Wer denkt, das Leben an einem Internat wie diesem sei wie jedes andere, der irrt gewaltig. Affären zwischen Schülern und Lehrern, kriminelle Machenschaften unter den Schülern und Liebesdramen! Welche Rolle spielst du in alldem?
 
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 Ankommen, Hin finden, Freunde finden

Diese Schriftrolle wurde am Do 29 Nov 2018 - 10:26 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Wo Am Bahnof / Später Internat
Wann 16. November
WetterLeicht regnerisch, aber meist nur bewölkt

Ich steige aus dem Zug aus, ziehe Sun ihren Maulkorb aus und hänge ihn an ihre Leine, packe meinen Koffer und stehe jetzt endlich hin in Frankreich. Mehrere Stunden Flug, dann Zug. Ich bin verdammt müde und schlecht gelaunt. Habe keine wirkliche Lust auf den Fußmarsch da hoch.
Wie so oft streiche ich meine Haare aus dem Gesicht und packe meine Kappe drüber.
Ich bin froh wenn ich in mein Bett komme, murmle ich und sehe dann zu meinem engsten Freund. Ich bin froh das du mit gekommen bist, murmle ich und kraule meine Hündin hinter ihrem Ohr. Mit suchendem Blick sehe ich mich um und sehe das Internat. Auf einem Hügel. Na super.
Ich bin zwar sportlich aber DAS müsste nicht sein! Nicht nach über Elf Stunden Flug. Na dann gehen wir mal los, murre ich und stapfe los, meine Hündin neben mir und ich werfe ihr die Leine auf den Rücken um sie dann los zu lassen. Sie zu tragen ist mir gerade zu anstrengend.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr 30 Nov 2018 - 1:55 von ©Minho Sun verfasst.
Meine Knochen sind müde und ich fühle mich ausgelaugt. Zwar bin ich viel Stress und Arbeit gewohnt, aber so weit bin ich noch nie geflogen. Auch wenn man vermeintlich denken könnte, man sei erholt durch das viele Nichtstun, ist es eher das Gegenteil. Dennoch bin ich energiegeladener als mein bester Freund, der sich nicht sonderlich auf das Internat zu freuen schien, im Gegensatz zu mir. Irgendwo vermisste ich meine Großeltern und auch meine Geschwister, aber ich hatte viel Hoffnung nun mehr aus meinem Leben machen zu können, eigene Entscheidungen treffen zu können.
Endlich war die Zugfahrt vorbei, bei der ich auch lange einfach nur rumstand oder hin und her gelaufen bin, um meinen Muskeln eine Beschäftigung zuhören. Ein Kopfhörer ist in meinem Ohr platziert und spielt leise Musik aus einer selbst erstellten Playlist, die mich davon abhielt einzuschlafen.
Draußen auf dem Bahnsteig atme ich zufrieden die frische Luft ein, die mich gleich etwas wacher macht. Der sanfte Nieselregen stört mich nicht wirklich, jedoch nicke ich bei dem Wunsch nach einem Bett von meinem Freund zustimmend.
Ich schaue zu dem Wolfhybrid und muss grinsen. Sie sieht wirklich süß aus. Dieses Grinsen schenke ich jetzt auch Lars und stupse ihm in die Seite. "Jetzt sei nicht so ein Miesepeter. Hast du vergessen, warum wir hier sind? Ab jetzt stehen wir nicht dauernd unter dem Druck unserer Eltern und wir können eigene Entscheidungen treffen. Sobald das letzte schwierige Stück bergauf geschafft ist, wird es nur noch bergab gehen." munterte ich ihn auf und packe meine Sporttasche, die mich zusammen mit meinem Rucksack auf unserer Reise begleitet hat. "Glaubst du, die anderen Leute hier sind cool? Meinst du die kommen mit meinem Grotten-Englisch klar?"

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Diese Schriftrolle wurde am Fr 30 Nov 2018 - 11:04 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Ich setze mich selbst unter Druck, meine ich nur und blicke zu Minho, versuche ein müdes Lächeln und richte meinen Blick wieder nach vorne um dann los zu stapfen,meine Hündin neben mir, der Schwarze Rucksack auf den Schultern, die Sporttasche umgehängt.
Ich weiß es nicht... Dein englisch ist wirklich... Bescheiden, aber ich kann Französisch, wir schnorren uns schon durch., meine ich ruhig und lege mir meine Kopfhörer um den Nacken, zupfe meine Kette zu recht und gehe dann weiter auf den Hügel zu. Sun schnüffelt hier und da teilweise, bleibt aber nicht stehen. Da die junge Hündin eine Handaufzucht meinerseits ist, klebt sie an mir wie Pech an Schwefel.
Aber vorerst haben wir uns und keiner wird das ändern, versuche ich optimistisch zu klingen, doch er weiß wohl am Besten das ich das nicht bin. Der Reichtum meiner Eltern hat mich geprägt, in einer Großfamilie der Älteste zu sein noch mehr und am Meisten wohl, dass ich früh auf mich alleine gestellt war. Zumindest bin ich jetzt in Frankreich, das ist eine kleine Entschädigung, murmle ich.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa 1 Dez 2018 - 5:48 von ©Minho Sun verfasst.
Ich verziehe den Mund zu einem Strich, als ich die Worte aus Lars Mund hörte, die ich nicht hören wollte. Auch ich konnte wohl kaum von mir behaupten, dass ich weniger Ehrgeizig arbeiten würde, als ich es bisher tat, irgendwo ist da die Erziehung in den Charakter übergegangen, aber ich finde es schon anders, ob man sich selbst anstrengt, weil man es irgendwo will, wenn auch halb erzwungen durch die Vergangenheit, oder ob zu Hause jemand auf dich wartet, nur um zu erfahren, ob du auch den Erwartungen gerecht geworden bist. Ich seufze leise und lächle nun auch etwas müde, als mein Freund zu mir sieht, will aber dennoch nicht meinen Optimismus ablegen. Ich brauche die Kraft und Energie, die ich aus meiner positiven Sicht auf die Welt und das Leben erlange. "Pff, nur weil du ein Fremdsprachengenie bist." meine ich beleidigt und verkratze meine Arme, während ich eine Schnute ziehe und neben meinem besten Freund herlaufe.
"Wenn du deine Worte nicht so meinst, dann sag es nicht. Du weißt, dass ich dich lange genug kenne, um zu wissen, wie du wirklich denkst, zumindest ungefähr." meine ich, aber keineswegs böse. Ich denke wirklich so wie er sagt. "Vielleicht denkst du nicht, dass wir Spaß haben werden, aber ich werde alles dafür tun, damit es so ist. Und wenn ich dich dazu zwingen muss, aus deinem Mauseloch rauszukommen! Ich bin immerhin dein bester Freund und du weißt, dass du mich nicht los bekommst und ich an dir klebe wie ein lästiges Kaugummi an der Schuhsohle!" sage ich energisch und muss dennoch etwas lächeln. Ich bin froh, dass ich diesen gut aussehenden Koreaner als meinen Freund bezeichnen kann, auch wenn ich ihm manchmal vielleicht auf die Nerven gehe, weiß ich auch, dass ich ihn ehrlich lachen lassen kann und seine harte Schale Stück für Stück breche. Egal wie verwunderlich es sein muss, dass ich solch eine Geduld für sonst nichts aufbringen kann, aber bei Lars werde ich auch in 10 Jahren nicht aufgeben, sein Herz zu erweichen. "Wir werden uns schon durchschlagen, wie wir es auch bis jetzt getan haben." meine ich, im Gegensatz zu meinem besten Freund ehrlich optimistisch.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa 1 Dez 2018 - 10:20 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Ich bin kein Genie, sage ich knapp, denn ich bin alles nur kein Genie, denn alles was ich kann lerne ich. Wenn ich etwas will Tag und Nacht, also immer wenn ich nicht am Arbeiten bin oder in der Schule. Hier in Frankreich muss ich mir erst mal eine Arbeitsstelle suchen, eventuell wieder als Kellner oder sonst was. Eigentlich mache ich ja allesen für Geld, denn sonst kann ich mir das Leben nicht leisten. Geld von meinen Eltern überweise ich restlos an sie zurück. Ich bin kein Bettler, ich bin selbständig und kann mich um mich alleine kümmern.
Zu seinen Worten fällt mir nicht viel ein und ich gehe Stumm weiter geradeaus, schiebe meine Tasche etwas höher auf meine Schulter und ziehe anschließend meine Cappy vom Kopf, öffne sie hinten und stecke sie wieder zusammen, sobald ich die Verschlüsse durch eine Lasche an meiner Hose gefädelt hatte. Ich verstehe irgendwie nicht wie wir zwei befunden sein können. Er liebt das Leben, die Weiten und vor allem ist er die Freundlichkeit in Person. Und ich? Ich bin froh wenn ich keine Menschen sehen muss, liebe nur den Sport und meinen Hund, hasse es angehimmelt zu werden und erst recht wenn Mädchen über mich sprechen. Sollen doch über ander Menschen reden. Klar, Sex zwischen durch ist schön, da sag ich auch nicht nein, aber eine feste Beziehung brauch ich nicht wirklich. Daß bedeutet zu viel Verantwortung, nachdenken was ich sage und tue. Da sind mir Freundschaften zwischen Kerlen einfach lieber. Da kommt mir keiner quer, keiner verliebt sich und es gibt keine Dramen warum man einen nicht liebt oder will.
Dann denken die Leute noch das du in mich verliebt bist, ehrlich wie ich bin muss ich immer sagen was ich denke, ich kann nicht anders. Klar könnte man es erwas schöner und diskreter formulieren doch das würde mir eigentlich nie in den sinn kommen. Inzwischen sind wir schon so weit, das wir aufwärts gehen müssen und ich weiß jetzt schon das ich es vermeiden werde öfter dort runter zu rennen. Du wirst hier sicher super zurecht kommen, stelle ich nur ruhig fest und schaue kurz mit meinen fast schwarzen Augen zu ihm hinüber. Dich werden sie mögen. Eine alte Frau sieht mich an als wäre ich von einem anderen Planeten als sie hört das wir auf koreanisch miteinander reden und ich schnaube hörbar aus. Das wird heiter mit solchen Menschen hier, klar es sind nicht alle Franzosen gleich aber gerade vor Leuten wie dieser alten Dame schrecke ich daheim zurück. Ich bin doch nur ein ganz normaler Mensch.
Hoffentlich klappt das mit dem gemeinsamen zimmer sonst geh ich gleich wieder.

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Diese Schriftrolle wurde am So 2 Dez 2018 - 4:10 von ©Minho Sun verfasst.
Ich verdrehe die Augen, als er meint, er sei kein Genie. Denn selbst wenn er vielleicht kein Genie ist, ist er oft besser als ich, obwohl ich genauso viel lerne, wie er. Und selbst wenn das auch daran liegen könnte, dass ich selten die Geduld behaltet, mich auf eine Sache zu konzentrieren, würde ich ihn immer bewundern und ihn für faszinierend und toll halten, Genie hin oder her. "Wer braucht schon Genies. Aber die Selbstbeherrschung zu haben, so viel zu arbeiten und auch Erfolg aus der Arbeit zu erzielen, dass schaffen wenige." meine ich zu ihm und lächle. Auch wenn ich ebenfalls hart und ehrgeizig an etwas arbeite, habe ich doch immer das Gefühl, nicht das zu erreichen, was Lars mit dieser Arbeit erreichen würde, aber das störte mich nicht. Ich war froh, sein Freund sein zu dürfen, egal wie sehr er sich von mir unterschied in einigen Dingen. Deshalb sage ich ihm auch, dass er mich wie er wohl weiß, sicher nicht einfach so losbekommt und ich an seiner Seite bleiben werde. Seine Worte darauf bringen mich zum Lachen. "Das ist doch absurd. Ist doch logisch, dass beste Freunde für einander da sind. Und wenn wer so denkt, kann uns das doch egal sein, manche Leute haben eben einen Stock im Arsch." meine ich unbekümmert und lächle weiter von mich hin, während ich unbekümmert auch die leichte Steigung hinauflatsche und mich fröhlich umsehe.
Seine Worte freuen mich irgendwie, denn so selbstbewusst wie ich immer tue, bin ich auch nicht. Ich hoffe immer, dass die meisten Menschen mich mögen und ich ihnen den Tag etwas verbessern kann, bei den ganzen schlecht gelaunten Menschen, die rumlaufen. Ich wollte genau das Gegenteil meiner Eltern sein. Das Gegenteil von schlecht gelaunten, gestressten Menschen, die nur auf Etikette, Anstand und Geld achteten und egoistisch hoch zehn waren. Ich wollte zumindest versuchen Menschen besser fühlen zu lassen und jedem eine faire Chance zu geben, mir zu zeigen, wie toll er ist. "Du wirst das auch schaffen. Nur weil du nicht auf andere Menschen zugehst und von vielen nichts wissen willst, heißt das nicht, dass sie dich nicht mögen. Du machst es ihnen manchmal einfach schwer und viele Menschen haben verlernt, wie man auf andere Menschen zugeht und sind zu faul, um sich um einen Menschen Mühe zu machen und ihn wertzuschätzen." meine ich. Es wird für Lars nie leicht sein, irgendwo gut anzukommen aufgrund seiner Art, aber das kann man wohl niemandem vorwerfen. Nicht Lars und nicht den Leuten, die im Grunde Genauso sind wie er. Nur schade ist es, dass es meinem Freund nicht so egal zu sein scheint, wie sehr er gemocht wird. "Wir werden schon Menschen treffen, die uns mögen. Menschen sind immer erst etwas verschlossen, was Unbekanntes, Neues angeht, aber auf dem Internat wird es ja normal sein, dass viele verschiedene Menschen, Charaktere, Identitäten aufeinander treffen, sie werden mit Sicherheit toleranter sein." erkläre ich optimistisch und sehe gespannt zum Internat hinauf, dass hoffentlich gar nicht mehr soweit von uns entfernt ist und uns gut empfangen wird.

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Diese Schriftrolle wurde am So 2 Dez 2018 - 6:47 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Die Worte nicke ich nur ab. Klar, ich bin sehr ehrgeizig und das haben meine Eltern in mich rein gepflanzt. Irgendwie nur in mich, meine kleineren Geschwister sind alle sehr ruhig und lernen eigentlich auch nie, denn bei ihnen ist der Erfolg nicht wichtig, was ich bis heute noch nicht verstanden habe. Zuerst setzen sie mich unter druck und dann ist ihnen bei meinen Geschwistern alles egal.
Und doch würde ich mich als deinen Freund ausgeben wenn dich n' Weib nervt, schmunzle ich kurz und schlage ihm kumpelhaft auf die Schulter.
Manchmal frage ich mich, wo Minho seinen Optimismus her hat und ihn immer wieder aus sich heraus kramt.Es scheint wie ein Feuer das nie erlischt.
Hoffentlich kann man hier ordentlich was trinken gehen, meinte ich ruhig und stehe dann vor dem pompösen Tor und stoße es auf. Überall lachende Menschen, unbefangen. Pärchen. Freunde. Cliquen. Wo da mal unser Platz sein wird. Zumindest ist alles angeschrieben und so stapfe ich hoch zum Büro wo wir uns melden müssen. Sun binde ich davor ab und suche meine Dokumente raus, die ich drinnen abgebe, meinen Schlüssel, die Stundentafel und die Essensmarken nehme und wieder raus gebe. Manchmal ist es beschissen krank zu sein und doch hat es was gutes, Sun wird mit mir auf dem Zimmer leben.
dann mal auf ins Abenteuer, stelle ich müde fest und nehme meinen Hund wieder zu mir, die sich mehr als nur unsicher und misstrauisch umsieht.

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Diese Schriftrolle wurde am So 2 Dez 2018 - 9:29 von ©Minho Sun verfasst.
Ich lache und ziehe die Augenbraue hoch. Das hätte ich nun wirklich nicht erwartet, egal wie gut wir uns verstehen, finde ich das nicht selbstverständlich. "Das will ich mal sehen. Vor allem, wie dumm und beleidigt die dann gucken und wir uns ins Fäustchen lachen können. Das wäre wirklich lustig, sollten wir mal ausprobieren, wenn wir zusammen mal weg gehen." meine ich und grinse in Vorfreude vor mich hin, während ich mir im Kopf ausmale, wie dieses Geschehen dann ablaufen würde. Also ich müsste mich auf jeden Fall nicht für meinen Freund schämen, wobei ich eher denke, dass ich mich als Lars Freund ausgeben müsste, da er beliebter bei den Mädels ist, als ich.
"Die anderen Schüler können uns bestimmt etwas empfehlen." pflichte ich ihm bei, auch wenn wohl eher ich bei den anderen nachhaken werde.
Ich staune nicht schlecht, als wir das Anwesen betreten, denn auch wenn ich Reichtum gewohnt bin, ist das hier nochmal etwas anderes, viel altmodischer als in Korea, aber dennoch gepflegt. Ich folge meinem Freund blind zu dem Raum, wo wir uns anscheinend melden müssen, denn die Schilder kann ich kaum entziffern. Ich bin schon etwas neidisch auf Lars, dass er nicht allein irgendwo neu hin muss, sondern seine Hündin mitnehmen darf und die anderen Hundebesitzer ihre Hunde einsperren müssen, aber gleichzeitig würde ich auch niemals mit ihm und seiner Krankheit tauschen würden. Auch ich bekomme, alle Infos die ich so brauche und stelle enttäuscht fest, nicht in einem Zimmer mit meinem Übersetzer zu sein. "Kannst du nicht auch dafür sorgen, dass wir in einem Zimmer sind oder wolltest du das nicht?" frage ich etwas enttäuscht nach, als wir wieder aus dem Büro sind. Auch wenn ich prinzipiell kein Problem mit neuen Menschen habe, fühle ich mich wohler in der Umgebung meines Kumpanen, gerade seit ich die Schlägertypen auf dem Schulhof sehen konnte. Hoffentlich sitze ich nicht mit solchen Schwachmaten im Zimmer, die mich dann noch verprügeln wollen, weil ich ein Streber für sie bin, aber sicher nicht ihre Hausaufgaben machen werde.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo 3 Dez 2018 - 3:38 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
ich bin auch nicht sehr begeistert davon, das ich mit fremden im Zimmer bin, meinte ich ruhig und gehe weiter nach oben um anschließend vor dem Jungenflur zu stehen. Ganz ehrlich? Ich weiß noch nicht was das hier werden soll. Ich alleine mit super tollen Jungs im Zimmer die meinen sie sind was besseres. Wahrscheinlich noch Schläger oder Drogenjunkies. Alles nicht wirklich meins. eigentlich bin ich kein wirklicher Mensch der Drogen nimmt oder Raucht. Das einzige Suchtmittel das ich hin und wieder konsumiere ist der Alkohol, aber immerhin gehe ich auch gerne weg und ganz ohne Alkohol ist das nicht immer auszuhalten.
Ich werfe schnell meinen Zeug in den Kasten. Kommst du nachher rüber? Zimmer Nummer 8, stelle ich leise fest und hoffe es geht für ihn in Ordnung. Nachdem ich schwer durchgeatmet habe lege ich meinen Kopf kurz nach hinten und gehe danach in mein Zimmer, mache den Kasten auf und staple meine ganzen Klamotten in den Schrank. Das wird was!, meinte ich ruhig und setze mich danach auf mein Bett, Sun legt sich neben mich und beginnt mich an zu stupsen. Fuck!, ich krame in Panik nach meinen Tabletten, doch irgendwie finde ich sie nicht. Kurz darauf falle ich auf den Boden. Scheiß Epilepsie!. Der Anfall ist nicht schlimm und ich komme schnell wieder raus und setze mich danach wieder auf, durchschwitzt und verdammt fertig. Sun legt sich neben mich und versucht mich zu stützen.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo 3 Dez 2018 - 7:28 von ©Minho Sun verfasst.
Ich nicke nur, immerhin weiß ich das natürlich, aber hoffe auch, dass Lars vielleicht dadurch nette neue Leute kennenlernt und nicht immer nur denkt, er hat nur mich, weil er sonst nicht gemocht wird. Er wird von vielen bewundert, das weiß ich und so sollte er sich auch sehen, auch wenn ich natürlich glücklich bin, dass er nicht arrogant ist. Ich folge ihm wie immer und bin beeindruckt, wie gut er sich zurecht findet, weil er alles Lesen kann. "Klar." lächle ich ihn ruhig an und klopfe leicht auf seine Schulter, ehe ich mich zu meinem Zimmer aufmache. Ich bin in Zimmer eins, also relativ weit weg von Lars, aber dennoch werden wir dichter aneinander sein, als in Südkorea.
Ich klopfe vorsichtshalber an, aber zum Glück scheint niemand sonst in meinem Zimmer zu sein, sodass ich mich in Ruhe allein umschauen kann. Das Viererzimmer ist mit mir voll, sodass ich keine andere Wahl habe, als das einzig freie Bett zu nehmen. Ein freier Schrank ist auch schnell gefunden und ich beeile mich, alle meine Sachen zu verstauen, um möglichst bald zu Lars zu können.
Nachdem alles ordentlich im Schrank liegt, bin ich schon auf dem Weg zu meinem besten Freund und marschiere ohne anzuklopfen in sein Zimmer. Was ich dort sehe, bedrückt mich aber. Schnell bin ich bei ihm und versuche auch ihn zu stützen. "Wo hast du schon wieder deine Tabletten? Du weißt doch, dass du sie griffbereit haben musst!" belehre ich ihn besorgt und streiche einige verschwitzte Haarsträhnen aus seiner Stirn. Ich ärgere mich wirklich, dass ich nicht mit ihm in einem Zimmer bin, denn alleine aufpassen kann er wohl nicht und Sun kann auch nicht alles machen. Ich setzte mich neben ihn und streiche mit einer Hand über seinen Rücken. "Gehts?" frage ich nach einer Weile.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo 3 Dez 2018 - 9:23 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Ich nehme nicht wahr das die Türe aufgeht, nehme nicht wahr das man mit mir redet. Alles was ich merke ist das Sun aufsteht, zu meinem Rucksack geht und mir die kleine Schachtel bringt, die ich öffne und anschließend einstecke. Ich weiß, stammele ich nur. Meine Stimme funktioniert immer nur halb sobald ich einen Anfall hatte. Das sind auch die Momente in denen ich so wirke wie ich eigentlich als Mensch wäre.
Erst jetzt merke ich die sanften Berührungen am Rücken und genieße diese kurz, schließe die Augen und atme tief durch. Ja, danke, meiner Stimme bin ich immer noch nicht ganz Herr und so zittert sie die ganze Zeit. Unsicher ziehe ich mein Oberteil aus und man sieht die ganzen Narben auf meinem Rücken die von meinem Vater kommen. Zwar lenken meine Tattoos und meine Muskeln gut davon ab, aber das ist ja nebensächlich.
Ich werfe das Oberteil auf mein Bett und stehe zitternd auf, gehe zu meinem Kasten und ziehe mir ein anderes Oberteil an. In diesen Momenten bin ich angreifbar, was ich sonst nie bin. Ich weiß warum ich mit dir in ein Zimmer wollte, stelle ich ruhig fest und es scheint als hätte ich mich gefangen. Sun kommt zu mir, stellt sich neben mich und leckt sanft über meine Hand. Braves Mädchen, flüstere ich ihr nur zu und sehe danach zu Minho. Da sieht man das ich dich eigentlich brauche

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Diese Schriftrolle wurde am Di 4 Dez 2018 - 8:35 von ©Minho Sun verfasst.
Ich bin froh, dass Lars wenigstens noch Sun hat, die auf ihn aufpasst. Die Hündin bringt ihm nämlich seine Tabletten und ich kann mich darauf konzentrieren, ihm eine körperliche Unterstützung zu geben, vielleicht auch seelische, wenn er mich gerade wahrnehmen kann. Ich bin froh, dass er sich langsam zu beruhigen scheint und der Anfall wohl noch harmlos war, im Vergleich zu anderen Fällen. Es ist am Anfang ungewohnt für mich gewesen, dass der Mensch, den ich immer für stark und perfekt gehalten habe, so schwach sein kann und bin froh, dass ich inzwischen deutlich besser damit umgehen kann, auch wenn ich mir fast übertrieben Sorgen mache, als wäre ich seine Mutter, vorausgesetzt seine Mutter würde sich so um ihn sorgen wie ich es tue. Niemals hätte ich Lars allein nach Frankreich gehen lassen können, in Korea wäre ich nie beruhigt gewesen, hätte ihn wahrscheinlich alle halbe Stunde angerufen.
Mein Blick klebt kurz auf dem Rücken meines besten Freundes, als er das Oberteil wechselt. Egal wie oft ich seine Narben sehe, die sich vor mir nicht mehr verstecken können, erschaudere ich erneut. Ich nicke immer noch ziemlich besorgt und versuche ein kleines Lächeln. ”Ich kann ja nochmal mit der Sekräterin sprechen, wenn du mir vorher einen Text auf Französisch schreibst. Immerhin dürfen die ja nicht deine Gesundheit gefährden. Wenn sie dir schon kein Einzelzimmer geben können, können sie ja wenigstens das tun.” meine ich etwas säuerlich, dass nicht gleich darauf Rücksicht genommen wurde.
Mir wird ganz warm ums Herz, als Lars mir nochmal verdeutlicht, wie wert er mich schätzt auch wenn man das nicht immer offensichtlich sieht wenn man ihn nicht kennt. Gleich bin ich besser drauf und lächle wieder strahlend wie man es von mir kennt. ”Hast du Lust irgendwas zu machen? Irgendwas Entspanntes oder so?”

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Diese Schriftrolle wurde am Di 4 Dez 2018 - 8:49 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Ich versuche nochmals mit ihr zu reden, stelle ich warm fest und atme nochmals kurz durch bevor ich Minho kurz anlächle. Ich weiß sowieso noch nicht wie du dem Unterricht folgen willst, wahrscheinlich bist du anwesend und ich bin anschließend der Übersetzer, stelle ich ruhig fest und atme nochmals ruhig durch, streiche meine Haare zurück und setze meine Kappe wieder auf.
Ich würde gerne einfach nur einen Film ansehen, später was trinken gehen... Für mich heute nur Cola, stelle ich mehr ruhig fest als aufgebracht und habe meine Fassung schon wieder gefunden.
Oder vielleicht was essen, überlege ich nochmals laut und ziehe mir nochmals eine Jacke über, da es hier doch ziemlich kalt ist.
Lass uns doch die Cafeteria suchen, schlage ich vor und see zu Sun, die schon auf meinem Bett liegt und Minho groß anschaut, als wollte sie sagen, er soll zu ihr kommen und sagen das sie hier bleiben. Meine Maus ist natürlich auch Müde vom Flug hier her, genauso wie wir beiden. Wenn ich heute abend noch weg gehen will, sollte ich vielleicht noch ein paar Takte schlafen.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi 5 Dez 2018 - 5:38 von ©Minho Sun verfasst.
Ich nicke zufrieden und erwidere das Lächeln, hoffe dass Lars erfolgreich ist und ich mir somit weniger Sorgen machen muss. So oft, wie wir auf einander hocken werden, ist es eh unnötig uns in verschiedene Zimmer zu stecken. Wir werden so lange wie möglich beim anderen sein, zumindest so lange es nach mir geht, kann ich das versichern.
Ich ziehe einen Schmollmund. "Es war eine dumme Idee von mir, eine Schule zu besuchen, auf der ich im Unterricht kein Wort verstehe. Vielleicht schaffst du es ja auch, mir einiges beizubringen, ansonsten bin ich ganz schnell von dem Rang als Musterschüler weg hin zu dem Niveau einer der Schläger oder Drogenkonsumenten, die es hier bestimmt reichlich gibt und die keine Ahnung von Respekt, Höflichkeit und Ordnung haben." meine ich unglücklich und denke wirklich zum ersten Mal so richtig darüber nach, was ich hier mir angetan habe. Sicher bereute ich es keines Wegs, aber einen Fremdsprachenkurs hätte mir vorher vielleicht ganz gut getan. Ich nicke auf den Vorschlag hin, einen Film zu sehen und später etwas trinken zu gehen. "Ich muss aber auch nicht groß trinken, wenn du nichts nimmst." meine ich schulterzuckend. "Essen klingt gut! Wir können auch sehen, ob wir Schokolade und Kakao finden und beim Film sehen genießen können." schlage ich vor und sehe lächelnd zu der süßen Hündin, die wirklich erschöpft scheint. Als ich meine Hand nach ihr ausstrecke, höre ich wie Lars wieder spricht. Ich sehe zu ihm, zu Sun und wieder zu ihm und lege den Kopf schief. "Sun will nicht schon wieder los. Lass uns einfach schnell Kakao holen, Schokolade hab ich noch da und dann fläzen wir uns auf dein Bett, schauen irgendwas und können Kraft schöpfen. Es sei denn du willst lieber richtig schlafen." schlage ich einen Kompromiss vor und streichle nun Sun über den Kopf. Ich bin auch ziemlich müde, aber habe immer noch mehr Energie, als die anderen beiden, denke ich.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi 5 Dez 2018 - 7:45 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Du lernst schnell, versuche ich ihn aufzuheitern und sehe danach kurz aus dem Fenster, stütze mich von der Fensterbank ab und sehe auf die Landschaft hinaus. Noch immer zucken meine Muskeln leicht, denn so ein Anfall ist verdammt anstrengend. Sun liegt noch immer ruhig auf dem Bett und schmiegt sich gegen Minhos Hand, schließt ihre Bernsteinfarbenen Augen und grummelt zufrieden.
Ich werde auch ein Bier trinken, stelle ich nur warm fest und drehe den Kopf zu Minho, zwar ist mein Blick nicht warm, doch das ist er nie, sondern viel mehr ist er ruhig und zumindest nicht abweisend.
Mir wäre ein Kaffee lieber, meinte ich nur ruhig und fahre mir über meinen Nacken, drehe mich anschließend um und blicke in die Augen von meinem besten Freund. Ich kann auch schlafen wenn du da bist, schulterzuckend gehe ich auf ihn zu und lege meine Cappy auf meinen Nachttisch, sehe nochmals zu meiner Hündin. Ich suche mal einen Kaffeeautomaten. Startest du meinen Laptop?, frage ich ruhig und ging aus der Türe raus um einen Kaffee und einen Kakao zu holen, wieder zu ihm zu schlendern und mich anschließend neben ihn zu setzen. Wie geht es meinem Lieblingschinesen eigentlich?

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Diese Schriftrolle wurde am Mi 5 Dez 2018 - 21:33 von ©Minho Sun verfasst.
Ich nicke langsam, nachdenklich auf seine Worte hin und hoffe, dass er recht hat, wobei es mich nicht sonderlich stört, eine Ausrede mehr zu haben, warum ich immer an ihm kleben muss. Es ist nicht etwa ein unbehagliches Gefühl für mich von Lars abhängig zu sein, ich vertraue ihm und hatte eh nie vor, mir mehr Freiraum zu wünschen. Schon komisch, dass ich es mit keinem meiner Geschwister geschafft habe, eine so enge Bindung einzugehen, anstatt uns zu helfen, nutzten wir die anderen meist aus und hintergangen sie, um eine winzige Anerkennung unserer Eltern zu bekommen. Ich war schon lange nicht mehr bereit für solche Spielchen und war froh, unbekümmert das Beste meines Möglichen für meinen besten Freund zu tun, ohne das Gefühl zu haben, ausgenutzt zu werden.
Während ich den hutaussehenden Asiaten beobachte, kraule ich Sun und lächle, als ich ihr Grummeln höre. Auch das zeigt mir, dass ich bei Lars willkommen bin, Sun ist normalerweise sehr distanziert und beschützt ihr Herrchen mit allen Kräften, aber mich hat sie anscheinend auch lieb gewonnen. Ich nicke nur und lächle immer noch ein bisschen, freue mich, dass es Lars wirklich gut zu gehen scheint, im Vergleich zu sonst nach einigen Anfällen und auch vorhin am Bahnhof. Jetzt wirkt er wieder optimistischer, denkt vielleicht auch gar nicht an die kommenden Tage, in denen wir die Neuen sein werden. "Ich will aber trotzdem einen Kakao." stelle ich klar und hoffe, dass das Internat nicht nur eklige Wasserbrühe hat, sondern den Kakao, den ich als mein Lieblingsgetränk bezeichne.
Ich grinse und sehe uns schon beide übereinander liegen, während der Film weiterläuft. Ich bin es gewohnt neben ihm zu schlafen, also stört es mich in feinster Weise. "Ich bin ja auch super bequem, da kann man nur wie ein Baby schlafen." schmunzle ich und sehe ihm kurz nach, wie er das Zimmer verlässt, ehe ich seinen Laptop suche. Sun gefällt es gar nicht, dass ich mich nicht mehr um sie kümmere, sie stupst mich immer wieder an, aber ich packe erst ein Kissen an die Wand, damit mir nachher nicht der ganze Rücken wehtut und kuschle mich schön ein. Den Laptop auf meinem Schoß mache ich ihn an und streichle die Hündin weiter, bis Lars zurück kommt. Als er mich Chinese nennt muss ich lachen. "Weiß ich doch nicht wie es dem geht. Aber falls du mal so gütig wärst deinen BESTEN Freund aller Nationen zu fragen, wie es ihm geht: Gut natürlich. Ich meine, was will ich mehr, als weg von meinen Eltern und zusammen mit meinem besten Freund zu sein?" meine ich grinsend.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr 7 Dez 2018 - 8:55 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Ich schlafe ja nicht auf dir, meinte ich nur ruhig und setze mich dann mit meinem Kaffee neben ihn, lächelte nur kurz flüchtig und sehe zu Sun die gleich ihren Kopf auf meinen Oberschenkel legt, die Augen schließt, kurz schnüffelt und anschließend ihre Augen schließt um etwas zu dösen.
Ich weiß nicht, vielleicht Alkohol, eine Freundin, ausgeschlafen zu sein, die Menschen um dich zu verstehen?, zähle ich nur auf und kraule Sun sanft hinter ihrem Ohr wobei sie dann die Augen öffnet und mich groß und unschuldig ansieht.
Also, was hast du dir für einen Film ausgesucht?, frage ich halb neugierig, halb unwissend und doch zum Teil auch etwas gleichgültig.
In aller Ruhe schau ich kurz auf Handy und lese eine Nachricht meiner Ex-Freundin, die ich mit der Nachricht das ich nach Frankreich gehe in Korea stehen lassen habe. Ja Ja ich vermisse dich auch so sehr, denk ich mir mit so viel Ironie die ich nicht mal aussprechen könnte. Ruhig Tippe ich in mein Handy ein, das sich daran nichts ändert das ich sie nicht sehen will und sie meine Nummer löschen soll, ansonsten werde ich sie einfach blockieren.
Genauso ist ein Foto von meinem Bruder gekommen wie sie alle gemeinsam meinen Lieblingsfilm, American History X, anschauen.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa 8 Dez 2018 - 10:22 von ©Minho Sun verfasst.
'Das werden wir ja noch sehen...' dachte ich mir und hoffte fast inständig, dass Lars schnell einschlafen würde. Ich wusste zwar nicht genau, was ich dann machen wollte, außer ihn zu beobachten und vielleicht durch Haar zu fahren, aber das würde mir auch schon völlig reichen.
Unzufrieden mit seiner Antwort, warum auch immer, denke ich nach, was ich wohl am besten Antworten könnte und starre eine Weile ins Nichts. Davon abgesehen, dass ich noch nie so sonderlich scharf auf viel Alkohol war, hatte ich noch nie wirklich Freundinnen, im Gegensatz zu meinem besten Freund. Irgendwo habe ich es nie als wichtig angesehen, habe lieber an mir gearbeitet oder Spaß mit meinen Freunden gehabt. Spaß, den man mit Mädchen nicht haben kann. Ich bin nicht so einer dieser Jungs, die nur das eine wollen. Wenn ich eine Freundin hätte, würde ich Verantwortung übernehmen und mich um sie Sorgen, so wie es mir beigebracht wurde. Dazu hatte ich zum Einen keine Lust bis jetzt gehabt, zum Andren nie ein Mädchen getroffen, dass meine Aufmerksamkeit erweckt hätte. Sie schienen mir alle gleich, ohne Charakter. Ich sah zu Lars, den ich die ganze Zeit nicht beachtet und ihm so auch nicht zugehört hatte. Ich blinzelte ein paar mal, um ihn die Gegenwart zurückzukehren und schüttelte meinen Kopf. "Was hast du gesagt?" frage ich leise und noch etwas neben der Spur, ehe ich wie mechanisch auf Play drücke und so den Lieblingsfilm meines Freundes starte. Währenddessen bin ich immer noch etwas in meiner eigenen Welt gefangen, wie man es manchmal von mir kennt.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa 8 Dez 2018 - 10:34 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Ein Seitenblick fällt zu Minho und ich lege kurz eine Hand auf sein Bein. Nicht anzüglich sondern neutral und blicke danach zu ihm hin: Alles okay? Ich wollte dich nicht verletzen, meinte ich ruhig und lege meine Hand an seine Wange um seinen Kopf zu mir zu drehen und diese kurz zu tätscheln. Du solltest nicht so oft von mir träumen, stelle ich nur fest und streiche meine Haare zur Seite und trinke meinen Kaffee trotz der hitze leer, werfe mein Oberteil in eine Ecke und lümmel mich neben Minho, schaue auf den Bildschirm und zeige ihm dann das Foto meine Familie und lächle kurz mal ehrlich, denn ich liebe meine Familie über alles und das weiß er auch.
Ich komme nicht mal bis zu der Szene mit dem Einbrecher und döse weg, den Kopf auf dem Oberschenkel meiner besseren Hälfte liegen, genauso wie meine Hand. Ich liege sicherlich nicht absichtlich so und das weiß er besser wie ich, doch da er mein Kissen in Beschlag genommen hat, kann ich nicht mal wirklich etwas anderes nehmen als seine Oberschenkel. Der Film läuft doch ich bin einfach zu müde um wirklich aufzupassen und schlafe dann sogar ziemlich fest, wobei mein Atem immer rhythmischer wird und mindestens so ruhig. Irgendwann wache ich wieder auf, blitzle ein paar mal und setze mich hin, strecke mich, lächle kurz und knacke mit meinem Nacken. Hab ich lange geschlafen?, frage ich mit leiser und recht rauer Stimme, wobei das raue nur vom Schlaf kommt, nicht von irgendwelchen Launen. Sun sieht mich dabei groß an und beginnt sehr sanft über meine Hand zu lecken. Danke fürs' Kissen spielen, stelle ich ruhig fest und lächle ihn kurz warm an, wobei ich durch meine total zerzausten Haare wuschle.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa 8 Dez 2018 - 11:11 von ©Minho Sun verfasst.
"Hm?" mache ich verwirrt. "Jaja alles okay, du hast mich nicht verletzt." sage ich schnell. Ob meine Worte der Wahrheit entsprechen, weiß ich nicht so genau, aber ich hoffe, dass das nicht weiter schlimm ist. In solchen Momenten bin ich natürlich lieber allein. Ich mag es nicht, anderen Sorgen zu bereiten oder von ihnen für verrückt gehalten zu werden. Ich lächle leicht, werde von seinen Berührungen völlig in die Gegenwart geholt und verdrehe dann grinsend die Augen. "Eingebildeter Pabo." meine ich anklagend und mache große Augen, als Lars einfach sein Shirt auszieht. "Wie kannst du Hitze haben? Es ist viel kälter hier als zu Hause!" stelle ich fassungslos fest und fühle mich etwas unwohl, einen so trainierten Körper vor Augen zu haben. Klar kann sich auch mein Körper sehen lassen, aber im Vergleich zu Lars fühle ich mich wie ein Lauch.
Ich muss Lächeln, als ich das Bild seiner Familie sehe und freue mich für ihn. Vielleicht sollte ich auch mal auf mein Handy gucken, denn kurz bevor ich los bin, habe ich meinen Großeltern erklärt, wie sie mir schreiben oder mit mir skypen können, da sie mich natürlich unbedingt so oft wie möglich sprechen wollen.
Ich schaue den Film schon gespannt, denn komischer Weise wird er mir nicht langweilig, auch wenn ich ihn durch meinen besten Freund schon unzählige Male gesehen habe. Zumindest erschrecke ich mich dadurch nicht mehr merke recht schnell, dass Lars eingeschlafen ist. Innerlich juble ich etwas, da immerhin genau das passiert ist, was ich prophezeit habe. Dann tue ich genau das, was ich geplant hatte. Ich klappe den Laptop zu und streiche durch die weichen Haare meines Freundes, während ich vor mich eindöse und ihn mit halben Auge betrachte. Ich mag es einfach, ihn ungestört ansehen zu können, ohne deshalb komisch angesehen zu werden und mich unwohl zu fühlen. Irgendwann nicke ich auch kurz ein, werde aber sofort wach, als sich Lars etwas bewegt. Ich lächle ein wenig und zucke mit den Schultern. "Keine Ahnung, bin auch eingeschlafen." murmle ich leise und noch etwas müde und werfe mich kurzer Hand der lange nach aufs Bett. "Ich hab dir gleich gesagt, dass du meinem Talent als Kissen nicht widerstehen kannst." nuschle ich in die Decke und drehe mich so, dass ich den gutaussehenden Koreaner erblicke. "Ich will weiterschlafen!" bettle ich und versuche Suns süßen Hundeblick nachzuahmen.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa 8 Dez 2018 - 11:24 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Meine Schultern zucken auf die Aussage, dass es hier kälter ist als wie zu Hause, denn mir ist eigentlich immer warm, wenn nicht sogar heiß und auch aus diesem Grund renne ich daheim Sommer wie Winter Oberkörperfrei rum.
Als wir dann beide wieder wach sind und er sich einfach auf mein Bett wirft ziehe ich die Augenbrauen hoch und muss ein ums andere mal schmunzeln. Dann schlaf weiter, vielleicht bleibt Sun bei dir, aber ich werde laufen gehen. Ich bin nicht mehr müde, mehr hatte ich nicht zu sagen, gehe ins Bad um etwas zu trinken und lehne mich dann in den Türrahmen durch den man ins Bad kommt. Die Schulter am kühlen Holz, die beine locker überkreuzt, die Arme verschränkt und doch sieht man jede einzelne Muskelpartie an meinem Körper. Klar, ich trainiere viel, wenn ich nicht gerade unterwegs bin, bei Freunden oder am joggen bin ich am Trainieren und jeder in meinem nahen Umfeld weiß wie gern ich das mache. Du kannst ja mit kommen, schlage ich warm vor und mein Blick funkelt etwas herausfordernd. Klar, ich weiß das er nicht komplett unsportlich ist, aber ob er hier im hügeligen Land joggen gehen würde weiß ich nicht wirklich. Als Sun aber merkt das ich los will springt sie vom Bett und tappt ungeduldig im Raum auf und ab. Trotz meiner Krankheit werde ich nie aufhören Sport zu machen, dann ganz ehrlich es tut mir verdammt noch mal gut draußen an der frischen Luft zu sein. Dazu will ich das Internat kennen lernen, jetzt wo ich etwas ausgeschlafen bin, bin ich deutlich motivierter und freudiger was das Thema angeht.

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Diese Schriftrolle wurde am So 9 Dez 2018 - 0:27 von ©Minho Sun verfasst.
Ich stöhne in die Bettdecke und sehe ihn schmollend an. Was macht es schon Spaß im Bett allein zu faulenzen? Außerdem würde Sun bestimmt nicht bei mir bleiben, wenn ihr so geliebtes Herrchen weggeht. Ich lege meinen Kopf auf meine Unterarme und beobachte Lars, wie er ins Bad geht und sich schließlich an den Türrahmen lehnt. Meine Müdigkeit schwindet langsam und ich grinse meinen Kumpel etwas verstohlen an. Es tut unglaublich gut ihn ständig bei mir zu haben und mich nicht so gut wie allein durchs Leben schlagen zu müssen. Ich komme für gewöhnlich schwer aus dem Bett, aber wenn man die richtigen Druckmittel hat, geht es doch ganz schnell. Und Lars verfügt definitiv über geeignete Druckmittel, allein mit seiner An- oder Abwesenheit.
Als er mir anbietet, mitzukommen und auch Sun Anstalten macht, aufzubrechen hält es mich nicht länger im Bett und ich erhebe mich schwungvoll. Von dem verschlafenen, teddybärähnlichen Asiaten ist nichts mehr zusehen und ich bin wieder voller Tatendrang. Man möchte meinen, ich wäre nie müde gewesen. "Komisch und wechselhaft wie man ihn kennt. Du kannst froh sein, dass ich dich so sehr liebe, sonst hätte ich das schon lange nicht mehr mitgemacht." necke ich ihn und ziehe mir einfach eine der Caps von Lars über den Kopf, um meine wuscheligen Haare zu verstecken. "Willst du dir vielleicht noch was anziehen oder gleich allen Mädels den Kopf verdrehen?" frage ich etwas murrend und hatte selbst nicht vor, etwas an meinem Outfit zu ändern.

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Diese Schriftrolle wurde am So 9 Dez 2018 - 0:39 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Sun steht inzwischen neben mir und sieht mich groß an, hechelt freudig und stupst immer wieder abwartend gegen meine Hand. Ich weiß das du mich liebst, schmunzle ich nur leise und schaue an mir runter als er fragt ob ich nicht was anziehen will: Nö, eigentlich fühle ich mich so ganz wohl, außerdem glaube ich kaum, dass die Weiber hier auf Asiaten abfahren, erkläre ich ruhig und hole mir dann doch eine Ärmellose Weste aus dem Kasten um mir diese über zu ziehen ,jedoch lasse ich sie offen. Zufrieden Mister Sun?, frage ich lachend und ziehe mir die Kapuze über, wozu ich zuerst mein Cappy nach vorne, so dass das Schild nach vorne zeigt.
Dann gehen wir los, den Schlüssel lasse ich in meiner Jogginghose verschwinden und grinse leicht als ich die Türe öffne und Minho vor gehen lasse um hinter ihm abzuschließen. Anschließend stapfe ich über die Treppe nach unten und beginne dann in einem gemächlichen Tempo in eine Richtung zu joggen, die sich später als ein Waldweg entpuppen wird. Vielleicht finde ich hier ja auch was zum trainieren, stelle ich ruhig fest, denn sonst musste ich schauen wie ich meine Energie los werde. Eventuell wieder Pacour rennen oder sonst irgendwas machen, denn Sun braucht auch mehr Auslauf als mir lieb ist.

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Diese Schriftrolle wurde am So 9 Dez 2018 - 1:22 von ©Minho Sun verfasst.
Ich grinse und stecke abwartend die Hände in meine Jogginghose, wobei ich schließlich die Augen verdrehe. "Du wirst sie ihre Meinung ändern lassen, aber kann mir ja egal sein." stöhne ich, obwohl es mir nicht egal ist. Zugegeben teile ich meinen Freund überhaupt nicht gern, erst recht nicht, wenn ich ihn mir mit jemandem teilen muss, den ich nicht gut leiden kann, was zumeist vorkommt. Lars Frauen können mich ebenfalls selten leiden, sind pikiert, weil ich ihnen ihren Schatzi wegnehme und sie nicht 24/7 bei ihm hocken können, aber was tut man nicht alles für seinen besten Freund. Ich ziehe meine Augenbrauen hoch, lächle aber. "Da hast du dir ja beinahe mehr angezogen, als es möglich wäre." meine ich ironisch, grinse dann aber gut gelaunt, als ich aus der Tür trete. Auch wenn ich mich jetzt lieber ans Klavier setzen würde, als zu Joggen, freue ich mich darauf, rauszugehen und mich etwas zu bewegen. Ich warte, bis Lars abgeschlossen hat und folge ihm, bis nach draußen, wo ich ebenfalls anfange zu joggen und mich neben ihm einordne. "Bei so vielen jungen Kerlen, die Mädchen mit ihren Muskeln aufreißen wollen, findest du bestimmt etwas." meine ich optimistisch und versuche eine gleichmäßige Atmung zu erlangen. "Ich hoffe eher, die haben Equipment um Musik zu machen. Vielleicht gibt es in der Stadt auch eine Möglichkeit, wie ich mir so Geld verdienen kann." sage ich und beobachte ausführlich die Umgebung, um nach interessanten Dingen Ausschau zu halten und nach und nach einfach nur die Natur zu genießen, die uns immer mehr umgibt.

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Diese Schriftrolle wurde am So 9 Dez 2018 - 1:35 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Sicher?, frage ich, denn er klingt nicht so, als würde es ihn stören, das ich so beliebt bei den Weibern war. Die erste Zeit werde ich mich hier von den Weibern fern halten. Mina nervt mich momentan wieder, dass sie mich nervt und deshalb will ich vorerst weder was festes, noch ne Bettgeschichte, stelle ich nur ruhig fest und passe mich dem Tempo meines besten Freundes an, damit ich ihn nicht gleich abhänge.
Ansonsten musst du halt her halten und mit mir joggen gehen, stelle ich in einem ruhigen Ton fest und schließe meinen Augen bei dem Gefühl, das die kühle Luft in meinen Lungen auflebt. Sie haben hier einen frei zugänglichen Musikraum, stelle ich nur fest, denn ohne die Möglichkeit Gitarre zu spielen wäre ich nicht so schnell hier her gekommen, immerhin liebe ich die Musik mindesten so sehr wie den Sport. Ich brauche hier auch noch einen Job, stelle ich ruhig fest, immerhin wollte ich nicht von meinen Eltern abhängig sein und ich würde ihnen alles an Geld wieder zurück überweisen das ich von ihnen bekomme. Vermisst du Korea bisher?, frage ich leise um mich ein wenig mit ihm zu unterhalten.

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Diese Schriftrolle wurde am So 9 Dez 2018 - 3:03 von ©Minho Sun verfasst.
"Absolut." antworte ich sofort und verspüre nicht die geringste Lust, näher auf dieses Thema einzugehen, sodass ich froh bin, als wird's Augenmerk lieber auf das weibliche Geschlecht lenken und weg von mir. Ich nicke nach seiner Erklärung. "Zugegeben ist es zu erwarten gewesen, dass sie so reagiert, wenn du einfach abhaust." meine ich und komme so langsam in einen Trott, in dem es mir leicht fällt, das Tempo zu halten. Ich atme erleichtert auf, als ich merke, wie mein Körper sich nicht allzu sehr über die Anstrengung beschwert und es anscheinend schon noch gewöhnt ist, etwas zu leisten. "Hoffentlich nicht." antworte ich dennoch. Ich habe kein Problem damit einmal in der Woche Joggen zu gehen und auch mal anderen Sport zu machen, aber ich weiß am besten, dass Lars nicht von einmal in der Woche einmal um das Internat laufen meint. Egal wie sehr ich es bewundere, dass er so sportlich ist, ich bleibe lieber bei meinen mäßigen Aktivitäten, die mich fit halten, aber auch nicht zum Bodybuilder machen. Sowas ist bei mir eh nicht von Nöten.
Als Lars dann den Musikraum anspricht, beginnen meine Augen zu strahlen und wiedermal darf ich zugeben, dass ich ziemlich blind meinem Freund gefolgt bin, ohne mich darüber zu informieren, wo genau es hingeht. "Lass uns mal zusammen spielen." schlage ich munter lächelnd vor und laufe gleich ein bisschen befreiter und schneller. Musik war schon immer in meinem Leben dazu fähig, all meine Gedanken und Pflichten zu verdrängen und mich einfach gut fühlen zu lassen.
"Ich weiß nicht. Irgendwie schon. Immerhin kenne ich hier noch sehr wenig. Ist fremd. Zudem verstehe ich nichts von dem, was die Leute sagen oder was auf Schildern steht. Ich bin total von dir abhängig, nicht dass das schlecht ist, aber es ist ungewohnt. Außerdem vermisse ich meine Großeltern unser Dorf und vielleicht sogar meine Geschwister ein wenig." meine ich leise und seufze. Ich wünsche mir oft, dass ich so ein Verhältnis zu meinen Geschwistern hätte, wie es bei Lars der Fall ist. "Und Taewon vermisse ich natürlich auch. Er hat mir im Zug ein Bild von sich allein beim Karaoke geschickt. Anscheinend fehlt ihm meine Engelsstimme." gebe ich die Worte wieder, mit der er das Bild unterzeichnete. Taewon ist wohl den einzigen, den ich aus Daegu vermisse. Er war zwar nicht mein bester Freund, denn das war schließlich Lars, aber er war eben meine einzige Stütze im Alltag und liebte es mich in eine der vielen Karaokebars oder -räume zu schleppen und mich so aus meinem stressigen Leben herauszuholen. "Was ist mit dir? Ich muss dich wohl kaum fragen, wen du vermisst."

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Diese Schriftrolle wurde am So 9 Dez 2018 - 8:11 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Ich hab ihr gesagt, dass ich gehen werde!, stelle ich nur fest um mich selbst zu verteidigen und ziehe im Tempo etwas an, um nicht nur so langsam und langweilig durch die Gegend zu trotten, denn gerade Waldwege sind spannender wenn man etwas schneller läuft. Es fordert mehr Konzentration, mehr Aufmerksamkeit und vor allem, was gerade das Wichtige ist, mehr Ausdauer. Der Waldboden schluckt sehr viel Energie und um dies auszugleichen muss man eben das Doppelte aufbringen. Locker springe ich über die Wurzeln und scheine merklich keine Probleme zu haben, als ein Baumstamm im Weg liegt.
Ich vermisse meine Geschwister. Ich weiß gar nicht wie ich es ohne sie alle aushalten soll, genauso vermisse ich meinen Job und die alte Schule ein wenig, aber ich wollte auch schon immer nach Frankreich, also ist eigentlich alles gut.
Mit einem leichten Grinsen auf den Lippen bleibe ich auf einer Lichtung stehen und ziehe kurz meine Cappy aus um durch meine langen Haare zurück zu streichen. Auch Sun bleibt stehen, hechelt und sieht zufrieden zu mir hoch, anschließend zu Minho und legt sich einfach auf den Waldboden um dort die Augen zu schließen und zufrieden durchzuatmen. Ich wünschte ich wäre auch so sorglos, stelle ich nur fest und sehe mich um, wobei ich fest stelle das ich absolut nicht weiß wo wir sind und mein Handy hat auch keinen Saft mehr, doch ganz ehrlich, ich würde auch hier im Wald schlafen und hätte damit nicht mal groß Probleme.

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Diese Schriftrolle wurde am So 9 Dez 2018 - 10:33 von ©Minho Sun verfasst.
Ich nicke und versuche mit Lars mitzuhalten, was sich als etwas anstrengender herausstellt. Den Weg, den wir einschlugen führte uns weg von der Stadt und hinein in einen Wald. Ohne Frage, ich mochte die Natur und hatte auch kein Problem damit, über Stock und Stein zu hopsen, obwohl es anstrengend war. Vielmehr hoffte ich, dass wir wieder zurückfinden würden, denn auskennen taten wir uns beide nicht und mein Handy steckte noch in meinem Rucksack, den ich in der Eile nur an mein Bett gestellt hatte. Ich habe keine Zeit weiter darüber nachzudenken, um mit Lars mitzuhalten muss ich mich nämlich anstrengen, aber wenigstens konnte ich ihn so hoffentlich etwas glücklicher machen und musste nicht allein bleiben.
Als er auf meine Frage antwortet lächle ich, da sich meine Vermutung bestätigt hat, dass ich nicht fragen musste, wen er vermisst. Dennoch schien es meinem Freund nicht allzu viel auszumachen, hier in Frankreich zu sein und es erleichterte mich, dass er deutlich besser gelaunt schien, als bei unserer Ankunft, wo er noch keine Lust auf alles und jeden im Internat hatte. Ich atme zufrieden durch, als wir auf einer Lichtung anhalten und stütze mich mit meinen Händen auf meinen Knien ab. Lächelnd sehe ich zu der Hündin und bin ganz froh, dass nicht nur ich etwas erschöpft bin. "Jeder hat Sorgen." antworte ich leicht lächelnd und hocke mich kurz hin, um Sun über den Kopf zu streicheln. "Und wenn du dir Sorgen machst, denk daran, dass ich dir immer helfe und für dich da bin, egal was ist." meine ich aufmunternd lächelnd und stehe wieder auf, beobachte, wie er sich umsieht. "Was ist los? Wollen wir wieder zurück? Nicht dass wir uns verlaufen..."

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Diese Schriftrolle wurde am So 9 Dez 2018 - 10:44 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Ich sehe zu Minho der ziemlich kaputt neben mir stand und schüttelte leicht den Kopf. Er ist eben nur nicht so sportlich wie ich und das wusste ich auch, doch ich wollte ihn einfach dazu bringen mit zu gehen, sich zu bewegen, seinen Körper etwas an die Grenzen zu treiben und doch sind wir anscheinend noch weit davon entfernt das er kaputt ist.
Ich habe keine Ahnung wo wir sind, stelle ich einfach nur fest, denn typisch ich sind wir nicht einfach nur geradeaus gerannt, nein, wir sind ungefähr 10 mal abgebogen und irgendwie hatte ich keine Ahnung wo wir genau sind. Mein Handy ist tot, stelle ich einfach nur fest und sehe mich einfach um, versuche auch nur irgendwie einen Weg in irgendeine Ecke Richtung Internat zu finden, Da habe ich uns wieder in was rein geritten, schmunzle ich einfach nur.
Geduldig sehe ich mich um und binde meine Cappy wieder an meiner Hose fest, schüttle leicht den Kopf und blicke nochmal auf Sun hinunter, die einfach nur da lag und den Kopf auf die Oberschenkel von Minho legt, wobei sie ihre Ohren immer bei mir hält. Hast du noch eine Ahnung wo wir her gekommen sind?, frage ich ihn einfach nur und kratze mich im Nacken, denn ich habe absolut keine Ahnung wie ich auch nur irgendwie zurück finden soll, denn irgendwie wird es um uns schon dämmrig und hier scheint es nicht so, als würden hier viele Menschen vorbei sehen, denn alles zusammen ist mehr als nur dicht und die Baumkronen lassen auch nur spärlich Licht durch, welches sich in einem Schimmern auf meinem Gesicht wieder zeichnet.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo 10 Dez 2018 - 5:26 von ©Minho Sun verfasst.
Mein Atem beruhigt sich nach und nach, auch dank der beruhigenden Wirkung, die Lars' Hündin auf mich hat. Dass ich aber nicht weiß, wo wir sind und wie wir zurückkommen, realisiere ich erst, als Lars sich etwas umsieht. "Ja ist ja auch kein Wunder, wenn wir im Zick Zack durch das Gebüsch springen, weil du sonst unterfordert bist." meine ich etwas belustigt, aber irgendwo ehrlich. Ich habe selbstverständlich auch keine Ahnung wie wir zurück ins Internat kommen sollen, aber irgendwie beunruhigt mich das noch nicht so wirklich. Als mein Freund dann aber klar macht, dass sein Handy uns nicht hier rausholen kann, mache ich große Augen. "Nicht wirklich oder?" frage ich unnötiger Weise nach. "Wirklich lustig." meine ich ironisch, vermisse jetzt schon mein warmes Bett und das Abendbrot, dass uns noch erwartet hätte. "Warum bin ich nur nicht im Bett geblieben..." maule ich leise rum und knuddle als Trost Sun kurz durch.
Ich sehe ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an, muss dann aber lachen. "Du bist so blöd! Wie hätte ich mir das denn merken sollen? Nur habe ich mein Handy dummer Weise in meinem Zimmer, da hilft es uns auch nicht weiter." sage ich und mustere kritisch die Umgebung, stehe auf. Zu unserem Glück wird es langsam dunkel, weswegen wir erst recht nicht zurückfinden werden. "Was machen wir jetzt?" frage ich ratlos und sehe hoffnungsvoll zu Lars, der auch in so einer Lage sich vom Mondlicht berieseln lässt und einfach nur gut aussieht, selbst wenn er grad ein Nichtsnutz ist. Ich setzte meine Cappy ebenfalls ab und streiche mir seufzend durch die Haare. Egal wie abenteuerlustig ich sein konnte, wenn ich kein Essen hatte und frierend im Freien neben lauter Wildschweinen und Insekten schlafen sollte, war ich nicht allzu erfreut.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo 10 Dez 2018 - 9:24 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Du kannst das Nächste mal auch daheim bleiben, stelle ich nur fest, denn er sollte wissen, dass ich so zickiges Gehabe nicht ausstehen kann. Bei ihm nicht und bei keinem Weib das meint, es besser wissen zu müssen. Ich bin genauso genervt wie er nicht zu wissen wo genau ich bin.
Irgendwann gehe ich einfach in eine Richtung los, Sun natürlich mir hinterher. Du kannst machen was du willst aber ich suche jetzt einen Weg heim, meine Stimme ist kalt wie eis und auch deshalb sehe ich ihn nicht an, beobachte ihn nicht mal, lächle nicht, zeige keine Emotionen. Mein Gesicht ist viel mehr regungslos und es scheint so, als würde ich ihn stehen lassen, jedoch bleibe ich stehen, drehe mich um, seufze und lege den Kopf in den Nacken: Kommst du?, ich hatte keine Lust auf eine Beerdigung und nur sagen zu können "Er starb weil er keinen fragen konnte wie er aus dem Wald findet"
Geduldig tappe ich los, Sun neben mir und genießt irgendwie auch den Wald. Die Luft, die Umgebung, das Leben. Irgendwann kommen wir an eine kleine Hütte und ich klopfe an der Türe, wobei mir keiner die Türe öffnet und so öffne ich sie. Der Raum ist Leer und ich zucke mit den Schultern. Drinnen steht ein Bett und ein kleiner Ofen. Besser wie im Wald

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Diese Schriftrolle wurde am Mo 10 Dez 2018 - 10:29 von ©Minho Sun verfasst.
Ich werde still und wende mich von ihm ab. Ich hasse es, wenn auch nur das Kleinste nicht perfekt zwischen uns läuft. Ich komme damit nicht klar. Allgemein kann ich nicht gut mit Konflikten umgehen, da ich ihnen so sehr aus dem Weg gehe. Doch nun bin ich konfrontiert und weiß nicht weiter. Meine Zähne pressen sich zusammen, verärgert und traurig. Ich wollte nicht nervig sein, aber auch ich kann nunmal nicht immer alles positiv sehen. Außerdem war es auch nicht böse gemeint, was ich gesagt habe. Aber manchmal reden Menschen einfach aneinander vorbei. Am liebsten wäre ich jetzt allein, um mich zu ordnen und dann logisch wieder an die Sache heranzugehen, aber das ist jetzt nicht möglich.
Ich sehe nicht wie Lars weggeht, aber ich höre es, höre seine Worte, die mir eiskalt den Rücken runterlaufen und meinen Zustand noch weiter verschlechtern. Ich versuche ruhig ein und auszuatmen und nicht Panik zu schieben, auch wenn ich weiß, dass ich aufgeben würde, wenn Lars mich allein lässt. Ich schaffe es einfach nicht, meine Gefühle zu ignorieren und ihm zu Folgen. Es dauert etwas, bis ich registriere, dass sich keine Schritte mehr entfernen. Als ich dann gefragt werde, ob ich komme, zögere ich kurz. Versuche mich zu sammeln und richte meinen Körper etwas auf, der mit eingefallenen Schulter in die andere Richtung ausgerichtet war. Ich drehe mich um, vermeide es Lars anzusehen und beginne langsam und stumm hinter ihm her zu schleichen. Ich achte nicht auf den Weg, auf nichts und fixiere nur das Schuhpaar vor meinen Augen, um keinen zu großen Abstand zu lassen. Als Lars stehen bleibt, tue ich es ihm gleich und sehe mich zum ersten Mal misstrauisch um. Es erscheint mir eher wie im Märchen, dass hier eine verlassene Hütte stehen sollte, bei der man sich einfach bedienen kann, wenn man sich verlaufen hat. Vielleicht war es aber auch nur eine Jägerhütte und alles war harmlos. Auch jetzt sagte ich nichts, betrat einfach nur die Hütte und sah mich um. Ich wusste, ich könnte ihn nicht die ganze Zeit anschweigen, vielleicht machte ich ihn damit noch wütender, wer weiß, aber wie so oft, kam ich nunmal auch nicht raus aus meiner Haut. Nicht nur Lars war verkorkst, ich war es auch, das durfte man nicht vergessen, bei meiner sonst fröhlichen Erscheinung.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo 10 Dez 2018 - 10:47 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
In der Hütte setze ich mich auf das Bett und raufe mir durch die Haare. Du kannst hier bleiben, ich suche Holz zum Heizen... Leg dich hin, du bist müde, ich würde mich nicht für mein Verhalten entschuldigen, das tue ich nie. Jeder der mich kennt weiß das. Für mich ist es schon viel, wenn ich gleich wieder anfange zu sprechen und ihm sogar anbiete im halbwegs trockenen und warmen zu bleiben.
Geduldig suche ich ein paar Äste zusammen, Sun ist bei Minho geblieben und zu ihm getrottet, hat sich zu ihm gesetzt und ihn einfach nur geduldig und sanftmütig beobachtet. Sie scheint sich immer wieder für mich zu entschuldigen und auch das mag ich an ihr so gerne.
Als ich irgendwann wieder komme feuere ich den Ofen an und lege mich in aller Ruhe vor den Ofen, den Kopf auf meine Arme und sehe einfach nur in das lodernde Feuer, das Knistern beruhigt mich und genau das merkt man auch. Minho, bist du noch wach?, frage ich leise und drehe den Kopf zu ihm hin, um ihn unsicher anzusehen, immerhin weiß ich nicht ob er sauer ist. Vielleicht habe ich überreagiert, ja, aber ich bin einfach sehr empfindlich was Zickereien angeht oder meine Fehler, denn ich wurde so erzogen, das Fehler schon fast als Tödlich geahndet werden und das will doch keiner. Es tut mir Leid, das ich manchmal so bin wie ich bin. Ich kann nicht aus meiner Haut raus und ich vermisse es einfach jemanden zu haben, der neben mir steht und mir jedes mal fast eine Rein haut wenn ich jemanden verletze der mir viel bedeutet. Ich wollte dir nicht so weh tun, ich wollte dich doch nur lächeln sehen und dich ein wenig raus bringen, ich bin so was von verkorkst und eigentlich verstehe ich nicht mal wie ich mit jemandem mit dir befreundet sein kann... Du bist viel zu gut für ein Ar*chloch wie mich, stelle ich nur fest, in der Hoffnung Minho würde schlafen

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Diese Schriftrolle wurde am Mo 10 Dez 2018 - 23:47 von ©Minho Sun verfasst.
Ich kann mich gar nicht wirklich darüber freuen, dass Lars eine Hütte für uns gefunden hat. Lieber wäre ich die ganze Nacht draußen geblieben und hätte gefriert, wenn er dafür nicht sauer auf mich wäre. So bin ich ungewohnt still, als ich irgendwann einfach das Haus betrete und mich umsehe. Auch ohne Ofen, ist es hier schon wärmer als draußen, sodass ich mich langsam wohl fühle, auch wenn mir unwohl dabei ist, die ganze Zeit zu schweigen und Lars nicht anzusehen. Deshalb bin ich doch etwas erleichtert, dass er Holz suchen will und ich erstmal meine Ruhe habe, auch wenn ich ihm ungern die ganze Arbeit aufbürde. Glücklich über die Gesellschaft der Hündin, ziehe ich Schuhe und Jacke aus und werfe mich dann aufs Bett. Dort starre ich eine ganze Weile in die Luft, denke nach und überlege, wie ich mich für mein Verhalten entschuldigen kann. Sun sitzt vor dem Bett und sieht mich zuckersüß an, sodass ich Lächeln muss und sie hinter dem Ohr kraule. "Machst du eigentlich auch Fehler?" frage ich sie flüsternd und dämmere etwas vor mich hin. Ich bin müde, aber ich kann auch nicht schlafen, wenn ich nicht weiß, ob Lars gesund wiederkommt. Nach einiger Zeit drehe ich mich um, sodass ich mit dem Gesicht zur Wand liege, bleibe auch so, als ich höre, wie die Tür aufgeht und mein Freund wiederkommt. Ich traue mich nicht, ihn anzusehen und anzusprechen, auch nicht, als er mich fragt, ob ich wach bin und wage es nicht, mich zu bewegen.
Ich schwelge in der Hoffnung, er würde zu mir kommen, aber das tut er nicht, was er dann aber sagt, rührt mich zutiefst. So lange er redet, bleibe ich still und bin überglücklich, dass er mir anscheinend nicht so böse ist, wie ich es gedacht hatte. Als es wieder still ist, atme ich nochmal ein und aus und stehe in die Bettdecke gemummelt auf, tapse zu Lars rüber und kuschle mich an ihn. "Es tut mir leid, dass ich so zickig war. Ich meinte das eigentlich nicht so ernst, was ich gesagt habe. Ich bin doch gern mit dir gekommen und du bringst mich auch immer zum Lächeln, das weißt du doch." murmle ich und sehe zu ihm hoch, um ihm mein Lächeln zu zeigen. "Du bist kein Ar*chloch. Du bist der beste Freund den ich haben kann und es ist dein Recht, mir zu sagen, wenn dir etwas nicht gefällt. Es ist nunmal so, dass man sich nicht immer gut verstehen kann, aber das Wichtigste ist, dass man sich wieder verträgt. Und egal ob verkorkst oder nicht, ich würde niemals einen anderen besten Freund haben, außer dich. Immerhin sind wir alle etwas verkorkst und du bist ein lieber, verkorkster Idiot, dem ich nicht böse sein kann. Du hast mich definitiv verdient, das entscheide nämlich immer noch ich und ich habe dich lieb." erkläre ich bestimmt und drücke mich nochmal lächelnd an ihn, ehe ich mich etwas löse. "Tut mir leid, dass ich immer so emotional werde..."

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Diese Schriftrolle wurde am Di 11 Dez 2018 - 4:28 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Sun sieht ihn nur mit ihren großen runden Augen an, als er sie fragt, ob sie auch Fehler macht. Klar, sie versteht Kommandos und auch hört sie zu wenn man Probleme hat, aber antworten kann die junge Wolfshybridin leider nicht, auch wenn es mir schon oft geholfen hätte. Stattdessen springt sie auf das klapprige Bett und legt sich neben Minho als sich dieser zu der Wand dreht. Ihr warmes weiches Fell schmiegt sich an den Rücken des Koreaners und sie legt den Kopf auf ihre Vorderpfoten.
Geduldig höre ich Minho zu, der leider noch wach ist und schließe anschließend meine dunklen Augen. Als ich anschließend den Körper neben mir spüre rücke ich instinktiv zur Seite und setze mich auf, blicke Minho an und frage mich, warum er jetzt kuscheln kommen will. Schon okay, meinte ich ruhig und streiche meine Haare zurück.
Zwar würde ich Minho nie sagen das ich ihn lieb habe, so etwas käme mir gar nicht in den Sinn, doch es sollte eigentlich schon reichen, dass ich ihm vorher mit seinem zickigen getue nicht an die Gurgel gegangen bin. Ich vermisse Korea, stelle ich warm fest und irgendwie schwingt sehr viel Sorge in meiner Stimme mit. Du bist eben Emotional, stelle ich ruhig fest.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi 12 Dez 2018 - 9:37 von ©Minho Sun verfasst.
Ich genieße die Ruhe, die einzig und allein von meinem und Suns Atem unterbrochen wird, die sich an meinen Rücken gekuschelt hat. So dauert es nicht lange und ich dämmere etwas weg, Wache aber sofort wieder auf, als ich die Tür höre, die die Ankunft meines besten Freundes ankündigt. Eigentlich wollte ich erst liegen bleiben und so tun als ob ich schlafe denn ich traue mich nicht wirklich den ersten Schritt zu machen. Als Lars dann aber zu denken scheint, dass ich schlafe, fängt er an zu erzählen. Er entschuldigt sich und rührt mich zutiefst mit seinen Worten, die zwar auch traurig sind, aber mir zeigen, wie gern er mich hat. Ich will ihm einfach auch zeigen, dass er toll ist und verspüre zudem Sehnsucht nach meinem Freund, mit dem ich mich so ungern streite. Deshalb kuschle ich mich in die Decke ein und lege mich mit ihr zu Lars, um mich an ihn zu drücken und lächelnd zu antworten, in der Hoffnung ihn auch besser fühlen zu lassen und ihm klar zu machen, dass er toll ist, so wie er ist. Leider fällt seine Reaktion aber nicht wie gewünscht aus. Er lässt es nicht zu, dass ich mich an ihn kuschle und setzt sich ein Stück weiter weg, wirkt distanziert. Sofort spüre ich wieder Schmerz in meiner Brust, versuche ihn aber durch ein Lächeln verschwinden zu lassen. Ich nicke auf seine Worte hin, dass er Korea vermisst und nochmal, als er meint ich wäre eben emotional. Ich seufze leise und stehe auf. ”Na dann lass uns schlafen damit du von Korea träumen kannst.” sage ich leise und tapse wieder zurück in das nicht allzu bequeme Bett, kuschle mich ein und drehe wieder den Kopf zur Wand. Meine Arme umschließen ein Kissen, als Ersatz eines menschlichen Körpers, denn nur so kann ich einschlafen. ”Gute Nacht.” sage ich jedoch bleiben meine Augen offen und suchen die Wand nach kleinen Details ab.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi 12 Dez 2018 - 9:51 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Mit einem schon fast nicht erkennbaren Lächeln beobachte ich das züngelnde Feuer, das sich seinen Weg durch das Holz bahnt. Minho wirkt ziemlich zerknirscht als er aufsteht und ich lasse mir ein wenig Zeit, wobei ich durch meine Haare Fahre, leicht an ihnen ziehe und anschließend aufstehe, mir mein feutes Oberteil ausziehe und mich einfach hinter Minho lege, meinen einen Arm sanft unter seinen Kopf schiebe und den Rechten über seine Seite werfe. Sun liegt vor dem Ofen und lässt sich das Fell am Bauch wärmen. Mit der Hand, die über ihm liegt decke ich mich und ihn vorsichtig zu, damit er nicht friert und stopfe sie sanft unter seinen Körper. Nun würde ihm von vorne die Decke wärmen und von hinten ich, denn eine bessere Heizung konnte man kaum haben. Ich friere nie, auch nicht im tiefsten Winter.
Nicht das du mir frierst, für mich ist es schon sehr viel, dass ich einem Menschen so viel Nähe, liebe und Geborgenheit schenke, oder es eben zumindest versuche. Ich meine, Minho ist mein bester Freund und ich bin eigentlich gar kein Kuschl - Freak, aber ich wollte nicht das er friert oder sich wegen mir unwohl fühlt was wahrscheinlich das Nächste gewesen wäre, wenn ich ihn weiter ignoriert hätte. Sanft streiche ich sein Oberteil etwas nach oben um über seinen Bauch zu streichen, jedoch passiert das unbewusst, denn in meinem Kopf schlafe ich schon halb und das verrät auch mein gleichmäßiger Atem.

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Diese Schriftrolle wurde am Gestern um 0:33 von ©Minho Sun verfasst.
Auch wenn ich mich bereits wieder in das Bett gelegt und Lars eine gute Nacht gewünscht habe, sind meine Augen immer noch offen. Ich bin froh, dass wir uns wieder vertragen haben, aber auch wenn ich weiß, dass es ihm schwer fällt, würde ich mir gerade in diesem Moment wünschen, dass er mich nicht abweist, wenn ich ihn umarmen will, immerhin ist er ja mein Freund und niemand Unbekanntes.
Ich zucke kurz zusammen, als ich auf einmal jemanden hinter mir spüre. Aber das war für Lars noch nicht genug. Er kuschelte sich regelrecht an mich und schob sogar seine Hand unter meinen Bauch. Als er über diesen strich, bekam ich eine Gänsehaut. Er meint, dass es ist, damit ich nicht friere, aber der Grund ist mir eigentlich egal. Es fühlt sich einfach nur schön und geborgen an, wie ich in seinen Armen liege. Ein Grinsen schleicht sich auf mein Gesicht und geht auch nicht mehr weg. ”Schlaf gut.” flüstere ich leise, auch wenn er es vielleicht nicht mehr hört und schlafe ein.


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Diese Schriftrolle wurde am Gestern um 9:05 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Ich bekomme gar nicht mehr viel mit, doch das würde Minho sicher auch merken. Immerhin scheint es so, als würde er tief und fest schlafen als ich in der Nacht aufwache, weil ich friere. So stehe ich auf und feuere den Ofen nochmals ordentlich ein, schaue das die Flammen ordentlich lodern und Wärme verbreiten, was sie natürlich auch gleich machen.
Ich lege mich anschließend wieder zu Minho und halte ihn wieder fest, dieses mal nicht um ihn, sondern um mich zu wärmen. Durch jede Faser in meinem Körper merke ich den Atem meines besten Freundes und auch die Wärme die von seinem Rücken ausgeht.
So dämmere ich wieder weg und wache erst am nächsten Morgen wieder auf, wobei ich meine Augen noch geschlossen halte. Noch immer liege ich im Bett, in der Hütte ist es angenehm warm und so zeichnet sich ein kaum ersichtliches Lächeln auf meinen Lippen ab, als ich aufstehe und nochmals Holz nachlege, damit das Feuer auch weiter brennt. Ich sehe mich um und lächle als ich die Nase meiner Hündin unter dem Bett hervor schleichen sehe und noch mehr lachen muss als ein schwarzes verstaubtes Monster unter dem Bett hervor kriecht und sich schüttelt. Ich muss leise lachen und sitze mich wieder vor das Feuer, beobachte die Flammen und lege immer wieder nach. Irgendwann finde ich einen Plan mit einem Kreuz, wobei ich davon ausgehe, dass es den Ort markiert an dem wir sind. Geduldig schaue ich nach wie wir zurück ins Internat kommen und finde dann einen ganz einfachen Weg, den wir auch einschlagen werden, sobald wir beide los wollen.

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Diese Schriftrolle wurde am Heute um 10:42 von ©Minho Sun verfasst.
Ich schlafe so gut wie noch lange nicht mehr und erstaunlicher Weise, wird mir nie sonderlich kalt. Das einzige Mal, als ich kurz aufwache, weil ich Sun schmatzen höre, befinde ich mich immer noch in Lars' Armen und der Ofen heizt, weshalb ich vermute, dass mein bester Freund bereits Holz nachgelegt haben musste. So kann ich mich beruhigt wieder einkuscheln und schlafe nochmals tief und fest ein, träume besinnlich von der Vergangenheit, den schönen Erlebnissen mit meinem Freund, der mich schon bei der ersten Begegnung fasziniert hatte. Ich habe ein kleines Lächeln auf den Lippen, als ich so langsam wach werde und spüre, wie sich ein Körper von meinen Füßen löst. Kurz will ich weiter schlafen und Sun ignorieren, aber als ich merke, dass Lars nicht mehr bei mir ist, mache ich doch langsam die Augen auf. Ich streiche mir etwas Schlafsand aus den Augen, gähne und Strecke mich, sehe noch etwas verschlafen zu dem Asiaten hinüber. "Guten Morgen." murmle ich leise lächelnd und schaffe es nach wenigen Minuten mich aufzusetzen und meine Haare etwas zu richten. "Was hast du da? Einen Plan, wie wir hier raus kommen?" frage ich und stehe auf, um zu ihm herüber zu gehen.

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Diese Schriftrolle wurde am Heute um 10:54 von ©Lars Choe Dokgo verfasst.
Als ich die Decke hinter mir knistern höre hebe ich nur kurz meine Hand auf das Gute Morgen. In aller Ruhe streiche ich durch meine Haare wuschel sie nochmals durch um anschließend die Kappe auf den Tisch zu legen. Minho steht neben mir und ich nicke nur leicht. Denke ich zumindest, meinte ich warm und grinse leicht als Sun irgendetwas frisst, wobei sie merkt das ich es sehe und sie mir die Maus vor die Füße legt. Friss es, meinte ich nur ruhig und tippe auf den Plan: Schau mal, wir sind hier und müssen eigentlich nur ein paar Kilometer in die Richtung, ich schätze so zwei bis drei, danach rechts und anschließend kommen wir beim Internat raus, erkläre ich ihm meinen Plan und ich streiche meiner Hündin über den Kopf, stehe auf und ziehe meine Jacke an. Anschließend schaue ich nur das ich Abstand zwischen Minho und mich bekomme, ich meine gestern wollte ich einfach nur nicht frieren, deshalb habe ich mich an ihn gekuschelt, aber heute hatte ich wirklich keine Lust mehr auf Körpernähe und das würde Minho sicherlich auch wissen.
Also, gehen wir, stelle ich nur ruhig fest und Sun steht schon abwartend an der Türe, wobei cih kurz zu Minho sehe und abwarte bis er los gehen würde.
Das gekuschel gestern Nacht vergessen wir okay? So was wird nicht nochmal vorkommen, ich wollte es einfach nochmals ganz genau und Präzise klarstellen.

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