Wer denkt, das Leben an einem Internat wie diesem sei wie jedes andere, der irrt gewaltig. Affären zwischen Schülern und Lehrern, kriminelle Machenschaften unter den Schülern und Liebesdramen! Welche Rolle spielst du in alldem?
 
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 Hello... It's me...

Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 3:04 pm von ©Jacques Leroy verfasst.
Ich hatte meinen Rucksack auf einer Schulter hängen und sah ins nichts. Stumm sah ich auf den Weg und sonst niergends hin, meine Kopfhörer schlugen Bässe in meine Ohren. Ich war wieder hier und gleich musste ich an Levi denken. Mein... Ex-Freund... Der Mann, den ich stehen gelassen hatte, weil ich in den Knast musste. Ich hatte geklaut und bin erwischt worden. Aber... Wir waren doch gar nicht zusammen, oder? Nein waren wir nicht. Wir hatten uns geküsst, wir haben miteinander rumgehangen. Aber wir waren nicht zusammen. Oder? Doch wir waren zusammen. Ich hatte ihn geliebt. Geliebt von ganzem Herzen. Ich wollte ihm aus dem Gefängnis schreiben, warum hatte ich das getan? Ich wusste es nicht. So oft hatte ich das Papier in der Hand gehabt.Die Worte standen auf diesem, ich hätte es nur noch müssen abschicken. Warum habe ich das nicht. Verdammt ich war so dumm. Er hatte inzwischen sicher einen anderen Jungen an seiner Seite.
Ich bog ab und ging in den Park, wo ich mich auf die kleine Steinmauer setzte und mit eine Zigarette ansteckte.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 5:53 pm von ©Levi Hayden verfasst.
Einer inneren Eingebung folgend, hatte Levi beschlossen mal wieder einen Spaziergang zu machen, was er schon viel zu lange nicht mehr wirklich gemacht hatte. Er mochte die Natur einfach, auch wenn es hier im Park nicht ganz so schön ruhig war wie im Wald und ihm hin und wieder jemand entgegen kam. Irgendwann fing es zu regnen, was eine recht willkommene Abwechslung bei dem schwülen Wetter war. Levi mochte Regen sowieso und so genoss er das leise Geräusch der auf den Boden plätschernden Tropfen einfach, ebenso wie das nasse Gefühl auf seiner Haut. In Anbetracht dessen, dass der Pole sonst auch mal ein ziemlicher Griesgram sein konnte, ging es ihm heute erstaunlich gut. Er war zumindest mal nicht genervt von der allgemeinen Menschheit. Der Schwarzhaarige konnte ja nicht wissen, was ihn hier im Park bald erwarten würde.
Nachdem er um den nächsten Busch gebogen war um etwas weiter in den vorderen Teil des Parks zu kommen, fiel sein Blick automatisch auf die kleine Steinmauer. Es war seltsam, dass ein einfacher Blick einem die Laune so sehr verhageln konnte. Levi blieb so ruckartig stehen als hätte man plötzlich einen Hebel bei ihm umgelegt. Er starrte den Jungen, welcher vor ihm auf der Mauer hockte und rauchte an, als wäre dieser eine Geistererscheinung. Levi wusste nicht wirklich was er denken sollte, ob er lachen oder weinen, wütend oder fröhlich sein sollte. Im Moment war er jedoch erstmal einfach nur überrascht. "Jac?!", schaffte er es schließlich das ihm so gut bekannte Gesicht anzusprechen. Seine Stimme klang kühl und distanziert, aber man konnte auch die Verwirrung heraushören. Warum zum Teufel saß sein Ex freund hier einfach so seelenruhig herum?

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 9:52 pm von ©Jacques Leroy verfasst.
Ich hatte die Zigarette halb fertig geraucht, als ich ihn sah. Er sah gut aus. Verdammt gut, fast noch besser als ich abgehauen bin. Die dunklen Haare, das Kantige Gesicht. Ich hatte ihn vermisst und wie ich das hatte. Levi ich... Ich kann dir das erklären stammelte ich und zog mir meine Kapuze vom Kopf. Ich... Ich konnte dir nicht bescheid geben... die Polizei hat mich mitgenommen..., ich sah auf meine Füße und biss auf meine Unterlippe. Ich habe gestohlen... wie immer... aber ich wurde erwischt, murmelte ich und ließ meine Zigarette fallen, was nicht ansichtig war. Ich sah zwischen meinem Füßen und Levi hin ubd her, ich sah etwas bedrückt aus, denn ich wusste das ich alles was ich jeh hatte verloren habe. Levi ich... Ich habe dich vermisst, gestand ich ehrlich und sah schon fast hoffnungsvoll zu ihn hoch.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 05, 2017 10:54 pm von ©Levi Hayden verfasst.
Noch immer starrte er Jac überrumpelt an als dieser auch sofort anfing eine Erklärung vor sich hin zu stammeln. Diese Erklräung kam so plötzlich und hörte sich so bescheuert an, das Levi knurrend den Kopf schüttelte und Jac ansah als hätte der gerade erzählt, dass er von Außerirdischen entführt worden war. "Willst du mich verarschen?", gab Levi gereizt zurück. Erst jetzt merkte er, dass die Wut in ihm hochgestiegen war, so als hätte sie dort eine lange Zeit hierauf gewartet, so wie ein lauerndes Monster in seinem Inneren. Ja, er war wütend. Er war wütend, dass dieser Typ es einfach wagte so seelenruhig da zu sitzen, sich so unerwartet wieder in sein Sichtfeld zu schieben, nachdem Levi die letzte Zeit so akribisch damit verbracht hatte die Erinnerungen an Jac, nicht zuletzt auch mit Tiaras Hilfe, wegzuschließen und nicht mehr an ihn denken zu müssen. "Du sitzt hier herum als wäre nichts gewesen! Nachdem du ganz plötzlich ohne ein Wort wie vom Erdboden verschluckt warst, und willst mir hier jetzt irgendwelche Geschichten auflabern, redest irgendwas von Polizei? Willst dich hier erklären, als ob du nicht hättest mal eine paar Minuten Zeit aufbringen können um mich zu kontaktieren? ", fauchte Levi. Je mehr er hier stand und in Jacques schuldbewusstes Gesicht blicken musste, desto wütender wurde er. "Schon mal was von Telefon oder Brief gehört? Ich dachte im Knast hätte man so viel Zeit!", rief er dem Jungen nun spöttisch entgegen. Levi fragte sich seit wann sein Ex wieder hier war, aber im Grunde genommen wollte er das jetzt nicht einmal wissen. Dass Jac nun auch noch sagte, dass er Levi vermisst hätte, brachte die Stimmung vollends zum Kippen. Fassungslos ging Levi auf Jac zu. Der Blick in seinen Augen war ein undefinierbarer Mischmasch aus Schmerz und Wut. Du hast mich vermisst?", brachte er ungläubig hervor. "Pierdol sie, Dupek!", schrie er sein Gegenüber nun an, auch wenn der wahrscheinlich absolut keine Ahnung hatte, was Levi in seiner Wut da von sich gab. Levi stand nun direkt vor Jac und packte ihn kurzerhand am Kragen. Er war so wütend, dass er den Jungen am Liebsten einfach von der Mauer geschmissen hätte. "Ja, du musst mich wirklich unglaublich vermisst haben, wenn du es nicht ein einziges Mal geschafft hast dich bei mir zu melden! Scheint dir ja wirklich viel an mir zu liegen, so entspannt wie du hier rumhockst!", hielt er dem Anderen mit erhobener Stimme vor. Das Schlimmste an alldem war wohl, dass Levi diesen Idioten auch vermisst hatte. Und das nicht gerade wenig. Aber seine Wut auf ihn war in der Zeit stärker als dieses Gefühl geworden.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Jul 06, 2017 11:49 am von ©Jacques Leroy verfasst.
Er fragte ob ich ihn verarschen wollte und das auch noch ziemlich forsch. Laut fing er an mich anzuschreien, wobei meine Lippen anfingen zu zittern, weil ich nicht wusste wie ich reagieren sollte, denn ich hatte nicht gedacht, dass ich so schnell auf ihn treffen würde. Er warf mir vor, dass ich dies alles nur erfunden hatte und ich stand einfach nur da und ließ ihn auf mich einschreien, ließ mich verbal verprügeln. Ich hätte ihn auch anschreien können, doch ich ließ es bleiben, denn ich wollte mich nicht streiten, nicht jetzt. Eigentlich wollte ich ihn in den Arm nehmen, ich wollte bei ihm sein, doch ich bewegte mich nicht vom Fleck, keinen Zentimeter. „Ich wollte dir schreiben…“, begann ich sehr leise und sah danach wieder hoch in seine Augen, wobei sich eine Träne aus diesem löste und über meine Wange kullerte, „… Aber ich wusste nicht was… Nicht wie… Wie hätte ich es dir erklären sollen, dass ich im Knast sitze und deshalb nicht bei dir sein kann? Es war so schon schwer genug dort, denn man hat alles, nur nicht viel Zeit oder sonst was“, an meinem Auge sah man noch immer Spuren eines blauen Auges, an meiner Lippe eine Verkrustung die sich gerade erst ablöste. Ich hatte es nicht leicht gehabt, denn als „schei* Schwuchtel“, hatte man es im Gefängnis nicht einfach.
Er beschimpfte mich auf Polnisch und ich stand nur da und ließ es über mich ergehen, das hatte ich hinter den verdammten Gittern gelernt. Alles über mich ergehen lassen, dass hat man am schnellsten wieder Ruhe. Als Levi mich am Kragen packte zuckte ich zusammen und zog den Kopf leicht ein, wobei ich meine Hände zitternd an die seinen legte, aus Angst, dass er noch anfangen würde mich zu würgen. „Ich wollte dir schreiben verdammt!“ schrie ich ihn an und stieße ihn weg, wobei ich danach aufstand und ihn ansah. „Ich habe den verdammten Brief geschrieben! Ich wollte ihn abschicken, hab ihn dem Werter gegeben und dann?! Dann hat der Ar*ch ihn vor den ganzen Insassen vorgelesen! Kannst du dir vorstellen wie meine Restzeit dort was?!“, ich sah ihn an und in meinen Augen fackelte Wut auf. Wut auf ihn. „Ich habe selbst im Heim noch nie so viel eingesteckt wie dort! Ich sitze hier nicht entspannt. Ich dachte du würdest mich kennen, aber da lag ich wohl Falsch. Du scheinst keine Ahnung von mir zu haben!“, mein Blick lag auf ihm und meine Stimme wurde sehr ruhig und beherrscht, etwas, das er von mir noch nicht kannte, denn sonst bin ich immer der aufbrausende junge Kerl gewesen, der sich selbst nicht unter Kontrolle gehabt hatte. „Ich hab überlegt wie ich dir gegenüber treten soll. Ich habe überlegt ob ich dich suchen soll, ob ich dich anrufen soll, ob ich einfach bei dir auftauchen soll. Ich war nicht ruhig, kein bisschen. Aber wenn du das so siehst, das ich ruhig und gelassen war dann schön, behalt dein Bild von mir, du scheinst sowieso nicht mehr zu wissen, wer ich bin.“, am Ende des letzten Satz knurrte ich fast beim Sprechen und meine Hände begannen zu zittern. Warum? Ich hatte noch immer Schwierigkeiten mich immer unter Kontrolle zu haben. Im Knast bin ich in solchen Momenten in mein Zimmer gegangen und hatte meinen Boxsack verprügelt. Aus diesem Grunde hatte ich angefangen zu Boxen, Unterricht zu nehmen und auch zu geben. Verdammt was würde ich jetzt dafür geben meinen Boxsack zu verprügeln. „Aber wenns dir Spaß macht, schrei mich weiter an, wirf mir alles an den Kopf was du willst, solange du dich danach wieder einbekommst und wir sachlich und normal reden können, ohne das du mich beleidigst.“ .
Ich musterte den jungen Mann vor mir wieder. Er hatte jetzt wahrscheinlich seinen Abschluss. Er hatte jetzt alles was er wollte, er war mich los und konnte alles machen, was er wollte. Ich musste noch zur Schule gehen und konnte Frankreich nicht verlassen, weil ich noch auf Bewegrung war.
Die Nächste Handlung, die ich vollzog, würde ich schon wenige Sekunden später bereuen. Schnell trat ich einen Schritt nach vorne, hielt Levi am Kragen fest, zog ihn zu mir und legte meine Lippen auf die Seinen. Nicht unsicher oder sonst was, sondern selbstsicher und selbstbewusst. Ich wusste nicht warum ich dies tat, ich wusste nicht warum ich solch eine Dummheit tat, doch ich hatte mein Herz nicht ganz unter Kontrolle. Meine Fäuste gehorchten mir inzwischen, auch mein Hirn, aber mein Herz, das Levi haben wollte, konnte eine Sekunde lang durchbrechen. Ich wollte noch nicht wissen wie Levi reagieren würde. Ich wollte nicht wissen, ob ich gleich eine Betoniert bekommen würde. Nein. Ich wollte viel mehr, das er es genauso genoss wie ich es tat, denn mein Herz schlug in der Doppelten Geschwindigkeit. "Verdammt... Ich... Es tut mir Leid... Ich wollte das nicht... Ich hatte mich nicht ganz im Griff", stammelte ich eine Entschuldigung, die er wahrscheinlich nicht akzeptieren würde, ich bereitete mich innerlich schon darauf vor eine gedroschen zu bekommen und ganz ehrlich, ich hatte es doch verdient. Wenn ich mcih doch nur einmal im Leben beherrschen könnte, doch sobald ich den jungen Polen sah, der einst mal mein Freund war, ging es mit mir durch und ich hatte mich, leider, nicht immer komplett unter Kontrolle. Du musst auch immer alles versauen... Du kannst nicht einfach mal abschließen... Nein! Du musst natürlich immer alles versauen und einen Bock nach dem Nächsten schießen, knurrte eine Stimme in meinem Kopf, die mich wohl gern umgebracht hätte.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Jul 07, 2017 1:14 am von ©Levi Hayden verfasst.
Levi blickte den Jungen, den er am Kragen gepackt hatte noch immer wutentbrannt an. Der Anblick des Weinenden war herzzerreißend, aber Levi unterdrückte dieses aufkeimende Mitgefühl gekonnt. Er wollte jetzt kein mitleid haben. Das würde alles nur schwieriger machen, das wusste er. "Wie? Naja, vielleicht hättest du es mal mit Worten versuchen sollen", gab Levi sarkastisch zurück. Er fand Jacques Erklärungsversuche mehr als dürftig. Er konnte sich vorstellen, dass die Zeit im Knast scheiße war, aber war das ein Grund sich einfach nicht mehr zu melden? Kein einziges Mal? Levi war schließlich nicht derjenige, der ihn in diese Situation hinein manövriert hatte. Der Schwarzhaarige spürte Jacques zitternde Hände auf seinen liegen. Es war ein überraschend vertrautes Gefühl, aber umso fremdartiger in dieser Situation und Levi wünschte sich fast schon Jacques Hände wären nie dort gelandet. Jac ließ sich allerdings nicht lange von ihm beschimpfen, bis er nachsetzte und Levi von sich stieß. Der Schwarzhaarige stolperte zurück und sah Jac nun noch wütender an, vorausgesetzt, dass dies überhaupt möglich war. Er presste die Kiefer aufeinander, starrte sein Gegenüber an und ließ nun seinerseits Jacques wütende Worte über sich ergehen. "Gegenfrage: Hast du mal drüber nachgedacht wie das für mich war?!", brüllte er nun zurück. Das, was Jac erzählte, klang natürlich wirklich nicht nach einem angenehmen Urlaub auf Mallorca, aber was konnte Levi dafür? Sollte er jetzt etwa weich werden und wirklich Mitleid mit diesem Kerl haben? Dazu war der so leicht reizbare Pole einfach noch viel zu wütend. Auch Jacques wurde so langsam wütend und Levi ließ den Redeschwall einfach weiter über sich ergehen, wandte seinen feindseligen Blick aber nicht von Jacques ab. In Levi kam die stumme Frage auf, ob sein Ex Freund sich wohl verändert hatte. Er sah eigentlich immer noch genauso verpeilt aus, aber was wusste Levi denn schon davon? "Woher soll ich auch wissen wer du bist, wenn du plötzlich so lange weg bist..", gab er zurück und klang diesmal überraschend leise. Vielleicht hatte er ja wirklich keine Ahnung mehr von Jac? Aber wie sollte er auch?
"Du willst sachlich und normal reden? Toll, ich bin gespannt", meinte er mit süffisanter Stimme. So langsam kotzte er sich fast selbst an. "Weißt du vielleicht hättest du einfach mal das klauen sein lassen sollen! Oder einfach weniger blöd sein sollen und dich nicht erwischen lassen. Warum sollte ich jetzt noch mit dir reden, huh?", hörte er sich mit kalter Stimme sagen. Shit. Er blieb wohl das Arschloch. Sein Inneres musste sowieso schon kämpfen zwischen dem schönen Gefühl der Erinnerung und der unbeugsamen Wut über Jacques plötzliche Rückkehr, die ihn nun so völlig unerwartet überrumpelt hatte. Natürlich hatte Levi diesen Chaoten vermisst, der ihn dazu gebracht hatte mehr zu lächeln und sich sogar ein klein wenig umgänglicher zu verhalten. Und natürlich war es scheiße im Knast zu landen und so etwas zu erleben und irgendwie zerriss diese Vorstellung Levi auch das Herz, aber sollte er Jac deshalb einfach verzeihen? Sollte er ihn in die Arme schließen als ob alles in Ordnung wäre? Sollte er einfach vergessen wie er selbst sich gefühlt hatte? Sollte er ihm das überhaupt abkaufen? Levi hielt Jac nicht für einen Lügner, aber war dieser Brief etwa Jacques einziger Versuch gewesen sich bei ihm zu melden? Irgendwie war es enttäuschend, dass der Andere es nicht weiter versucht hatte. Andererseits konnte Levi nur vermuten wie diese Zeit im Knast gewesen sein musste.
Bevor Levi jedoch überhaupt reagieren konnte, riss Jac ihn auf einmal aus seinen sich überschlagenden Gedanken, zog ihn zu sich und küsste ihn. Levi riss schockiert seine blaue Augen auf. Er hatte momentan mit vielem gerechnet, aber nicht hiermit. Seine erste Reaktion war eine Mischung aus Schock und Überraschung, ehe er den Kuss sogar leicht erwiderte und sich einfach in dem nostalgischen Gefühl verlor, das er so vermisst hatte. Doch viel zu schnell wurde ihm die ganze Tragweite der Situation wieder bewusst. Sofort stieß Levi den Jungen von sich und starrte ihn entgeistert an, während dieser noch eine Entschuldigung vor sich hin stammelte. Levi wusste überhaupt nicht mehr was er tun sollte und ging einfach auf Jac los und schubste ihn so heftig, dass dieser auf dem, vom Regen bereits leicht aufgeweichten, Erdboden landete. "Es tut dir leid? Was soll die Scheiße? Dachtest du dir jetzt du kommst hier her, küsst mich und es ist alles wieder gut? Warum zur Hölle hast du das gemacht?!", fragte Levi mit lauter Stimme. Dabei wusste er die Antwort eigentlich schon. Mit einem drohenden Knurren beugte er sich über Jac, hatte seine zur Faust geschlossene Hand bereits über ihm erhoben. "Du hast dich nicht im Griff? Achja? Hast du überhaupt irgendwas im Griff in deinem Leben?", giftete Levi den Jungen an. Er sah Jacques sowieso bereits lädiertes Auge vor sich. Und er sah so etwas wie Verzweiflung in Jacques Blick? Oder wandelte sich diese nun wieder in Wut um? Levi wusste es nicht. Er wusste nur, dass er diesen Jungen nicht schlagen konnte. Oder es besser gesagt, tief in seinem Inneren, nicht wirklich wollte. Auch, wenn er ihn gerade so unglaublich hasste. Irgendwie tat er es eben auch doch nicht. Einen Moment lang starrte er den Braunhaarigen unter sich einfach nur an, dann entfernte er sich ganz ruckartig von ihm, einem gehetzten Tier nicht ganz unähnlich. Levi stolperte mehr weg als das er richtig lief, ging einfach ein paar Meter von Jac weg, denn er wollte vermeiden doch noch auf den Jungen los zu gehen. Im Moment müsste Jac wirklich nur ein falsches Wort von sich geben, denn das Fass war eigentlich schon mehr als übergelaufen. Mit einem verzweifelten Laut vergrub Levi das Gesicht in den Händen, raufte sich die Haare und versuchte angespannt das Gefühl der kühlen Regentropfen auf seiner Haut zu genießen. Er wollte sich irgendwie beruhigen, aber wie sollte ihm das jetzt gelingen, wenn es ihm sonst auch nie gelang? Der Pole wünschte sich in diesem Moment einfach nur das alles wäre nicht so kompliziert und sie könnten einfach weitermachen wie früher. Aber so einfach war das nicht. Jedenfalls fühlte es sich für Levi gerade alles andere als einfach an. Er war in diesem Augenblick einfach nur unglaublich ratlos. Verzweifelt biss er die Zähne zusammen und schielte vorsichtig unter seinem schwarzen Haarvorhang zu Jacques rüber.

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Zuletzt von Levi Hayden am Di Jul 11, 2017 12:05 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Jul 07, 2017 10:48 am von ©Jacques Leroy verfasst.
„Was hätte ich schreiben sollen? Hey Levi ich sitze im Knast und bin deshalb nicht mehr da?!“, murmelte ich leise und schüttelte den Kopf, wobei ich weiterhin meine Tränen nicht unter Kontrolle hatte. Jedoch waren es wieder und wieder weniger Tränen die aus meinen grünen Augen hervor quollen. Als er fragte, ob ich darüber nachgedacht hatte, wie es für mich gewesen sein musste sah ich ihn an und nickte leicht. „Habe ich und das nicht nur einmal… Ich konnte mir denken wenn ich dich sehe, das du mich am liebsten umbringen würdest, das du dich nicht wirklich über mich freuen würdest. Es ist mir klar, das es für dich ein beschissenes Gefühl sein musste, dass ich auf einmal weg war und nichts gesagt hatte. Ich habe mir vorgestellt wie es wäre wenn es anders rum wäre…“, versuchte ich mich zu erklären und blieb dabei aber ruhig und ließ mich anbrüllen, ich wusste, dass Levi leicht auf 180 war und nur schwer wieder auf Betriebstemperatur zurück.
Levi schien ruhig zu werden, auch wenn ich wusste, dass dies ganz sicher nichts gutes zu bedeuten hatte. Levi wurde nur selten ruhig und meistens sollte man dann still sein, doch das wollte ich nicht. Ich wollte jetzt nicht still sein und alles hinnehmen was er zu mir sagte, jedoch sah ich nur kurz auf den Boden, als er wieder sagte das ich lange weg war. „Ich weiß es nicht…“, gab ich zu und biss die Zähne zusammen, ballte die Hände zu Fäusten und krallte meine Fingernägel in meine Handfläche hinein, wobei ich mich so am Boden hielt.
Als er so selbstgefällig sprach biss ich mir auf meine Unterlippe und schluckte schwer. „Levi…“, murmelte ich und suchte nach dem Richtigen Wort, immerhin wollte ich ihm erklären warum ich gestohlen hatte, warum ich erwischt wurde und alles. Ich wollte es ihm erklären, doch ich wusste mal wieder nicht wie. Ich wusste nicht, wie ich was tun sollte, wie ich bei Levi handeln sollte. Es war fast so, als wären wir nie zusammen gewesen. Als hätten wir uns nie kennen gelernt, als hätte ich ihn nie angesprochen, weil er mir von der Optik her gefallen hatte. Seine schwarzen Haare, sein Lächeln, das ich doch so oft auf seinen Lippen sehen durfte. Er schien in der Zeit, in der wir zusammen waren, so glücklich. So zufrieden. Jetzt schien er auch glücklich zu sein, vielleicht das er mich los war, das er sich nicht mehr mit mir rum streiten musste oder sonst was. Doch wieder zurück zu meinem angefangen Satz: „Ich weiß nicht warum ich geklaut habe… Früher, im Heim hatte ich kein Geld und konnte mir die Sachen nicht kaufen, aber das habe ich dir schon erzählt… Es ist zur Gewohnheit geworden, dass ich klaue, das ich das nehme was ich will und was ich in meinen Augen brauche. Ich war unaufmerksam und wurde erwischt und du kannst dir nicht vorstellen an wen ich die ganze Zeit im Knast gedacht habe, welche Person in meinem Kopf mich am Leben gehalten hatte“, ich wurde ganz leise und ruhig, meine Stimme zitterte und war noch unsicherer wie sie ohnehin schon war. Noch leiser und vorsichtiger wie ich ohnehin schon war. Verdammt wie ich mich gerade selbst hasste, das konnte glaube ich keiner merken.
Anschließen folgte ja einer meiner Größten Fehler. Doch zu meinem Verwundern erwiderte Levi den Kuss, zwar vorsichtig und kurz, doch er erwiderte ihn. Für mich hieß das, er empfindet noch etwas für mich und er hasst mich nicht. Doch diesen Gedanken würde ich gleich wieder über Bord werfen als er sich ruckartig von mir löste und ich im gleichen Atemzug auf dem Boden aufschlug, wobei ich scharf Luft einzog und die Augen zudrückte. So blickte ich zur Seite, als Levi sich über mich beugte. Als ich seine Stimme vernahm drehte ich meinen Kopf zu ihm und versuchte die leichten Schmerzen die sich an meinem Hinterkopf und meinem Rücken ausbreiteten zu unterdrücken. „Nein dachte ich nicht verdammt! Ich habe nicht nachgedacht!“, meinte ich mit leiser und verzweifelter Stimme, denn noch immer hatte ich jede Menge Respekt davor, wenn Levi mich so anschrie. Ich hatte einfach nur Angst, dass ich gleich eine gewischt bekomme. Als ich seine Faust sah, blickte ich nur flehend zu ihm hoch, dass er mich nicht gleich verprügelt. Jeden anderen hätte ich schon lange zusammen geschlagen, doch bei Levi konnte ich das nicht, ich könnte ihm nicht mal ein Haar krümmen. Bei der Frage, ob ich überhaupt irgendwas im Griff hatte schüttelte ich den Kopf und öffnete meinen Mund. „Seit ich dich nicht mehr habe, hab ich gar nichts im Griff…“, es war die Wahrheit, denn eigentlich hatte ich wirklich seit ich im Knast gewesen bin nichts mehr im Griff. Weder mein Leben, noch meine Emotionen oder sonst was. Gar nichts in meinem Körper gehorchte mir.
Als Levi aufsprang als hätte ihn eine Tarantel gebissen, setzte ich mich langsam auf und zog meine Knie an meinen Körper. Meine Hand fuhr unsicher zu meinem Hinterkopf und ich strich leicht über diesen. Eine Beule würde ich sicher bekommen, doch es störte mich wenig. Meine Stirn legte ich auf meine Knie und meine Unterlippe zitterte ein wenig. Ich selbst erinnerte wohl mehr oder weniger an einen kleinen traurigen Klos, der nicht mehr wusste was er tun sollte. Ich hatte einfach Angst, dass ich hier nicht mal mehr einfach an ihm vorbei gehen konnte, ohne an diesen Moment zu denken. Den Moment in dem ich hier auf dem Boden saß und im Regen weinte. Ich spürte den Blick auf mir und ignorierte ihn. Ich konnte jetzt nicht zu ihm gehen, ich konnte ihn nicht ansehen, nicht anlächeln. Ich konnte ihn nicht in den Arm nehmen und so versuchen ihn zu beruhigen. Ich konnte gar nichts. „Levi…“, wimmerte ich leise und biss auf meine Unterlippe, wobei ich danach wieder zu ihm hoch sah aber noch immer sitzen blieb. Ich wusste nicht was ich sagen sollte, wie ich sagen sollte, dass es mir leid tat, das ich so viele Fehler gemacht hatte, die ich nicht hätte machen sollen. Ich hätte ihm sagen sollen, wo ich bin. Unsicher stellte ich mich auf meine Füße und zog meine Zigarettenschachtel aus meiner Hosentasche. Langsam ging ich zu ihm, blieb mit einigem Abstand zu ihm stehen und streckte ihm die Schachtel hin. Es war wie bei unserer ersten Begegnung. Nun ja, zumindest der Punkt mit den Zigaretten. Ich wartete ruhig und leicht unsicher ab, ob er die Zigaretten annehmen würde. „Sag mir bitte, was ich tun kann damit du mich nicht mehr umbringen willst…“, wisperte ich ganz leise und sah ihm mit meinem schuldbewussten und ängstlichen Blick in die Augen, mein Blick selbst erinnerte wieder an einen Welpen. Einen kleinen, unsicheren Welpen. „Ich bereue das alles doch… Ich weiß, dass ich mich hätte melden müssen und das ich jetzt nicht wieder auftauchen kann und alles wieder eine heile Welt ist. Ich kann nicht verlangen, dass du mich zurück nimmst, das weiß ich. Ich kann das alles nicht verlangen, aber vielleicht kann ich, so wie ich es jetzt tue, davon träumen das du mich irgendwann nicht mehr umbringen willst, sobald du mich siehst“, wisperte ich. Denn im Moment dachte ich wenn ich alleine war nur daran, wie ich bei Levi gesessen bin, meinen Kopf auf seiner Schulter. Wie ich ihm schreiben konnte, dass ich ihn brauche und er sofort da war. Ich vermisste diese Momente, in denen er mich angelächelt hatte und mich in den Arm genommen hat, wenn was nicht so klappte wie es sollte. Man sah mir sicher an, dass ich in Erinnerungen schwebte und hoffte, dass es irgendwann wieder so sein würde, denn ich selbst konnte nur sagen, dass er mir noch immer mindestens so viel bedeutete wie er es getan hatte, als ich abgehauen bin… Nun ja… Gehen musste.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Jul 11, 2017 9:27 pm von ©Levi Hayden verfasst.
"Ja, das wäre doch mal ein guter Anfang gewesen!", gab Levi wütend zurück. "Alles wäre besser gewesen als gar nichts zu sagen!", fügte er hinzu. Er wusste, dass er ein totaler Sturkopf sein konnte, aber momentan konnte er Jacques Ausreden wirklich nicht für voll nehmen. Es war aber zumindest irgendwie befriedigend zu hören, dass er sich wohl wirklich Gedanken darum gemacht hatte, wie es Levi dabei ergangen war. Der Pole musste unwillkürlich an das Telefongespräch denken, dass er kurz nach Jacques Verschwinden mit seinem Vater geführt hatte. Dieser hatte ihn gefragt ob er noch immer mit diesem "Typ" zusammen wäre, und als Levi dies leise verneint hatte, konnte er die Zufriedenheit aus der Stimme seines Dads heraushören als dieser antwortete. Es hatte Levi nur noch trauriger und wütender gemacht. Er hatte öfters gehofft, dass Jac sich wieder melden würde, hatte sich vorgestellt, dass Jac mit seinem fetten Grinsen im Gesicht plötzlich wieder auftauchen würde. Zumindest anfangs. Sollte er sich demnach nicht eigentlich darüber freuen, dass Jac nun wirklich wieder hier war? Eigentlich hätte es Sinn gemacht, aber jetzt konnte Levi sich vor lauter Wut und Verwirrung nicht einmal freuen. Diese ganze beschissene Situation war einfach viel zu schnell gekommen. Levi hatte absolut keine Ahnung, was er hier tat. Und Jacques seinen Worten zufolge genauso wenig.
Levi hörte Jacques Erklärung stumm zu. Er hatte Jacques Hang zum Stehlen bisher immer nur als verpeilte Angewohnheit angesehen. Aber das hier war etwas anderes. Jacques war immerhin im Gefängnis gelandet. Er war so gesehen ein Krimineller und trotzdem wirkte er noch immer wie der alte, liebevolle Jac. Wobei Levi das mit so einem kurzen Blick wohl auch kaum richtig erkennen konnte. Das Einzige was Levi erkennen konnte, war Jacques Verzweiflung. Es war dieselbe Verzweiflung, die er selbst spürte, nur mit dem Unterschied, dass sie sich bei ihm mit extremer Wut vermischt hatte. Und jetzt stand er hier im Regen herum und kam sich fast vor wie in einem Filmdrama.
Nachdem sich Levi eine Weile nur auf seine Atmung, und den Versuch sich selbst zu beruhigen, konzentriert hatte, hörte er die leise Stimme von Jac durch den Regen wispern. Sie hörte sich so kläglich an, dass der Schwarzhaarige gar nicht anders konnte als sich zu dem Jungen am Boden umzudrehen und ihn mit forschem Blick anzusehen. Momentan wusste wohl keiner von beiden so richtig was er sagen sollte. Schließlich stand Jacques auf und hielt Levi die Zigarettenpackung entgegen. Levi bemerkte den Abstand zwischen ihnen. Er fragte sich ob Jacques einfach nur vorsichtig war und ihn nicht noch mehr verärgern wollte, oder ob er Angst vor ihm hatte. Levi starrte die Schachtel vor sich einen Moment lang an, so als wäre er sich nicht ganz sicher, ob er etwas von Jac annehmen wollte. Schließlich griff er doch danach. Während er sich eine Zigarette herausnahm, lauschte er Jacques leisen Worten. Aus diesen konnte er entnehmen, dass dieser ihn wohl tatsächlich wieder haben wollte. Das hier war nicht nur ein zufälliges Wiedersehen mit einer Entschuldigung. Vielleicht war es auch ein kleiner, hoffnungsloser Versuch sich einander wieder anzunähern. Levi starrte sein Gegenüber eine Weile stumm an. Schließlich seufzte er leise und blickte nun zumindest ein klein wenig sanfter drein. "Ich will dich nicht umbringen, Jac", erklärte er leise. "Ich muss wohl nur selbst erstmal damit klar kommen, dass du plötzlich wieder hier bist und.. und.. ich weis auch nicht.. Ich weis auch nicht so recht, was du tun kannst. Tut mir Leid", fuhr er mit abgehackter Stimme fort. Er fuhr sich durch die nassen Haare und ließ seinen Blick wieder zu Boden gleiten. Irgendwie konnte er Jac gerade nicht in die Augen sehen. Eine Weile war es still und Levi fragte sich, ob er nicht etwas anderes hätte sagen sollen. Eigentlich wollte er doch selbst irgendwie nur, dass es wieder so wurde wie früher. Aber er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass das so einfach ging. Oder lag das nur an ihm? Machte er aus dieser Sache ein unnötig kompliziertes Drama? Momentan wusste Levi wirklich nicht mehr, was er überhaupt denken sollte. "Was zur Hölle hast du überhaupt geklaut?", fragte er plötzlich. Eigentlich fragte er aus reiner Neugier heraus, aber auch, weil er die Stille zwischen ihnen nicht länger ertrug.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jul 12, 2017 1:40 pm von ©Jacques Leroy verfasst.
„Levi… Das wollte ich nicht machen… Ich wollte dir nicht schreiben, das ich ein Versager bin, auch wenn ich einer bin…, murmelte ich ganz leise und strich durch meine schon fast zu langen Haare. Ich musste mal wieder zum Friseur, doch das war zweitrangig. Erstrangig war, Levi von mir zu überzeugen, ihm zu zeigen, dass ich ihn liebe und das über alles. Er ist der Einzige, bei dem ich sein konnte, wer ich bin und genauso konnte ich mit ihm lachen, weinen, kuscheln, streitet, ich konnte mit ihm nur daliegen und nichts tun, uns einfach nur ansehen, wir konnten uns aber auch stundenlang unterhalten, über alle möglichen Dinge. Ich wurde in meinem Kopf wieder nostalgisch, wobei das auch nicht half, meine Tränen irgendwie zu unterdrücken. Verdammt ich bin einfach viel zu weich geworden und das war uns allen doch mehr als nur ein wenig klar. Zumindest bin ich Levi gegenüber weich geworden und das würde er wohl in kürzester Zeit einmal mehr merken.
Vorsichtig strich ich in der Stille zwischen ihm und mir über mein Tattoo auf meiner Hand, wobei ich ein wenig auf meiner Unterlippe herum kaute, ich war überfordert. Mit mir und mit allem hier. Damit Levi zu sehen, der doch irgendwie die Liebe meines Lebens gewesen ist, die ich hier verscherzt und verspielt hatte.
Levi sah mich an. Nicht sanft oder liebevoll wie früher, eher so, als wollte er mir an die Gurgel, als würde er mich hassen. So, als hätte er keine Lust mehr auf mich, auf meine Nähe, mein Lächeln oder sonst was, wo auch nur irgendwie mit mir in Verbindung gebracht werden konnte.
Das Zögern während er die Zigarette annahm und ich wusste nicht, wie ich es deuten sollte. Wollte er nichts von mir annehmen oder rauchte er nicht mehr? Zweiters war eigentlich ziemlich unwahrscheinlich, denn Levi hatte ja immerhin fast gleichviel geraucht wie ich, auch wenn es seit dem Knast weniger geworden ist, weil ich mir dort jede einzelne Schachtel hart erarbeiten musste, auch wenn ich daran wohl eher selbst schuld war, immerhin hat mich keiner dazu gezwungen zu stehlen.
Schlussendlich nahm er die Zigarette dann doch an und ich hielt ihm vorsichtig das Feuer hin, wobei ich zitternd die Hand über die Flamme hielt, damit sie nicht erlischt. Ganz sicher bin ich mir nicht, ob er mir nicht einfach nur das Feuer aus der Hand nehmen wird, denn zu nahe wollte er ja nicht an mich ran kommen, so wie er Abstand hielt. Ich meine, ich hatte auch Angst vor ihm, Angst, dass ich geschlagen wurde oder auch, dass es nie mehr so werden würde wie es eben mal gewesen ist. Vorsichtig zog ich an meiner Zigarette und stieß den Rauch aus, wobei ich darauf achtete, ihn ihm nicht ins Gesicht zu blasen.
Als sein Gesicht etwas wärmer und sanfter wurde, sah ich ihm wieder vorsichtig in die Augen, musterte die blauen Augen, die mich immer mehr ans Meer erinnerten. An die Weite, an alles was ich mir vorstellen konnte. „Darf… Darf ich dich mal auf einen Kaffee einladen?“, kam es nach seiner Feststellung, das er nicht weiß, was ich tun konnte, zwischen meinen Lippen hervor. „Oder… Oder willst du mich nicht mehr sehen… Willst du das ich gehe… Ich weiß nicht was ich machen soll, ich will dich nicht verärgern, ich will irgendwann einfach nur wieder neben liegen…“, gegen Schluss wurde meine Stimme ganz leise und ich sah wieder auf den Boden.
Als er sich durch die nassen Haare fuhr beobachtete ich ihn nur neugierig, doch mein Blick wurde wieder etwas reservierter und leiser.
„Geld… Ich habe die Kasse leer geräumt…“, fing ich an und drehte meine Zigarette von rechts nach links und wieder zurück. „… Es war für einen guten Freund…“, murmelte ich leise und zog an meiner Zigarette, spürte wie sich der Rauch in meiner Lunge ausbreitete. „… Er muss operiert werden und hatte das Geld nicht, ich wollte ihm nur helfen und habe es nicht anders gewusst. Ich habe durch den Nebenjob früher nicht so viel verdient, ich konnte mich ja dabei selbst kaum über Wasser halten und das weißt du ja auch.“, versuchte ich mich zu erklären und versuchte mit Händen und Füßen alles zu erklären.
„Ich weiß es war falsch“, murmelte ich leise und strich mir durch die langen Haare. „Aber jetzt ist er… Er ist… Nun ja er passt von oben auf mich auf“, meinte ich ruhig und man sah durch den Regen nicht, das ich eigentlich weinte. „Aber… Ich wollte nur helfen und nicht mal das konnte ich“, stammelte ich und sah kurz zu Levi hin, wobei ich einen meiner Mundwinkel vorsichtig und unsicher hoch zog.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Jul 18, 2017 4:58 pm von ©Levi Hayden verfasst.
Levi beugte sich kurz zu Jacques vor um sich die Zigarette anzünden zu lassen. "Aha, also lieber ein egoistisches Arschloch sein als ein Versager", stellte er enttäuscht fest. Gut, eigentlich war es die pure Ironie, dass gerade er diesen Satz von sich gab. Er war doch der Junge der Andere schon mit seinen Blicken halb tötete, sich Fremden gegenüber verhielt als wären sie potenzielle Massenmörder, und das schon, wenn sie ihn nur schief ansahen. Levi schob den Gedanken beiseite. Dann beobachtete er den unsicher wirkenden Jungen vor sich, während er an dem ungesunden Glimmstängel zog. Jacques war ganz offensichtlich genauso überfordert, was der ganzen Situation nun auch nicht gerade half. Aber er schien sich von dem etwas netteren Blick des Polen wohl etwas Mut geben zu lassen, denn nun fragte er tatsächlich, ob er Levi auf einen Kaffee einladen durfte. Bevor dieser überhaupt dazu kam zu antworten, redete Jac auch schon weiter. Es war unschwer zu erkennen, dass er selbst nicht weiter wusste, aber dafür verrieten seine Worte auch, was sein Ziel war. Levi biss sich auf die Lippen. Die Erinnerungen kamen die ganze Zeit schon in ihm hoch. Er vermisste es doch ebenso sehr neben Jacques zu liegen, einfach bei ihm zu sein. Und es wäre so einfach sich wieder zu versöhnen, dem Jungen einfach zu verzeihen. Trotzdem sträubte sich Irgendetwas in Levi immer noch dagegen. Aber vielleicht wäre es auch gar nicht so schlecht einfach einen Neuanfang zu wagen, sich einfach nochmal zu treffen? Levi sah Jacques mit schief gelegtem Kopf an, während dieser mit seinen Blicken den Boden wischte. "Ich weiß ja selbst nicht was ich will..", murmelte er leise und fuhr sich etwas verlegen durch Haar. "Vielleicht.. naja.. vielleicht sollten wir wirklich mal einfach einen Kaffee trinken gehen", fügte er schließlich unsicher hinzu. Ob das nun eine gute Idee war wusste er zwar selbst nicht, aber vielleicht würde er es sonst irgendwann bereuen.
Als Jacques dann von seinem Grund des Diebstahls erzählte, schüttelte Levi skeptisch den Kopf. "Warum hast du nichts gesagt? Ich hätte dir doch das Geld geben können", meinte Levi entgeistert. Immerhin hatte er nicht umsonst Eltern, die beinahe in Geld schwammen. Irgendwie hätten sie das doch hinbekommen, auch ohne, dass Jacques im Knast gelandet wäre. Levi seufzte schwer und richtete den Blick gegen Himmel, während Jac weiter sprach. Levi spürte Mitgefühl für den Jungen in sich aufsteigen. Ein wenig erschrocken blickte er den Braunhaarigen wieder an, als er erzählte, dass sein Freund tot war. Es klang so unglaublich traurig und sah noch schlimmer aus wie Jac da stand und versuchte zu lächeln. "Das tut mir Leid, Jac..", meinte Levi vorsichtig und blies etwas Rauch in die Luft. Er wusste nicht wirklich, was er sagen wollte. "Du kannst nichts dafür, du hast es ja versucht", versuchte er ihn zu trösten. Das war nicht gerade seine Stärke und am Liebsten hätte der Pole sein Gegenüber einfach in seine Arme gezogen. Aber war er nicht eigentlich sauer auf ihn? Ach verdammt! Levi ging einen Schritt auf Jac zu, blieb dann aber doch vor ihm stehen und musterte ihn einfach mit traurigem, beinahe enttäuschtem Gesichtsausdruck. "Du hättest darüber wirklich mit mir reden müss- ..können", sagte Levi leise. Das alles hätte doch so anders enden können und das regte ihn innerlich gerade ziemlich auf. Warum musste immer alles so beschissen kompliziert sein?

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jul 31, 2017 1:11 pm von ©Jacques Leroy verfasst.
"Ich bin doch beides…", murmelte ich ganz leise und sah auf den Boden, wobei ich noch immer unsicherer wurde und schon auf meiner Unterlippe herum kaute wobei ich ihn beim Rauchen beobachtete und ebenfalls regelmäßig an meinem Glimmstengel zog. "Ich will dich nicht dazu drängen, Levi, ich will doch nur… Ich… Ich will doch einfach wieder mehr Zeit mit dir verbringen", meinte ich ganz leise und lächelte Levi ganz vorsichtig an, wobei ich versuchte blickkontakt aufbaute. "Levi… Ich wollte nicht noch mehr Versager sein. Ich wollte nicht, dass du denkst, ich bin nur mit dir zusammen, weil du Geld hast…", versuchte ich zu erklären wobei ich auf meine Lippe biss und unsicher zu ihm sah. "Ich habe zwar alles versucht… Aber nicht genug…", murmelte ich mal wieder etwas unsicherer, wobei ich ihn beobachtete wie er auf mich zukam und zusammen zuckte, weil ich angst hatte wieder auf dem Boden zu liegen. Als er dann aber meinte das ich mit ihm hätte reden können sah ich in seine Augen, wobei ich nickte. "Ich wollte dich nicht nerven…", vorsichtig ging ich auf ihn zu und lege meine Arme um ihn, legte meinen Kopf ganz vorsichtig auf seine Schulter und schließe meine hellen Augen, wobei ich seinen Geruch wahrnahm und einfach mal ruhig stehen blieb und ihn gar nicht ansah.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 03, 2017 12:03 am von ©Levi Hayden verfasst.
Jacques Worte hätte Levi am Liebsten mit einem Das will ich auch erwidert. Letztendlich blieben diese Gedanken jedoch unausgesprochen, denn Levi konnte über diesen Schatten einfach nicht drüber springen. Stattdessen gab er ein undefinierbares Grummeln von sich, sah Jacques einfach nur an und zog weiter an seiner Zigarette bis er deren Überreste schließlich auf den Boden rieseln ließ. "Wenn du wirklich geglaubt hast, dass ich das von dir denken würde, kennst du mich schlechter als ich dachte..", gab Levi zurück und klang etwas enttäuscht. "Und du hättest mich auch niemals genervt!", sprach er weiter. Als Jac dann plötzlich begann ihn zu umarmen, versteifte sich Levis Körper zuerst, dann konnte er jedoch nicht anders als die Umarmung ganz zaghaft zu erwidern und sich einfach in der Berührung zu verlieren. Er konnte diesen ganzen Mist nun für einen kurzen Moment verdrängen und genoss es einfach nur wieder Jacques Nähe zu spüren. Wie sehr er das doch vermisst hatte. "Du bist ein verdammter Idiot, weißt du das? Ein richtiger Trottel", murmelte der Pole leise und strich mit seiner Hand über die weichen Haare von Jac. Warum tat er das? War er nicht eigentlich sauer auf diesen Kerl? Verdammte Scheiße! Dieser Junge machte ihm das Ganze wirklich alles andere als leicht. Levi konnte ihn einfach nicht hassen, selbst, wenn er es gewollt hätte, konnte er das nicht. "Ich hatte mich schon fast damit abgefunden dich nie wieder zu sehen..", erklärte der Schwarzhaarige leise und biss sich auf die Unterlippe.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 03, 2017 10:16 am von ©Jacques Leroy verfasst.
"Levi, an was denkt man sonst, wenn jemand wie ich, der kein Geld hat, nicht mal genug um zumindest Essen zu finanzieren. Ich habe ohnehin angefangen nebenher zu jobben", meinte ich ruhig und dachte an meinen Nebenjob als Bedienung im Eiscafé, wo ich zumindest ein wenig Geld dazu verdiene. Ich konnte so zumindest täglich was Essen außerhalb des Internats und des Internatlebens. Meistens jedoch lege ich das Geld auf die Seite und spare, das ich mir irgendwann auch mal etwas größeres Leisten kann.
"Danke...", wisperte ich nur, als er meinte, dass ich ihn nie nerven würde. Als er die Umarmung sanft erwiderte schloss ich meine Augen und vergrub meinen Kopf in seiner Halsbeuge, wobei ich die Berührung genoss. "Ich weiß... Und ich will doch irgendwie alles wieder gut machen...", antwortete ich und genoss einfach noch einige Momente die Wärme, wobei ich viel eher die Nasse Kleidung an meinem Körper spürte, wobei ich irgendwann in seine Augen sah. "Ich habe alles getan so früh wie möglich raus zu kommen, Levi, ich habe mich einfach bemüht dich schnell wieder zu sehen, um dich, wie ich es jetzt tue, zu umarmen", ich lächelte sanft und doch noch unsicher und sah danach hoch zu ihm, wobei ich eine Hand von ihm löste, die andere an sein Becken lege und die zweite vorsichtig an seine Wange legte, wo ich ganz sanft einen Wassertropfen von seiner Wange strich und vorsichtig lächle. "Sollen wir einen Kaffee trinken gehen? Uns aufwärmen?", fragte ich ganz leise und strich im gleichbleibenden Rhythmus über seine Wange, wobei ich danach inne hielt und meine Hand sinken ließ, weil ich einfach nichts überstürzen wollte, immerhin wollte ich Levi nicht verschrecken, viel mehr wollte ich ihn ja bei mir haben.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Aug 05, 2017 11:15 pm von ©Levi Hayden verfasst.
Levi schüttelte auf Jacques Worte nur den Kopf. Er hätte sowas niemals von Jacques gedacht. Dazu kannte er ihn zu gut. "Was irgendwelche Idioten denken ist doch scheißegal", meinte er. Jacques wollte jedenfalls alles wieder gut machen. Das merkte Levi auch und es war schön zu hören, aber ganz sicher war er sich nicht, ob es wirklich wieder so werden würde wie früher, ob Jac alles gut machen konnte. Andererseits war Levi ja auch kein heiliger, aber zumindest war er nicht einfach verschwunden. Aber selbst wenn es anders werden würde zwischen ihnen.. anders bedeutete ja nicht immer gleich etwas Schlechtes. Levi erwiderte Jacques Blick, wusste dabei nicht wirklich, was er sagen sollte. Er spürte die Hand an seiner Wange und genoss einfach nur die Berührung. Jacques Berührungen waren recht vorsichtig, aber vermutlich war das auch besser so. Momentan war alles noch zu.. seltsam, zu präsent. Trotzdem zuckte Levi diesmal nicht zurück und ließ das hier einfach zu. "Das war sicher nicht leicht..", murmelte er. Er konnte sich nur wage vorstellen wie beschissen der Knast gewesen sein musste. Dann schlug Jacques schlug vor einen Kaffee trinken zu gehen. Erst jetzt fiel Levi auf wie durchgefroren er eigentlich war, und damit war er vermutlich nicht alleine. Levi nickte und trat dann einen Schritt zurück. Auch er wollte das hier nicht überstürzen. "Ja, lass uns gehen", meinte er und lief los, in Richtung Parkausgang. Das Café war zum Glück nicht allzu weit. So mussten die zwei Jungen zumindest nicht mehr ewig durch den Regen latschen.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Aug 07, 2017 12:09 pm von ©Jacques Leroy verfasst.
"Ja... Aber nicht was du denkst...", meinte ich nur ganz leise und war froh, dass er nicht wieder zurück zuckte, wobei ich meine Hand anschließend sinken ließ, denn ich wollte, auch wenn ich ihn am liebsten wieder unter... ähm... neben mir hätte.
Nein..., meinte ich leise und ging dann neben ihm zum Café, wobei ich ihm dort angekommen die Türe aufhielt und kurz warte, bis er drinnen ist und ihm dann folge, wobei ich abwarte, wo er sitzen möchte.
Als wir danach sitzen, ziehe ich meine Jacke aus, wobei es nicht viel brachte, denn ich war darunter immer noch klatsch nass. Als die Bedienung kommt, bestelle ich mir einen Latte Macchiato und sah danach zu Levi, was er wohl bestellen würde. Danach strich ich durch meine langen Haare, die noch länger sich da sie nass sind. "Ich sehe aus wie ein Wischmop", murrte ich leise und strich sie mir aus dem Gesicht, wobei ich meine Beine ausstrecke und gegen die von Levi stieß, wobei ich zurück zuckte und zu ihm hoch schaue, wie ein verschrecktes Reh. "Was hast du das letzte Jahr getrieben?", frage ich leise.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Aug 08, 2017 9:41 pm von ©Levi Hayden verfasst.
Die zwei Jungen mussten aussehen wie zwei begossene Pudel, aber das störte Levi nicht weiter. Er bestellte sich einen Kaffee bei der Bedienung, die mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen wieder abzog. Ein gut aussehender Wischmopp, dachte Levi bei Jacques Bemerkung. Seine Beine zuckten ebenfalls leicht zurück, als er die Berührung bemerkte, dann streckte er seine Beine jedoch wieder aus. Das war doch lächerlich. Auf Jacques Frage hin zuckte Levi nur mit den Schultern. Was hatte er denn schon Großartiges getan? "Abgesehen davon, dass ich dir nachgetrauert hab? Hmm, mal sehen. Nicht viel. Die Schule beendet. Dann hatte ich überlegt, ob ich wieder nach Hause soll. Aber du siehst ja, meine Lust dazu war bisher doch eher begrenzt", antwortete er etwas bissig. Verdammt, dieser Spruch am Anfang hatte schon wieder viel vorwurfsvoller geklungen als gewollt. Dabei hatte Jac einen seiner Freunde verloren, war im Knast gelandet.. das ganze war für ihn auch alles andere als leicht gewesen. Levi seufzte leise und strich sich die noch immer tropfenden Haare aus dem Gesicht.  "Tut mir Leid, dass ich so.. drauf bin", murmelte er leise. Er sah Jacques an, wobei der Blickkontakt unterbrochen wurde als die Bedienung mit ihren Getränken kam. Sofort schlangen sich Levis kalte Finger um die warme Kaffeetasse vor sich. "Das mit dem Aufwärmen war wirklich eine gute Idee", meinte er leise.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Aug 09, 2017 10:12 am von ©Jacques Leroy verfasst.
Es versetzt mir wieder einen Stich, als er so bissig wurde und man sah es mir an. Meine Augenbrauen zogen sich zusammen und ich biss auf meine Unterlippe, wobei mein Blick auf den Tisch fiel und ich mit einer Serviette spiele.
Schon okay, ich habs nicht anders verdient, meinte ich nur leise und sah danach wieder zu der Bedienung hoch, wobei ich sie mit einem leichten Lächeln ansah und den Kaffee entgegen nahm, um ihn zu halten und dem Schaum zuzusehen wie er zusammen fiel. Immer mehr wurde mir bewusst, was ich für ein schlechter Freund gewesen bin und auch deshalb sage ich nichts. Ich wollte gar nichts sagen, nicht mal ein nicken gab ich von mir, sondern strich eine kleine Träne von meiner Wange, die wahrscheinlich nicht mal auffallen würde, weil ich ja im Gesicht komplett nass bin.
Als dann aber von ihm kam, dass es eine gute Idee war sich aufzuwärmen sah ich zu ihm hoch, vorsichtig und unsicher, ob ich ihm in die Augen sehen konnte und nickte nur leicht. Vorsichtig nahm ich einen Schluck aus meiner Tasse und stelle sie danach wieder ab. So wie meine Hand mal wieder zitterte, konnte man sehen, dass ich mit der Situation nicht zurecht kam. Das Café erinnert mich an die Zeit, wo alles noch gut war, wo wir noch glücklich waren. Also hast du vor hier zu bleiben?, frage ich vorsichtig und versuchte mich zu konzentrieren, um nicht raus zu rennen und eine zu rauchen. Das kannst du jetzt nicht bringen!

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 10, 2017 12:05 am von ©Levi Hayden verfasst.
Levi konnte erkennen wie sehr er Jacques mit seinen Worten verletzt hatte. Bei Jacques resignierter Antwort gingen Levis Augen verzweifelt zur Decke, als ob er dort eine Antwort auf seine Probleme finden würde. "Nein, das ist nicht-", begann er, wusste jedoch selbst nicht so recht, was er eigentlich sagen wollte. Seine Hände strichen leicht über seine Arme. Irgendwie fühlte er sich gerade unwohl in seiner Haut. Levi senkte seinen blick wieder, blickte Jacques vorsichtig an. Gerade strich sich der Junge über die Wange. Levi wusste noch nicht einmal, ob unter den ganzen Regentropfen auch ein paar Tränen vermischt waren. "Du hast das nicht wirklich verdient..", brachte Levi schließlich heraus. "Ich meine.. ich will böse auf dich sein, ich bin böse auf dich, aber andererseits.. will ich es auch nicht sein, weil ich jetzt gehört habe was du durch gemacht hast und mir nur selbst vorkomme wie ein Arschloch, wenn ich dich so behandel. Levi sah sein gegenüber etwas verzweifelt an, bis sein Blick sich schließlich in die Tischplatte bohrte und seine Hände die Kaffeetasse umklammerten als wäre es ein rettender Anker. "Oh mann, ich komme mir so bescheuert vor. Diese ganze Situation ist irgendwie so.. abgefuckt", meinte er. Der Schwarzhaarige wusste gerade selbst nicht recht was mit ihm los war. Normalerweise war es ja nicht das erste Mal, dass andere Menschen ihn für ein grimmiges Arschloch hielten. Aber gerade Jacques wollte er nicht so behandeln wie alle anderen und diese Mischmasch Gefühle in seinem inneren waren nicht gerade hilfreich. Aber vielleicht musste er auch einfach erstmal runterkommen, das alles sacken lassen. "Wszystko w swoim czasie", murmelte Levi ganz leise. "Alles zu seiner Zeit." Was labere ich hier für einen Müll? Er seufzte und sah Jacques an. Levis Blick war eine einzige Mischung aus Unsicherheit. Wann war die Situation zwischen ihnen schon wieder so kompliziert geworden in den letzten Minuten? Waren sie nicht hergekommen um sich etwas zu entspannen? Levi wusste momentan wirklich nicht, was er von Jac denken sollte. Er wusste nur, was er von ihm denken wollte. Jacques sah allerdings auch alles andere als glücklich aus, fast etwas nervös. Wer konnte es ihm verdenken? Levi beobachtete die Reaktion seines Gegenübers, sah das Zittern und nun tat ihm seine Reaktion irgendwie noch mehr leid. Und auf der anderen Seite war da immer noch diese leichte Wut. "Ja, das hab ich vor", antwortete der Pole und nickte leicht, wobei er Jacques diesmal nicht aus den Augen ließ und ihn forschend ansah.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 10, 2017 9:47 am von ©Jacques Leroy verfasst.
Ich zucke nur mit den Schultern und beobachtete Levi einfach, wie er durch die Gegend sah, wie er nach einer Antwort suchte, die ich ihm auch geben konnte, immerhin ist es mir schon klar, dass ich das alles verdient hatte, ich hätte es nicht verdient, Levi wieder zu bekommen oder ihn nochmals in den Arm nehmen zu dürfen.
Als er weiter sprach sah ich ihm in die Augen und höre im aufmerksam zu, was er wahrscheinlich auch merkt, immerhin schien ich dieses mal ein wenig anwesender. Als er meinte, dass er böse auf mich sei, wartete ich ab, was er weiter sagen würde. "Diese ganze Situation haben wir nur mir zu verdanken… Aber… Ich verstehe, dass du mich so behandelst", meinte ich leise und nahm einen Schluck aus meiner Tasse und lecke leicht über meine Oberlippe immerhin hatte ich Schaum dort hängen. Unsicher umklammerte ich meine Tasse weiterhin und lächelte ihn vorsichtig an. Ein leicht erfreutes Funkeln kam in meinen Augen hoch, als er meinte, dass er hier bleiben würde. So versuchte ich ein normales Gespräch aufzubauen: "Willst du studieren? Oder hast du vor eine Ausbildung zu machen?", frage ich ganz leise und lächle ihn vorsichtig an. Er sollte merken, dass ich mich dafür interessiere was er tun wollte und was er tun wird. Er sollte merken, dass er mir was bedeutet und das ich wieder mehr über sein Leben wissen und erfahren will, er soll merken, dass ich doch immer noch so viel von ihm wollte und ihm so viel von mir geben wollte. "Meinst du… Klingt doof… Aber du könntest mir vielleicht in ein paar Fächern ein wenig helfen? Ich… Ich komm einfach nicht mehr zurecht mit dem ganzen Kram und weiß nichts mehr aus dem ersten Jahr", fragte ich ganz leise und blickte in seine Augen, wobei ich vorsichtig lächelte.

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Diese Schriftrolle wurde am So Aug 13, 2017 1:51 am von ©Levi Hayden verfasst.
Levi sah Jacques weiter an und lauschte seiner Antwort. Der Junge war ganz offensichtlich völlig überzeugt davon, dass Jacques an dieser Situation schuld war. Levi zuckte mit den Schultern. Er wusste nicht so richtig, was er dazu sagen sollte. Eigentlich, wenn man darüber nachdachte und sich die ganze Erzählung nochmal durch den Kopf gehen ließ, war Jacques ja nicht so komplett Schuld an alldem. Er hatte diese Sache mit seinem Freund einfach falsch angefasst. Aber er war eben verzweifelt gewesen, wollte einfach helfen, und wer konnte ihm das schon wirklich lange übel nehmen? Und irgendwie wollte Levi das gerade einfach auch nur ein wenig verdrängen und versuchen etwas Normalität in ihr Treffen zu bringen, so schwer ihm das auch fiel in seinem momentanen Gemütszustand.
Einen Moment lang war es still zwischen den Beiden bis Jacques wieder das Wort ergriff. Levi nickte vorsichtig und lehnte sich zurück, versuchte sich nun wirklich einfach mal zu entspannen. "Ja, eigentlich schon. Ich bin mir nur nicht ganz sicher, was. Eigentlich hätte ich schon ein paar Anmeldungen raus schicken sollten. Und irgendwie nervt es mich auch, dass ich dann dem Plan meiner Eltern so schön folge. Schule abschließen, studieren und später mal viel Geld verdienen.. blah blah.. Ich weiß.. bescheuerter Gedanke von mir. Ich sollte einfach tun was ich will und fertig", antwortete er leise. "Was ist mit dir? Machst du jetzt erstmal die Schule fertig?", gab er die Frage sozusagen zurück. Ein leichtes Lächeln glitt über sein Gesicht, als Jacques ihn dann auch noch fragte, ob er ihm vielleicht in ein paar Fächern helfen könnte. "Kann ich verstehen, ist sicher nicht so leicht da wieder rein zu kommen nach der Zeit", meinte der Schwarzhaarige. dann überlegte er kurz. "Ja, kein Problem, ich helfe dir, Jac", meinte er schließlich. Anschließend rang sich der Pole auch noch zu einem ehrlich gemeinten "Gerne sogar" ab.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Aug 14, 2017 10:03 am von ©Jacques Leroy verfasst.
"Ja, ich habe vor das Internat fertig zu machen und danach werde ich wahrscheinlich arbeiten, zum Studieren hab ich einfach das Geld nicht…", stelle ich nur lächelnd fest und denke an meinen neuen Job als Kellner, den ich nur zu gerne tat und es würde mich sicher nicht stören, wenn ich das mein Leben lang machen würde. Vielleicht würde ich später von einer Teilzeit zu einer Vollzeitstelle wechseln können, was mir nicht nur wenig zusagen würde.
Als er dann meinte, dass er mir gerne helfen würde, sah ich ihn mit strahlenden Augen an und lächelte wie ein Honigkuchenpferd: "Danke! Ich meine… Irgendwie werde ich das vielleicht irgendwann wieder gut machen können", antworte ich nur und lächelte ihn mal wieder mit einem Leuchten in den Augen an, das vielleicht ein Kind an Weihnachten in den Augen trug, aber was soll ich sagen, ich freue mich fast noch mehr, als ein Kind das Geschenke bekommt. "Darf ich mich dann einfach bei dir melden?", frage ich vorsichtig und lächle ihn kurz an.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 17, 2017 11:47 am von ©Levi Hayden verfasst.
Levi nickte leicht. Mal wieder merkte er bei Jacques Antwort, aus was für unterschiedlichen Leben sie doch kamen. Er selbst hätte das Geld sofort, oder besser gesagt seine Eltern. Wahrscheinlich hätte er es sogar recht einfach für Jac auftreiben können, aber Levi war sich ziemlich sicher, dass er keine solchen Almosen annehmen wollte. Jac war es wohl einfach gewohnt für alles hart arbeiten zu müssen.
Der Pole sah die Begeisterung in den Augen seines Ex Freundes und konnte nicht anders als zu schmunzeln. "Ich hab noch nie gesehen, dass sich jemand so aufs lernen freut", sagte er. "Ja, meine Nummer hast du ja denke ich mal noch", antwortete der Pole und strich sich durch das feuchte Haar.
"Und kannst du mir einen Gefallen tun?", fragte levi dann nach einer Weile und wirkte wieder ernster. Eingehend starrte er sein gegenüber an. "Wenn das nächste Mal sowas ist und du vorhast zu stehlen oder, wenn du einfach was brauchst.. dann melde dich auch bei mir, okay?", bat er den Jungen. Er seufzte leise und beugte sich wieder etwas nach vorne zu Jacques. "Ich will nicht das sowas nochmal passiert."

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 17, 2017 12:20 pm von ©Jacques Leroy verfasst.
"Ich kann beim Lernen Zeit mit dir verbringen deshalb freu ich mich", meine Augen wurden groß. Das hatte ich nicht gesagt. Oder? Nein! Als ich Levi ansah wurde mir Klar, das ich es gesagt habe. Verdammt. Ich habe es gesagt. Nein! "Ähm... Ja... Ich habe deine Nummer noch ich... Ich hab sie im... im.... im... Handy", meinte ich und atmete durch. Gott bist du ein verliebter Esel!, schrie ich mich im Kopf an und nahm einfach nochmal einen Schluck aus meiner Tasse, wobei ich die Augen kurz schloss und nur noch auf den Tisch starre, bis Levi wieder das Wort erhebt und ich ihn vorsichtig ansehe. "Mach ich...", meinte ich nur und nickte dabei recht eifrig, immerhin wollte ich nicht nochmal fast zusammen geschlagen werden. "Ich habe mir vorgenommen nicht mehr zu stehlen, antworte ich nur ruhig und lächelte Levi vorsichtig an. "Ich will nicht nochmal so lange von dir getrennt sein..., stelle ich nur fest und halte meine Tasse fest, als wäre sie mein Anker.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Aug 19, 2017 11:26 am von ©Levi Hayden verfasst.
Levi blickte sein Gegenüber aus großen Augen an. Eines musste man Jacques lassen - er war ehrlich. Und wäre Levi auch nur halb so stur, hätte er zugeben können, dass er sich insgeheim auch darauf freute wieder Zeit mit dem Jungen vor sich zu verbringen. Levi hoffte einfach, dass so alles wieder zur Normalität zurückfinden würde, wenn sie zusammen etwas machten. Dass er nicht mehr sauer sein würde auf Jacques. Er hörte wie dieser vor sich hin stammelte und nickte. "Gut..", sagte er einfach. Irgendwie fand er es beruhigend, dass Jac wenigstens noch seine Nummer hatte. Etwas Anderes hätte den Polen vielleicht sogar verletzt, auch wenn es eigentlich furchtbar unsinnig war. Levi ließ den Jungen weiterhin nicht aus den Augen. Vielleicht machte er ihn damit nur noch nervöser, aber das war dem Schwarzhaarigen gerade egal. Jacques hatte jedenfalls nicht vor wieder zu stehlen, so sagte er es zumindest gerade. Levi musste zugeben, dass ihm auch der Grund dafür gefiel. "Das ist.. ähm.. schön zu hören", antwortete er etwas überfordert. Er senkte nun doch kurz den Blick. Um die Situation zu überspielen griff er schnell nach seiner Kaffeetasse, wobei etwas von dem mittlerweile nur noch warmen Zeug über den Tassenrand auf den Tisch schwappte. Levi legte einen Moment lang genervt den Kopf in den Nacken und griff dann nach einer Serviette. Während er die Sauerei aufwischte sah er wieder zu Jacques. "Hoffentlich klappt dieses Vorhaben. Du hast mir echt gefehlt..", sagte er nun ehrlich, auch wenn Levis Worte nur schwer zu verstehen waren, bei der geringen Lautstärke, die er gerade an den Tag legte.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Aug 21, 2017 10:32 am von ©Jacques Leroy verfasst.
Levi schien ein wenig überfordert durch meine Aussage und ich sah anschließend etwas scheu zu ihm. Ich würde mich ja freuen, wenn wir irgendwann wieder regelmäßig Zeit miteinander zu verbringen, meinte ich leise lachend und sah bei seinen Worten zu ihm, ich sah ihn groß an und stammelte: Ich... Ich... Ich hab dir gefehlt?. Meine Augen wurden größer und ich wollte gerade zu ihm gehen un ihn in den Arm nehmen, doch ich hielt mich zurück. Verdammt! Ich musste mich zurück halten. Jac... Langsam...
Levi? Ich bin froh, dass... dass... ich bin froh das ich dich hoffentlich wieder habe, meinte ich leise und schüttelte ich den Kopf wobei ich Levi nochmals ansah. Was machst du heute Abend noch?, frage ich ganz leise und lächelte Levi ganz vorsichtig an. Ich wollte ihn nicht nerven, sondern wirklich nur wieder mehr über sein Leben erfahren.

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Diese Schriftrolle wurde am So Sep 03, 2017 1:04 pm von ©Levi Hayden verfasst.
Jacques machte fast einen etwas überwältigten Eindruck als Levi ihm sagte, dass er ihm gefehlt hatte. "Ja, natürlich. Ich war zwar total sauer, aber vermisst hab ich dich trotzdem..", gab Levi einfach zurück. Er nickte leicht bei Jacques Aussage. Hoffentlich hatte er gesagt. Ein Zeichen dafür, dass er sich dessen noch unsicher war. Kein Wunder, immerhin war sich Levi die ganze Zeit uneinig mit sich selbst ob er Jacques nun hassen oder lieben sollte. Allerdings wusste der Junge, dass er Ersteres nicht konnte. Ein wohliges Gefühl machte sich in Levis Körper breit, wenn er daran dachte Jac von nun an wieder regelmäßig zu sehen. Ein Gefühl, das er so auch irgendwie vermisst hatte. Ein leichtes Lächeln bildete sich auf seinem Gesicht. Und wie er diesen Jungen vermisst hatte.
"Ich hab nichts mehr vor", antwortete der Pole wahrheitsgemäß und beugte sich wieder etwas zu Jacques vor, wobei er den Kopf leicht schief legte. "Warum?", fragte er und sah den Jungen vor sich eindringlich an. "Was machst du denn heute noch?", gab er die Frage schließlich zurück, schnappte sich nebenbei seine Tasse und trank die Flüssigkeit darin schließlich aus. Mittlerweile fühlte Levi sich wenigstens wieder aufgewärmt, auch wenn sie beide noch immer recht durchnässt waren.

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