Wer denkt, das Leben an einem Internat wie diesem sei wie jedes andere, der irrt gewaltig. Affären zwischen Schülern und Lehrern, kriminelle Machenschaften unter den Schülern und Liebesdramen! Welche Rolle spielst du in alldem?
 
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 Fynn Almond & Lynn Jackson

Diese Schriftrolle wurde am Di Dez 18, 2018 10:55 pm von ©Lynn Jackson verfasst.
Wann: 14 Dezember 2016
Uhrzeit: 9:00 Uhr
Wer: Fynn & Lynn

Ich sitze in der Klasse wie immer ganz hinten. Wie immer sind meine langen Beine in eine schwarze Hose gehüllt, ein weiß - schwarz gestreiftes Oberteil und eine Lederjacke, dazu ein schwarz - roter Karoschal. Schon fast zufrieden und streiche ich durch meine langen schwarzen Haare und lasse sie hinter meinen Stuhl hängen.
Auf dem Tisch liegt ein Buch, ein Block und ein Stift, mehr Unterrichtsmaterialien habe ich nicht dabei und eigentlich auch nie gehabt. Mehr oder weniger Motiviert schaue ich dem Lehrer zu, wie er uns versucht Mathe zu erklären. Viel lieber schweift mein Blick durch die Reihen und ich sehe, dass Sandra nicht da ist, genauso wenig wie viele anderen Schüler, die hier irgendwie nie wirklich auftauchen und doch bin ich froh das nur so wenige in der Klasse hier sind.
Nach einigen Minuten kommt der Lehrer auf die Idee Gruppenarbeiten zu erledigen und teilt natürlich mich mit Fynn ein, einer der wenigsten in der Klasse mit dem ich noch absolut nichts zu tun hatte. Orion oder Dominik hätte ich gekannt, doch das scheint dem Lehrer egal zu sein, denn Teamarbeit verbessert die Klassengemeinschaft.
Als ich mich neben ihn setze sehe ich zu dem jungen Kerl: Ich mach einfach meine Arbeit, du deine. Wir müssen nicht reden und du bist mich gleich wieder los, er ist eher einer der Beliebten hier und ich bin so ungefähr das andere ende der Nahrungskette, eher das  Opfer für solche Kerle wie ihn.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Dez 19, 2018 9:54 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Lynn

Ich war froh, dass ich es pünktlich zum Unterricht geschafft hatte, da ich wie so oft auf den letzten Drücker aufgestanden war. Aber da wir als erstes Mathe hatten, wurde ich schnell wach und arbeitete meine Aufgaben ab. Ich arbeitete nicht so gern mit und war auch nicht derjenige, der als erster mit allen Aufgaben fertig war, aber ich verstand alles problemlos und hatte irgendwo Spaß daran logisch zu denken, auch wenn mir unser Thema langsam langweilig wurde. Meine Aufmerksamkeit verflüchtigte sich manchmal für einige Momente, wenn mein Blick auf einen der leeren Stühle in der Klasse fiel, an dem eigentlich Sandra sitzen sollte. Ich vermisste sie wirklich in der Schule, immerhin war ich so vollkommen allein, da Aaron und Justus ein Jahrgang über uns waren.
Als unser Lehrer die Gruppenarbeit vorschlägt, werde ich nicht sonderlich begeistert und befürchte das Schlimmste. Das ich im Endeffekt Lynn erwischt habe, ist doch Glück, soweit ich sie einschätzen kann. Bis jetzt ist sie mir noch nicht stark aufgefallen, aber das bedeutet auch, dass mir noch nichts Negatives aufgefallen ist. Und dass sie womöglich eine ruhigere Person ist, kommt mir unglaublich entgegen. Bevor ich weiter nachdenken kann, setzt sich das junge Mädchen auch schon neben mich und lässt mich kurz die Augenbrauen hochziehen. Ich sehe sie kurz an und bin doch überrascht, was sie von mir zu denken scheint. "Wie du willst. Aber es ist nicht so, dass ich es nicht neben dir aushalte, wenn du das denkst." antworte ich ihr. Meine Stimme ist wie immer unglaublich ruhig und samtig, neutral und distanziert, aber dennoch will ich nicht, dass sie ein falsches Bild von mir hat. Um ehrlich zu sein, hasse ich es gerade zu, so beliebt zu sein und damit von anderen automatisch als arrogant eingestuft zu werden, denn als etwas Besseres fühle ich mich definitiv nicht. Ich lehne mich über meine Aufgaben und lese sie mir durch, bis ich wieder zu Lynn rüber sehe. "Was willst du lieber machen?" zwinge ich ihr zumindest etwas Gruppenarbeit auf, immerhin wäre es unsinnig, wenn wir die Aufgaben nicht aufteilen würden.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Dez 19, 2018 10:57 pm von ©Lynn Jackson verfasst.
Ich sitze einfach neben dem Sportlichen Kerl und sehe noch kleiner aus wie eh schon. Klar, er ist ein Mädchenschwarm doch das ist mir egal. Ich hatte Seraphim, eigentlich. Oder? Keine Ahnung was das zwischen mir und ihm ist. Irgendwo bedeutet er mir viel und doch nichts. Er hat mich so viel gemobbt und nieder gemacht. Doch das war alles in Tschechien.
Als Fynn mich dann anspricht geht mein Blick zumindest in seine Richtung denn in seine Augen würde ich nie direkt sehen, immerhin habe ich dazu überhaupt nicht den Mut. Er wirkt auf mich schon seit ich mit ihm in einer Klasse sitze verdammt bedrohlich. Jemand wie du will normal nicht mit mir gesehen werden, geschweige denn zusammen arbeiten, meinte ich nur ruhig und beiße auf meine Unterlippe wobei ich auf ihr herum kaue und anschließend, anstatt auf seine Hände zu sehen, sehe ich lieber wieder auf das Blatt um mich auf die Aufgaben zu konzentrieren. Mach du einfach was du willst und gib mir den Rest, meinte ich ganz ruhig wobei ich mir mal wieder die Haare zurück binde und einige Notizen auf mein Blatt mache. Anschließend schnapp ich mir meinen Taschenrechner und tippe die erste Aufgabe verdammt schnell ein um sie zu lösen. Mathe gehört zu meiner größten Stärke, Chemie und Physik sind dagegen gar nicht mein Fall. willst du vielleicht die untere Hälfte machen?, meine Stimme war kaum zu hören zwischen den ganzen quasselnden Jugendlichen, denn ganz ehrlich, meine Stimme zittert wie Laub im Wind und auch deshalb wird er mich sicher nicht ganz gut verstehen. Doch geduldig warte ich auf eine Antwort von Fynn und klickere auf meinem Kugelschreiber herum.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Dez 29, 2018 10:56 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Ich finde es nicht unbedingt schlecht mit der mir unbekannten Schülerin zusammenzuarbeiten, denn das, was ich über sie weiß, ist mir zunächst nicht unsympathisch. Allgemein bin ich jedoch deutlich abgeklärter gegenüber Menschen seit ich Sandra habe, denn nun habe ich alles was ich brauche, eine Freundin und meine besten Freunde, ohne Clive zu vergessen natürlich. Somit strenge ich mich keines Wegs an, mit anderen leuten zu sprechen und sie kennenzulernen, aber den kommenden Zufall will ich gern nutzen. Doch aus Lynn Scheine ich wohl nicht viel rauszukriegen, ebenso scheint sie ein komplett falsches Bild von mir zu haben. Das macht mich etwas wütend, doch ich versuche ruhig und nett zu bleiben, da sie es sicher nicht böse meint. “Ich bin aber nicht ein jemand wie ich. Ich bin nur ich und du solltest mich nicht nach meinem Ruf und Gerüchten oder anderer Leuten Erzählungen beurteilen, denn das tue ich bei dir auch nicht.“ erkläre ich ihr. “Ich mag nicht kontaktfreudig sein und dennoch einige dumme Fans zu haben, aber das macht mich noch lange nicht zu jemandem, der sich besser als andere findet und etwas auf diesen Ruf gibt. Ich würde mir wünschen, dass du versuchst mich als normalen Menschen zu nehmen, der dienlichst Böses will, auch wenn das vielleicht leichter gesagt, als getan ist.“ Nachdem ich das alles einmal losgeworden bin, schweige ich erstmal und beobachte Lynn‘s Reaktion. Ich hoffe nicht zu viel von mir Preisgegeben zu haben, aber ich glaube daran, dass Lynn kein schlechter Mensch ist. Und ich täusche mich für Gewöhnlich selten in meinem Urteil über Menschen.
Ich habe Mühe die Stille Schülerin zu verstehen, zucke jedoch nur mit den Achseln und mache wie sie sagte die unteren Aufgaben. “Du scheinst sehr gut in mathe zu sein.“ versuche ich ein kleines Kompliment, aufgrund ihrer guten Noten in dem Fach und auch dem Schnellen lösen unserer Aufgaben. “Ich mag Mathe auch gern.“ erkläre ich freundlich und warte ab, wie sie sich wohl verhält und wie sie auf meine freundlichen Bemühungen reagiert.

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Diese Schriftrolle wurde am So Dez 30, 2018 7:45 pm von ©Lynn Jackson verfasst.
Er erklärt mir ziemlich schnell und auch deutlich was er eigentlich für ein Mensch ist und ich höre ihm zwar zu, nicke, aber glaube ihm nicht ganz. Er ist viel zu beliebt dazu um ein Netter Mensch zu sein. Dazu vertraue ich Kerlen generell nicht, wenn Seraphim wüsste, dass ich eigentlich auch die Sache mit ihm beenden will, würde er sicherlich nicht so gut gelaunt sein wie er hin und wieder ist.
Als ich in meine Matheaufgaben vor mir habe schalte ich um mich aus und höre die Schwatzenden Schüler nicht, höre niemanden hinter oder neben mir und bin einfach nur noch in meinen Zahlen. Sehr vieles löse ich ohne Taschenrechner, was viele nicht mal mit hin bekommen.
Als ich dann aber eine markantere Stimme vernehme blinzle ich ein Paar mal und versuche seine Worte revue passieren, wobei ich sie sogar verstehe und dann langsam nicke. Mathe ist das einzige Fach, in dem es keine Interpretationen gibt, es gibt richtig und es gibt falsch, es gibt lösbare Aufgaben, nicht wie im Leben, stelle ich einfach nur fest und schiele au sein Blatt rüber, wobei ich die Ergebnisse überfliege, die mit dem übereinstimmen, was ich ungefähr überschlagen hatte für die unteren Beispiele. Mit einem ruhigen Gesichtsausdruck, weder freundlich noch unfreundlich, sehe ich zu Fynn hin und öffne meinen Mund wieder, aus dem eine zarte und unscheinbare Stimme heraus kriecht: Sollen wir nachher, wenn du fertig bist die Blätter tauschen um zu sehen ob wir Fehler haben? Immerhin sieht es dann so aus als würden wir zusammen arbeiten, schlage ich nochmals ruhig vor und streiche mir durch die schwarz - braunen Haare, sehe auf die Uhr uns stelle fest, dass es noch eine ganze Weile ist, bis wir Pause haben. Anschließend sehe ich wieder auf das Blatt und löse geschickt die letzte Aufgabe, wobei ich gar nicht so schnell schreiben kann wie ich denke.
Nach einigen Vergangenen Minuten atme ich nochmals durch und kratze den Mut aus allen Ecken in meinem Körper zusammen, um Fynn wieder anzusehen: Darf ich fragen... Darf ich fragen was du am Mittag machst? Ich meine, du gehst bestimmt mit deinen Freunden in die Mensa oder?, frage ich einfach nur ganz leise, denn ich wollte nicht aufdringlich wirken. Jeder in der Schule weiß, dass Fynn und Sandra zusammen sind, wobei ich mich dort gar nicht dazwischen schieben wollte, wenn er lieber mit ihr essen würde oder seinen Freunden würde ich das komplett verstehen, auch weil ich weiß, dass ich nicht unbedingt die Art Mensch bin, mit dem man sich umgeben will.

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Diese Schriftrolle wurde am So Dez 30, 2018 11:32 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Auch wenn ich mein Bestes versuche, offen und nett zu sein, scheint es nicht wirklich bei Lynn anzukommen. Sie sagt nichts und sieht nicht wirklich überzeugt aus, doch das würde sich hoffentlich noch ändern. Während wir beide unsere Aufgaben lösten, merkte ich Lynn‘s Talent und Freude an der Mathematik und hoffte so ekn thema ansprechen zu können, was unserer beiden Interessen verband. Erfreut über ihre Antwort nicke ich und wende mich ihr zu. “Ja das finde ich auch so schön daran. Etwas, was keine Missverständnisse beinhaltet oder erlogen werden kann.“ steige ich in die Aufzählung mit ein. Als ich meine Aufgaben schließlich fertig mache, scheint auch Lynn fertig zu sein und meine Ergebnisse zu überfliegen. „Ich würde auch richtig mit dir zusammenarbeiten, aber das wird wohl kaum nötig sein, da wir beide sehr begabt scheinen. Jedoch spricht nichts gegen deinen Vorschlag, lass uns ruhig tauschen.“ biete ich an und schiebe meinen Zettel etwas zu ihr rüber. Während ich ihren entgegen nehme überfliege ich ebenfalls die Ergebnisse, so wie ich es bei ihr erhaschen konnte und stelle fest, dass wohl alle Ergebnisse richtig sind. Bevor ich jedoch ernsthaft alles durchrechnen kann, ertönt wieder die hauchzarte Stimme, an die ich mich wohl noch gewöhnen muss. Auch wenn ihre Frage nur sehr leise ist, verstehe ich sie dennoch und bin zunächst etwas verwirrt. Ich kann im ersten Moment nicht nachvollziehen, warum sich Lynn auf einmal für mich interessiert, wo sie doch erst so abgeneigt schien. Aber dann beginne ich etwas zu Lächeln. “Nun ich hatte noch keine speziellen Pläne. Wenn ich dich nicht falsch verstanden habe, biete ich dir also gern meine Gesellschaft an, wenn du möchtest.” schlage ich vor und verschweige einfach, dass ich das natürlich erstmal allen erklären muss, denn es ist sichtlich ungewöhnlich, nicht bei meinen Freunden zu sein, jedoch kann ich Lynn sicher keine so große fremde Menschentraube zumuten, die zudem noch etwas schwieriger zu Händeln ist.

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Diese Schriftrolle wurde am So Dez 30, 2018 11:59 pm von ©Lynn Jackson verfasst.
Wenn doch nur alles so einfach wäre wie die Mathematik, stelle ich nur ruhig fest und meine Stimme wird schon fast etwas kräftiger, doch noch keines Wegs sicher oder sonst was, denn zu viel Vorsicht steckt in ihr, zu oft wurde ich enttäuscht, verachtet und verhasst für das was ich bin und für das was ich war. Das Mädchen im Rollstuhl, mit der Zahnspange, der Brille deren Scheiben so dick waren wie Teller und so Groß, dass ich aussah wie Puck die Stubenfliege.
Doch nun sehe ich ja im Grunde genommen nicht so schlimm aus, lange braune Haare, ein schön geformtes Gesicht, fast schwarze Augen und eine Größe, mit der ich Leben kann.
Und doch gehöre ich irgendwie nicht dazu. Ich misstraue Menschen, bin unsicher und vorsichtig, habe Angst davor nochmals so fertig gemacht zu werden wie damals von Seraphim, habe Angst davor nochmals fast unter zu gehen. Angst davor vor Angst zu ersticken.
Wieder einmal holt Fynn mich aus meinen Gedanken, ohne es zu wissen hat er es ein zweites mal geschafft, dass ich nicht im Selbstmitleid ertrinke.
Er scheint mir wirklich anzubieten mit ihm zu Mittag zu essen und ich sehe ihn zuerst groß an, anschließend werde ich wieder unsicher: Ich... Nein... Vergiss es, setz dich zu deinen Freunden. Ich will nicht, dass du wegen jemandem den du doch gar nicht kennst keine Zeit mit ihnen verbringen kannst., warum auch immer, aber ich weiche wieder aus, will vergessen was ich gesagt und gefragt habe. Mein Kopf bewegt sich hin und her und ich sehe anschließend einfach auf das Matheblatt von Fynn, lese mir akribisch alles durch, auch wenn ich schon lange gesehen habe, das alles stimmt. Ich will ablenken, nicht daran denken was ich mich irgendwie getraut habe zu fragen und was ich für eine Antwort bekommen habe. Anschließend gebe ich ihm sein Blatt zurück und zücke mein Buch, schreibe kurz etwas hinein und schließe es wieder. In diesem Buch notiere ich alles was ich an einem Tag mache, es hilft mir daran zu denken, was ich getan habe, mit wem ich gesprochen habe und mit wem ich versucht habe mich anzufreunden.
Ich bleibe einfach an meinem Tisch sitzen, zwischen den Mülleimern, alleine, dort wo ich hin gehöre! Vielleicht solltest du dich gleich erhängen Lynn? Vielleicht solltest du gleich gehen? Du weißt doch, es geht ganz schnell! Nur einmal zappeln!, fast schon nicht ersichtlich schüttle ich den Kopf. Ich will nicht an die Sachen denken, die ich meinem Körper schon fast angetan hatte.
Wieder sehe ich auf meinen Mathebogen und suche nach etwas zu tun, etwas das ich ablenken konnte, über das wir sprechen könnten doch ich finde nichts. Keinen Fehler, keine Abwandlung, nichts. Meine Hände zittern und ich versuche nach meiner Wasserflasche zu greifen, wobei ich diese gleich wieder abstelle und zuschraube, den Deckel treffe ich nur schlecht.
Bald klingelt es zur Pause und ich schnappe meine Schultasche und werfe alles hinein. Tschüss!, mehr kommt nicht zwischen meinen Lippen hervor.
Unkontrolliert stolper ich aus der Klasse, hinaus auf den kleinen Schulhof, raus an die Frische Luft. Unter einen Baum. Meinen Baum! Zitternd hole ich eine Schachtel Zigaretten aus meiner Tasche und stecke sie wieder weg. Du rauchst nicht mehr du Idiot!, beschimpfe ich mich schon fast selbst und halte mir den Kopf. Ich will die Stimmen ersticken! Ich will sie nicht ehr hören! Lasst mich in Ruhe verdammt! So sitze ich da, zusammengekauert unter einem Baum im Dezember, ohne Jacke und mir meiner nicht sonderlich dicken Hose. Wenn ich krank werde, würde keinem auffallen das ich fehle, da bin ich mir sicher. Fynn hatte doch meinen Namen schon wieder vergessen, da bin ich mir sicher! Verdammt, ich hasse mich selbst.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Jan 01, 2019 6:29 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Ich nicke lächelnd und freu mich darüber, dass wir schonmal etwas gefunden haben, indem wir uns einig sind. Und ich bin überzeugt, dass es noch mehr Sachen gibt, die wir ähnlich sehen, auch wenn wir auf den ersten Blick sehr gegenteilig wirken. Ich verstehe zwar nicht genau, warum ich mich so um Lynn kümmern will und nicht aufhöre, sie aus ihrem Mauseloch herauszulocken, aber vielleicht hat Sandra mich auch einfach verändert. Ich bin so viel lieber und offener zu Menschen geworden, wobei man auch nicht vergessen darf, dass das nicht bei jedem so ist. Lynn ist einfach einer der seltenen Menschen, der mich nicht anbaggert oder anschmachtet und mir alles in den A*sch schiebt und jemand der bescheiden ist und ruhig. Somit habe ich mich doch nicht ganz verändert, nur haben wir heute einen außergewöhnlichen Tag, wie es scheint. Jedoch behalte ich immer im Hinterkopf, dass auch Lynn mir vielleicht nicht wohlgesonnen ist und mich hintergeht.
Doch da ich das, ohne es zu versuchen, nicht sagen kann, gehe ich auf ihre Idee ein, zusammen Mittag zu essen. Immerhin sehe ich die Jungs jeden Tag, auch nach der Schule und Sandra sowieso. Diese Chance könnte ich nicht ablehnen, gerade weil Lynn sonst denken würde, sie wäre mir zu uncool oder so. Jedoch scheint sie sofort unsicher zu werden, als sie realisiert, dass ich ihr zugesagt habe. Ich schüttle zwar meinen Kopf auf ihre Worte, weiß aber nicht so ganz, was ich erwidern sollte, denn irgendwo stimmt ja, was sie sagt, aber andererseits, sehe ich meine Freunde oft genug. Enttäuscht von dem Ausgang dieser Unterhaltung, die sich eigentlich doch so positiv entwickelt hatte, starre ich etwas in der Gegend rum, beobachte Lynn etwas und überlege krampfhaft, was ich sagen soll. Aber dann bleibe ich doch einfach still und kontrolliere ihre Aufgaben weiter, auch wenn ich überzeugt bin, dass alles richtig ist.
Ich presse meine Lippen aufeinander, als sie wieder etwas sagt und mache schließlich den Mund auf, um etwas zu sagen, doch da mir keine Worte über die Lippen kommen wollen, schließe ich ihn wieder und sehe zerknirscht drein, bis es auch schon klingelt. Ich bleibe noch kurz sitzen und hänge in meinen Gedanken fest, bis ich auf einmal schwungvoll vom Stuhl aufstehe, sodass er fast umfällt und schnell alle Sachen in meinen Rucksack schiebe. Ich hechte aus dem Raum, weiß nicht wohin und will eigentlich auf den Weg zur Mensa, weil sie ja meinte, sie sitzt an einem Tisch dort, aber dann erhasche ich sie im Augenwinkel auf dem Schulhof und begebe mich ebenfalls auf diesen. Dort höre ich auf zu rennen und gehe langsam auf sie zu. Ich seufze leise als ich vor ihr stehe und hocke mich schließlich hin. "Ich dachte du sitzt in der Mensa." sage ich wenig produktiv, aber weiß sonst nicht, wie ich sie ansprechen soll. Da ich merke, wie dünn sie angezogen ist, krame ich in meinem Rucksack nach meiner Sportjacke und ziehe diese anstelle meines Mantels über meinen Pullover. "Hier, zieh das an oder komm mit mir rein und setz dich mit mir an einen Tisch." sage ich. So hat sie keine Wahl, meine Jacke abzulehnen und zu frieren. "Und meine Freunde sehe ich oft genug, da muss ich nicht jede Pause mit ihnen verbringen. Das wollte ich dir noch sagen." erkläre ich und warte dann einfach ab, was sie macht. Loswerden würde sie mich so schnell auf jeden Fall nicht.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Jan 01, 2019 9:55 pm von ©Lynn Jackson verfasst.
Mein Körper bebt, jede einzelne Faser meines Körpers fühlt sich so fremd an und jede einzelne Faser meines Körpers scheint mich selbst zu hassen und sich selbst abzustoßen. Ich hasse es einfach, ich selbst zu sein. Seraphim hasst mich einfach und ich hasse ihn. Er hat mich schon immer gemobbt. Er hat mich schon immer nur fertig gemacht. Doch warum kümmert sich Fynn das an? Warum will Fynn jemanden wie MICH, ein Scheusal durch und durch kennen lernen.
Meine Arme zeichnen Narben. Tiefe Schnitte. Meine Arme sind voller Schrunden. Zitternd fahre ich über diese und ziehe meine Hand wieder weg, als hätte ich mich verbrannt.
Das Feuer welches in meiner Schachtel Zigaretten steckt hole ich hinaus und zünde es immer wieder an, versuche mich zu beruhigen und sehe wie die Flamme aufglüht und erlischt, aufglüht und erlischt. Irgendwann halte ich die Flamme knapp unter meine Handfläche und beobachte es einfach. Anschließend höre ich aber schon das Fynn mit mir spricht. Ich wollte dich aber nicht nerven, stelle ich nur mit stark zitternder Stimme fest und lege das Feuer wieder in die Schachtel um beides weg zu stecken.
Geh rein. Du brauchst mich nicht. Du hast genug Freunde. Verdammt mich braucht doch keiner hier!, ich schüttle nur den Kopf. Hin und Her, raufe mir durch die schwarzen Haare, beiße auf meine Unterlippe und fange schon fast an zu bluten. Langsam stelle ich mich auf meine Beine und lehne mich gegen den Baum, meine Knie zittern vor Schmerzen, weil ich immer wieder merke, das meine Beine noch nicht so stark sind wie sie sein wollten um zu gehen. Aber ich kämpfe gegen diesen Rollstuhl.
Mein Rücken klebt scheinbar fast an diesem Baum und ich sehe auf meine Füße. Du wisst dich nicht mit einem Freak wie mir sehen lassen, murmle ich nur vor mich hin und schüttle den Kopf. Jemanden der vom eigenen Freund schlecht behandelt wird, der keine Freunde hat und der noch nicht mal mit Menschen kann. Ich kann so was nicht!, meine Stimme war so zittrig das man sie kaum verstehen würde.
Geh zu deinen Freunden. Lass den Freak einfach alleine, meinte ich und sehe ihm in die Augen, beginne fast zu weinen, wobei ich den Kopf schüttle und mir danach wieder eine Träne über meine Wange rinnt. Ich hasse mich selbst immer mehr und wünsche mir einfach nur das Ich zurück, dass ich vor Seraphim war. Das ich vor meinem Unfall war. Das ich einfach einmal war bevor ich Ich geworden bin.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Jan 03, 2019 7:42 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Kritisch aber auch irgendwo distanziert mustere ich sie und fühle mich etwas hilflos. Ich bin eben auch nicht spitze darin, einer völlig Fremden so zu vertrauen, so viel mit ihr zu reden und ihr sogar nachzulaufen, wenn sie vor mir oder was weiß ich flüchtet. Aber nun stehe ich Dummkopf da und leihe ihr meinen Mantel, weil ich wirklich glaube, dass es ihr aufrichtig schlecht geht und sie jemanden braucht, der ihr hilft, wieder aufzustehen. Es macht mich unsicher, wie sich Lynn verhält, gerade weil ich sie zu wenig kenne, um ihr entsprechend helfen zu können und zu wissen, was sie jetzt braucht, aber ich beschließe einfach mich nicht vergraulen zu lassen und ihr zuzuhören, damit sie sich hoffentlich wieder beruhigen kann. Ich habe mich zu ihr gehockt, damit ich nicht so auf sie herab sehe und einladender, vertrauenswürdiger wirke und sehe es zumindest als Erfolg, dass sie überhaupt mit mir spricht und sich traut, zu sagen, warum sie so handelt, wie sie handelt und ihre Angst oder Sorge nicht vertuscht. "Wenn du mich nerven würdest, wäre ich nicht hier, wäre dir nicht hinterhergerannt und hätte mich zu meinen Freunden verzogen, also kannst du mir glauben, dass ich ernst meine, was ich sage." erkläre ich ihr sachlich und hoffe, dass sie das aufnehmen kann. Auch wenn es keine warmen Worte sind, ist ihr Inhalt ein für mich riesiger Schritt, den ich da auf sie zugehe. Ich sehe seufzend zu ihr, wie sie total erschöpft aufsteht und hoffe, dass sie sich etwas beruhigt. Doch auch wenn ihre Stimme ruhig ist, konnte ich sie anscheinend immer noch nicht überzeugen. Um ehrlich zu sein, bin ich kurz vor dem Aufgeben. "Lynn." sage ich sanft, als ich meinen letzten Versuch starte und versuche trotz ihrer Tränen in ihre Augen zu sehen. "Hör mir zu. Ich gehe nicht. Ich hätte schon lange gehen können, aber ich bin es nicht und das einzige, was ich mache, ist hier zu warten und dich zu bitten, mir Gesellschaft zu leisten. Am besten im Schulgebäude, damit sich niemand von uns erkältet. Ich kenne dich nicht und deine Vergangenheit oder deine Umstände der Gegenwart, aber ich weiß, dass diese Fakten nichts über dich selbst aussagen. Somit hast du eine Chance wie jeder andere, zu beweisen, dass du so angenehm bist, wie ich dich einschätze." sage ich und schlucke kräftig, während ich ihr bestimmend in die Augen sehe. Mehr kann ich nicht für sie tun.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Jan 03, 2019 9:38 pm von ©Lynn Jackson verfasst.
Fynn scheint es nicht böse meinen zu mir? Oder? Oder will er sich nur bei mir einschleimen um mich später tief zu verletzen? Ich weiß es nicht.
Unsicher sehe ich wieder zu ihm und beiße auf meine Unterlippe wobei ich langsam auf meine zitternden Beine stehe ich auf und sehe zu Fynn. Gehen wir essen, flüstere ich und schüttle den Kopf und halte ihm die Hand hin um ihm aufzuhelfen.
Seine Worte hatten mich selbst getroffen und auch deshalb sehe ich ihn schon fast etwas unsicher an, denn anscheinend konnte er eigentlich mit Menschen umgehen, auch wenn er wahrscheinlich denkt, er kann es nicht.
Schon fast unsicher stehe ich vor ihm und habe meinen Blick auf meine Zehenspitzen gerichtet. Danke Fynn... Einfach nur Danke, flüstere ich leise und sehe ihm dann wieder in die Augen, wobei mein Blick ziemlich unsicher und zittrig ist, als würde ich dauerhaft ausweichen wollen. Irgendwann schaffe ich einen direkten Augenkontakt. Stört es deine Freundin denn nicht das du mit mir sprichst?, frage ich ganz leise und streiche über meine Unterarme. Sandra mag mich nicht., stelle ich leise fest und schüttle leicht den Kopf, Sie mag mich gar nicht, wiederhole ich wieder und schüttle noch immer meinen Kopf hin und her. Schon oft habe ich Schläge von ihr kassiert und dass ohne wirklich etwas getan zu haben.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Jan 04, 2019 11:06 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Ich bin ziemlich am Ende mit meinen Ideen, wie ich Lynn zeige, dass ich nicht der coole, beliebte, arrogante Kerl bin, für den sie mich hält und dass ich mich natürlich auch mit ihr abgebe, denn immerhin gibt es bis jetzt nur Sachen, die ich über sie kenne, die positiv sind. Ich starte einen letzten Versuch, ihr das klarzumachen, auch wenn ich nicht wirklich gut in sowas bin und beschließe innerlich, dass ich nun mit meinem Latein am Ende bin und sie allein lassen werde, wenn sie sich nicht entschließt, mit mir zu kommen. Ich bin schon erstaunt, als Lynn auf einmal flüstert, dass wir essen gehen sollten, da ich wirklich nicht erwartet hatte, sie überzeugen zu können doch dann lächle ich etwas und nehme ihre Hand kurz, auch wenn ich die gar nicht zum aufstehen brauche. Dann lasse ich sie natürlich aber sofort los, immerhin fühlt es sich außerordentlich falsch an, eine andere Hand, als die meiner Freundin zu halten.
Mit ihrer Unsicherheit und Schüchternheit bin ich etwas überfordert und kratze mich am Hinterkopf. "Ähm... Kein Problem, schätze ich. So viel hab ich gar nicht gemacht." versuche ich ihren Dank herunterzuspielen und sehe ebenfalls weg. Als ich wieder zu ihr sehe, sieht sie mich direkt an, was mich überrascht, aber auch freut. "Hm... Ja, das kann ich mir vorstellen." antworte ich vage und weiß selbst nicht so ganz, ob meine Idee, vielleicht total dumm war, immerhin ist mir Sandra wichtiger als alles andere. "Das wird schon gehen. Ich werde mit ihr sprechen. Außerdem hat sie einen besten Freund, mit dem sie ein so enges Verhältnis hat, dass ich auch gerne mal eifersüchtig werde." gebe ich zu und verziehe meine Lippen zu einem schmalen Strich. Dennoch will ich nicht wirklich wissen, was Sandra davon hält, aber das werden wir schon schaukeln. Für den Moment ist sie ja nicht da und so muss ich mir keine Sorgen machen. Vielleicht verstehe ich mich überhaupt nicht mit Lynn und die Sache ist eh gegessen. "Weißt du... Sandra ist nicht so wie du vielleicht denkst. Sie kann auch sehr liebevoll sein. Sonst wäre ich ja nicht mit ihr zusammen." erkläre ich Lynn und hoffe dennoch, dass wir nun nicht nur die ganze Zeit über Sandra sprechen. Vielmehr würde ich gern Lynn besser kennenlernen oder einfach nur einen gescheiten Gesprächspartner mit Niveau haben, der nicht auf den Kopf gefallen und ruhig ist.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Jan 04, 2019 11:23 pm von ©Lynn Jackson verfasst.
"Das kann ich mir vorstellen, ich habe Casper und Sandra schon öfter gesehen. Aber ich werde dich jetzt nciht mit deiner Freundin nerve, für solche Sachen hat man engere Freunde , ein schon fast ehrliches Lächeln schleicht sich auf meine Lippen und ich sehe zu dem gut-aussehenden Amerikaner hoch, wobei ich eigentlich gar nicht so viel kleiner bin wie er es ist, denn dafür das ich ein Mädchen bin, bin ich recht groß gewachsen.
"Das kann ich mir vorstellen, du bist sicher kein Mensch, der mit jemandem zusammen wäre, der dich nicht gut behandelt", ich kenne Fynn nicht und auch deshalb weiß ich nicht wie er in Wirklichkeit Tickt oder was er denkt und wie er sich das Leben und die Liebe vorstellt, immerhin hat da jeder Mensch eine andere Wahrnehmung und Vorstellung.
"Du kommst aber auch nicht aus Frankreich, oder?", frage ich vorsichtig nach, um ein wenig mehr über Fynn zu erfahren, wobei ich über die Stufen in den Schulfuhr komme, wo ich auch auf den Weg zur Mensa geleitet werde durch die ganzen Schüler die dort hin pilgern. Kurz schlucke ich etwas stärker, denn ich hasse es wirklich unter vielen Menschen zu sein. "Und... Was hast du denn für Hobbies? Ich weiß das du einen Hund hast und das du Skatest, ich bin oft am Skateplatz mit Nasty... Aber sonst?", irgendwie schaffe ich es wieder mehr zu sprechen, immer mehr, immer deutlicher und auch immer mehr in einer Lautstärke die man hört, ohne das ich Angst haben muss, dass ich mit mir alleine spreche. Sag mir bitte wenn ich zu viel spreche, meinte ich nun wieder etwas kleinlauter, nicht mehr scheu oder ängstlich sondern eher etwas unsicher.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Jan 05, 2019 11:11 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Ich nicke dankbar und sehe entspannt die paar Zentimeter, die uns trennen, auf Lynn herunter. Es beruhigt mich, dass ihr Zustand sich verbessert hat. Auch auf ihre nächsten Worte hin, nicke ich. Sandra ist jemand besonderes und nichts in der Welt wäre mit ihr vergleichbar. Allein an ihre Größe muss ich nun denken, da Lynn so viel größer ist, doch Sandra ist einfach mal perfekt so. Doch ich will nicht so viel in Gedanken hängen und schwärmen, während ich endlich jemand Fremdes und Zurückhaltendes dazu gebracht habe, mich mir ein wenig zu öffnen.
"Nein, aus LA. Ich vermisse es manchmal dort zu sein, es ist ziemlich anders als hier." sage ich einfach, um es nicht zu kompliziert zu machen. "Woher kommst du? Etwa aus Frankreich? Das kann ich mir bei deinem Namen kaum vorstellen." frage ich freundlich und mustere sie etwas kritisch, während wir uns durch die Massen zwängen. Ich würde Lügen, würde ich sagen, ich mochte Menschenmassen, die nicht gegenseitig auf sich achten und einen nur anrempeln, aber ich habe nichtmal ansatzweise so ein Problem damit, wie Lynn es scheinbar hat.
Ich kann froh sein, dass dennoch ihre Stimme nicht an Kraft abnimmt, sondern zunimmt und ich sie so auch durch den Lärm der anderen Schüler verstehen kann. "Ich mache viel Sport, sowohl skate ich wie du weißt, aber ich jogge auch einfach nur oder mache etwas Krafttraining, Ballsportarten. Möglichst etwas, dass ich mit Clive machen kann, damit sie auch Bewegung hat." erkläre ich und muss sofort lächeln, als ich über meine Hündin spreche. "Ansonsten mach ich nicht viel. Ich hänge mit meinen Freunden ab und muss dabei sowohl Parties und Clubs aushalten, als auch einen Bücherwurm, der mir ein Ohr abkaut und über den Sinn der Welt diskutieren will." schmunzle ich. "Du könntest also sagen, ich bin sehr vielseitig. Was geht dich an? Deine Hündin ist doch der Zwergpinscher oder täusche ich mich da?" frage ich interessiert und nehme an einer etwas ruhigeren Ecke Platz, damit wir uns unbekümmert unterhalten können. "Mach dir keinen Kopf. Manchmal kann ich auch viel reden. Willst du etwas essen oder trinken?"

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Jan 05, 2019 11:27 pm von ©Lynn Jackson verfasst.
Ich sehe ihn etwas größer an, als ich höre das er aus Amerika kommt und kann somit in meine Muttersprache umschwingen, in der ich mich auch viel wohler fühle. "Ich stamme aus Amerika, Farson in Wyomin, danach sind wir nach Tschechien ausgewandert und haben dort einen Pferdehof geleitet, meinte ich ruhig fest und sehe anschließend kurz auf meine vernarbten Unterarme, welche ich gleich durch meinen Pullover zudecke und kurz den Kopf schüttle.
Ich wollte nicht wirklich nach Tschechien, aber ich durfte meinen jungen Hengst mit nehmen und deshalb ging es, meinte ich ruhig, wobei ich wirklich etwas offener wurde, zwar ein wenig unsicher, aber ich glaube vielleicht das er mir nichts böses will.
Ich? Ich zocke viel, Videospiele aller Art, gehe mit meiner Hündin laufen oder bin bei meinem Pferd. Ich bin noch regelmäßig bei der Physio... Ich saß bis vor 3 Monaten noch im Rollstuhl wegen einem schweren Reitunfall... Aber ich bin jetzt so weit, dass ich wieder laufen kann, zwar nicht lange aber es geht. Sonst bin ich viel alleine, eigentlich immer, stelle ich fest und zucke mit meinen schmalen Schultern. Ich bin vielen zu groß, zu dürr, zu unsicher und zu scheu als das sie mit mir zu tun haben wollen.
"Genau, Nasty ihr Name. Ich hab sie in Tschechien aus dem Tierheim und danach ist sie gleich mit mir hier her gekommen. Von einem Zwinger in den Nächsten", stelle ich leise fest und schüttle meinen Kopf. Als er dann wieder über das Essen redet sehe ich ihn kurz an und öffne meinen Rucksack, wo ich eine Dose raus ziehe mit verschiedenem Obst drinnen und stelle sie vorsichtig in die Mitte. "Wenn du dir nichts holen magst, kannst du gerne mit Essen, ich habe eh zu viel", meinte ich ruhig und schaue schon fast wie ein scheues Reh zu ihm. Viele können mit mir nicht umgehen, weil ich von der Unsicherheit geplagt werde, doch das würde sich hoffentlich irgendwann wieder legen, sobald auch ich merke, dass mich nicht alle Menschen umbringen wollen.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Jan 07, 2019 9:56 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Ich bin überrascht, als sie auf einmal in meiner Muttersprache weiterspricht, die mir auch jetzt noch lieber ist, als Französisch. Interessiert höre ich Lynn zu und mache große Augen. ”Wow, das ist wahrscheinlich ein Sprung für dich gewesen. Auf einmal auf einem anderen Kontinent und mit anderer Sprache? Ich meine das ist mir ja jetzt auch passiert, aber ich habe das freiwillig entschieden. Wie war das bei dir? Müsstest du dorthin, wegen der Arbeit deiner Eltern oder warum? Einen Pferdehof kann man doch auch in Amerika leiten?” hinterfragte ich neugierig und hoffte damit nicht in Fettnäpfchen zu treten und etwa schlechte Erinnerung hervorzurufen.
Ich sehe auf ihre Unterarme, als sie an dem Pulli rumzuppelt und frage mich, was sie zu verstecken versucht, wobei ich natürlich hoffe, dass es nicht das ist, was mir als erstes einfällt. Wenn ich Glück habe ist ihr einfach nur kalt, weil sie so lange ohne dicke Sachen draußen war. Eine kleine Erklärung zu ihrer Vergangenheit bekam ich nun und nickte verständlich. ”So geht es mir auch mit Clive. Hauptsache sie ist dabei.” lächle ich kurz, ehe mein Gesicht wieder ernst wird.
Als sie von ihrem Hobbys erzählt und fast beiläufig den Rollstuhl erwähnt komme ich aus denn Staunen nicht mehr heraus und fast sieht es so aus, als würden meine Augen jeden Moment rausfallen. ”Wie jetzt? Du erklärst mir hier so mir nichts, dir nichts, dass du mal im Rollstuhl sahst? Das ist doch ein totaler Meilenstein in deinem Leben gewesen oder nicht? Es muss so viel Mut und Stärke von dir verlangt haben, diese Physio so gut zu meistern, dass man dir deine Vergangenheit gar nicht anmerkt. Du kannst wirklich stolz auf dich sein. Nicht jeder hat so einen Ehrgeiz und Selbstdisziplin, um das zu schaffen!” erkläre ich ihr beeindruckt und mit Nachdruck, da ich das Gefühl habe, sie sehe das ganze wenn denn als Last an und sieht nicht ihren Triumph daraus. ”Und wenn du nichts dagegen hast, kannst du immer zu mir kommen in Zukunft, falls du allein bist, aber gern Gesellschaft hättest.” biete ich mit einem ehrlichen Lächeln an.
Auch über ihren Hund erzähle ich gerne, da ich immerhin auch Hunde mag und mich etwas auskenne. ”Das ist bestimmt nicht leicht für Nasty. Auch für Clive ist es schwer. Sie war es gewohnt ständig bei mir zu sein und vor allem zu schlafen. Zum Glück ist sie nicht allein im Zwinger, sondern mit Skyla, mit der sie sich so gut versteht und kuscheln kann, sonst wäre es bestimmt schlimm für sie.” meine ich und sehe kurze Zeit gedankenverloren aus dem Fenster. Draußen ist es so kalt. Ich bin es gar nicht gewohnt und somit auch nicht sehr kälteresistent, aber es hätte wenigstens schneien können. Vielleicht hätte ich dann Clive beibringen können, den Schlitten zu ziehen.
Als ich mich wieder auf die Mensa und Lynn konzentriere fällt mir auf, dass wir in der Pause vielleicht etwas essen sollten und will eigentlich für uns beide etwas holen, doch das unsichere Mädchen hat selbst etwas dabei und bietet mir an zu teilen. ”Ich nehme gern etwas, vielen Dank. Aber ich esse doch ziemlich viel, ich hole mir noch was kleines dazu und etwas zu trinken. Was trinkst du?” frage ich freundlich und stehe schon mal auf, um gleich loszugehen, da die Schlange grad sehr klein ist.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Jan 08, 2019 4:05 pm von ©Lynn Jackson verfasst.
"Es war gar nicht so einfach. Meine Mutter stammt aus Tschechien und ich bin zweisprachig aufgewachsen, aber ich musste so viel zurück lassen. Gute Freunde, Familie und alles was mir was bedeutet und wo Erinnerungen dran hängen, aber was soll ich schon sagen? Ich musste mit. Meine Großeltern sind plötzlich verstorben und meine Eltern wollten den Hof nicht zugrunde gehen lassen, da ich meinen Hengst mit nehmen durfte ging es einigermaßen und ich muss auch sagen, dass es vielleicht nicht schlecht war dort. Die Leute waren nett mir gegenüber und ich war sozusagen "everybodeys Darling"", so viel an einem stück hatte ich schon lange nicht mehr geredet und auch deshalb musste ich dazwischen immer wieder Luft holen. Meine Lungen waren es einfach noch nicht ganz gewohnt so lange ohne den Rauch meiner vertrauten Zigaretten zu leben, doch da musste ich nun durch, ich wollte ja wieder frei atmen können, wieder Sport machen und wieder Leben wie ich es früher gemacht hatte. Ich wollte so viel es geht und so oft es geht Lachen und ich wollte frei sein. Frei für die Welt und das Leben.
"Nasty kommt auch mit zu Arisco und sie liebt den großen einfach, er hat auch so viel Geduld mit ihr und das bewundere ich.", erzählte ich nur ruhig und sehe wie sich seine ganze Mimik verändert, als ich so einfach erwähne, dass ich lange im Rollstuhl saß, überrumpelt von den ganzen Fragen und auch irgendwie von den halb ausgesprochen jedoch wahr gemeinten Komplimenten sah ich ihn groß an und versuchte meine Gedanken zu sortieren. "Man merkt es mir an. Ich habe Schwierigkeiten beim Aufstehen und langen gehen, ich kann noch nicht wieder alleine aufsteigen, sondern brauche immer einen Stuhl oder sonst eine Hilfe. Ich kann noch nicht wieder wandern gehen und hin gehen wo ich will.", spiele ich das ganze verlegen runter und versuche das erste mal ihm zumindest in die Richtung seiner Augen zu sehen, nicht direkt hinein sondern viel mehr leicht daran vorbei, doch zumindest saß ich nicht mehr da wie ein zerknirschtes Häufchen etwas. "Das wurde mir alles so in die Wiege gelegt, dass ich durchalten soll um meine Ziele zu erreichen und da ich nach dem Sturz nur das Ziel hatte wieder zu laufen, zu rennen und wieder auf Springturniere zu gehen mit meinem Pferd, musste ich durch die Zeit durch", wie man merkt, spreche ich mehr, wenn ich langsam zu jemanden Vertrauen fasse und mir zumindest denke, dass er mich nicht komplett hintergehen will, mich nicht ausliefern und fertig machen, wie es Seraphim immer gemacht hatte als wir uns in der alten Schule begegnet sind.
"Meine ist alleine im Zwinger", stelle ich nur etwas traurig fest und ziehe ein genauso trauriges Lächeln auf die Lippen, welches schon fast vor lauter Schmerz selbst spricht.
"Ein Wasser bitte", meinte ich ruhig und krame aus meinem Rucksack meine Schülerkarte raus, auf welcher unsere Daten gespeichert sind und bei mir leider auch, ob ich mir etwas aus der Mensa holen würde oder nicht und auch deshalb habe ich oft etwas drauf, obwohl ich nur ein Wasser wollte. "Vielleicht können wir ja mal gemeinsam spazieren gehen?", frage ich sehr vorsichtig und zurückhalten als Fynn wieder da ist.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jan 16, 2019 10:01 pm von ©Fynn Almond verfasst.
Ich hörte mit großen Augen interessiert zu und verspürte fast so etwas wie Belustigung, als ich daran dachte, dass ich erstaunlich regelmäßig Leute kennenlernte, deren Vergangenheit eine kleine Herausforderung war. Vorausgesetzt natürlich ich lernte neue Leute kennen denn dies war ja nicht unbedingt meine Spezialität. Dennoch klang Lynn eigentlich nicht zu sehr von Tschechien beeindruckt, immerhin wurde sie da so ziemlich von jedem gemocht. ”Na das klingt doch besser, als ich es erwartet hätte. Aber ich kann schon verstehen, dass dich die Leute dort mochten. Umso mehr wundere ich mich, warum du so schüchtern wirkst und wenig Selbstvertrauen hast.” gab ich zu bedenken und sah sie nachdenklich an. ”Hm na dann hast du wohl echt mindestens zwei Glücksfälle in deinem Leben gehabt. Ich bewundere Tiere auch. Sie sind oft schlauer als so manche Menschen und sind denen, die sie mögen einfach aufrichtig ergeben.” antworte ich ihr und lehne mich etwas im Stuhl zurück, was wohl auch besser ist. Nun erfahre ich nämlich etwas, womit ich nicht gerechnet hätte. Lynn saß bis vor kurzem noch im Rollstuhl und hat immer noch Probleme beim Laufen. Ich bewundere sie für ihre Kraft und ihren Ehrgeiz bereits wieder so gut auf den Beinen zu sein, obwohl sie diesen Schicksalsschlag hatte, was ich ihr auch offen sage. Sie scheint mein Kompliment nicht wirklich hören zu wollen, kann damit wahrscheinlich nicht umgehen und ihr Ausweichen lässt mich etwas schmunzeln. ”Sicher kannst du nicht sofort Hochleistungssport machen, aber du solltest dich nicht unterschätzen oder zumindest als weniger Wert verkaufen.” gebe ich ihr einen gut gemeinten Rat. Mit ihren Nachfolgenden Worten hat sie jedoch recht und ich verstehe sie, sodass ich nicke. ”Ich hoffe dass kannst du auch bald wieder.” sage ich ruhig und freue mich wirklich, dass ich so viel von ihr erfahre und sie mir zu mindest Stück für Stück mehr zu vertrauen scheint.
”Oh das ist schade.” meine ich etwas ratlos und Stütze meinen Kopf auf meinem Kinn ab, während auch ich etwas mehr an Lynn vorbei sehe anstatt direkt in ihre Augen, einfach weil ich kurz in Gedanken schwelge. Dann will ich aber was zu essen und zu trinken holen und begebe mich mit Lynns Karte zu der Theke. Dort hole ich zwei Wasser, ein belegtes Brötchen, einen Croissant und einen Obstsalat und mache mich wieder auf den Weg zurück zum Tisch. Dort stelle ich alles ab, setze mich wieder und schiebe Lynn ihre Karte wieder zu. ”Klar! Die Idee ist mir auch gerade gekommen. Dann hat Nasty vielleicht auch mal wieder etwas mehr Hundekontakt, das tut ihr bestimmt gut.” meine ich sofort und beiße lächelnd in mein Brötchen. ”Wenn du dich doch umentscheiden solltest, bedien dich ruhig.” meine ich freundlich und deute auf mein Essen.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Jan 16, 2019 10:40 pm von ©Lynn Jackson verfasst.
"Es ist recht schwer, wenn man zuerst nicht laufen kann, es dann wieder kann und doch nicht so wie man es gerne hätte. Man bekommt trotzdem diesen Mitleidsstempel aufgedrückt, weil es ja mal so war, aber ganz ehrlich, das brauch ich nicht", meinte ich einfach nur und sehe Fynn einmal mehr vorsichtig und leicht unsicher in die Augen.
"Ja, sehr gerne. Nasty könnte das gut gebrauchen, aber ich will auch nicht zu viel von deiner Zeit in Anspruch nehmen", meinte ich wieder etwas vorsichtig, denn ich wusste eben nur zu gut wie Sandra ist, und das sie alles gerne tut, nur nicht teilen und schon erst recht nicht ihren geliebten Freund, was ich auf der einen Seit verstehen kann, denn irgendwie ist Fynn für sehr viele sehr begehrenswert, was ich auch verstehe. Denn er sieht nicht wirklich schlecht aus und hat auch einen sehr sympatischen Charakter, der einen schnell dazu bewegt, ihm zu vertrauen, auch wenn man das vielleicht nicht immer gleich will, was manche wahrscheinlich auch verstehen werden.
"Nein, Danke", meinte ich auf sein Essensangebot und lächle ihn kurz warm an, bevor ich wieder zu meiner Jausendose greife um aus dieser zu Essen. Viel zu oft hatte ich schon schlechte Erfahrung mit diesem Essen hier gemacht und deshalb lasse ich lieber die Finger davon.
"Weißt du eigentlich, wie viel die Mädchen in der Umkleide von dir sprechen?", frage ich ihn und sehe auf meine Wasserflasche, für die mich mich beim entgegennehmen bedankt hatte, "Es fallen total viele verschiedene Meinungen über dich. die einen finden du siehst gut aus, andere sagen du bist arrogant, wieder andere meinen, dass du nur mit Sandra zusammen bist, weil sie die Leid tut. Aber die nehmen sich alle nicht die Zeit dich kennen zu lernen, dann würden sie raus finden, dass das alles nicht stimmen kann... Also... Das Charakterliche", meinte ich einfach nur, denn irgendwie bin ich der Meinung, Fynn sollte es wissen, dass andere Leute über ihn reden oder eher was andere Leute über ihn sprechen.

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