf ihr ist ein nach vorne gekrümmtes Skelett dargestellt. Der Tod. Du hast einen Verlust erlitten und musst dich mit ihm auseinandersetzen. Erst dann wirst du einen Neubeginn und Wiedergeburt wiederfahren können. Nachdem du damit abgeschlossen hast, kannst du erst zu blühen beginnen.“ Ich sehe von den Karten auf und blicke ihm fest in die Augen. Ich verlange von ihm keine Antworten, warum diese Karten erscheinen, aber ich wollte sehen, ob er es glaubte oder nur abschätzig den Kopf schüttelt. „Deck die Karte vor dir selbst auf. Die gibt am meisten Aufschluss über dich.“ Ich sehe ihn abwartend an und presse dabei unwillkürlich meine Lippen aufeinander.

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Diese Schriftrolle wurde am So Mai 28, 2017 8:44 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Alexia

Mein Blick war nun konzentriert und ich folgte jeder ihrer Bewegungen. Ich folgte ihrer Anweisung, nahm die oberste Karte und legte sie verdeckt vor mich hin. Was ich nun wohl erfahren würde? Ob das hier alles Quatsch war? Aber was wenn nicht? Ich beobachtete, wie sie vier Karten hinlegte und dann jede einzelne erklärte. Auf der ersten Karte war ein Narr. Sie erklärte die Karte und ich dachte nach. Sollte das bedeuten, dass ich auch auf Fremde mehr zugehen sollte? Ich war doch eigentlich ganz locker... Naja solange ich bei meinen Freunden war. Doch ehe ich weiter nachdenken konnte, war die nächste Karte dran. Alexia lachte etwas und klärte mich dann auf. Ich verzog meinen Mund. Fruchtbarkeit?! Naja, aber immerhin war ich ein aktiver Mensch. Mein Gesicht zeigte keinerlei Regung, ich war vollkommen in Gedanken versunken. Irgendwie ärgerte es mich, dass ich den Karten so viel Glauben schenkte, aber bis jetzt, passte es ja was sie aussagten. Die nächste Karte ließ meine Wut hochkommen. Dieses falsche Stück hatte mich betrogen... Und ich sollte mich einfach wieder so öffnen? Um wieder verletzt zu werden? Meine Stirn legte sich in Falten, doch schon wieder wurde mein Gedankengang durch die nächste Karte unterbrochen. 'T-Tod?' Meinen sie meine "gestorbene" Beziehung oder was? Ich sollte abschließen? Genau wie es die dritte und vierte Karte gesagt hatten? Mein Kiefer spannte sich an und ich ließ meine Zähne aufeinanderreiben, sodass es knirschte. Dann atmete ich tief aus. Ich hob den Blick, den ich auf die Tischplatte geheftet hatte und blickte geradewegs in ihre Augen. Mich erschreckte das Gefühl, dass ich ihr, einer Fremden, alles anvertrauen wollte. Doch dazu gab sie mir keine Gelegenheit. Zum Glück. Nachher hätte ich es vielleicht bereut. Es gab noch eine letzte Karte und irgendwie hatte ich etwas Angst vor dem Ergebnis. Aber gleichzeitig wollte ich es unbedingt wissen. Ich atmete tief durch und drehte die Karte vor mir um. Ich starrte das Bild an, was sich mir bot und konnte ihr nicht in die Augen sehen. "Was heißt das?" fragte ich leise und war darauf gefasst irgendetwas zu erfahren, was mich noch mehr erfasste, als den Verlust meiner Exfreundin. Oder etwas was genau damit zu tun hatte. Unbewusst spannte sich mein Körper an und ich wartete gebannt auf ihre folgenden Worte.

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Diese Schriftrolle wurde am So Mai 28, 2017 9:35 pm von ©Alexia Campell verfasst.
Jede Regung in seinem Gesicht deutete auf eine andere Gefühlsregung hin und ich konnte nur leer hineininterpretieren. Viel gab er eh nicht preis, doch ich blieb wachsam. Wahrsager sind meist weniger die, die einfach nur die Zukunft vorhersagen. Mehr dienen sie auch zur Beratung in den verschiedenen Lebenssituationen und als Seelsorger. Vielleicht wuchs ich deswegen trotz der finanziellen Probleme so wohlbehütet auf, einfach weil meine Mutter immer auf meine Gefühle achtete und mir sehr gut zuhörte. Ich hatte nie das Gefühl allein zu sein oder eine Entscheidung allein meistern zu müssen. Es ist wichtig auch anderen Menschen dieses Gefühl zu geben. Ich registrierte seine in Falten gelegte Stirn bei der Kate der Liebenden. Ich hatte es ein paar Mal bei den Kunden meiner Mutter mitbekommen. Oft wurde die Karte mit vergangenen Beziehungen gleichgezogen. Allerdings geht es da meiner Meinung nach um die Liebe allgemein. Man verbeißt sich so sehr auf das, was bereits hinter einem liegt, als dass man das sieht, was direkt vor einem steht und das Leben ein Stückchen besser machen könnte. Seine Reaktion zum Tod war noch kritischer, aber er sollte seine Reaktion ruhig freien Lauf lassen. Es sind in diesem Haus schon viel andere Wutausbrüche von Statten gegangen. Als er sein Gesicht hebt und mir ebenfalls in die Augen schaut, erkenne ich seine eisblauen Augen und komme kurz etwas ins Stocken. Ich schüttle minimal den Kopf um meine Gedanken wieder zu klären. Als er die Karte vor ihm aufdeckt, sehe ich sie nicht an. Ich sehe ihn an. „Weißt du, Wahrsager sind nicht nur zum Zukunft vorhersagen da. Wenn du darüber reden willst, oder sogar auch darüber diskutieren, dann können wir das gerne machen. Es kann manchmal wirklich aufwühlend sein und es hilft, wenn man über die Beweggründe genauer sprechen kann.“ Ich lege meine Hand flach auf den Tisch und wende meinen Blick nun auf die letzte Karte. Ich lächle warm, als ich sie sehe. „Ist eine meiner Lieblingskarten,“ murmle ich leise. Das ganze Haus kam mir plötzlich unnatürlich still vor, als wäre die ganze Energie in die Küche gekommen. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein. „Das ist Ass der Kelche. Du hast Möglichkeiten und Chancen auf Erfüllung und dir besteht Glück bevor. Es werden Veränderungen kommen, die dir Fantasie, Liebe, Gefühle, wahre Herzlichkeit und Freude bringen. Somit wirst du Zufriedenheit, Heilung und Freue am Leben erlangen. Ich könnte es dir auch in den Punkten Liebe, Beruf und Alltag näher erläutern, wenn du willst.“ Ich lehne mich zurück und sehe ihn ein paar Sekunden lang mit schief gelegten Kopf an. „Wir können noch zwei aufdecken, wenn du willst, aber lieber machen wir eine kleine Pause.“ Ich stehe auf und öffne das Fenster, um frische Luft reinzulassen. Ob er nun darüber reden will, bleibt ihm überlassen.

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Diese Schriftrolle wurde am So Mai 28, 2017 10:19 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Die Karten nahmen meine Gedanken vollkommen in Beschlag. Mein Gesichtsausdruck wechselte ständig, war meistens aber total nachdenklich. Bei der ersten Karte hätte ich fast gelächelt, aber als wir bei der vierten ankamen, war es verschwunden. Wollten mir die Karten sagen, dass ich offener sein sollte? Dass ich nicht alle Mädchen abblocken sollte? Dass ich Mila vergessen sollte? Das konnte ich nicht. Ich sollte neu anfangen. Ja... aber wie? Was wenn ich wieder verletzt werden würde? Sollte ich das Risiko eingehen? Ich hob meinen Blick und als ich in das Augenpaar sah, das sich mir bot, wollte ich am liebsten alles loswerden. Ich kannte Alexia nicht, aber vielleicht war gerade das verlockend. Sie ging nicht auf das Internat, vielleicht würde ich sie danach nie wieder sehen. Das wäre gut. Und wem sollte sie es schon erzählen?
Sie machte mich auf die letzte Karte aufmerksam und ich heftete mein Blick wieder auf die Tischplatte. Ich war gespannt auf das Ergebnis, etwas fürchtete ich mich davor, aber ich atmete tief durch und drehte dann die Karte um. Mein Blick fixierte das Bild, was sich mir bot und ich fragte leise, was dies bedeutete. Sie antwortet nicht sofort, sondern spricht mir in gewisser Weise aufmunternd zu. Ich sage erstmal nichts, überlege, ob ich mich ihr wirklich anvertrauen sollte. Dann vernahm ich ihre Worte. Ich bildete mir ein, herauszuhören, dass sie lächelte. Es war merkwürdig still und ich hatte das Gefühl, es würde Magie den Raum umgeben. Hätte mir jetzt ein Geist auf die Schulter geklopft und gesag,t es würde alles gut werden, würde ich mich vermutlich nicht wundern, aber das war natürlich Quatsch. Ihre genauere Erklärung machte die Last auf meinen Schultern um ein vielfaches leichter. Ich hörte, wie sie das Fenster aufmachte und sah auf. Ich genoss die Sauerstoffreiche Luft, die mir entgegenströmte und entspannte mich. Kurz schloss ich die Augen und sah dann zu der Braunhaarigen. "Ich würde gern noch mehr erfahren." sagte ich und war selbst überrascht, wie sicher meine Stimme klang. "Und ich möchte auch gern mit dir darüber reden." ergänzte ich, wenn auch etwas zögernd. Ich schluckte einmal hörbar und dann begann ich zu erzählen. Meine ganze Geschichte. Von meiner Kindheit. Mit wunderbaren Eltern und dem besten Bruder auf der Welt. Von den Kindern, die mich damals nicht beachtet oder beschimpft hatten, von Justus und Aaron, wie wir uns gefunden und zusammengehalten hatten, von dem Tod meiner Mutter, dem Auszug und Jake und meinem Vater, der sich immer mehr zurück zog. Davon, dass Just auf dieses Internat wechselte und ich mich noch mehr an Aaron klammerte. Davon wie ich Clive bekommen hatte und sie meine Welt besser machte. Und dann erzählte ich, wie ich mit Mädchen umgegangen war. Und dann. Ja dann kam Mila. "Sie hat nicht betrogen." fing ich an. "Ohne Grund. Ich weiß gar nicht mehr wie lange wir zusammen waren... Aber ich habe alles für sie gemacht. Ich habe sie geliebt, glaube ich. Ich war treu und behandelte sie wie ein Engel, wie eine Göttin." Ich machte eine Pause, sah ihr aber immer noch fest in die Augen. "Irgendwann erfuhr ich, dass sie mich betrug. Aber nicht nur einmal, sondern mehrmals. Ich stellte sie zur rede, war sogar bereit ihr noch eine Chance zu geben, aber sie beleidigte mich. Sagte, ich sei ein niemand, hätte komische Freunde, wäre zu lieb, zu vorsichtig, zu langweilig... ach keine Ahnung, ich weiß es nicht mehr so genau. Auf jeden Fall bin ich in Tränen ausgebrochen... und dann habe ich Schluss gemacht, bevor sie es tun konnte. Und nach und nach wich die Trauer und Wut machte sich in mir breit. Seit dem bin ich so. Bin lieb und warm zu meinen Freunden, zeige allen Mädchen, die sich an mich ranschmeißen die kalte Schulter. Sie wollen mich nicht, sie wollen nur das eine... oder Geld oder keine Ahnung was." Ich stieß leise die Luft aus. "Denk jetzt nicht, bei mir läuft was falsch... Wenn man sich Mühe gibt, bekommt man mich schnell weich." Ich lächelte etwas, etwas traurig. "Aaron gab sich Mühe oder Justus... Oder Loana." Mein Lächeln wurde wärmer. "Und auch du... deshalb erzähle ich dir das." Die Last von meinen Schultern wich völlig, auch wenn ich Angst vor ihrer Reaktion hatte. Was wenn sie mich auslachte? Wenn ich mir in ihr getäuscht hatte? Dann war ich schneller weg, als sie gucken konnte, worauf sie sich gefasst machen konnte. Etwas verlegen kratzte ich mich am Hinterkopf und ging einige Male mit meiner Hand durch meine Haare, die aber wie immer halbwegs normal saßen. "Wollen wir weitermachen?" fragte ich und senkte meinen Blick auf Clive, die seelenruhig dalag und ihre Augen geschlossen hatte. Sie ließ mich entspannen und ich hoffte, Lexa zerstörte jetzt nicht alles und war das Mädchen, wofür ich sie hielt.

(hoffe das geht so :3)

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Mai 29, 2017 3:43 pm von ©Alexia Campell verfasst.
Manchmal ärgerte es mich nicht die Gedanken von Anderen lesen zu können. Es würde meine Neugier zügeln und manche Angelegenheiten um einiges leichter machen. Wenigstens konnte ich aus seiner Körpersprache lesen, dass ihn die letzte Karte etwas beruhigte. Wen würde diese Karte auch nicht beruhigen? Nicht ohne Grund ist sie meine Lieblingskarte. Sie ist praktisch der Inbegriff von Optimismus und Glück. Ich hatte sie erst einmal beim Karten legen gehabt und danach hatte ich wirklich einen großartigen Sommer. Vielleicht war das immer der kleine Stoß, den man braucht, um sich neue Dinge zu trauen und sich in Abenteuer zu stürzen. Tarotkarten machen auf eine gewisse Weise auch süchtig, nicht umsonst haben wir so etwas wie Stammkunden, die einmal in der Woche vorbei kommen. Menschen mögen es, neue Dinge über sich zu erfahren und bekommen gerne die Aufmerksamkeit von Wahrsagern, weil sie einem das Gefühl geben, vollends nur für sie da zu sein. Deswegen überraschte es mich auch keineswegs als Fynn meinte, dass er mehr erfahren will. Erstaunt war ich dennoch als er auf mein Angebot darüber zu reden eingeht. Bisher hatte ich nicht den Eindruck er wäre so der Typ dafür, der so gern alles über sich preisgibt. Ich verschränke die Arme vor der Brust und sehe ihn stillschweigend an. Mit einem leichten Nicken bedeute ich ihm, dass er gern reden kann. Ich würde einfach zuhören und ihn nicht unterbrechen, da ich wollte, dass er wirklich alles rauslassen kann. Ich höre ihm aufmerksam zu und muss desöfteren mitfühlend die Stirn kräuseln. Ich lege meine Hand auf den Tisch, ohne ihn zu berühren, aber gedanklich war es eine Berührung, die so viel bedeutete, dass es mir leid für ihn tut. Ich spürte klar, wie viel Wut noch immer in ihm steckt. Das er mir vertraut ist zwar schön und lässt ein warmes Lächeln in meinem Gesicht erscheinen, doch wollte ich ihn nicht zu sehr in Sicherheit wiegen. Vielleicht denkt er sich das auch nur durch diese Vorhersage. Viele sahen dahinter etwas intimeres als es wirklich ist. Ich sah leider manches einfach zu neutral.
„Fynn... Ich verstehe, was du deswegen durchmachen musstest. Du fühlst dich hintergangen, als hätte man dir das Messer in den Rücken gerammt, wenn du nur mal kurz weggesehen hast. Allerdings siehst du alles so... pars pro toto? Also ein Teil als das Ganze. Nur weil deine Exfreundin ein Miststück war, muss das nicht heißen, dass das ganze weibliche Geschlecht in die Hölle geschickt werden muss.“ Ich lache trocken auf. „Ich bin auch kein Unschuldslamm. Ich hab schon einige Herzen gebrochen, bevor überhaupt etwas daraus wurde und nur weil ich diese Ideologie eines Typen aus Filmen und Büchern im Kopf habe, der mich im Sturm erobert.“ Ich spüre das schlechte Gewissen kurze Zeit wieder an mir nagen. „Egal. Wichtig ist für dich, dass du damit abschließen musst.“ Ich tippe auf die Karte der Tod. „Wie ich dir die Karte bereits gedeutet habe: Du musst damit abschließen, ansonsten kannst du auch nicht zu blühen anfangen. Verbrenne die ganzen Sachen von ihr, boxe so lange in einen Boxsack, bis deine Wut verschwunden ist oder mach etwas kaputt. Stürz dich in irgendeine wilde Affäre oder in einen Sommerflirt, was weiß ich. Es hört sich bescheuter an, das zu sagen, aber: Das Leben ist eindeutig zu kurz um so Einer nach zu heulen. Damit tust du ihr nur einen Gefallen. Tu dir selbst einen Gefallen und zeig ihr, wie gut es dir ohne sie geht. Sie ist es nicht wert, dass du den Rest deines Lebens Frauen verabscheust.“ Ich lächle ihn an und wechsle meine Sitzposition in den Schneidersitz. War zwar nicht gerade praktisch auf einem Stuhl, aber zumindest bequem. Fynn hatte mich an einem guten Tag erwischt, wo ich nicht vor Zynismus übersprudelte und sarkastische Sätze nur so aus meinem Mund schossen, aber meine Ehrlichkeit und Direktheit blieb wie immer. „Okay weiter.“ Ich decke die letzten beiden Karten auf. Ritter der Kelche. Na sag ich doch. Jemand wird sich um dich kümmern. Es deutet auf Romantik hin, aber auch auf Eifersucht.“ Ich hebe erstaunt die Augenbrauen. Für den eifersüchtigen Typ hätte ich ihn nicht gehalten, aber hey, ich kenne ihn erst seit einer Stunde oder so? „Und 7 der Münzen. Du bist misstrauisch. Ich hoffe doch nicht gegenüber mir,“ murmle ich belustigt. „Du musst Geduld haben und den Dingen Zeit lassen. Deutet ebenfalls auf Erfolg hin.“ Ich sammle langsam wieder die Karten ein. „Und? Wie hat dir deine erste Zukunftsvorhersage gefallen? Manche sind ziemlich wütend, wenn sie keine genaue Anleitung für die Zukunft bekommen.“ Ich lächle ihn offen an und klemme mir lose Strähnen hinters Ohr.

huch wurde etwas lang:D und deine Posts sind echt gut, keine Sorge ^-^

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Mai 29, 2017 4:52 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Ich war vermutlich verrückt geworden. Seit wann vertraute ich einem Menschen so schnell? Und dann noch dem weiblichen Geschlecht? Die Karten waren daran Schuld gewesen. Irgendwie hatte ich das Gefühl Lexa alles erzählen zu können. Und ich fühlte sich wohl in diesem Haus. Auch wenn meine Gedanken die Vergangenheit in mir aufwühlten fühlte es sich gut an. Richtig. Und ich konnte mich seit langer Zeit mal wieder fallen lassen. Natürlich waren meine Freunde meine Seelsorger, aber auch ihnen erzählte ich nicht alles. Ich wollte sie nicht unnötig belasten, außerdem war ich dazu da, immer Durchsicht zu haben und für die anderen da zu sein. Meine Miene war meist nachdenklich und doch schien sie sich ständig zu verändern, weil meine ganzen Gedanken durcheinander sausten. Ich hatte Alexia alles erzählt und sie hatte mich nicht unterbrochen. Nun war ich etwas verlegen, was man daran erkennen konnte, dass ich mich am Hinterkopf kratzte und mein Blick auf die Tischplatte heftete. Mein Blick fiel auf ihre Hand, die auf der Tischplatte lag und ich hatte das erstaunliche Gefühl, dass ich sie berühren wollte. Ich wollte gerade Nähe und Trost, aber auch einfach nur Verständnis oder aber, dass sie einfach schwieg. Egal was, Hauptsache, sie lachte mich nicht aus oder so. Das tat sie zum Glück nicht und ich lauschte ihren Worten. Bei ihren ersten Worten nickte ich ernst, wollte mich rechtfertigen, als sie meinte, ich würde alle Frauen über einen Kamm scheren, was zwar irgendwo stimmte, aber sie redete sowieso schon weiter. Ich hätte nicht gedacht, dass sie viele Herzen gebrochen hätte und musste doch tatsächlich leise lachen, als sie meinte, sie wolle im Sturm erobert werden. Ich hasste mich kurz dafür, dass ich überlegte, ob ich dazu fähig wäre. Und zum Glück lenkten mich ihre nächsten Worte etwas ab. Ich würde wieder ernst, nickte und sah auf, als sie fertig gesprochen hatte. "Das sind für mich irgendwie zwei unterschiedliche Sachen. Ich bin glücklich. Nur halt ohne Frauen. Irgendwie habe ich mit ihr abgeschlossen. Ich weine nicht, meine Wut hält sich sogar in Grenzen, nur habe ich daraus gelernt und lasse mich nicht gleich auf jede ... Frau ein, die sich mir an den Hals wirft. Im Grunde ist es gut, was mir passiert ist, damit ich Frauen, die es verdient haben, besser behandle." Ich wusste nicht, ob sie verstand, was ich meinte, aber ich hatte wirklich keine Lust auf nur eine Affäre. Sie lächelte mich an und setzte sich in einen Schneidersitz, was für mich sehr unbequem aussah, aber gut. Ich dagegen lehnte mich zurück, kreuzte meine Beine und steckte sie lang, während meine hellen Augen die Regungen der Braunhaarigen musterten. Sie deckte eine neue Karte auf, die ihre Worte bestätigten. Würde ich mich verlieben? Oder würde ich wirklich einen kleinen Flirt wagen? Das sie Eifersucht erwähnte, überraschte mich im Gegensatz zu ihr nicht wirklich. Ich war zwar sehr tolerant, aber ich wurde schnell misstrauisch, was sie nun auch mit ihrer letzten Karte bestätigte. Geduld? Hatte ich sehr viel? Den Dingen Zeit lassen? Warum nicht? Aber ich musste erstmal wissen, worauf sich das alles bezog? Mir fiel es wirklich nicht ein, aber kurz darauf, bekam ich eine Frage gestellt. Als ich ihrem Lächeln begegnete, musste auch ich schmunzeln. "Gut denke ich. Es hat mir gut getan auch mal über mich zu reden. Aber es ist auch sehr... aufwühlend denke ich. Und wütend bin ich ganz sicher nicht, auch wenn ich noch nicht genau weiß, was das alles bedeuten soll oder was genau ich ändern soll. Aber da halte ich mich mal an die letzte Karte. Ich lasse den Dingen Zeit und bleibe geduldig." Meine Augen funkelten neugierig. Laut der Karten würde eine aufregende Zeit auf mich zukommen und ich muss sagen, ich freute mich darauf. Es wurde wirklich Zeit, dass ich wieder mehr aus mir herauskam und wenn ich ehrlich war, hoffte ich, Lexa würde dabei an meiner Seite sein und mich unterstützen.

Dann ist ja gut, danke, das kann ich nur zurückgeben ;D

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Jun 03, 2017 11:36 am von ©Alexia Campell verfasst.
„Daran ist ja auch nichts verwerflich, also dass du dich nicht gleich in irgendetwas hineinstürzen möchtest und dich nur auf welche einlassen möchtest, die es wert sind. Du solltest aber auf keinen Fall bei Frauen nach den ganzen Fehlern suchen, sondern dich lieber auf die guten Eigenschaften konzentrieren. Nicht, dass du mit 70 Jahren mit 20 Katzen und 30 Hunden in deinem einsamen Haus versauerst.“ Ich grinse und klemme mir eine Haarsträhne hinters Ohr. Zu den letzten Karten sagte er nichts, sondern schien einfach darüber nachzudenken. Frühers, als meine Mutter mir immer Karten aufgedeckt und Vorhersagungen gegeben hat, habe ich teilweise eine Woche lang darüber nachgedacht. Ich lebte viel aufmerksamer, versuchte die Ratschläge der Karten zu befolgen und passte immer extrem auf, ob sich die Zukunft genau so verändert, wie meine Mutter es gesagt hat. Es ist einfach ein Spiel, wo man selbst entscheiden muss, ob man mitspielt oder es sein lässt. Deshalb freute ich mich vermutlich auch, als Fynn zugab, dass es ihm gut getan hat. „Ja, aufwühlend ist es tatsächlich immer. Aber es hilft genau deswegen, weil oftmals Botschaften darin versteckt sind, die niemand einem direkt ins Gesicht sagen will. Alle Menschen sind viel zu höflich dafür.“ Ich verdrehe die Augen und stütze mein Kinn auf meiner Hand ab. Durch meine Direktheit und Ehrlichkeit bringe ich manche Leute gerne ins Schwitzen oder lasse sie unsicher werden. Manchmal verlangte ich aber einfach nach Antworten. „Mal ganz ehrlich, Fynn: Was hast du denn für Ansprüche an ein Mädchen?“ Ich runzle die Stirn und sehe ihn nachdenklich an. Ich lehne mich ebenfalls zurück und muss lächeln. „Ich kann deinen Wingman spielen und dir sicher jemanden vermitteln. Ich glaube, das habe ich ziemlich gut drauf.“ Daran scheitert es doch immer, oder? Man hat so hohe Ansprüche an seine Mitmenschen, egal ob in einer Freundschaft, in der Liebe oder auch in der Familie. Man erwartet von allen das Beste, die beste Version und ähnliche Prinzipien wie man selbst. Dass diese völlig überholt und utopisch hoch sind, übersieht man dabei gern mal. Ich merke es ja an mir selbst. Zum Flirten reicht praktisch jeder Typ, aber wenn es dann um was Ernsteres gehen soll, dann erscheint da diese Liste in meinem Kopf mit all den nötigen Attributen. Er muss draufgängerisch sein, humorvoll, ehrlich, selbstbewusst, locker, loyal, etc. sein, die Liste ist zu lang, um nur annähernd auf jemanden zutreffbar zu sein.
Ich stehe auf und strecke mich kurz. Das hilft mir, damit ich wieder etwas wacher werde. „Lass uns ins Wohnzimmer gehen, der Stuhl wird auf Dauer echt unbequem zum Sitzen.“ Ich gehe voran und lasse mich dann im Wohnzimmer auf die Couch nieder. Unserem Haus sieht man an, dass drei Frauen es bewohnen und kein Mann anwesend ist. Nicht, dass es vor pink überströmt, nein, eher war überall etwas Deko und sehr gemütlich eingerichtet. Von Esmaralda stand eine Staffelei mit einem fast fertigen Gemälde da – es ist ein Mädchen in einer Blumenwiese abgebildet – und auf der Couch lag noch ein meiner Bücher. Ich verbringe fast mehr Zeit hier als in meinem Zimmer oben, naja, wenn ich nicht gerade draußen im Gras liege. „Wie ist es so im Internat, wo die Bücher sicher nicht über 10 Jahre alt sind?“, frage ich ihn und lehne mich zurück. Ich versuche meine Abneigung gegen das Internat verdeckt zu halten, auch wenn es nicht gerade leicht ist.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Jun 03, 2017 1:27 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Ich versuchte Lexa zu erklären, dass ich nicht nicht mit meiner Vergangenheit umgehen konnte und nicht alle Mädchen verachtete. Es hörte sich vielleicht blöd an, aber ich wollte auf eine Frau warten, die ich wirklich liebte und die mich liebte. Vielleicht war sie dann nicht 'die Richtige', aber es würde zumindest auf ehrlichen Gefühlen aufbauen und wäre nicht nur eine Affäre für Spaß. Ihre Worte ließen sie grinsen und mich lachen. "Das hatte ich nicht vor, glaube mir, aber schlimm würde ich es nicht finden, mit Clive alt zu werden." Mein Blick fiel auf die Hündin, die ihren Kopf gehoben hatte, als sie ihren Namen vernahm. Ich entspannte mich immer mehr und steckte meine gekreuzten Beine lang, während sie die letzten Karten umdrehte und mir erklärte. Mein Blick war konzentriert. Ich nahm es sehr ernst, was sie sagte und überlegte, was sie bedeuten könnten oder was ich in Zukunft anders machen sollte. Zum Schluss entschied ich mich dann aber dazu, alles so zu belassen und einfach auf die Zukunft zu warten, so wie ich es immer tat. Ich würde alles auf mich zukommen lassen, freute mich aber auf Aufregung und Abwechslung in meinem Leben. Diese Vorhersage war gut ausgegangen und ich musste meiner Prinzessin später dafür danken, dass sie nicht auf mich gehört hat und die Katze gejagt hatte, denn sonst hätte ich Alexia nie kennengelernt. Ich teilte ihr meine Gedanken größtenteils mit. Meine hellen Augen musterten die Braunhaarige genau und ich schätzte sie als grund auf ehrlichen Menschen ein. Nach ihren nächsten Worten wusste ich, dass sie sehr direkt war und auch nicht schüchtern. Ich lächelte verträumt und lachte dann. "Du kannst es versuchen... Es ist nicht einfach, so genau habe ich noch gar nicht darüber nachgedacht..." Wie soll sein Mädchen sein? Er musste irgendwas sagen... "Ähm... Ja sie sollte unternehmungslustig sein, Spaß verstehen... hmm sie soll Clive mögen und mich so wie ich bin. Ich muss ihr vertrauen können und sie mir. Sie soll keine Zicke sein und sich nicht zu schade für irgendetwas sein. Sie sollte offen und ehrlich sein und nicht all zu schüchtern... Sie muss ihre eigene Meinung haben und diese auch vertreten. Ja keine Ahnung. Ansonsten, ich bin ziemlich tolerant, sie darf gerne etwas anders sein als andere. Sie muss mich irgendwie faszinieren und gleichzeitig muss sie einfach auch mal still sein können, damit ich ihr mein Herz ausschütten kann... puh..." Er war in einem richtigen Redefluss gewesen, hatte vor sich hin gestarrt. Jetzt fuhr er sich durch die hellen blonden Haare und sah sie lächelnd wieder an. "Das wichtigste ist aber auch, dass sie mich einfach liebt und ich sie und sie mir natürlich treu ist, mir aber auch nicht die ganze Zeit am A**** klebt." Er grinste. Er hatte sie doch ausführlicher beschrieben, als er gedacht hatte, aber eigentlich fand er das nicht zu viel verlangt. So ein Mädchen musste es einfach geben. Ich sah ihr hinterher und erhob mich dann ebenfalls. Ich folgte ihr schweigend ins Wohnzimmer, gefolgt von Clive. Dort sah ich mich erst einmal um und musste über die Einrichtung schmunzeln. Ich fragte mich mit wem sie hier wohnte. Mit ihren Eltern? Großeltern? Hatte sie Geschwister? Cousine? Ich ließ mich neben ihr fallen und lehnte mich entspannt zurück. Ich versank etwas im weichen Polster und blickte in Clives Schokoaugen, die mich liebevoll anblinzelten. Sie hatte ihren Kopf auf meinem Schoß abgelegt und wedelte leicht mit dem Schweif. Ihr war bestimmt etwas langweilig. Fragend sah ich zu Alexia, ob sie aufs Sofa durfte. Doch erstmal kraulte ich der Hündin so hinter den Ohren, während sie die Augen genießerisch schloss. Mein liebevoller Blick richtete sich von Clive auf Lexa und wurde freundlich. Sie wollte viel vom Internat wissen... "Uff... Ich bin ja auch noch nicht lange da. Ist ganz oke... halt Schule, früh aufstehen... Nicht viel anders, als auf meiner ehemaligen Schule, es gibt unter den Schülern auch dieselben Cliquen und so... naja, für mich zählt, dass ich bei meinen Freunden sein kann, deshalb bin ich ja hier." Als ich an Just und Aaron dachte, wurde mir warm ums Herz und ich lächelte sanft. "Gehst du hier auch auf eine Schule? Oder... willst du sonst mal was über dich erzählen? Ich bin der einzige, der hier immer redet." Ich grinste sie schräg an. Smaltalk hatte ich schon lange nicht mehr betrieben. Konnte ich sowas überhaupt noch?

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jun 05, 2017 3:15 pm von ©Alexia Campell verfasst.
Als er sagt, er hätte nichts dagegen mit Clive alt zu werden, verziehe ich zerknirscht mein Gesicht. Meine Ehrlichkeit ist manchmal wirklich nicht von Vorteil. „Ich will dich ja nicht enttäuschen, Fynn, aber diese Vorstellung ist sehr unrealistisch.“ Das ist das Problem mit Haustieren: Sie leben nicht so lange wie man selbst und der Verlust ist jedes Mal ziemlich hart. Man knüpft zu den Vierbeinern eine zu starke Bindung und wird dann umso emotionaler. Die Vorstellung, dass Lux auch irgendwann mal sterben wird, ist zwar unschön, aber dem war ich mir immer bewusst. Auch wenn es im Haus so etwas wie eine magische Aura gibt, so konnten wir nicht zaubern und ein Schicksal abwenden.
Ich höre seiner Beschreibung von dem perfekten Traummädchen zu. Es ist nicht gerade eine kurze Checkliste, aber sicher lässt sich da was finden. Manche Punkte sind verständlich, wer will schon eine untreue Freundin oder jemanden, der nur rumzickt. „Wow, du bist ziemlich fixiert auf deinen Hund,“ stelle ich lachend fest, als einer seiner Punkte auch der war, dass sie Clive mögen muss. „Also bisher sind mir keine Freunde in den Sinn gekommen, die ich dir vorstellen könnte, die meisten sind vielleicht auch eine Nummer zu groß für dich.“ Ich grinse ihn an. „Optisch auch irgendwelche Ansprüche? Nicht, dass ich dir noch jemanden vermittle, der dir schon vom Optischen nicht gefällt. Und komm mir nicht mit 'das Einzige was zählt ist doch der Charakter', weil das ist eine verdammte Lüge,“ fordere ich ihn auf und schmunzle. Für mich ist das so eine übertrieben moralische Ansicht, wo man sagt: Neeein, für mich zählt doch nicht das Äußere! Aber das ist eine Lüge. Wenn wir jemanden das erste Mal sehen, entscheiden wir in den ersten Sekunden, ob wir diese Person sympathisch finden oder nicht. In diesen Sekunden kann man schlecht seinen ganzen Charakter präsentieren, man sieht den Anderen nur. Ich gebe auch zu, dass ich einen bestimmten Typ von Kerlen eher hinterherschaue. Mit dunklen Haaren, interessanten Augen und einem gewissen Körperbau lässt man mich eben schon mal interessiert zurück.
Nachdem wir ins Wohnzimmer umgezogen sind, bedeute ich Fynn mit einem Nicken, dass Clive auf die Couch dürfe und nehme mir ein Kissen, um es auf meinen Schoß zu legen. Eine seltsame Angewohnheit. Fynn's Erzählung über das Internat fiel ziemlich neutral aus, aber damit musste ich mich eben zufrieden geben. Stattdessen fordert er mich auf, über mich zu reden. Ich atme tief durch. Ich war jetzt schon so gewohnt ihn auszuquetschen, dass es ungewohnt ist, über mich etwas zu erzählen. „Ich gehe auf die öffentliche Schule in dieser Gegend. Sie ist nicht gerade angesehen oder schön, erfüllt aber ihren Zweck.“ Ich zucke abwinkend mit den Schultern. „Ich wohne hier mit meiner Mutter und ihrer besten Freundin Esmaralda. Die beiden sind ebenfalls Wahrsager und deswegen ist das irgendwie auf mich abgefärbt.“ Ich ziehe an einem Faden des Kissens rum und blicke dabei hochkonzentriert auf meine Finger. „Mein Vater-“ ich machte Gänsefüsschen mit meinen Fingern. „- ist während der Schwangerschaft meiner Mutter abgehauen und ich habe ihn nicht kennengelernt, hab aber auch nicht das Bedürfnis danach. Für mich ist er allgemein nicht wirklich existent.“ Ich atme erneut tief durch. Es machte mir nichts, dass zu erzählen. Das ist ein längst abgeschlossenes Kapitel für mich. „Ich arbeite ab und an im Blumenladen, solltest du mich also mal suchen, findest du mich dort bestimmt. Ich kaufe meine ganzen Sachen im Second Hand Shop und manchmal nähe ich sie mit der Hilfe meiner Mutter um. Ansonsten gibt’s nichts über mich zu wissen. Ich bin ziemlich langweilig,“ schließe ich lächelnd ab und wende mich von dem losen Faden ab. „Oder hast du irgendwelche Fragen?“

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jun 05, 2017 4:56 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Der Gedanke daran, dass Clive bald stirbt, zerreißt mir das Herz, aber zum Glück ist sie ja noch jung und fit. Ich weiß, es ist komisch, da sie ja noch jung ist, aber ich habe mir bereits etwas für die Zukunft überlegt, um über ihren Tod hinweg zu kommen. Ich möchte, dass sie einen Wurf Junge bekommt und einen davon behalte ich dann. Vielleicht auch zwei oder so mal sehen, so gut wie es mit Clive läuft könnte ich mir vorstellen auch zwei Hunde zu haben. Ich mochte ihre direkte und ehrliche Art... Ich glaube ich fing an, sie mir als Freundin zu wünschen... Nur hoffte ich, dass die anderen sie auch mögen würden... oder ob sie das überhaupt wollte? Als sie darüber lachte, wie fixiert ich auf meine Hündin war, grinste ich sie munter an. "Sicher. Sie ist meine Prinzessin." sagte ich liebevoll, wenn auch belustigt, während meine hellen Augen glitzerten. Ich war sehr gespannt auf ihre Reaktion zu meiner Aufzählung gerade eben. Ich hatte doch mehr Punkte gefunden, als ich dachte, aber es war ja nicht so, als würde ich steif darauf beharren, so war ich nicht. Hmm gut... Ich war eigentlich mit meinem Beziehungsstatus zufrieden. Wenn sich niemand fand, dann würde ich erstmal damit leben. Ich musste grinsen. Sie sah es genauso wie ich. Natürlich wollte man einen tollen Charakter, aber wenn sie dann nicht soo hübsch aussieht... "Du hast schon recht... aber ich bin nicht so, dass ich irgendeine Haarfarbe oder Augenfarbe bevorzuge. Sie sollte eine schöne Ausstrahlung haben, mich faszinieren, vielleicht auch etwas hmm außergewöhnliches. Vielleicht ein Tattoo oder sowas, keine Ahnung. Ansonsten schlank und relativ sportlich, muss jetzt nicht so durchtrainiert sein, aber nicht ... du weißt schon, so, dass sie den ganzen Tag aufm Sofa hockt." ich grinste und kratzte mich schon wieder am Hinterkopf. "Ich bin mir sicher, wenn du sie hübsch findest, finde ich das auch." Nun wurde mein grinsen zu einem ehrlichen Lächeln. Wir begaben uns ins Wohnzimmer und Clive wollte auf das Sofa. Als Lexa einwilligte, gab ich Beautiful den Befehl weiter und klopfte neben mich. Das ließ sich die Shepherd Hündin nicht zweimal sagen, hoppste auf das Polster und kuschelte sich an mich, während ich ihr beruhigend über ihren Körper strich. Ich konnte ihr nicht viel über das Internat erzählen schließlich war ich relativ neu dort. Ich wusste nicht, warum sie es wissen wollte, vielleicht wollte sie ja dort auch gern hin. Also bat ich sie, etwas über sich zu erzählen. Ich sah sie stumm und ernst an und lauschte ihren Worten. Ich konnte mir nicht vorstellen ohne Geschwister und dann auch noch ohne Vater aufzuwachsen... Wobei meiner inzwischen ja auch eigentlich nicht mehr wirklich ein Vater war. Ich seufzte bei dem Gedanken und überlegte kurz nach Fragen, die ich an sie hatte. "Warum gehst du nicht auf das Internat? Habt ihr zu wenig Geld?" Ja gut, das war grad etwas direkt, aber so war ich nun mal. Sie war es auch, also würde sie doch damit klar kommen oder? Während sie antwortete konnte ich ja weiter überlegen... Eigentlich würde ich sie gern persönlichere Sachen fragen... Sollte ich das einfach riskieren? Und warum machte ich mir Gedanken darüber? Wenn sie meine Freundin sein wollte, dann sollte sie das sein, weil sie mich so mochte, wie ich war und nicht weil ich mich verstellte. Mit dem Gedanken lächelte ich sie wieder freundlich an und überlegte, wie lange ich wohl noch bleiben könnte, bevor ich vermisst wurde.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Jun 24, 2017 2:58 pm von ©Alexia Campell verfasst.
Dass er seine Hündin als Prinzessin bezeichnet, war irgendwie niedlich. Ich ging selten tiefe, emotionale Bindungen ein, in dem Wissen, dass nichts von langer Dauer ist. Wenn man diese Einstellung im Kopf verinnerlicht hat, ist es schwer abzuschütteln. Seine Aufzählung von den diveresen äußeren Attributen lässt mich kurz schmunzeln. „Du bist ja anspruchsvoll,“ necke ich ihn und stütze meinen Kopf an meiner Hand ab. „Ich werde mal die Augen offen halten, aber ich verspreche nichts.“ Außerdem ist es sowieso fraglich, ob Fynn wirklich darauf eingehen würde und mitmachen würde. Schließlich will ich mir nicht umsonst die Mühe machen. Derzeit lag ich aber eh nur rum und versuche mich selbst irgendwie zu beschäftigen. Ein paar Freunde aus der Schule sind auch die meiste Zeit mit irgendwelchem anderem Kram beschäftigt und hatten auch nebenbei einen Nebenjob zu erledigen. Mein Nebenjob im Blumenladen beansprucht zwar auch Zeit, es ist aber nie wirklich anstrengend oder anspruchsvoll. Meist war es ganz lustig ein paar verliebten Jungs bei der perfekten Wahl für die richtigen Blumen zu helfen. Fast als wäre ich Cupido höchstpersönlich.
Er hört mir zu, während ich von mir erzähle und schätze das auch wert. Ich mag es nicht unterbrochen zu werden. Seine Frage allerdings ist weniger erfreulich, ich beantworte sie aber dennoch. Es soll kein Geheimnis sein, denn ich schäme mich auch nicht dafür. Warum auch? „Naja, zwei Wahrsagerinnen, die nebenbei Tanzunterricht und Gemälde malen, verdienen vielleicht etwas Geld, aber nicht genug, um mich in ein teures Internat zu stecken. Außerdem sollte man Bildung immer schätzen, egal auf welche Weise.“ Ich zucke mit den Schultern. Ich würde nicht mal auf das Internat wollen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte. Die meisten Schüler davon verabscheue ich einfach aus Prinzip. Als ich ihn ansehe, merke ich, dass sein Kopf anscheinend wieder zu rattern beginnt. „Denk nicht so viel nach und frag einfach,“ sage ich lachend und streiche mir Haare aus dem Gesicht. Eine lästige Angewohnheit.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Jun 24, 2017 4:31 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Es war nicht sehr einfach dieses eine Mädchen zu beschreiben, was sich meine Freundin nennen sollte. Schließlich war ich total offen für die Zukunft und war mir sicher, dass ich mich auf alles Mögliche einstellen könnte. Trotzdem versuchte ich ihr eine halbwegs vernünftige Beschreibung zu liefern, schloss aber mit den Worten ab, dass, wenn Alexia das Mädchen mochte und hübsch fand, ich dies bestimmt auch tat. Auf meinem Gesicht erschien nun ein ehrliches Lächeln und allgemein wurde ich immer entspannter und fühlte mich total wohl in ihrer Umgebung. Ich lachte kurz auf, als sie mich neckte und meine Augen blitzten belustigt auf, aber ich erwiderte nichts. Als wir uns auf das Sofa setzten, fragte ich stumm nach, ob Clive auch Platz nehmen durfte, was gewilligt wurde. Also machte es sich die Hündin neben mir bequem und ich streichelte sie, während ich den Worten der Braunhaarigen lauschte. Ich war schon immer ein guter Zuhörer gewesen, wofür mich meine Freunde sehr schätzten, aber bei Lexa war das dann doch was anderes, weil ich ihr auch viel mehr über mich erzählt hatte, obwohl ich sie heute das erste Mal gesehen hatte. Direkt wie ich war, fragte ich nach ihrer Erzählung, warum sie nicht auf das Internat ging. Wie ich vermutet hatte, verdiente ihre Mutter und die Freundin dieser nicht sehr viel, aber das schien Alexia nicht zu stören. Ich nickte nur und versank wieder in meinen Gedanken. Eigentlich hatte ich schon noch einige Fragen an sie, aber ich wusste nicht, ob diese dann nicht doch zu persönlich waren. Außerdem wusste ich nicht genau, wie spät es war. Ich musste schließlich rechtzeitig wieder zurück ins Internat. Auf einmal hörte ich neben mir ein Lachen, was mich zurück in die Realität holte. Ich hatte anscheinend nachdenklich ausgesehen. Etwas verlegen darüber, grinste ich schief und musterte sie kurz. "Was hältst du von der Liebe? So allgemein... persönlich... ich weiß nicht?" fragte ich. Mein Blick ruhte wieder auf ihr und man merkte mir nicht an, dass ich etwas unsicher war und total gespannt auf die Antwort. Sie hatte natürlich mit mir schon über die Liebe gesprochen. Aber ich hatte den Eindruck, dass sie dabei auch viel nur so als Wahrsagerin gesagt hatte. Dachte sie wirklich genau so darüber? Und erfüllte sie auch die Sachen oder versuchte sich an die Sachen zu halten, die ihr durch die Karten geraten wurden?

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Diese Schriftrolle wurde am Do Jun 29, 2017 5:44 pm von ©Alexia Campell verfasst.
Ich musste lachen, als er so verlegen reagiert. Ich mag es, wenn man ab und an in Gedanken abdriftet. Menschen, die nicht viel nachdenken und einfach nur dahin leben sind für mich keine Menschen, sondern eher Maschinen. Seine Frage traf mich jedoch trotzdem etwas unvermittelt. Was ich von der Liebe hielt? Warum wollte ausgerechnet er das wissen? Ich meine, dass ist nicht gerade die allgängiste Frage, die man jemanden stellt, den man erst vor einer Stunde oder so kennengelernt hat. Aber gut, ich bin nicht gerade normal, also dürfen die Fragen, die an mich gestellt werden, auch mal aus dem Muster fallen. „Was ich von der Liebe halte,“ wiederhole ich ihn und lege meinen Kopf leicht in den Nacken, um irgendwie meine Gedanken zu sortieren. „Liebe kann schön sein. Sehr schön. Neben jemanden aufzuwachen, der einem sehr viel bedeutet und einem so viel Glück bereitet, ist so ziemlich das Beste, was einem passieren kann. Jeder will diese eine Person im Leben, die in einem Schutz und Geborgenheit gibt. Wer sagt, dass er das nicht will, lügt. Aber manchmal ist es leichter zu warten,“ ich verstumme und halte kurz inne. „Liebe kann auch verdammt weh tun und einen oft enttäuschen. Wir bekommen so idealisierte Vorstellungen von Liebe durch Film, Fernsehen, Bücher und so weiter. Wir wollen unsere eigene, kleine, perfekte Liebesgeschichte. So leicht ist es aber nie und wenn es nicht passt, dann passt es nicht.“ Ich blicke kurz auf meine Fingernägel. „Dennoch warte ich, trotz dieser Kenntnis, auf diesen großen Knall. Es hält mich nicht davon ab mit anderen Typen zu flirten, aber ich werde immer auf diesen großen Knall warten und wenn er da ist, dann will ich mich Hals über Kopf hineinstürzen.“ Ich lächle mild. „Und du? Was ist mit dir?“ Ich werfe einen Blick auf die Uhr und frage mich allmählich, ob Schüler so lange Ausgehzeiten haben beziehungsweise wann sie wieder zurück sein müssen. Ich kenne mich da ja nicht so aus.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Jun 29, 2017 8:18 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Ich war sichtlich verlegen darüber, dass sie mich in Gedanken erwischte, dass Alexia dann auch noch lachte, machte es nicht gerade besser, aber auch ich musste schief grinsen, schließlich sah ich sicher merkwürdig aus. Außerdem fand ich ihre Lache total ansteckend. Nun wollte ich aber auf ein ernsteres Thema zu sprechen kommen. Sie hatte mir angeboten, alles zu fragen, was ich wissen wollte, also wollte ich die Chance auch nutzen. Dies würde wahrscheinlich die letzte Frage sein. An diesem Tag, aber vielleicht auch für immer. Wer wusste schon, ob wir uns je wiedersehen würden. Schließlich hatte zumindest ich es eher lustig genommen, dass sie mich verkuppeln würde. Wenn wir außerdem keine Handynummern austauschen würden, wäre es schon nicht leicht, sie wieder zu treffen. Direkt fragte ich nun also, was sie von der Liebe hielt. Es war schon eine komische Frage, aber mich interessierte mich halt, was sie über das Thema privat dachte. Sie hatte mir viele Ratschläge und Hinweise gegeben, aber vor allem aus Sicht einer Wahrsagerin und halben Psychologin würde ich sagen. Ob sie auch so handelte, wie es die Karten ihr sagten? Beruhte sie auf der Realität oder träumte sie und hielt fest an dem einen Mann fest, der sie für immer glücklich machen würde. Sie hatte es schon in etwa angedeutet, aber nun begann sie genauer zu erzählen und ich hörte ihr aufmerksam zu. Ich sah wiedermal sehr konzentriert aus, aber trotzdem saugte ich jedes Wort in mich auch und nickte immer wieder kurz. Sie beeindruckte mich. Schon wieder. Erst mit ihrem speziellen Hobby und jetzt schon wieder, mit ihren Worten. Sie schien mir sehr klug zu sein, ihre Worte waren nicht dumm, kamen überlegt aus ihrem Mund und klangen logisch, ergaben immer Sinn. Als sie fertig war, sah ich weiterhin auf meine Knie, auf sie hatte sich mein Blick, während Alexia redete, fixiert. "Ich bin ein ziemlicher Romantiker." gern ich und grinste leicht. "Ich halte Liebe für das schönste Gefühl der Welt. Früher war das nicht so, aber jetzt... Ich lehne flirten grundsätzlich total ab, wenn ich nicht genug Interesse an einer Person habe. Sie muss mich sofort in ihren Bann ziehen... Also ich muss sie jetzt nicht sofort lieben als gäbe es kein oben und unten-" ich lachte leise auf "-aber, du weißt schon was ich meine. Ich glaube daran, dass ich irgendwann "die Richtige" für mich finde." Als ich -die Richtige- sagte, deutete ich Gänsefüßen mit meinen Händen an. Ich sah wieder zu ihr. "Eigentlich kann man sagen, dass ich das so sehe wie du. Nur das Flirten müssen wir streichen." lächelte ich sie an und erhob mich dann. Clive sah sofort auf und wartete, auf eine Reaktion meinerseits. "Ich muss langsam wieder los. Wahrscheinlich werde ich schon vermisst."

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 6:33 pm von ©Alexia Campell verfasst.
Dass er ein Romantiker ist, habe ich mir fast schon gedacht, auch wenn es vorhin nicht so den Anschein gemacht hat. Bei Romantik bin ich immer zwiegespalten, ob ich sie gut finde oder nicht. Solange es nicht übertrieben kitschig oder zu viel des Guten ist, habe ich kein Problem damit. Es muss einfach das Timing stimmen. Jemanden ununterbrochen mit selbst geschriebenen Gedichten und Ständchen und Rosen und was weiß ich zu überraschen, ist alles im grünen Bereich. Seine komplette Ansicht ist irgendwie romantisch geprägt, was aber eigentlich ganz niedlich ist. Meine war manchmal so nüchtern, dass ich das eigentliche Ziel aus den Augen verliere. Dass er nicht so offensiv flirtet, überrascht mich nicht. Ich hatte kein einziges Mal ein Indiz dafür gesehen, dass ich bei ihm offensiv vorgehen muss. Vermutlich weil zwischen uns es einfach kein Interesse auf romantische Weise besteht. „Ich denke, wenn es passt, dann passt es. Etwas zu erzwingen oder ganz besessen darauf zu sein, lässt die Chancen nur noch weiter sinken. Und wer sagt, dass man alleine nicht auch glücklich werden kann?“ Ich erhebe mich ebenfalls, als er es tut und nicke leicht, als er meint, er müsse langsam zurück. „Ich begleite dich zur Tür.“ Ich laufe voraus und tippe wie jeden Tag gegen den Spiegel im Flur. Eine Angewohnheit meiner Mutter, die auch auf mich übergegangen ist. Es bedeutet so viel wie sich selbst im Klaren über sich selbst zu sein. „Hat mich wirklich gefreut, Fynn.“ Ich lächle ihn warm an. „War nett mit dir zu plaudern, vorallem mal nicht so oberflächlicher Smalltalk.“

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Diese Schriftrolle wurde am Do Jul 06, 2017 4:55 pm von ©Fynn Almond verfasst.
"Ich!" lachte ich. "Aber ich werde nie allein sein, also brauche ich mir keine Sorgen machen." grinste ich glücklich. Ich konnte mich darauf verlassen, dass Justus und Aaron immer meine besten Freunde bleiben würden, dann hatte ich Lana und Clive, was brauche ich mehr? Trotzdem hoffe ich natürlich jemanden zu finden, den ich wirklich lieben kann und der mit mir alt wird. Ich erhob mich und erklärte, dass ich los musste, woraufhin auch Alexia sich erhob und mich zur Tür begleitete. Beautiful sprang sofort vom Sofa und folgte uns. Ich sah sie lächelnd an und nickte. "Ja, es hat mir sehr gut getan denke ich, danke. Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder." Ich öffnete die Tür, ließ Clive laufen und folgte ihr bis zur Straße. Dort angekommen, drehte ich mich nochmal um und hob meine Hand zum Abschied. "Tschau." rief ich ihr munter zu und drehte mich dann um. Schnell griff ich mein Bord, was hier draußen immer noch herum lag und stellte mich drauf. Schnell befestigte ich die Leine von meinem Bauchgurt an dem Geschirr der Hündin und bedeutete ihr stehen zu bleiben. Dann stieß ich mich schwungvoll ab. "Go Clive! Run!" wies ich ihr an und schon wurde ich über den Asphalt gezogen, zurück in Richtung Internat.
//out: hoffe es ist ok wenn ich es jetzt so beende :3

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