Wer denkt, das Leben an einem Internat wie diesem sei wie jedes andere, der irrt gewaltig. Affären zwischen Schülern und Lehrern, kriminelle Machenschaften unter den Schülern und Liebesdramen! Welche Rolle spielst du in alldem?
 
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 Camping in Colorado

Diese Schriftrolle wurde am Fr Jul 21, 2017 9:51 pm von ©Jake Riley verfasst.
Ich war schon etwas früher wach als Aiden und saß in der Wiese vor unserem Zelt. Der Jetlag ließ mich noch immer um sechs Uhr morgens oder so aufwachen und so aufgeregt wie ich war, konnte ich auch nicht mehr einschlafen. Ich konnte mich noch genau daran erinnern, wie Aiden mir eröffnet hatte, dass er von seinen Eltern in die USA (Amerika!!!) in den Urlaub geschickt wurde und ich mitkommen könnte. Wahrscheinlich hatte ich ihn mit meinem quirligen, vorfreudigem Verhalten schon halb in den Wahnsinn getrieben, aber das war seine eigene Schuld (wobei ich mir an seiner Stelle wohl einen Cocktail aus 20 Schlaftabletten verabreicht hätte). Aber wie sollte ich denn bitte nicht unglaublich aufgeregt sein? Das erste Mal in einem Flugzeug sitzen und fliegen! Und das in die USA! OHMEINGOTT!
Auf dem Flug hatte ich meinen besten Freund vermutlich auch zu Tode genervt, als ich aufgeregt auf seinen Arm getrommelt und immer wieder geflüstert hatte: "Wir fliegen! Wir fliegen! Da sind die Wolken und jetzt sind sie unter uns! Aiden, wir fliegen!" Ohne Witz, ich hätte mich selber nicht ausgehalten, aber Aiden gestaltete sich als sehr geduldig.
Morgens war es noch etwas frisch in Colorado, aber das tat nichts. In Jogginghose und Hoodie saß ich im Schneidersitz im Gras und ließ die Sonne auf mein Gesicht scheinen.

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Diese Schriftrolle wurde am So Jul 23, 2017 7:12 pm von ©Aiden Kowalczyk verfasst.
Meine Augen starren einige Sekunden lang träge an das Zelt. Ich hatte völlig vergessen wie unbequem es war in einem Zelt zu schlafen. Ich hatte, bevor wir das erste Mal schlafen gingen, zu Jake gesagt, dass wenn er mich auch nur annähernd in der Nacht berührt, ich ihm die Nase brechen werde. Das ist mein kompletter Ernst. Ich war nicht auf eine erotische Beziehung mit meinem besten Freund aus. Da wäre mir ein beliebiges Mädel schon lieber.
Ich rappel mich langsam auf und bemerke erst jetzt, dass Jake wohl schon früher aufgestanden ist wie all die Tage zuvor auch. Im Gegensatz zu mir hat er unendlich viel Energie und braucht anscheinend keinen Schlaf um immer super drauf zu sein. Manchmal war es in der Hinsicht komisch, dass wir befreundet sind.
Ich wechsle von meinem Schlafshirt zu einem normalen, schwarzen und ziehe mir eine Jogginghose an. Ein Flanellhemd nehme ich mir ebenfalls mit, da es doch recht frisch sein kann am Morgen in Colorado. Und wie erwartet war auch das Energiebündel schon wach und schien den Sonnenschein zu genießen. Ich atme tief ein und aus und genieße kurz die frische Luft, bevor ich mich an Jake wende: „Na, schon vom Flug endlich beruhigt?“ Ich sollte genervt sein von dem Theater, den er daraus machte, aber ich fand es eher irgendwie ganz cool ihm damit eine Freude machen zu können. Zugeben würde ich das allerdings nicht. „Hast du schon eine Idee, was du heute machen willst?,“ frage ich ihn anschließend und setze mich neben ihn. Hier draußen mutierte ich fast zum Naturburschen und ich vermisste weder meine Filme, noch die Gewinnspiele.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Aug 02, 2017 3:39 pm von ©Jake Riley verfasst.
Ich saß nicht sehr lange alleine vor dem Zelt, vielleicht 20 Minuten oder so, als ich hörte, wie es sich hinter mir öffnete. Schnell drehte ich mich um und sah, wie Aiden herauskam. Er sah noch etwas verpennt aus, aber naja. Nicht jeder kann aufwachen und "Guten Morgen, Sonnenschein!"-rufend durch die Gegend hüpfen. Waren vielleicht sogar eher die Wenigsten. Aiden jedenfalls nicht. Nach einem Moment der Stille, ergriff er das Wort. Ob ich mich vom Flug beruhigt hätte, wollte er wissen und ich musste grinsen. "Vom Hinflug schon", beantwortete ich seine Frage. "Aber ich kann dir wohl kaum verprechen, weniger abzudrehen, wenn wir wieder zurückfliegen. Das einzige Mittel dagegen ist wohl ein Beruhigungsmittel, aber wenn ich dann einschlafe, musst du mich tragen, fürchte ich." Es waren die ersten Worte, die ich an diesem Morgen sagte und so schwang auch eine gewisse Morgenheiserkeit mit, was mich bisher aber noch nie davon abgehalten hatte, weniger zu reden oder leiser.
Aiden setzte sich neben mich ins Gras und fragte dann, ob ich schon eine Idee hatte, was ich heute machen wollte. Ich zuckte langsam mit den Schultern. "Hm, weiß nicht", gab ich zu und blinzelte ihn kurz an, ehe ich meinen Blick über die Wiese streifen ließ. Nichtstun käme für mich auf jeden Fall nicht in Frage. Nicht hier. Wer wusste schon, ob ich jemals wieder hierher kommen würde oder könnte, da könnte ich doch auf keinen Fall meine Zeit verpennen oder so. "Warum, hast du schon einen Plan?"

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 10, 2017 7:12 pm von ©Aiden Kowalczyk verfasst.
Das Grinsen meines besten Freundes konnte locker mit dem eines fünfjährigen Jungen mithalten und manchmal kam es durch sein auch etwas kindisches Verhalten dazu, dass ich ihn vor mir sehe als eine jüngere und kleinere Version von ihm, dem man noch irgendwie helfen muss. Dauernde Ermahnungen wie 'Iss das nicht' oder 'bau keinen Scheiß' dürfen dabei nicht fehlen und Energie wie ein Kind hat er alle mal. Für mich war es an manchen Tagen kaum vorstellbar, dass er zur Polizei möchte, an anderen widerum schon. Seine Vorliebe für Rätsel war wirklich sehr groß, vielleicht würde ihn das vom Flug ablenken? Das ein Beruhigungsmittel für den Rückflug nötig ist, dachte ich mir schon. "Kein Problem, ich trage dich raus, aber nur wenn du mir vertraust, dass ich dich nicht einfach am Flughafen liegen lasse wegen meiner zerstörten Schulter." Meine Mundwinkel zucken bei der amüsanten Vorstellung wie ein verwirrter Jake sich am großen Flughafen zu orientieren versucht. Ich klopfe ihm auf die Schulter und sage nur sehr gemütig: "Ich weiß, dass ich ein toller Freund bin. Nichts zu danken." Ich strecke meine Beine aus und schaue mich in der Gegend um. Er hat auch keinen Plan was wir tun könnten, also überlegte ich auch einen Moment. "Mein eigentlicher Plan war, dich irgendwelchen Tieren als Fraß vorzuwerfen. Wir könnten aber auch Kanu fahren oder wanderen gehen, je nachdem worauf du Lust hast." Ich lasse kurz eine Pause vergehen, ehe ich ganz spontan sage: "Oder wir marschieren bis zum nächsten Laden, kaufen uns Bier und knallen uns die Birne voll." Mein breites Grinsen verriet, wie sehr ich von der Idee angetan war.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 10, 2017 8:01 pm von ©Jake Riley verfasst.
Ich verzog das Gesicht, als ich Aidens Worte hörte. "Dann holst du einfach einen Gepäckwagen und schmeißt mich darauf", schlug ich scheinbar mit vollkommener Ernsthaftigkeit vor. "Man muss nur so einfallsreiche Ideen haben wie ich." Erneut grinste ich breit, riss dann ein paar Grashalme aus dem Boden und ließ sie über dem Kopf meines Kumpels herunterrieseln. Warum?, würden in diesem Moment viele Leute fragen und mich zutiefst verwirrt anstarren, da bin ich mir sicher. Aber von Aiden erwartete ich so etwas nicht. War ja nicht meine Schuld, dass er sich mit mir herumschlug. Naja, irgendwie dann auch doch ein bisschen. Als er mir auf die Schulter klopfte, lächelte ich. "Klar, das weiß doch jeder und das würde niemals jemand in Frage stellen", erwiderte ich amüsiert. "Da tut es mir ja fast schon leid, dass ich kein sexuelles Interesse an dir zeige. Sorry, Bro. Ich steh halt nicht wirklich auf Kerle."
Ich fing an, mehr Gras um mich herum abzureißen. Eine schreckliche Angewohnheit von mir, aber ich brauchte irgendwie immer irgendetwas zu tun für meine Finger, sonst wurde ich schnell nervös. Ob ich Gras ausriss oder einen Kugelschreiber immer wieder auseinander- und wieder zusammenbaute, war da egal. Die Leute um mich herum schienen sich meistens nicht so wieklich daran gewöhnen zu können, während ich nicht mal merkte, wie unruhig ich war.
"Was hält dich davon ab? Angst, dass sie auf den Geschmack kommen und dich gleich hinterherfressen?", fragte ich trocken und lauschte dann Aidens Vorschlägen. Es klang alles ziemlich cool, aber der letzte Vorschlag klang dann doch am ehesten nach Aiden. Sein Grinsen verriet mir sehr deutlich, welchen Vorschlag er selber am besten fand. Und auch ich konnte mich darüber nicht beklagen (Scherz, ich war hin und weg von der Idee). "Klingt gut", gab ich zu und nickte. "Bock auf nen Müsliriegel?" Ich zog zwei Stück aus meiner Hosentasche heraus und warf, ohne auf eine Antwort zu warten, einen in Aidens Richtung. "Ich bin dafür, dass wir schauen, ob wir auch was Härteres als Bier bekommen. Hast du nen Ausweis dabei, auf dem dein wahres Alter...ähh...21 steht?"

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Aug 12, 2017 4:09 pm von ©Aiden Kowalczyk verfasst.
Der Vorschlag mit dem Gepäckwagen war nicht gerade so verkehrt, weswegen ich meinen Kopf abwägend hin und her wiegte. "Oder ich verkaufe dich im Flugzeug einfach an jemanden. Menschenhandel ist doch legal, oder?" Ich verziehe nachdenklich meine Augenbrauen, als wäre das wirklich eine Überlegung wert. Letzten Endes würde ich ihn eh einfach mit Kaffee vollschütten, sodass er vermutlich quer durch den ganzen Flughafen rennen kann. Ein paar Grashalme rieseln auf meine - vermutlich komplett zerzausten - Haare und ich schüttle sie mir wieder halbwegs heraus. Jake ist als Kind viel zu oft von der Schaukel runtergefallen, aber wenn man sich daran gewöhnt hat, dann hält man so einiges aus. Außerdem bin ich mit Sicherheit auch nicht immer so einfach. Mal abgesehen von den ganzen Gewinnspielen und meinem sehr großen Wissen an verschiedenen Filmen, kommen die meisten auch nicht mit meiner Direktheit und auch mit der abweisenden Haltung nicht klar. Ich meine, was soll das mit diesen pseudodramatischen Vergangenheiten? Oder mit dem exzessiven Rauchen oder Drogen nehmen? Wenn alle mal ehrlich wären, juckt das so gut wie keinen. Ein Grund mehr, warum ich viele auf dem Internat einfach nicht leiden kann.
Dass Jake nur platonisch an mir interessiert ist, lässt mich lachen. "Da bin ich aber wirklich sehr enttäuscht. Dann hätten wir uns für so wichtig halten können, dass wir das Wort Homosexualität neu definieren." Ich schlage mir enttäuscht selbst gegen den Brustkorb und sehe tiefsinnig in die Ferne. Meine Grundeinstellung, dass sich niemand für wichtig halten soll - nein, du bist keine special snowflake nur weil du eine andere Sexualität, Haarfarbe, Religion, Kleidungsstil oder was weiß ich hast - schlägt bei anderen auf Empörung und ich finde es einfach nur irre witzig.
Mit was für einer hohen Konzentration Jake das Gras ausreißt, ist bemerkenswert, geradezu begnadet. Vielleicht würde ich ihm das ausgerissene Gras später auch in den Schlafsack tun, nur so als ein kleiner Prank am Rande.
"Ich habe keinen Bock das Zelt alleine wieder abzubauen, also lasse ich dich notgedrungen am Leben," erkläre ich sehr neutral und schmunzle abschließend. Wir ergänzten uns einfach, was Sarkasmus und Ironie angeht, perfekt. Während andere sich nicht mehr ganz sicher sind, ob wir es ernst meinen, wissen wir vom anderen genau, was Ernst ist und was nicht. Das Schmunzeln verging mir aber, als ich einen Müsliriegel ins Gesicht bekam. "Nö, trotzdem danke." Ich nehme ihn in der Hand und werfe ihn zurück mit dem deutlichen Ziel, ihn ins Gesicht zu treffen.
Während ich kurz jemandem auf dem Handy zurückschreibe, fragt Jake, ob ich eventuell einen gefälschten Ausweis dabei habe. Ich hebe meinen Blick, der so viel sagt wie 'mit wem redest du gerade, du Idiot?'. "Na klar habe ich einen gefälschten Ausweis. In Polen bekommt man so gut wie alles mit den richtigen Kontakten." Also mit dem richtigen Nachbarn, der einem was schuldet, weil man von seinem Marihuana-Anbau hinter dem Haus Bescheid weiß. "Dann mach dich fertig damit wir loskönnen," sage ich noch zu Jake, während ich mir eine Cap hole und aufsetze.

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Diese Schriftrolle wurde am So Aug 13, 2017 7:54 pm von ©Jake Riley verfasst.
Ich grinste breit, als Aiden meinte, er würde mich einfach im Flugzeug verkaufen. "Wenn du mich vorher schwarz anpinselst,
sollte es kein Problem mit irgendeinem Gesetz geben"
, konterte ich darauf schulterzuckend. Das war schon einer der gewagteren Witze. Bei jemanden, den ich nicht kannte, würde ich sowas gar nicht bringen. Da war das Risiko für einen Rassisten, Sexisten oder sonstwas gehalten zu werden viel zu enorm. "Aber war ja klar, dass so ein Vorschlag nur von so 'nem Polen kommen kann", fügte ich dann noch hinzu und seufzte theatralisch. Mein Grinsen verschwand nicht von meinem Lippen, auch wenn es mich fast enttäuschte, als Aiden die Grashalme in seinen Haaren lediglich grob herausschüttelte.
Aiden lachte, als ich meinte, ich wäre nicht sexuell an ihm interessiert und das machte mich, um ehrlich zu sein, schon irgendwie ein bisschen stolz. Immerhin sah man nicht allzu oft einen Aiden Kowalczyk so richtig lachen. Dass ihn etwas amüsierte drückte er da eher irgendwie anders aus und wenn es ein Grinsen war. So ein Lachen zu entlocken war wohl nicht die einfachste Aufgabe bei meinem besten Freund. "Wir hätte uns nicht nur für wichtig gehalten. Wir würden so ein fantastisches Paar abgeben, das hat die Welt noch nicht gesehen. Auf Nimmerwiedersehen, Brangelina. Hallo, Jaiden!" Ich grinste jetzt von einem Ohr zum anderen.
Dass Aiden behauptete, er hätte keine Lust das Zelt alleine wieder abzubauen, weshalb er mich notgedrungen am Leben ließ, überraschte mich kaum. Mit einem "Achso, na klar. Verständlich" nickte ich seine Antwort ab und ließ das Ganze einfach so stehen. Und dass ich den Müsliriegel versehentlich gegen Aidens Gesicht warf, war mir auch erst nicht aufgefallen. Recht schnell bekam ich ihn wieder auf selbem Weg zurück, wobei er dieses Mal mein Gesicht als Landebahn missbrauchte. "Immer wieder gerne", sagte ich schlicht, riss die Verpackung auf und biss den Riegel (also meinen jetzt) ab.
Es war auch irgendwie vorauszusehen, dass mein bester Freund natürlich einen gefälschten Pass dabei hatte. Ich besaß nicht mal einen. Ich hätte schon die Kontakte, die jemanden kennen, die jemanden kennen, aber dafür war mir das Geld zu schade. Ich streckte meinen Daumen in die Höhe und als Aiden mir sagte, ich solle mich fertig machen, dass wir loskonnten, hüpfte ich auf, sprang ins Zelt und zog mir schnell eine Jeans an, hüpfte wieder heraus und breitete die Arme aus. "Fertig!", rief ich etwas außer Puste, weil die kurze Umziehaktion in Rekordgeschwindigkeit passiert war.

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