Wer denkt, das Leben an einem Internat wie diesem sei wie jedes andere, der irrt gewaltig. Affären zwischen Schülern und Lehrern, kriminelle Machenschaften unter den Schülern und Liebesdramen! Welche Rolle spielst du in alldem?
 
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 A Lovestory like Grey's Anatomy

Diese Schriftrolle wurde am So Nov 20, 2016 12:02 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Datum: 22. Juli
Ort: Krankenhaus
Personen: Liv & Logan

Zusammen mit den anderen Assistensärzten redeten wir, nachdem wir aus der Umkleide kamen über alles Mögliche, während wir auf die Visite warteten. Die kleine und zierliche Blondine Jessica schwärmte gerade von 'McDreamy' dem Spitznamen der weiblichen Assistensärzte für Logan, der durch die Serie Grey's Anatomy entstand. "Im Ernst. Wir können dem lieben Gott dafür danken, dass es wir in einer Klinik arbeiten, in der der Neurochirurg Derek Shepherd ehrliche Konkurrenz macht. Unser eigener 'McDreamy'! Wer will das nicht." Die temperamentvolle Blondine fächerte sich demonstrativ Luft zu, während die anderen lachten. Bis auf meine beste Freundin, die mich unauffällig mit angehobener Augenbraue ansah und die männlichen Begleiter, die die Augen verdrehten. Warum meine beste Freundin die Augen verdrehte. Weil sie wusste, dass ich ein wenig für den Oberarzt schwärmte, auch wenn ihrer Worte eher. 'eindeutig verknallt' waren. Was ich leugnete. So blöd konnte ich doch nicht sein.
Gerade kam uns die Stationsärztin und Ausbilderin entgegen, weswegen das Gerede etwas leiser wurde. Aber nicht verklang. "Ich hoffe ich werd ihm heute mal wieder zugeteilt." Flüsterte eine andere Kollegin. "Das hoffe ich ja auch, aber im Gegensatz zu dir nicht nur wegen 'McDreamy' sondern wegen der Neurologie an sich." stichilete ich schmunzelnd, während wir das erste Patientenzimmer betraten.


Zuletzt von Olivia Morgan am Di Nov 22, 2016 10:00 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 20, 2016 12:30 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich befand mich bereits in dem Zimmer der ersten Patienten, die die Assistenzärzte mit ihrer Ausbilderin bei der Visite besuchen würden und wechselte ein paar Worte mit ihr. Da die Tür vorschriftsgemäß geschlossen war, hörte ich nur dumpf, dass die angehenden Chirurgen bereits vor diesem auf ihre Ausbilderin und den Beginn der Visite warteten. "McDreamy" war eines der Worte, was ab und zu viel, allerdings konnte ich mit dem Begriff recht wenig anfangen und war sonst mit meiner Patientin beschäftigt, die mir erzählte, was sie für ihren Sohn geplant hatte. Sie hieß Louna Denaux und war bereits im 6. Monat schwanger. Bei ihr wurde vor wenigen Tagen ein Gehirntumor diagnostiziert, der bald ihren Sehnerv angreifen könnte.
Ich hob den Kopf und sah zur Tür, als die Stationsärztin Amanda Laurent zur Tür herein gekommt, gefolgt von den fünf ihr zugeteilten Assistenzärztinnen, unter anderem auch Olivia Morgan. Mit verschränkten Armen vor der Brust nickte ich den Sechs Leuten zu, ehe ich Laurent Platz machte. Sie war zwar eine Neuropatientin und gehörte somit in mein Fachgebiet und dennoch war die Visite in diesem Moment so wichtig, dass ich in den Hintergrund trat um zuhören zu können, wie die Ärzte meine Patientin vorstellten. "Dr. Morgan?" sprach Amanda die junge Frau an, nachdem sie die Louna begrüßt hatte.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 20, 2016 12:50 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Als ich Logan im Zimmer sah, setzte mein Herz vor Schreck kurz aus. Nicht dass er uns gehört hatte. Doch er wirkte so, als hätte er nichts mitbekommen und ich amtemte unauffällig aber erleichtert aus. Das wäre unangenehm gewesen.
Ich konzentriere mich schnell wieder auf die Patientin, als ich meinen namen hörte. "Louna Denaux, 32 Jahre alt und im 6. Monat schwanger. Die Schwangerschaft verlief bisher ohne Komplikationen, doch Mrs. Denaux klangte uber längere Zeit über Kopfschmerzen und Schwindel, sodass anhand eines Kopf CTs ein Hirntumor festgestellt werden konnte, der bei nicht Entfernung den Sehnerv angreift. Mrs. Denaux ist hier, weil die Klinik, in der sie anfangs war ihren Tumor als nicht operabel eingestuft hat. Deshalb hat sie es in anderen Krankenhäusern versucht und Dr. Montgomery hat sich dafür entschieden die Operation durchzuführen." endete ich den Vortrag der vorhin gelesenen Akte, auch wenn ich sie nicht mehr in der Hand hielt, was wohl bei dem langen Vortrag komisch vorkam, wenn man nichts von meinem Gedächtnis wusste.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 20, 2016 1:19 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Anerkennend hörte ich dem Vortrag von Dr. Morgan zu, die ich mittlerweile beim Vornamen nannte aber dennoch Siezte. Ich wusste zwar nichts von ihrem photographischen Gedächtnis, dennoch war es in meinen Augen sehr verwunderlich, was sie sich alles merken konnte.
"Gut. Logan, Sie bekommen Dr. Morgan." Amanda deutete kurz mit dem Daumen über ihre Schulter hinweg auf die Assistenzärzte, die sich alle in der Nähe des Bettes versammelt hatten und auf Anweisungen warteten. Ich nickte kurz und nahm einen kurzen Blickkontakt mit der jungen Mutter auf, während Amanda an uns vorbei ging und ihre Auszubildenen Ärzte mitnahm. Wir übernehmen noch alle anderen Neuropatienten, die in den nächsten Tagen entweder operiert werden müssen oder eine gewisse Zeit lang beobachtet werden müssen. erklärte ich der Ärztin, die als Einzige nicht den Raum verlassen hatte, ehe ich mich der Patientin zudrehte. Das CT vor zwei Tagen wird Dr. Morgan noch einmal durchführen, damit wir wissen, ob sich der Tumor weiter ausgebreitet hat. Außerdem benötigen wir noch die Einwilligung für eine Operation Ich öffnete meinen Ordner, den ich auf dem Tisch abgelegt hatte und holte ein Formular heraus, welches ich Louna reichte. "Aber die Operation wird meinem Kind doch nicht schaden oder?"

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 20, 2016 8:49 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich lächelte kurz etwas breiter und erfreut. Während mir Jessica ein "das ist nicht fair, nicht jeder hat ein fotografisches Gedächtnis" ins Ohr raunte, was jedoch nur hwlb erst gemeint war. Ich wand mich, als meine Ausbilderin und meine Kollegen weg waren mit einem leichten Lächeln Logan zu. Ja gut, möglicherweise freute ich mich auf dir Neurologie nicht NUR wegen der Neurologie, aber ein wenig Schwärmerei war ja nicht verboten. Nur mehr Verbot ich mir, da das wirklich keine gute Idee war. Als Logan mir mitteilte, dass wir noch bei zahlreichen anderen Neuro-Patienten vorbeischauen würden, nickte ich. In meiner Innern To-Do Liste setzte ich das CT oben drauf und sah von Logan zu Mrs. Denaux, die gerade eine Frage stellte, die natürlich jeder werdenden mutter erst mal im Kopf rumschwirren würde. "Machen Sie sich da keine Sorgen, schaden wird es ganz bestimmt nicht. Ihre Schwangerschaft verlief bisher völlig problemlos, deshalb ist das Risiko, dass es in diesem Sinne Komplikationen geben sollte, gering. Außerdem wird jemand aus der Gynäkologie im OP anwesend sein." Da die OP ziemlich riskant war, schließlich hatte es einen guten Grund, dass so viele Ärzte sich bisher geweigert hatten, könnte es im schlimmsten Falle sein, dass das Kind geholt werden musste, da es mit 6 Monaten schon knapp lebensfähig war, dank der heutigen Technik.
Ich wartete, bis sie das Formular ausgefüllt hatte und half ihr dann in einen Rollstuhl, um mit ihr zum CT zu gehen. "Logan, wo soll ich sie dann suchen, wenn das CT gemacht ist?" fragte ich nach.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 20, 2016 9:32 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich legte noch einen Kugelschreiber, der sich für gewöhnlich immer in meiner Brusttasche des weißen Kittels befand, neben das Formular und begab mich zur Tür, nachdem ich Olivia zugehört hatte, wie sie auf die Frage der Patientin antwortete. Selbst wenn sie noch Fragen hatte, war ich mir sicher, dass die junge Mutter diese ohne Probleme beantworten konnte. Ich warte in Zimmer 127 auf Sie. Dort machen wir mit der Visite weiter. Ich muss jetzt noch bei Dr. Monroe vorbeischauen antwortete ich mit einem Anflug eines leichten Lächelns auf den Lippen, ehe ich Louna zunickte und aus dem Zimmer verschwand, auf dem Weg zu dem Chefarzt des Krankenhauses.
Es hatte etwas länger gedauert als gedacht, weswegen die Wahrscheinlichkeit, dass Olivia bereits gemeinsam mit meinem nächsten Patienten - einen 65-jährigen Mann - im Zimmer 127 auf mich wartete, relativ hoch war. Mit schnellen Schritten betrat ich das Zimmer und schloss die Tür hinter mir. Tut mir leid, hat etwas länger gedauert. Olivia, die Ergebnisse des CTs zeigen Sie mir bitte gleich danach Ich schüttelte die Hand des älteren Mannes, dessen Mundwinkel leicht zuckten. Also? Was wissen Sie über Jeremy Cornish? Aufmerksam richtete ich meinen grau-grünen Blick auf die junge Frau.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 20, 2016 11:14 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich nickte Lächelnd und rollte die Patientin zum CT. "Ihr Neurochirurg erinnert mich total an Derek aus Grey's Anatomy. Ich wette ihm laufen die weiblichen Kollegen hinterher." Erzählte sie mir auf dem Weg und ich lachte. "Sie haben vollkommen recht. Wir haben ihm auch den gleichen Spitznamen gegeben, aber er wris es bisher glauhr ich noch nicht." teilte ich der sympathischen Frau mit. Danach redeten wir noch etwas über Kinder und ich hab ihr einige Tipps, da es ihr erstes war und über die Serie natürlich und was in dieser geschah. Ich hatte erst letztens in einer Psychologiezeitschrift gelesen, dass Patienten schneller genesen und Operationen besser laufen, wenn sie sich wohl fühlen und Vertrauen zu den Ärzten Aufbauten. Natürlich waren solche Studien nie zu 100% bestätigt, doch für mich ergab das Sinn und ich hatte gerne ein gutes Verhältnis zu meinen Patienten. Nach dem CT brachte ich die werdende Mutter zurück auf ihr Zimmer und begab mich zu Zimmer 127. Anscheinend war Logan noch nicht da, weshalb ich den Patienten freundlich begrüßte, nachdem ich in der Akte schnell nach seinem Namen geguckt hatte. Ich studierte diese schnell durch und fragte nach dem allgemeinen befinden, das den Umständen entsprechend nicht schlecht war, da kam auch schon Logan rein. " Jeremy Cornish, 65 Jahre, wurde mit einem Schlaganfall eingeliefert. Das Gerinsel im Hirn wurde innerhalb der kritischen 6 Stunden Grenze mit Hilfe einer Thrombolyse und einer Thrombektomie erfolgreich und bisher ohne sichtbare Folgen entfernt. Mr. Cornish hat mir erzählt, er fühlt sich gut. Hier die über die nacht gemessenen Werte." bis zu den Werten war ich bisher noch nicht gekommen, weshalb ich dazu nichts sagen konnte. Deshalb gab ich ihm den Patientenordner mit den Werten in die Hand.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 20, 2016 11:56 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich musterte mein Gegenüber mit einem prüfenden Blick, während sie meinen Patienten vorstellte und mir anschließend den Patientenordner übergab, den ich aufschlug und ihn sorgfältig studierte. Monsieur Cornish, Ihre Werte sehen sehr gut aus. Ich sah, wie der ältere Mann zu strahlen begann und dabei seine Zahnlücke preisgab. Ich würde Sie allerdings noch gerne etwa zwei Tage hierbehalten um zu überprüfen ob Ihre Werte sich nicht eventuell verschlechtern sollten. Anschließend kann Ihre Frau Sie wieder mit nach Hause nehmen Rau lachend legte er seine Hand auf meine, mit der ich mich auf dem Bettgeländer abgestützt hatte und winkte schließlich auch Olivia zu sich. "Vielen Dank Dr. Montgomery. Sie wissen gar nicht, wie sehr ich mich darauf freue wieder nach Hause zu kommen" Ich lächelte ihn schweigend an und notierte ein paar Details in seiner Akte. "Wissen Sie-" Jeremy kniff seine Augen einwenig zusammen um den Namen auf Olivias Kittel zu entziffern, da seine Brille neben ihm auf dem Tisch lag. "Dr. Morgan. Das war bereits mein zweiter Schlaganfall. Ich kann Gott danken, dass ich keine größeren Schäden habe. Passen Sie auf sich auf und schätzen Sie ihr zuhause. Hier gibt es zwar nette Ärzte aber zuhause ist es doch immer am schönsten" Glücklich tätschelte er auch ihren Handrücken, ehe er seine Hände auf seinem Bauch zusammenfaltete und mir dabei zusah, wie ich mir noch einmal die Werte ansah. Brauchen Sie noch etwas? Der Angesprochene schüttelte breit lächelnd den Kopf. "Ich warte auf meine Frau. Sie wollte heute noch vorbeikommen" Ich nickte kurz und konnte mir ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Gut. Rufen Sie, falls etwas sein sollte
Nachdem ich mit meiner Begleitung das Zimmer verlassen hatte, übergab ich die Akte an eine Krankenschwester und drehte mich Olivia zu. Also - das CT. Zeigen Sie mir mal das Ergebnis Ich rieb mir die Hände und hob meine Augenbrauen an. Die nächste und letzte Patientin der Visite kenn ich sehr gut. Sie ist seit zwei Jahren regelmäßig bei uns. Gehirntumor. Zuvor saß er am Sehnerv, wo wir ihn problemlos entfernen konnten. Aber jetzt hat man Einen entdeckt, der sich in der Nähe des Sprachzentrums befindet

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Nov 21, 2016 12:18 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich lächelte über die herzliche Art des Mannes, der mich etwas an meinen Vater erinnerte. "Das mach ich, ich wünsche ihnen noch alles Gute." Danach begab ich mich mit Logan aus dem Zimmer. Die vorher kurz abgelegten CT Ergebnisse hatte ich wieder in die Hand genommen und übergab sie Logan. Das war wohl einer der Punkte, an denen man eben merkte, dass ich Anfängerin war, denn ich konnte durch die Ergebnisse nur grobe aussagen schliesen. Aber ich war ja auch hier um zu lernen. Deshalb wartete ich, bis Logan fertig war mit der Auswertung der Ergebnisse war und mich über die nächste Patientin informierte. Ich nickte als Zeichen, dass ich verstanden hatte. "Lag der Fall damals ähnlich wie bei Mrs. Denaux oder war die Wahrscheinlichkeit auf eine Streuung oder eine Rückkehr höher?" fragte ich interessiert Nach, da das meinen Blickwinkel auf den Fall dieser Frau veränderte.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Nov 21, 2016 11:14 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Man kann nie zu 100% wissen, ob ein Tumor vollständig weg ist und nicht mehr zurückkommt. Sie musste sich das letzte Mal einer Chemotherapie unterziehen. Jetzt hoffen wir, dass eine Operation genügt um den Tumor loszuwerden erklärte ich ihr, ehe ich das Ergebnis des CTs entgegen nahm und dieses gegen das Licht hielt, wobei ich meine Stirn leicht in Falten legte. Mh Mit der Folie in der Hand lief ich den Flur entlang und klemmte diese an eine der dafür vorgesehenen Wände, die das CT-Ergebnis erhellten. So hatte ich auch meine rechte Hand frei, mit der ich Olivia zu mir winkte. Siehst du das? Ich deutete mit meinem linken Zeigefinger auf die Stelle, an der der Tumor saß und umkreiste diesen sichtbaren Fleck. Hier siehst du den Tumor. Die berechnete Dichte des durchstrahlten Tumorgewebes wird einem jeweiligen Grauton zugeordnet. Da dieser noch nicht stark herangewachsen ist, haben wir noch gute Chancen. Wenn wir allerdings noch unnötig länger warten, wächst er weiter und befällt vor allem den Sehnerv. Es ist nicht auszuschließen, dass er sich auch noch an anderen Stellen bildet aber im Moment scheint nur dieser das Problem zu sein. Wir werden noch heute Vormittag operieren, denn viel länger will ich nicht warten. Wenn wir mit unserer letzten Patientin fertig sind, möchte ich, dass Sie sie auf die Operation vorbereiten. Ich nahm kurzen Blickkontakt mit meiner Begleitung auf, ehe ich das CT-Ergebnis wieder abhing. Nun gut. Wollen wir mal sehen, wie es Diana geht. Sie wurde erst heute Nacht eingeliefert, von daher Ich streckte ihr die letzte Akte entgegen, die ich mit mir herumgetragen hatte. bin ich mir sicher, dass Sie sie noch nicht kennen. Mit einem kurzen Lächeln ging ich voran, drei Zimmer weiter, und sogleich mit einem "Logan!" begrüßt. Mit einem freundlichen, offenen Lächeln ging ich auf die blonde junge Frau zu, die mich breit angrinste. "Oder muss ich wie jeder Patient wieder damit beginnen, Sie Dr. Montgomery zu nennen?" Sie lachte leise auf, wobei sie einwenig länger brauchte die Sätze auszuformulieren. Nach zwei Jahren, in denen Sie mich an der Backe hatten und das Krankenhaus immer wieder von innen gesehen haben, erlaube ich Ihnen ausnahmsweise mich mit dem Vornamen anzusprechen Das Schmunzeln meinerseits verriet, dass ich es ironisch gemeint hatte. "Visite?" Ich nickte. Das ist Dr. Morgan
Diana hob lächelnd die Hand und strich sich einmal durch ihre Haare, ehe sie sich aufrichtete. "Diana Armstrong. 30 Jahre alt. Sie wurde vor zwei Jahren das erste Mal ins Krankenhaus eingeliefert, als man einen Krebs an der Lunge entdeckt hat. Dadurch erkannte man auch einen Tumor im Gehirn, welcher-" Diana, wie sollen die Ärzte hier lernen, wenn Sie die Ganze Arbeit erledigen? Ich hob skeptisch beide Augenbrauen, ehe ich den Kopf schüttelte. "Naja. Ich bin noch uninteressant, weil man mich heute noch nicht operiert. Die letzte Assistenzärztin hat ja beinahe um eine Operation gebettelt" Und dennoch gehört es zur Grundausbildung eines Arztes. Mein Blick fiel auf meinen Pieper, der zu piepen begann. Ein Notfall. Wir machen hier später weiter, Diana. Olivia, die Operation von Louna Cornish verschieben wir falls es Verletzte geben sollte, die diese noch dringender benötigen als sie. Kommen Sie mit mir mit. Mit diesen Worten lief ich voran zu der Tür, wo die Verletzten eintreffen sollten.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Nov 22, 2016 3:39 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich folgte Logan und sah aufmerksam auf das CT, als ich näher an ihn heran trat. Ich betrachtete die Folie und den daraus sichtbaren Tumor. Nickend sah ich zu Logan, als dieser fertig war.
Danach nahm ich dir Akte entgegen und schlug sie auf, während ich Logan folgte. Ich sah kurz auf, als sie Logan zu euphorisch begrüßte und lächelte, leicht, widmete mich dann jedoch der Akte. Als ich meinen Namen hörte, sah ich die Patientin freundlich an und wollte gerade den Mund aufmachen, da kam sie selbst mir zuvor. Ich grinste, als sie im typisch sachlichen Ton und Schema die Patientinvorstellung aufsagte und Logan sie unterbrach. "Nehmen Sie es uns nicht übel. Wir Assistensärzte sind grundlegend OP-geil aber das haben sie nicht von mir." ich schmunzelte, sah jedoch zum Oberarzt neben mir, als sein Pager piepte. Meiner gab kurz darauf das selbe Geräusch von sich, was zeigte, dass es wohl ein ziemlich großer Unfall war und alle Fachkräfte benötigt wurden. Ich folgte Logan eilig zur Notaufnahme, wobei uns auf dem Weg der Chefarzt begegnete. "Ein schulbusunfall des hiesigen Internats. Ein Teil der Schüler wurde bereits eingeliefert, ein weiterer ist gerade unterwegs." Erklärte er, während er selbst alles ein wenig zu ordnen versuchte. An der Tür der Notaufnahme, an der die Krankenwagen eintrafen, hielt gerade der nächste. Und lud einen Schüler auf eine Liege und einen, der wohl bis auf paar Kratzer wohl auf war und seinen Freund begleitet hatte, aus. Noch vor uns hier angekommen war der Oberarzt der Ortpädie, der uns jedoch mit den Worten. "Das ist was für sie Logan." Platz machte. Wieso verstand ich einen Augenblick später, denn der Junge hatte einen Stift im Auge, oberhalb des Augapfels, stecken. "Markus Malone, 17. Der Stift hat den Augapfel nicht getroffen und sich oberhalb dieses in den Kopf gebohrt. Vitalwerte stabil und bei Bewusstsein." Informierte der Notfall Sanitäter, während wir neben ihm her hingen, als er den Jungen in ein freies behandlungszimmer schob und sich anschließend verabschiedete. Auf den zweiten jungen hatte ich bis dahin nicht weiter geachtet, auch weil ich Markus zu beruhigen versuchte, der panisch und ängstlich immer wieder "oh Gott, bitte holen Sie den Stift da raus!" Rief.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Nov 22, 2016 3:52 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Während wir uns dem Treiben näherten, flitzte mein Blick von einem Eck zum anderen um von der ganzen Situation einen Überblick zu erhalten, ehe ich angesprochen wurde und meinen ersten Patienten erhielt. Ein Patient mit einem Stift, der sich oberhalb seines Augapfels gnadenlos in seinen Schädel gebohrt hatte.
Olivia, bleiben Sie bei mir. Ich hob den Kopf und warf einen kurzen Blick auf seinen Begleiter, der mich durchdringend anstarrte. "Logan bitte - das ist mein bester Freund. Helf ihm" Das war mein Neffe. Ohne zu antworten schob ich die rollbare Trage meines Patienten in das erst beste, freie Zimmer und begann ihn zu untersuchen, ob der Stift mehr Schaden verusacht hatte wie man auf den ersten Blick sehen konnte. Untersuchen Sie bitte kurz Jason, auf subjektive Schäden Ich leuchtete mit meiner kleinen "Taschenlampe" in die Augen des jungen Mannes, der panisch seinen Satz wiederholte, ich solle den Stift da herausholen. Markus! Bleib bitte ruhig liegen. Wir wissen nicht, wie stark die Schäden des Stiftes sind und müssen uns erstmal einen Überblick verschaffen. Dann holen wir den Stift heraus Durch Jason kannte ich Markus nur zu gut, da auch er mich mit meinem Neffen zusammen besucht hatte. Den Erwähnten konnte ich zwar nicht sehen, allerdings hörte ich, wie er lautstark Olivia dazu überreden versuchte, sich nicht um ihn sondern um seinen besten Freund zu kümmern.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Nov 22, 2016 4:03 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Als der Begleiter des jungen Logan direkt ansprach, dämmerte mir, dass er ihn wohl kennen musste. Ich tat erst mal wie geheißen und untersuchte ihn auf Verletzungen, wobei ich auch versuchte ihn etwas abzulenken. "Logan kümmert sich um Markus. Woher kennst du ihn denn?" fragte ich. "Er ist mein Onkel." Erklärte er und ich sah kurz zu Logan. "Dann weißt du ja, dass dein Freund in guten Händen ist." ich lächelte ihn kurz an. "Ist dir schwindelig, übel oder hast du dich mit dem Kopf gestoßen?" fragte ich nach, da eine Gehirnerschütterung vor allem unter Adrenalin schnell übersehen werden konnte. Er schüttelte den Kopf. "Nein. Ich hab mich mit den Händen am Sitz vor mir abfangen können." Erklärte er, mittlerweile bereits etwas ruhiger, aber immer noch aufgekratzt. Ich sah mir seine Hände und die Gelenke dort etwas genauer an, um sicher zu gehen, dass dort nichts gebrochen oder angeknackst war, doch es sah alles gut aus. "Jason ist unverletzt. Ich geb dir nur schnell eine Salbe für die aufgeschürften Hände." ich stand auf und holte die erwähnte Salbe. Danach wendete ich mich wieder Logan und dem schweee verletzten jungen zu.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Nov 22, 2016 4:35 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
"Ich wollte eigentlich nur was zeichnen. Wie konnte ich denn bitte ahnen, dass es zu einem Unfall kommt und ich meinen Bleistift ins Gesicht bekomme?!" Seine Stimme zitterte stark während meinen vorsichtigen Untersuchungen. Hey, hör mir zu. Der Stift ist oberhalb deines Augapfels in deine Augenhöhle eingedrungen. Ich kann zumindest noch keine Schäden erkennen, die deutlich sichtbar sind. Nach einem CT wissen wir mehr, Anschließend wandte ich mich an Olivia. Wir brauchen ein CT. Sonst kann ich noch nicht sagen, wie stark sein Gehirn beschädigt ist. Bringen Sie ihn bitte zum CT - ich komme gleich nach. Er muss auf jeden Fall gleich danach operiert werden. Der Stift muss raus
Ich drehte mich zu Jason um. Und du- "Erwarte nicht von mir, dass ich Markus von der Seite weiche" Ich schüttelte den Kopf. Ich wusste nur zu gut, dass ich die beiden nicht trennen konnte. Du kommst mit. Bei der OP musst du allerdings draußen bleiben
Bevor Olivia mit Markus das Zimmer verließ, trat ich dicht an sie heran. Passen Sie darauf auf, dass er sich nicht aufregt. Das wäre nur kontraproduktiv

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Diese Schriftrolle wurde am Di Nov 22, 2016 9:33 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
"Alles klar. Ich bringe ihn dann in ein freies Behandlungszimmer, wenn sie bis dahin nicht da sind. Ich schick dann eine Krankenschwester, damit sie wissen in welches." antwortete ich und fuhr das Bett samt jungen aus dem Zimmer zum CT, neben mir Jason.
Beim CT angekommen, halfen mir zwei Krankenpfleger den Jungen auf die Unterlage des Geräts zu legen. "Also, bleib ganz ruhig. Das dauert nicht lange, du musst aber ganz ruhig liegen bleiben. Ich und dein freund Jason sind direkt im Nebenraum und sehen und hören, wenn etwas nicht stimmt." Ich sprach beruhigend auf ihn ein, ein wenig so wie auf Amy, wenn diese sich vor dem Monster unter dem Bett fürchtete oder sich weh getan hatte.
Danach verschwand ich ihm Nebenraum, durch dessen wand, die eine Scheibe war, man den CT-Raum überblicken konnte. Neben mir stand Jason nervös das Gewicht von einem Bein aufs andere verlagernd.
Als die CT Bilder auf den Bildschirmen erschienen, sah ich mir diese konzentriert an. Es sah so aus, als ob primär nichts wichtiges verletzt war, der Stift aber nichtsdestotrotz sehr ungünstig steckte, da er direkt an Gehirnregionen, die lebenswichtige Funktionen einnahmen, anlag. Ob nicht doch etwas Wichtiges getroffen war, konnte ich jedoch ganz sicher nicht sagen und müsste ich auf jeden Fall mit Dr. Montgomery absprechen, weshalb die Bilder gedruckt wurden, damit ich sie im Ordner mit aufs Zimmer nehmen konnte. Vorher nahm ich mir jedoch noch im CT Raum die Zeit, den Stift zu fixieren, damit er sich nicht auch nur einen Millimeter bewegte. Denn ich war mir ziemlich sicher, dass das verheerende folgen hätte.
Danach brachte ich die beiden Jungs auf das für Markus vorgesehene Zimmer. "Dr. Mo... Logan müsste gleich hier sein." da beide Jungs den Arzt kannten, vor allem natürlich sein Neffe, hatte es mehr Sinn ihn so zu nennen. "Markus, soll ich deine Eltern anrufen.?" ich hängte die Ct Bilder auf und schrieb meine Beobachtungen in die Akte, während ich auf Logan wartete.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Nov 22, 2016 9:59 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich bekam noch die letzten Worte Markus´ mit, der eine Frage von Olivia mit "Ja, bitte" beantwortete und nahm die CT-Folien unter die Lupe. Bereiten Sie ein OP vor. murmelte ich. Wir sollten so wenig Zeit wie möglich verlieren. Wenn wir noch zu lange warten, kann es zu einem Hirnödem kommen Ich räusperte mich kurz und warf einen kurzen Blick über die Schulter. Jason saß am Bett seines besten Freundes. Jason, wir müssen. Dieser hob den Kopf und reagierte erstmal nicht, bevor er nickte und noch etwas zu Markus sagte. "Pass auf ihn auf..."

Der Stift war draußen. Eigentlich hätte man darüber erfreut sein müssen und dennoch war ich dabei zu defibrillieren. Weg Keine Veränderung. Nach drei Versuchen setzte das Kammerflimmern aus und das EKG zeigte mir eine Frequenz von Null an. Schwer atmend starrte ich auf den Monitor und beobachtete die Anzeige. Nichts. Kein Hoffnungsschimmer. Dr. Morgan. forderte ich die Assistenzärztin auf, ehe ich mir den Mundschutz vom Kopf zog. Ich hatte diesem Jungen unglaublich gerne ein Leben geschenkt. Unter anderem auch, um ein Lächeln auf dem Gesicht meines Neffens sehen zu können. Aber gegen die Hirnschwellungen hatte ich dennoch nichts unternehmen können.
Ich musste es nun noch Jason erklären, weswegen ich langsam zur Tür ging und aus dem OP verschwand.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Nov 22, 2016 10:12 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Während ich die Nummer von Markus Eltern wählte, die in der vom Notfallsanitäter geschriebenen Seite stand und kurz mir diesen redete, wobei ich wie von unserer Ausbilderin beigebracht kurz und direkt war, damit das Telefonat nicht emotional wurde und ewig dauerte, nickte ich auf Logans Anweisung hin. Und verließ das Zimmer schonmal, um die Anweisung zu geben, den freien OP vorzubereiten.

Als die OP so unglücklich endete, war ich froh, versuchte ich mir nicht so offensichtlich anmerken zu lassen, was emotional in mir vor ging, denn der Junge war gerade mal 17 und sein Leben war vorbei. Das war außerdem die erste OP bei der ich war, dir der Patient nicht überlebte. Es war schlimmer als hoffnungslose Unfälle, die bereits auf dem Weg von der Notaufnahme ins Zimmer starben oder kurz darauf. Ich nahm meinen Mundschutz ebenfalls ab und räusperte mich. "Zeitpunkt des Todes, 9.13Uhr." ich sah dem toten jungen nochmal ins Gesicht, ehe ich ebenfalls den OP verließ. Um Jason und Markus Eltern, die laut einer Krankenschwester eingetroffen waren, entgegen zu treten.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Nov 22, 2016 10:21 pm von ©Logan Montgomery verfasst.

Ich sah noch nicht mal nach hinten, als ich die Schritte von Olivia hinter mir hörte und begab mich in den Wartebereich, in dem ein Ehepaar neben Jason warteten, die Hand in Hand nebeneinander saßen und den Boden anstarrten. Die Mutter sah sogar so aus, als würde sie beten. Es war mein Job, auch solche Todesnachrichten zu überbringen, auch wenn ein Verwandter von mir dem Opfer sehr nahe gestanden hatte. Als ich mich näherte, blickten alle hoch und standen allmählich auf – alle hoffnungsvoll dreiblickend.
Ich blickte in die Augen meines Neffens, ohne irgendetwas zu sagen. Es gab nichts zu sagen und selbst wenn es etwas zu Sagen gab, wüsste ich nicht, wie ich es meinem eigenen Neffen – meinem eigenen Fleisch und Blut – beibringen sollte, dass er seinen besten Freund nie wieder lebend zu Gesicht bekommen würde. Auch Jason starrte mir unentwegt in die Augen und schien begriffen zu haben, was ich ihm mitzuteilen versuchte. „Nein...“ murmelte er, ohne dabei den Blick von mir zu wenden und ging langsam auf mich zu. „Nein. Nein Nein Nein, das darf nicht wahr sein!“ Die kurze Trauer wich aus seinem Gesicht und machte dem Zorn Platz, der in ihm wütete. Und ich wusste, auf wen er versuchte zornig zu sein. Auf mich. Ich hatte die Operation durchgeführt und in diesem Trauermoment suchte Jason einen Sündenbock, an dem er die Trauer und den Zorn loswerden konnte.
Ich konnte nur im Hintergrund sehen, wie die Mutter von Markus weinend in den Armen ihres Mannes lag.
„Du lügst! Sag mir gefälligst, dass das ein Scherz war!“ Mittlerweile schrie er mich an, während mein Blick weiterhin auf seinem jungen Gesicht ruhte. Sämtliche Augenpaare richteten sich auf uns beide. So war das Leben als Chirurg. Umgeben von Tod, Blut, Schmerzen und Trauer. Das war die negative Seite meines Berufes. Die grauenvolle, dunkle Seite. Ich ließ mich zuerst anschreien, riss jedoch meine Arme hoch und packte seine Handgelenke mit meinen Händen, als er mir gegen die Brust schlug und mich nach hinten stoßen wollte. Ich war älter, größer und stärker, weswegen das keine Kunst war, das Gleichgewicht zu halten und still stehen zu bleiben. Hör mir zu, Jason! Eindringlich sprach ich mit lauter Stimme auf ihn ein, um wirklich durch die Barrikade zwischen uns beiden zu ihm hindurch dringen zu können. Markus ist an einer Hirnschwellung gestorben. Er befand sich in einem Teufelskreis, weil jede geschädigte Gehirnstelle angeschwollen ist und somit erneut eine Hirnschwellung hervorgerufen hat. Die Chance, dass er das hätte überleben können, war so gering, dass ich nichts mehr hatte tun können. Ich hab versucht ihn zu retten aber dafür waren seine Gehirnschäden zu weit fortgeschritten Ich umfasste seine Oberarme mit einem festen Griff, nachdem ich für einen Moment seine Handgelenke losgelassen hatte.
Mein Gegenüber ließ langsam seine Hände sinken und ließ es zu, dass wir uns gegenseitig einfach nur stumm anstarrten. Bis sich Jason mit den leisen Worten „Er war mein bester Freund“ gegen meine Schulter sinken ließ und es akzeptierte, dass ich ihn leicht nickend in eine feste Umarmung zog. Ich weiß. Ich spürte, wie das T-shirt unter meinem weißen Kittel allmählich langsam nass wurde und dennoch war kein einziger Laut von dem 17-jährigen zu vernehmen.
Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, wie der Klassenlehrer meines Neffens, der ebenfalls in diesem Bus mitgefahren war, im Rollstuhl zu uns geschoben wurde, wobei ich der Krankenschwester mit einem leichten Kopfschütteln bedeutete, dass sowohl ich als auch Jason momentan für ein Gespräch nicht zur Verfügung standen.
Wenig später lösten wir uns von den beiden, worauf hin ich mich den Eltern zuwandte. Es tut mir leid. Wir haben alles getan um sein Leben zu retten. Jason hatte sich so weit wieder beruhigt, dass er Markus´ Mutter zum Stuhl geleitete und sich mit ihr dort niederließ, während ich mich langsam umdrehte, als man deutlich sah, dass die drei ihre Ruhe benötigten und ging auf Olivia zu. Aber manchmal reicht selbst das nicht aus fügte ich murmelnd hinzu und richtete meinen grau-grünen Blick fest auf Olivia. Wir machen weiter

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Nov 23, 2016 10:20 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich hielt mich im Hintergrund, denn dies war für Logan eindeutig etwas persönliches, bei dem ich nicht stören wollte. Ich hatte die Arme hinter dem Rücken verschränkten und den Blick gesenkt. Als ich spürte, dass Logan auf mich zukam, hob ich den Blick und sah in Augen, die zeigten, wie Oft er das schon hatte machen müssen und dass es das trotzdem nicht besser machte. Es war der Teil dieses Berufs, den ich weniger mochte.
Ich nickte auf Logans Aussage hin. "Brauchen noch weitere verunglückte Hilfe oder sind alle versorgt?" fragte ich leise nach. Hätte ich nicht bereits einige Male mit Logan gearbeitet, hätte ich gefragt, ob er sich möglicherweise eine pause nehmen wollte, da er den Jungen schließlich gut gekannnt zu haben schien durch seinen Neffen, doch ich hatte das Gefühl Logan gehörte zu den Personen, denen die Arbeit dabei half, so etwas zu verbreiten. "Ich habe übrigens vorhin mit einer der Krankenschwestern gesprochen, sie sollte Jasons Eltern anrufen. Ihr Bruder sollte somit bald hier sein." ich dachte, die Information interessierte ohn womöglich. Anschließend wartete ich darauf, dass er mir antwortete.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Nov 23, 2016 10:42 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Zumindest gibt es keine Patienten, die gerade die Hilfe eines Neurologen benötigen. Sonst werde ich wohl angepiept antwortete ich und sah mich nochmal nach meinem Neffen um, der getröstet wurde und selbst die Eltern seines verstorbenen Freundes tröstete. Ich konnte nichts machen. Ich konnte Markus nicht mehr zurückholen.
Meine Augen richteten sich wieder auf die junge Frau vor mir, als diese mir mitteilte, dass mein Bruder bald aufkreuzen würde. Ich nickte. Ist gut, danke Ich legte für einen Moment eine Hand in den Nacken und atmete tief ein, bevor ich den Gang entlang zu Diana zurücklief. Ich hatte Markus gekannt und auch die Tatsache, dass Jason mit ihm sehr gut befreundet war, machte es nicht besser. Das alles war noch schwieriger als wenn ich einen fremden Menschen verlor. "War es schlimm?" Erkundigte sich Diana mit einem nervösen Gesichtsausdruck, weswegen ich beruhigend lächelte. Den meisten geht es gut. Es war ein Schulbusunfall. Mehr sagte ich dazu nicht. Stattdessen drehte ich mich Olivia zu. Diana hat zwar schon damit begonnen, sich vorzustellen - jetzt Sind Sie dran Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, wie Diana Olivia breit angrinste. "Er ist manchmal..." Sie suchte kurz nach Worten, was wohl an ihrem Tumor lag. "Zu sehr versessen auf seine Arbeit. Als er vor eineinhalb Jahren Oberarzt wurde, ist er noch ehrgeiziger und verantwortungsbewusster geworden Als er es jetzt schon ist" flüsterte sie ihr zu, was ich selbstverständlich hörte. Jedoch reagierte ich nicht darauf, sondern ließ lediglich ein leichtes Lächeln über meine Lippen huschen. Sie hatte mich noch als ganz normaler, junger Facharzt kennengelernt, der vor ein paar Monaten seine "Ausbildung" abgeschlossen hatte. Und seit dem suchte sie immer wieder bei ihren Besuchen nach Dingen, die sich an mir verändert hatten.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Nov 23, 2016 10:58 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich lächelte ihn ein wenig aufmunternd an und folgte schließlich in Dianas Zimmer. Diese hatte ja bereits mitbekommen, dass etwas geschehen war und fragte nach, ob es schlimm gewesen sei. Logan äußerte sich dazu logischerweise nur kurz. Ich lächelte ehrlich bei den Worten der Patientin. "Gut für mich würde ich sagen. Er ist eindeutig ein guter Lehrer." ich schielte kurz schmunzelnd zu besagtem Lehrer, da ziemlich klar war, dass er das im ruhigen Zimmer hörte.
"Wie bereits erwähnt, war sue schon cor zwei jahren hier in Behandlung aufgrund von Lungenkrebs und eines Hirntumors in der Region in der Nähe des Sehnervs. Durch Op und chemo wurde beides erfolgreich entfernt, wobei der sich der Hirntumor nun erneut diesmal in der sprachregion gebildet hat. Die ersten Maßnahmen sind der Versuch mit einer Chemo vorzugehen, da er sich noch in einem fruhen Stadium befindet." führte ich zu Ende, was Diana vor vielleicht rund 1 1/2 Stunden begonnen hatte.
Ich sah von Diana nun zurück zu Logan. Der kurze Gedanke, wie hübsch ich seine Augen fand, wenn er aufmerksam zuhörte, war so verwirrend, das ich gedanklich kurz den Faden verlor und hoffte er würde wegen nichts nachfragen

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Nov 23, 2016 11:23 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich warf einen kurzen Blick über die Akte in meiner Hand, welche ich noch einmal überflog, zu Olivia hinüber, erwiderte jedoch nichts darauf - schließlich sprach sie mit der Patientin und nicht mit mir. "Wie jeder andere Arzt hier auch. Ich durfte auch schon den Oberarzt der Unfallchirurgie kennenlernen" Sie grinste erneut. "Ein seeeehr attraktiver Mann, wirklich. Ist ja wie im Film. Nicht überall ist man von hübschen Menschen umgeben. Logan, dieser Unfallchirurg dessen Namen ich immer wieder vergesse und Sie...Sie sind auch echt hübsch. Wie alt sind Sie?"
Geduldig wartete ich darauf, dass sie zuende gesprochen hatte, bis ich die Hand hob. Sagen Sie Bescheid, falls Diana zu viel reden sollte. Sie beauftragt alle Ärzte damit, sie zu unterbrechen, falls sie den Mund nicht halten kann Ich lächelte der schmunzelnden Diana zu. "Ja, wirklich. Ich geh mir manchmal selbst mit meinem Gerede auf den Zeiger. Schade, dass der Tumor ausgerechnet mein Sprachzentrum angreift und ich länger brauche Sätze auszuformulieren" Wie würden Sie als Neurologe bei einer Chemotherapie vorgehen? Worauf müssen Sie achten?

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Diese Schriftrolle wurde am Do Nov 24, 2016 9:31 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Diana war wirklich eine sympathische und witzige Patientin. So locker wie sie war, trotz der ganzen Umstände und wie gut sie das Krankenhauspersonal kannte ließ einen fast schon glauben, sie gehörte hier dazu. Da ich bis eben etwas abgelenkt gewesen bin, dauerte es einen Augenblick bis ich antwortete. "25, eindeutig eins der Küken hier." beantwortete ich ihre Frage mit einem leichten schmunzeln.
"Schon in Ordnung, ist doch eine willkommene Abwechslung." es kam ja doch nicht so besonders oft vor, dass die Patientin so fröhlich Waren.
Ich dachte kurz über die Frage nach, die Logan mir stellte und warf nochmal einen Blick in die Akte, ehe ich antwortete. "Ich würde, da die sicherste Chemo, die über einen Venenzugang ist, einen Port einsetzen denke ich, dann schädigt man auch nicht immer wieder aufs neue die Venen. Da es sich außerdem um einen Hirntumor handelt und somit das Bewusstsein beeinflusst werden könnte, würde ich auf jeden Fall stationär behandeln. Da der Tumor außerdem hartnäckig zu sein scheint, da er nun wieder gekommen ist, ist sicherlich eine Kombinationstherapie angebracht. Das bedeutet zwar möglicherweise mehr Nebenwirkungen aber eine höhere Wirkung. " ich sah Logan an und war mir nicht sicher, ob ich alles gsagt hatte, was er wissen wollte.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Nov 24, 2016 4:09 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
"Das Alter ist im Beruf ja nicht wichtig, solange man Ahnung davon haaat" erwiderte sie und zog dabei das 'hat' in die Länge. Der Tumor wirkte sich immer unterschiedlich auf das Gehirn und das Sprachzentrum aus. Manche litten an Wortfindungsproblemen, andere brauchten länger um einen Satz auszuformulieren.
Richtig. Etwas misstrauisch blickte Diana mich an. "Es gibt mehr Nebenwirkungen? Was denn für welche?" fragte sie und fasste sich unwillkürlich an ihre hübschen, kurzen, strohblonde Haare, die seit der letzten Chemo nachgewachsen waren.
In dem ich Olivia abwartend ansah, zeigte ich, dass ich eine Antwort von ihr hören wollte. Und dabei wollte ich ebenfalls sehen, wie Dr. Morgan der Patientin möglichst taktvoll zeigte, was auf sie zukommen konnte, wenn sie die Chemo wollte. Denn die Nebenwirkungen konnten auch Taubheit in Armen und Beinen sein, mit dem ein Mensch nicht so zurecht kam.
"Was würden Sie tun?" Fragte sie und sprach dabei sowohl Olivia als auch mich an, weswegen ich mich lächelnd an das Bett stellte. Ich bin Ihr Arzt, Diana. Das ist Ihre Entscheidung, auch wenn der Tumor wachsen wird wenn wir die Chemotherapie nicht vollziehen. Die Nebenwirkungen haben Sie auch das letzte Mal überlebt und sind sogar nicht so stark ausgefallen wie erwartet Ich konnte mich noch gut erinnern, dass wir beide ihre Haare etwas zu voreilig abrasiert hatten, bevor ich Facharzt wurde. Die Haare waren relativ schnell wieder nachgewachsen und nicht wirklich ausgefallen.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Nov 25, 2016 10:53 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Als ich Logans Blick auf mir spürte, sah ich zurück zu Diana. "Es sind eigentlich genau die selben, wie bei der Monotherapie, nur eben intensiver und mit einer höherer Wahrscheinlichkeit. Haarausfall, Übelkeit, Gewichtsabnahme, Müdigkeit, körperliche Schwäche und mögliche Taubheitsgefühle in den Extremitäten, die aber wieder weggehen. Aber nichta davon muss sein, das wissen sie ja sicher schon und wenn sie darauf bestehen, kann es auch eine Monotherapie sein, abr bei der anderen iat die Erfolgsquote höher und die Nebenwirkungen sind auch alle nur temporär." Versuchte ich ehrlich zu sein, auch weil sie die Nebenwirkungen ja auch schon kannte aber auch irgendwie zu beruhigen. Die Patientenarbeit war so manches Mal noch schwieriger als das Operieren selbst. Letztendlich entschied ja wie Logan sagte, Diana selbst, welche Therapie sie wählte.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Nov 25, 2016 11:31 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
"Ich hab mit schlimmeren Nebenwirkungen gerechnet, abgesehen von dem Taubheitsgefühl" seufzte sie und lächelte leicht vor sich hin. "Aber wenn ich den letzten Tumor bekämpft hab, schaff ich das auch bei dem" Außerdem ist er noch nicht so groß, weswegen die Wahrscheinlichkeit, dass er verschwindet, wesentlich größer ist als letztes Mal fügte ich hinzu. "Das klingt gut. Dankeschön" Lächelnd zog sie ein kleines Buch heraus, welches sie Olivia entgegenstreckte. "Schlagen Sie bitte Seite 28 auf. Dort haben alle Ärzte unterschrieben, die mich jemals behandelt haben, ich würde mich auch über eine Unterschrift von Ihnen freuen. Sie können mich gerne für verrückt halten aber während andere Bierdeckel oder Briefmarken sammeln, sammel ich Unterschriften von Ärzten, Freunden und Kollegen." Die Unterschriften erstreckten sich über Seite 28 und 29, auf der auch meine Unterschrift von vor zwei Jahren zu sehen war. Ich konnte mich noch gut daran erinnern. Haben Sie noch Fragen? Als Antwort erhielt ich ein Kopfschütteln, weswegen ich leicht nickte. Dann waren wir mit der Visite fertig.

2 Monate später (15. September)
Während ich geduldig darauf wartete, dass sich die Assistenzärzte vor mir allmählich beruhigt hatten, da sie keinerlei Ahnung hatten, warum ich alle angehenden Chirurgen aus dem 1 und 2. Jahr zu mir bestellt hatte, saß ich auf dem Tisch dieses Raumes und betrachtete noch einmal die MRT-Bilder des Patienten, der einen riesigen Tumor am Rückenmark hatte. Aber es war nicht irgendein Patient sondern auch ein Arbeiter im Krankenhaus.
Als es langsam leiser wurde, legte ich die Bilder neben mir ab und stützte mich mit den Armen links und rechts von meinem Körper ab, während mein Blick durch die Reihen huschte. Assistenzärzte sind dafür bekannt, dass sie nach jeder Operation lechzen. Ich war früher nicht besser, deswegen kann ich verstehen wenn Sie sich um diese Operation, die ich Ihnen heute vorstellen werde, reißen werden Ich sprang vom Tisch und nahm die Folien in meine Hand. Aber es ist nicht irgendein Eingriff. Es ist nicht irgendein Patient. Er arbeitet selbst hier im Krankenhaus und derjenige oder diejenige, die mir bei dieser Operation assistieren wird, braucht viel Selbstbeherrschung und Geduld. Ich trat ein paar Schritte an die Auszubildenen heran und musterte jeden einzelnen. Auch Olivia stand dabei, die ich vielleicht wenige Sekunden länger ansah. In den letzten Monaten war ich zwar nicht wirklich oft mit ihr in einem OP gestanden aber je länger ich sie kannte, desto mehr interessierte sie mich. Ich fand sie faszinierend - nicht nur ihr Gedächtnis sondern auch ihr Charakter und ihre Augen waren etwas, was ich nicht unbedingt ignorieren konnte.
Der Eingriff wird über einige Stunden gehen. Variiert zwischen 10 und 18 Stunden. Ich drehte mich um und heftete die Bilder an die helle Wand, sodass alle den Riesentumor sehen konnten. Dass ich das Rückenmark beschädigen muss um den Tumor zu entfernen, ist nicht ausgeschlossen, was zu Lähmungen führen kann. Ich bin noch am Erarbeiten anderer Lösungen aber momentan benötige ich zwei helfende Hände. Ein Assistenzarzt, der mir die ganzen Stunden lang assistiert. Jeder von Ihnen hat die Chance, derjenige oder diejenige Hilfe im OP zu sein Ich legte meine Hand auf den Tisch, auf dem Operationsmikroskop stand. Ich legte darunter einen Pfund Sterling-Geldschein aus meiner schottischen Heimat, auf dem irgendeine Berühmtheit zu sehen war. Jeder von Ihnen wird nun Ihr Geschick unter Beweis stellen. Keinerlei Übung davor Ich zog einen roten Filzstift hervor und stellte schließlich einen Plastikbecher auf den Geldschein, dessen Boden aufgeschnitten wurde, sodass ein Quatrat fehlte. Wie in einer Operation richtete ich meinen Blick auf das Mikroskop und sah hindurch, während ich den Stift gezielt durch den Becher nach unten führte und einen kleinen Punkt auf die Nase der Figur malte, was ich schließlich den Ärzten zeigte. Wer es schafft, die Nase der Figur mit einem Punkt zu markieren, darf mir assistieren. Dr. Martinez, Sie fangen an. Ich legte ihr einen Geldschein hin und gab ihr meinen Filzstift, ehe ich ihr Platz machte und sie dabei beobachtete. Auch wenn es einfach aussah, konnte es sehr schwer sein.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Nov 25, 2016 11:55 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Leise tuschelnd standen die Assistensärzte des ersten und zweiten Jahres zusammen und fragten sich, wieso Dr. Montgomery uns alle zusammen gerufen hatte. Als dieser zu sprechen begann, wurde es umgehend still und alle hörten gebannt zu, ich ebenfalls. Als sein Blick meinem streifte, erwiderte ich diese mit einem leichten Lächeln und bekam einen Rippenstoß meiner besten Freundin. "Aha, aha mit blicken mit dem Oberarzt flirten. Wird dir am Mikroskop auch nicht helfen." Sagte sie mir ihrer typischen Selbstüberzeugung und ich verdrehte die Augen. "ich habe nur freundlich gelächelt." verteidigte ich mich leise und schaute den ersten Ärzten zu, die alle scheiterten. Ich war aufgeregt, da ich die op genau wie alle anderen unbedingt wollte, doch es war ganz offensichtlich nicht so leicht. Ich überlegte, was mir womöglich Vorteile gegenüber den anderen verschaffen könnte. Ich hatte sehr ruhige Hände. Ich konnte ziemlich gut basteln, das war schließlich die Feinmotorik. Ich konnte Teddys Augen wider annähen ohne, dass auffiel, dass er je weg war. Doch o das nun wirklich half? Ich hatte mal Origami gemacht, was aber eine Weile her war.
Ich war schneller dran, als ich gedacht hatte. Denn nun stand schon meine beste Freundin vorne und traf... daneben. Überrascht gingen meine Augenbrauen in die Höhe. Das hatte ich nicht erwartet. Und sie wohl auch nicht. Ziemlich baff und anscheinend wütend verließ sie den Platz vor dem Mikroskop wieder. Ich war dran. Ich ging nach vorne, nahm den Stift in die Hand, den ich betrachtete und sah dann durch das Mikroskop. Vorsichtig führte ich den Stift in Richtung der Nase irgendeines wichtigen Präsidenten oder so und... traf. Mir blieb der Mund kurz offen stehen und ich sah kurz den Geldschein an, ehe ich mit einem freudigen breiten Lächeln und einem "Yes!" auf meiner Muttersprache mit schön britischer Aussprache auf und ab sprach und Logan mit einem erfreuten Lächeln betrachtete, mich danach jedoch wieder ein bekam und profesionell ruhig aber grinsend zu den anderen stellte.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Nov 26, 2016 12:14 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Mit verschränkten Armen lehnte ich mich gegen den Tisch und sah den Ärzten aus einiger Entfernung zu, wie sie zielten und scheiterten. Einige waren enttäuscht, manche waren wütend und nur wenigen konnte man nichts in ihren Gesichtern sehen. Ich selbst war enttäuscht über manche Versuche, da einer der Ärzte zwar selbstsicher aufgetreten war aber es scheinbar nicht für nötig gehalten hatte sich anzustrengen. Er hatte mich beinahe gereizt, in dem er den Stift provokant einfach fallen gelassen hatte.
Als Olivia dran war, straffte ich meine Schultern und legte meinen Kopf leicht schief. Ich rechnete beinahe nicht mehr mit einem Erfolg, auch wenn noch ein paar Ärzte nach ihr dran kamen und obwohl ich von ihrem Talent wusste. Als sie jedoch wirklich die Nase markieren konnte, lächelte ich leicht und klatschte zwei, drei Mal in die Hände. Glückwunsch Ich trat auf sie zu und hob den Geldschein hoch, den ich den anderen zeigte. Wer kann das toppen?
Niemand konnte es. Es waren noch drei gewesen, die zwar den Geldschein einen Punkt verpasst hatten aber Olivias Punkt befand sich eben direkt auf der Nase und war somit der präziseste gewesen. Dann haben wir einen Gewinner. Dr. Morgan, kommen Sie bitte mit - ich werde mit Ihnen noch alles besprechen
Ich nahm die MRT-Bilder wieder zu mir und öffnete die Tür um Olivia vorbeigehen zu lassen. Kommen Sie mit Ich schwenkte plötzlich um und trat in den Bereitschaftsraum, wo ich mich auf dem unteren Bett, in dem ich hin und wieder schlief, niederließ und die Bilder erneut ausbreitete. Neben der Tatsache, dass ich bei der Beschädigung des Rückenmarks ihn lähmen könnte haben wir noch ein Problem. Dr. Monroe hat mir die Operation nicht gestattet aufgrund der Kosten. Es war noch nie vorgekommen, dass ich als Oberarzt wie ein Rebell handelte. Aber dieser Patient ist ein guter Freund von mir und außerdem ein sehr guter Kollege. Er hat mich persönlich darum gebeten - ein Wunder dass er überhaupt noch laufen kann bei dieser Größe des Tumors. Ich werde diese Operation durchführen. Unter anderem aus Respekt. Dr. Monroe wird es nicht gutheißen, wenn er davon Wind bekommt allerdings kann er wenig dagegen machen. Theoretisch konnte er mich schlussendlich feuern aber erst nachdem ich die Operation vollendet hatte und dann hatte ich wenigstens ein Menschenleben gerettet. Das Leben eines Freundes. Kann ich auf Sie zählen? Dann würde ich Ihnen nämlich den Ablauf erklären

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Nov 26, 2016 12:27 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich war stolz wir fast nie, als sonst niemand so nah an die Nase kam wie ich. Ich durfte assistieren! Meine beste Freundin schmollte mich zwar an, aber ich nahm es ihr nicht übel, es war so ihre Art und sie hatte mir sogar trotzdem gratuliert.
Ich folgte Logan, nachdem das ganze Prozedere vorbei war, wobei ich etwas ubersascht war, als in den Bereitschaftsraum abbog. Ich setzte mich neben ihn und hörte Logan stumm zu, als er erzählte und zog nachdenklich die Unterlippe zwischen die Zähne. Das war ziemlich riskant, den Oberarzt zu hintergehen, doch es war nicht nur eine einmalige Operation, es war auch jemand, der Logan anscheinend wichtig war und es war ein Menschenleben. Einen Moment dachte ich noch nach, nickte dann jedoch."Ich bin dabei." mit einem leichten Lächeln sah ich Logan entgegen, ehe mein Blick abwartend auf die Unterlagen schweifte. Wie Logan diesen riesigen Tumor wohl raus bekommen wollte, wo er es bisher selbst noch nicht wusste? Oder ging er bereits davon aus, dass es ohne Lähmung nicht ginge? Ich hoffte die Fragen beantworten zu können, wenn Logan das alles erläuterte.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Nov 26, 2016 11:25 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Schweigend musterte ich die Frau neben mir, nachdem sie sich neben mich gesetzt hatte und merkte sofort, dass sie mit etwas anderem gerechnet hatte. Klar, ich war ihr Vorgesetzter, ihr Lehrer und unter anderem auch das Vorbild, an dem man sich ein Beispiel nehmen sollte. Es war sicher noch nicht passiert, dass der Chef sich den Regeln widersetzte. Aber es ging nun mal eben um ein Menschenleben, weswegen ich zufrieden lächelte als sie weiterhin bei der Operation mitmachen wollte. Wenn wir erwischt wurden, war ohnehin ich dran und nicht sie - schließlich war ich derjenige gewesen, der sie dazu animiert hatte mitzumachen, auch wenn ich ein Nein verstanden hätte. Gut. Also... Ich deutete auf das allererste Bild, auf dem der Tumor am deutlichsten zusehen war. Jake hat mir erlaubt sein Rückenmark zu durchtrennen, wenn ich dafür den Tumor entferne. Allerdings bin ich der Meinung, dass das auch ohne Durchtrennung funktionieren kann. Ich fasste mir kurz an den Haaransatz und lehnte mich einwenig vor. Ich hab die ganze Nacht darüber nachgedacht. Es ist möglich aber schwierig, da ich dabei die Gefäße durchtrennen muss, wobei ich nicht unbedingt erkennen kann welches zum Rückenmark und welches zum Tumor gehört. Durchtrenne ich also das falsche, ist es möglich, dass er niemals wieder laufen wird. Ich zog das andere Bild näher zu mir heran und reichte es ihr, während mein Zeigefinger den Tumor entlang fuhr und ich ihr weiterhin erklärte, wie ich bei der Operation vorgehen wollte.
Sie sollten morgen viel Zeit mitbringen. Sollte es Probleme mit Amy geben, könnte ich meine Nichte fragen ob sie so freundlich wäre und auf sie aufpassen könnte. Sie hat genug Erfahrung in diesem Bereich schloss ich meinen Redefluss ab und sammelte die vier Bilder wieder ein, die ich heute Nacht noch einmal in Ruhe anschauen würde. Ich wollte auf Nummer sicher gehen.

Ich trug die hellblaue OP-Kleidung über meinem normalen, dunkelblauen Anzug und starrte den geöffneten Rücken vor mir an. Ich hörte, wie die Uhr hinter mir leise tickte und ab und zu konnte ich hören wie jemand hinter mir sein Gewicht auf den anderen Fuß verlagerte. Anfangs hatte ich mit mir selbst gesprochen, hatte mir ganz genau überlegt was ich tun wollte. Die ganze Nacht war ich wach gewesen und hab mir überlegt wie ich das machen sollte. Und nun stand ich schon 2 Stunden im OP und schaute mir das Befallene Rückenmark an, ohne überhaupt irgendetwas getan zu haben. Ich hatte den OP für fünf Stunden gebucht, auch wenn ich wusste dass es Dr. Monroe erfahren würde. Okay... murmelte ich und richtete das erste Mal meine Aufmerksamkeit auf die anderen im Saal, die bislang noch nicht gemeckert hatten. Ich hatte ihnen - abgesehen von Olivia - noch nicht davon erzählt dass ich versuchte, das Rückenmark zu umgehen. Es war riskant aber möglich. Fangen wir an
Konzentriert starrte ich durch das Operationsmikroskop und durchtrennte das erste Gefäß, wovon ich mir sicher war, dass es zum Tumor gehörte und arbeitete mich langsam aber sicher durch. 6 weitere Stunden stand ich da und kämpfte mit dem riesigen Tumor, der eigentlich als inoperabel galt, bis sich die Tür zum OP öffnete und ich eine nur allzu bekannte Stimme vernahm.
"Dr. Logan Montgomery." Ich hielt meinen Blick starr auf den offenen Rücken gerichtet, während mein Chef auf mich einsprach. "Legen Sie ihr Skalpell auf die Seite und machen Sie ihn wieder zu." Keine Reaktion meinerseits. Stattdessen nahm ich das Rückenmark genauer unter die Lupe. "Dr. Montgomery!" Dieses Mal wurde die Stimme etwas schärfer, weswegen ich aufsah. Erst sah ich in Olivias Augen, die mir gegenüber stand, ehe ich meinen Kopf zur Seite drehte. Dr. Monroe. Dieser Patient gehört zum Krankenhaus. Es ist schon ein Wunder dass er durch die Größe des Tumors überhaupt noch Laufen kann. Er hat es verdient ohne Tumor weiterzuleben. Ich habe einen Eid geleistet. Wir alle. Wir sind da um Menschenleben zu retten und Jake wird ganz sicher nicht überleben, wenn wir nichts gegen diesen Tumor tun. Ich schaff das ohne ihn gleichzeitig zu lähmen. Wenn Sie mich danach feuern wollen, werde ich Sie nicht aufhalten - schließlich habe ich Ihr Nein nicht akzeptiert und dennoch operiert - aber lassen Sie mich diese Operation zuende führen. Mit diesen Worten widmete ich mich wieder dem Tumor, ohne dabei irgendjemand anderen eines Blickes zu würdigen. "Dass Sie eine Assistenzärztin da rein ziehen müssen ist ungeheuerlich." fügte er mit einem kurzen Blick auf Olivia hinzu, weswegen ich nur ein Lassen Sie Dr. Morgan aus dem Spiel. von mir hören ließ, während ich angestrengt nachdachte. Gefäß Eins oder Gefäß Zwei... Verdammt. Dr. Monroe hatte mittlerweile den Raum genervt verlassen. Ich hab zwei Gefäße, wobei ich nicht erkennen kann welches der Gefäße was versorgt. Wähle ich das falsche, stirbt das ganze Rückenmark ab Ich holte kurz Luft und blickte über das Mikroskop hinweg zu Olivia hinüber. Ich musste mich jetzt entscheiden. Will jemand eine Münze werfen? fragte ich in den Raum hinein, welcher jedoch still blieb. Keiner wollte diese Entscheidung übernehmen. Zumindest niemand von den OP-Schwestern, weswegen ich zurück zu meiner Assistenzärztin sah.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Nov 26, 2016 11:51 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Nach einem Gespräch mit meiner Babysitterin, die unglücklicherweise genau an diesem Tag nicht so lange bleiben konnte, nahm ich Logans Angebot mit seiner Nichte an. Da er ihr vertraute, vertraute ich auf dein Urteilsvermögen und das Mädchen hatte, als ich mit ihr telefoniert hatte, um mit ihr alles zu klären, auch sehr nett gewirkt.
Im OP konzentrierte ich mich auf meine eigenen Aufgaben, während ich gleichzeitig versuchte Logan genau zu beobachten. Einen solchen Eingriff zu beobachten war schließlich einmalig und dementsprechend fasziniert war ich, zusehen zu können, wie Logan ihn durchführte. Dass die OP so lange dauerte war auf jeden Fall eine Herausforderung. Keine pinkelpqusen, kein ausruhen und stetige Konzentration waren eine Herausforderung, die dabei gemeistert werden musste. Doch ich war nicht umsonst manchmal ziemlich stur. Und schlau genug gewesen davor nur so viel wie unbedingt nötig zu trinken.
Als der Chefarzt plötzlich in der Tür stand ging mein Blick von Logan, zu der Tür, zurück zu Logan, der mir in dem Moment ebenfalls in die Augen sah. Auch, wenn ich Dr. Monroes Gründe zur Verweigerung dieser OP nachvollziehen konnte, so stimmte ich Logans Ansprache doch voll und ganz zu. Ich hate schließlich mitbekommen, wie viele Gedanken er sich um das ganze hier gemacht hatte. Er wusste was er tat, was auf dem Spiel stand und war trotzdem für die Op, eben auch, weil sich Jake diese so ausdrücklich gewünscht hat. Natürlich konnte der Chefarzt nicht viel machen, wenn Logan die OP nicht von sich aus abbrach. Dementsprechend verließ er wen auch geladen den op wieder und ich wendete meinen Blick wieder Logan zu. Das verdammt klang gar nicht gut. Ich sah wie sein Blick von dem einen zum Anden Gefäß huschte, ehee er diesen hob, sich im OP umsah, ehe sein Blick letztendlich an mir hängen blieb. "Ihr ernst? Ich soll das entscheiden?" auch wenn man durch den Mundschutz nur meine Augen sah, das reichte aus, da ich ihn mit skeptisch angehobener Augenbraue ansah. Das fand ich nun nicht so prickelnd. Die Verantwortung für sowas zu übernehmen, was eine völlige Zufallssache war. Ich versuchte mir in Gedanken das Bild dea Tumors wieder wach zu rufen, was jedoch auch nicht wirklich half. "Links?" sagte ich einfach das erste, was mir in den Sinn kam und spürte, dass mein Herz sich beschleunigte. Gott, lass das nicht die falsche Entscheidung gewesen sein.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 12:04 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Es ist eine Zufallssache. Ich könnte genauso wie Sie das falsche Gefäß wählen Es fehlten noch etwa 5 Gefäße, die ich zertrennen musste, bis ich den Tumor entfernt hatte. Ich konnte nicht auf der Zielgeraden scheitern. Ich richtete meinen Blick wieder auf die Gefäße, als Olivia meinte, ich solle das linke Gefäß zertrennen. Ein wenig mehr Selbstbewusstsein würde allen hier nicht schaden murmelte ich, bevor ich das Gefäß zertrennte und schließlich sofort den Monitor anstarrte und die Frequenzen checkte. Ich rechnete beinahe, dass die Werte begannen sich zu verändern. Doch alles blieb ruhig. Erleichtert legte ich meinen Kopf kurz in den Nacken und atmete laut aus. Gut gemacht, Dr. Morgan In Anwesenheit anderer nannte ich sie noch immer bei ihrem Nachnamen, obwohl wir beide uns darauf geeinigt hatten uns beim Vornamen zu nennen. Es fehlen nur noch 5 Gefäße. Nicht nachlassen
Ich zog mir die Handschuhe ab und schmiss diese in den Müll, nachdem ich die Operation erfolgreich beendet hatte und die meisten OP-Schwestern samt Patient den Raum verlassen hatten. Ich würde wohl Dr. Monroe noch aufsuchen. Zufrieden lächelnd nahm ich den Mundschutz ab und versorgte auch diesen. Danke für Ihre Hilfe, Olivia. Bei einem kurzen Blick in ihre hübschen Augen, spürte ich, wie eine leichte Gänsehaut sich auf meine Arme legte. Sie war eine brilliante Ärztin. Und leider auch sehr hübsch. Ich würde Sie noch zum Essen einladen. Haben Sie Hunger?

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 12:22 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Es war pure Erleichterung, als es wirklich das Richtige Gefäß war. "Ich denke bei meinem Glück sollte ich heute am besten noch Lotto spielen." witzelte ich, doch dir Erleichterung hörte man mir über den Witz an.
10 Stunden hatte die Op gedauert, nachdem sie um 12 Uhr begonnen hatte. Nun war es 22 Uhr und ich war ziemlich eindeutig nicht die einzige, die erschöpft aus diesem OP ging. Ich zog ebenso wie Logan Handschuhe und Mundschutz ab, um diese zu entsorgen. Ich erwiderte das Lächeln. "Eine solche OP lasse ich mir doch nicht entgehen." erwiderte ich wieder deutlich selbstbewusster ala vorhin noch beim Gefäß.
Seite anschließende Einladung überraschte mich, da sie ziemlich unvorhergesehenen kam. Doch auf jeden Fall positiv. Da mein Herzschlag sich beschleunigte, ließ ich den Blick nicht zu lange auf seinem Gesicht, sondern lenkte in unauffällig irgendwo anders im Raum hin. "Gerne. Ich sterbe vor Hunger." gab ich leise lachend zu, da ich vor er op nicht zu ciel hatte essen wollen und dementsprechend nicht gerade viel zu mir genommen hatte heute. "Ich spring nur kurz unter die Dusche, ziehe mich um und treffe sie bei der Tür?" schlug ich vor, da er sich sicherlich auch noch mindestens umziehen wollte.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 12:40 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Ein leichtes Lächeln zierte meine Lippen, als sie zusagte. Es war nur ein Essen, bei dem wir wohl auf die gelungene Operation anstoßen würden - immerhin galt der Tumor eigentlich als inoperabel. Ist gut. Lassen Sie sich Zeit, ich muss noch Dr. Monroe davon abbringen, mich wirklich zu feuern Den letzten Teil des Satzes murmelte ich nur noch, während ich meine dunkelblaue Haube absetzte und mir durch die Haare strich. Ich war wohl der einzige, der nur die völlig normalen Oberarzthauben nutzte, während die anderen ihre ganz speziellen besaßen und bei jeder Operation darauf bestanden, diese zu tragen.
Zu meinem Glück war Dr. Monroe noch in seinem Büro und empfing mich mit einem grimmigen Gesichtsausdruck, gab mir jedoch die Gelegenheit die Situation genauer zu erklären. Und die Tatsache, dass der Eingriff wenigstens geklappt hatte, machte es einwenig besser, weswegen ich aus dem Schneider war und nicht gefeuert wurde. Obwohl ich versprechen musste, das Ganze nicht noch einmal durchzuziehen.
Frisch geduscht und mit noch feuchten Haarspitzen hängte ich mir meine Tasche über die Schulter und ging auf die Tür zu, vor der ich mich mit Olivia treffen wollte. Zur Feier des Tages würde ich mit ihr in ein italienisches Restaurant am Rande der Stadt fahren. Warum? Warum nicht? Ich kannte es gut, da ich nicht wirklich weit entfernt davon wohnte - außerdem schmeckte das Essen dort ausgezeichnet. Und in eine einfache Bar wollte ich nicht unbedingt. Nicht, wenn es Olivia war, die mich auf eine gewisse Art und Weise doch mehr interessierte als sie es tun sollte.
Mal ehrlich - was hat Sie dazu gebracht, mir die Entscheidung abzunehmen? Sie waren die Einzige im Raum, die den Mund aufgesperrt haben. Sie hätten mir ebenso einfach die Entscheidung überlassen können Ich schmunzelte leicht und führte sie zu meinem schwarzen Auto, dessen Türen - auch die Beifahrertür - ich öffnete und ich die Taschen im Kofferraum verstaute, der auch als Hundekäfig genutzt werden konnte. Denn manchmal wartete Jekyll brav im Kofferraum, bis ich eine kurze Pause hatte. Doch jetzt war er leer. Steigen Sie ein. Vielleicht kennen Sie ja "Amore Mio"...? Ich selbst stieg auf der anderen Seite ein.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 2:06 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich runzelte minimal besorgt kurz die Stirn. Dr. Monroe würde das hoffentlich nicht tun, schließlich war die OP auch noch erfolgreich. Als Logan sich dann zum Büro des Chefs begab, verschwand ich bei den Umkleiden und den Duschen. Der Gedanke an das Essen gleich erzeugte bei mir eindeutig etwas zu viel Vorfreude. Und so leicht zu verdrängen wie vor zwei Monaten war dieses verdammte Gefühl auch nicht. Was das Problem wohl vergrößerte war, dass man Logan so wenig von dem ansehen konnte, was er dachte oder fühlte. Ich schüttelte den Kopf über mich und macht mich fertig. Nachdem ich schnell geduscht hatte, ohne meine Haare zu waschen, da ich das erst heute morgen getan hatte, öffnete ich diese, sodass sie mir durch das Hochstecken wellig über die Schultern fielen, was im Krankenhaus nie der Fall war, da ich sie immer zurück steckte. Während ich mich umzog, die schlichte dunkelblaue Bluse und die beige Hose, die ich heute morgen an hatte, rief ich zuhause an, um zu fragen, wie Logans Nichte klargekommen war, ob alles ok war und ob es für sie okay war, noch etwas länger zu bleiben, schließlich war es ja schon recht spät und vielleicht hatte das Mädchen auch keine Lust mehr, auch wenn Amy mittlerweile schlafen sollte.
Nachdem in dem Sinne alles geklärt war, begab ich mich zur Eingangstür und lächelte Logan leicht an, als dieser dort zur gleichen Zeit eintraf, wie ich. "Sie haben mich so abwartend angesehen und ich habe gedacht, sie haben die ganzen Stunden davor alleine die Entscheidung getroffen, da wollen sie diese sicher mal abgenommen bekommen." erklärte ich. Ob ich ihm damit einfach etwas beweisen wollte, ob ihm als Art oder als Person sei mal so dahin gestellt, oder einfach aus Assistensärztlichem Reflex gehandelt hatte, konnte ich selbst nicht so genau sagen.
Als wir zusammen zu Logans Auto liefen und er so ganz nach der Art der alten Schule mir sogar die Tür aufhielt, lächelte ich, während ich dankend Einstieg zu ihm hoch und überließ ihm meine Tasche, die er ebenfalls in den Kofferraum packte. "Ich bin schonmal daran vorbei gelaufen, aber das Vergnügen dorr zu essen, hate ich noch nicht." erwiderte ich auf seine Frage. Während mein Blick sich von ihm auf die Straße richtete.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 11:39 am von ©Logan Montgomery verfasst.
Ihre Erklärung ließ mich leicht grinsen. Ich hatte damit gerechnet, dass sie sagen würde, sie hatte eine Vorahnung gehabt oder sie wolle einfach nach 8 Stunden Herumstehen einfach auch etwas anderes tun, anstatt den Körper des Patienten aufzuhalten.
Ich fuhr vom Parkplatz des Krankenhauses und konnte noch sehen, wie das Licht in Dr. Monroes Büro ausging, während der restliche Teil des Krankenhauses noch hell beleuchtet war. Er würde wohl auch nach Hause gehen, während ich kurzerhand mit einer Assistenzärztin ausging. Lohnt sich wirklich, auch wenn ich nicht oft die Zeit habe dort hinzugehen Normalerweise ging ich dort mit meiner Familie hin, da das Restaurant auch kinderfreundlich war. Aber ehrlich gesagt musste ich auch zugeben, dass ich lange nicht mehr eine Frau ausgeführt hatte. Die letzte Frau, mit der ich vor drei, vier Jahren ausgegangen war, hatte sich kurz danach darüber aufgeregt, dass ich zu wenig Zeit hatte und ihr zu wenig Aufmerksamkeit schenkte. Das war eben das Problem bei mir. Ich konnte das mit meinem Job nicht, weswegen sie kurz darauf abgereist war. Ich fragte mich, wie es Scott schaffte, eine Familie aufrecht zu erhalten. Denn irgendwie erwarteten schließlich jetzt alle aus meiner Familie, dass ich das auch schaffte, obwohl ich wesentlich weniger Zeit außerhalb des Krankenhauses verbrachte als Scott selbst. Und außerdem kamen unglaublich wenige Frauen damit zurecht, dass ich in meinem Urlaub von Land zu Land reiste.
Kaum hatten wir das Restaurant betreten, kam bereits ein Kellner auf uns zu und geleitete uns zu einem Zweiertisch, an dem wir uns gegenüber niederließen und die Speisekarte erhielten. Dankend nahm ich meine entgegen und legte sie vor mir offen auf den Tisch, um diese gründlich zu studieren. Was trinken Sie für Weine?

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 11:59 am von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich schmunzelte bei Logans Aussage. "Das Problem kommt mir bekannr vor." als Assistenzarzt hatte man eigentlich eigentlich genauso wenig Zeit wie als Oberarzt, da man jeden Mist aufgebrummt bekam. Die Nachtschichten, das Arbeiten am Wochenende, die unangenehmen Aufgaben, die die Fachärzte nicht machen wollen. Und nebenbei musste man auch noch irgendwann mit dem Lernen für die Prüfungen am Ende des ersten praktischen Jahres anfangen, versuchen zu glänzen um OPs zu ergattern und in meinem Fall das Privatleben nicht zu kurz kommen lassen. Denn das letzte was ich wollte, war zu werden, wie meine Mutter.
Die Fahrt verlief größtenteils in einer entspannten Stille, was mir nicht viel ausmachte, es war ja nicht so, dass man sich immer unterhalten musste. Im Restaurant angekommen, folgte ich Logan zum Tisch, den uns der Kellner zeigte und setzte mich ihm gegenüber. "Hauptsächlich Rotwein. Haben sie schonmal Holunderbeer Wein probiert?" Das war mein Lieblingswein, da er einen fruchtige Note hatte und nicht zu bitter war, sondern der perfekte Mix. Ich sah von Logan auf meine Karte und versuchte mich für eine Sache zu entscheiden. "Wenn die englische Küche so lecker wäre wie die italienische, würde ich sie eindeutig mehr vermissen." die englische Küche hatte bis auf einige Ausnahmen ja in Europa keinen besonders guten Ruf, was ich jedoch nachvollziehen konnte, vor allem seit ich in Frankreich lebte. "Können Sie mir denn etwas besonders empfehlen?" mit einem offenen Lächeln sah ich erneut zu Logan hoch.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 12:22 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Wem nicht? antwortete ich. Aber ich kann nicht sagen, dass ich es bereue so wenig Zeit zu haben Wer Chirurg wurde, musste das immerhin von ganzem Herzen wollen. Warum sollte ich es also bereuen? Ich hatte eine gute Arbeitsstelle, ich war Oberarzt und hatte einen Klasse Hund, der auf mich wartete und vermutlich herzlicher begrüßte als es eine Frau tun könnte. Für eine Freundin, die einen anderen Beruf als ich ausübte, hatte ich einfach keine Zeit.
Aber sicher Ich wollte ihr jetzt nicht unbedingt erzählen, dass ich einen kleinen Weinkeller zuhause hatte. Lächelnd blätterte ich eine Seite weiter, ehe ich den Kopf hob und sie ansah. Ich hab eine Schwäche für geschmacksintensive Weine. Mit diesen Worten sprach ich einen Kellner an, der gerade den Nachbarstisch bedient hatte und bestellte kurzerhand eine Flasche Holunderbeerenwein. Ich war das letzte Mal wirklich begeistert von Asparagi allo scoglio Ich konnte seit der 8. Klasse Italienisch sprechen, sowie auch Französisch, weswegen es mir nicht schwer viel die ganzen Gerichte auszusprechen und zu übersetzen. Ein Gericht aus Pasta, Spargel, ein Schuss Rotwein und Meeresfrüchten. Ich hab es mal versucht nachzukochen - ist mir aber nicht sonderlich gut gelungen Ich lachte leise auf und wählte schließlich das Brokkoli e funghi-Gericht aus.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 12:40 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
"Natürlich. Ich bereuhe schließlich weder meine Tochter noch meinen Beruf." natürlich gab es Momente, da wurde alles zu viel und man wünschte einfach alles zum Teufel, doch man rappelte sich wieder auf, strich die Haare zurück und stolzierte weiter stolz durchs Leben.
"Also habe ich mir gegenüber einem dieser richtigen Weinkenner sitzen.", Schloss ich aus seinen Worten und fand es passte irgendwie zu dem Neurochirurgen.
Als ich nach einer Empfehlung von ihm fragte, hatte er die Aussprache der Gerichte perfekt drauf. Er sprach also gut italienisch. Ich konnte lediglich spanisch und dementsprechend ungefähre Bedeutungen ableiten. Das Gericht, dass Logan mir vorschlug klang wirklich lecker, vor allem da ich Meeresfrüchte sehr mochte. Ich stieg in sein Lachen mit ein, da es ansteckend war. "Ich denke, das werde ich probieren." entschied ich mich und gab dem Kellner dann meine Bestellung auf, als dieser kam.
"Sie kochen gerne?" nahm ich anschließend das Gespräch wieder auf und bezog mich auf seine Aussage, dass er versucht hatte, das Gericht nachzukochen. De re Teil meines Bewusstsein der sich seufzend Luft zufächelte, beim Gedanken an einen kerl, der nicht nur ebenfalls Chirurg war, gut aussah und gerne kochte, wurde geflissentlich ignoriert.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 1:16 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Für Bier hab ich nichts übrig. Allein wie es serviert wird hat es eher was von einem Gesöff der Räuber als von einem edlen Getränk Ich schob die Speisekarte von mir weg und zeigte dadurch, dass ich mit meiner Entscheidung fertig war, weswegen auch relativ schnell die Bedienung kam. Aber um auf Ihre Feststellung zurückzukommen - Ja, ich kenne mich relativ gut mit Weinen aus. Schmunzelnd gab ich auch meine Bestellung auf und sah der Bedienung kurz hinterher, wie sie in der Küche verschwand.
Mein Vater ist Koch in Schottland und war erstmal etwas enttäuscht darüber dass ich stets nur Sandkuchen gebacken habe aber mittlerweile ist er mit meinen Ergebnissen mehr als nur zufrieden. Dadurch dass er Koch ist, hat er auch einen ziemlichen Militärischen Umgangston drauf, hat aber akzeptiert, dass ich mich eher für Rückenmark, Nerven und Gehirne interessiere als für die schottische Küche Ein leichtes Lächeln lag auf meinen Lippen, während ich von meinem Vater erzählte. Allgemein war ich ein großer Familienfreund und erzählte gerne von ihr, auch wenn ich es selten gegenüber Fremden tat.
Außerdem beweise ich auch gerne, dass Nicht nur Frauen diejenigen sind, die in der Küche stehen und kochen. Auch wenn manche Männer der Meinung sind, dass sie dorthin gehören Mein Vater war schließlich das beste Beispiel dafür. Meine Mutter war oft diejenige gewesen, die kurz vor dem Essen nach Hause kam, als es bereits gemacht worden war.
Als der Wein serviert und eingeschenkt wurde, hob ich mein halb gefülltes Weinglas an und sah meiner Begleitung direkt in die hübschen Augen. Auf die gelungene Operation. Danke nochmal für Ihre Hilfe

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 2:18 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich grinste kurz. "Sag bloß nichts gegen Bier. Zumindest bier mixs, wie Colabier. Guten Wein konnte ich mir während des Studiums nicht leisten." witzelte ich. Der erste Monat im Krankenhaus, als ich ein Einkommen über dem Mindestlohn hatte, war für mich total verblüffend gewesen. Plötzlich war da so viel Geld, wohin damit? Leider war Geld schneller weg, als man denken konnte, denn durch weniger Zeit und Studiumende kamen mehr Ausgaben.
Den Kopf auf dem Handballen abgestützt, hörte ich Logan lächelnd zu, als er von seinem Vater erzählte. "Bei uns hat damals auch immer mein Vater gekocht, da meine Mutter schließlich nie da war." ich wusste nicht, ob man mir einen Vorwurf ihr gegenüber anhörte. Denn der Punkt war ja, sie hätte öfter zuhause sein können. Sie hätte nie so lange bleiben müssen. Doch für sie kam dir Arbeit, ihre Forschungen und das ganze an erste Stelle. Jeder hatte seine Prioritäten.
Als der Wein kam, nahm ich den Kopf vom Handballen herunter und nahm das Weinglas in die Hand. "Auf die Operation. Und ich muss eher danken, dass ich assistieren durfte." war meine Antwort, während ich seinen Blick erwiderte, da ich mich nicht mal dazu imstande fühlte, einfach weg zugucken, und mit ihm anstieß. Genüsslich trank ich den ersgen Schluck des südlichen Weins, den ich auch bei mir zuhause stehen hatte. "Ich schulde ihrer Nichte auf jeden Fall viel. Sonst hätte ich weder assistieren noch essen gehen können." lobte ich seine Nichte, der ich auch die Erlaubnis gegeben hatte sich am Süßigkeitenschrank bei mir zu bedienen. Mein privater Anti Stress Vorrat.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 5:48 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Hab ich was verpasst? Seit wann sind wir beim Du? fragte ich schmunzelnd, da ich mir gut vorstellen konnte, dass es keine Absicht gewesen war. Aber warum bleiben wir nicht dabei? Immerhin sitzen wir hier und trinken gemeinsam ein Glas Wein, nachdem wir ganze zehn Stunden in einem gemeinsamen OP standen. Das ist meiner Meinung nach schon persönlich genug um zum Du zu wechseln Ich grinste sie kurz an und stieß mit ihr an, worauf hin ich mein Weinglas an meinen Lippen ansetzte und einen Schluck des intensiven Getränks zu mir nahm.
Ärzte haben ja allgemein leider viel zu wenig Zeit um irgendwelchen Hobbies nachzugehen. Ich hab aufgehört zu zählen, wie viele Beziehungen der Assistensärzte oder Chirurgen mit Menschen, die einen normalen Beruf haben, bereits in Brüche gegangen sind. Mein Bruder führte schließlich auch nicht die glücklichste Ehe. Immer wieder kam es zu Zoff zwischen den beiden, weil Scott kaum da war. Sie- Du hast es dir verdient und selbst erarbeitet verwies ich auf die Aktion mit dem Geldschein. Das hatte alleine sie geschafft. Ich hätte auch jemand anderen assistieren lassen. Sowas schadet ihr auch nicht Ich stellte mein Glas zur Seite, als die Bedienung kam und unsere Bestellungen brachte. "Lassen Sie es sich schmecken" Danke Ich richtete meinen Blick auf meine Gegenüber und lächelte leicht vor mich hin. Kaum zu glauben, dass diese junge Frau alleinerziehend war. Aber vielleicht lag es auch nur daran, dass ich mich lange nicht mehr so gut und entspannt mit einer Frau hatte unterhalten können, weswegen ich sie als interessant und anziehend sah. Es fiel ihr nicht auf aber wenn sie mit ihren Patienten sprach, beobachtete ich sie nicht nur um zu wissen wie sie mit den Patienten umgehen konnte sondern weil sie unglaublich attraktiv aussah, wie sie in ihrem Arztkittel vor mir stand, die Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen und die Akten unter dem Arm. Sie faszinierte mich auf eine ganz besondere Art, wie ich es nur vor einigen Jahren das letzte Mal empfunden hatte. Guten Appetit wünschte ich ihr, bevor ich selbst zur Gabel griff und zu Essen begann.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 6:24 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Mein Mund verformte sich zu einem überraschten "oh" als er mich auf meinen Ausrutscher hinwies. Seinen Vorschlag nahm ich jedoch gerne mit einem Lächeln an. "Da stimme ich dir vollkommen zu."
Als er das Problem des Privatlebens von Ärzten ansprach, seufzte ich leise und betrachtete das Wein Glas. "Eine Freundin von mir, sie ist gerade im ersten Referendariatsjahr, sagt gerne, ich sei hauptberuflich Ärztin, nebenberuflich Mutter und das Wort Privatleben müsste ich in Google eingeben um eine Vorstellung davon zu bekommen, was das sein soll." erzählte ich schmunzelnd. Die Freundin meinte es natürlich als Witz, doch sie hatte damit nichtsdestotrotz irgendwo recht.
Ich lächelte bei der Erinnerung an den Geldschein. Ich hatte mich gefreut wie sonst was und stolz war ich natürlich sowieso gewesen. Als das Essen kam, bedankte ich mich ebenfalls bei der Bedienung und stellte das Weinglas ab, um nach Messer und Gabel zu greifen. "Guten Appetit." erwiderte ich mit einem Lächeln. Ich wusste eindeutig nicht, ob das, was ich immer mehr empfand nicht eindeutig eine Gang dumme Sache war. Und eigentlich wusste ich nicht mal so recht, wie ich damit umgehen sollte, denn Gott... ich hatte erst zwei Beziehungen in meinem Leben gehabt. Bei der einen war Amy das Resultat und die erkennrnis viel zu viel Energie und Emotionen in ein Arschloch investiert zu haben. Die zweite hier gerade mal 2 Monate und konnte nicht mal als wirkliche Beziehung bezeichnet werden, denn wir sahen uns ja kaum, denn zu mir kam er selten, wahrscheinlich da Amy, ein kind, das seine Freundin hatte, einfach einschüchterte, auch wenn er sie doch akzeptierte, schließlich war er trotzdem mit mir zusammen gekommen, und ich hatte nur selten Zeit bei ihm aufzukreuzen. Ohne Amy. Das verliebt sein hatte nicht mal richtig die Zeit gehabt, sich zu richtiger liebe zu entwickeln. Weh getan haz es trotzdem. Und wenn man bedachte, wie wenig Erfahrung, gute schon gar nicht, ich gemacht hatte, war nur lgosch, dass ich kritisch und vorsichtig war. Vor allem, da mir Kontrolle so wichtig war. Aber Emotionen interessierte sowas ja bekanntlich nicht. Vor allem wenn der, dem sie galten alles dafür tat, diese zu bekräftigen, ohne es überhaupt zu wissen. Und wenn doch, dann zeigte er es zumindest nicht.
Ich probierte ein Stück von den Gericht und leckte mir über die Lippen, als ich den ersten Bissen viel zu schnell verspeist hatte. "Du hast nicht übertrieben. Das ist köstlich." wendete ich mich an Logan, zu dem ich hoch sah, nachdem ich auch einen zweiten Bissen zu Ende gekaut, herunter geschluckt und mit Wein nachgespült hatte.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 6:43 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Man muss sich eben Prioritäten setzen. Und genau deswegen schneidet man sich gerne ins eigene Fleisch. Als quasi unerfahrender, blutiger Anfänger im Medizinstudium hatte ich erstmal damit klarkommen müssen dass ich Tag und Nacht vor den Lehrbüchern verbringen musste. Und nach meinem Studium und meinem Wechsel ins Krankenhaus war es immerhin nicht besser geworden, vor allem weil ich zeitgleich noch nach Frankreich gezogen war.
Siehst du Triumphierend grinste ich und griff ebenfalls nach meinem Weinglas. Es gibt kein besseres italienisches Restaurant hier in Brest Vielleicht lehnte ich mich mit der Aussage einwenig zu weit aus dem Fenster, da ich sicher noch nicht in allen Restaurants in Brest gewesen war - immerhin gab es italienische Küchen nicht wirklich selten. Aber zumindest traf dieser Koch hier auf jeden Fall meinen Geschmack.
Wieso hast du eigentlich nicht in England angefangen zu arbeiten, wo es auch deine Mutter getan hat? fragte ich und schob mir eine weitere Gabel in den Mund, erwartete jedoch von Olivia nicht, dass sie wahrheitsgemäß auf meine Frage antwortete. Denn auch ich behielt mir das Recht vor, auf manche Fragen nicht zu antworten.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 7:19 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich neigte den Kopf von einer Seite zur anderen. "Jaa, so ist es." stimmte ich zu. Und aus Fehlern anderer, lernte man oft, diese richtiger zu setzen und nicht einen großen Fehler zu begehen.
Ich lachte über Logans triumphierendes Grinsen, dass trotz seines Alters kurz eine Vorstellung drauf gab, wie er als schuljunge ausgesehen haben musste. Fröhlichkeit Nächte die Menschen jünger hatte man Vater immer gesagt, und damit hatzer er eindeutig recht. "Ich kann nicht wiedersprechen. Ich kenne sonst nur die Pizzeria bei mir um die Ecke. Die haben zumindest die beste pizza würde ich behaupten." erwiderte ich grinsend.
Über seine nächste Frage musste ich kurz nachdenken, wie genau ich meine Antwort formulierte und wie ehrlich ich sein wollte. Ich nahm einen Schluck von Wein und entschied mich für die Kurzform der Wahrheit. "Meine Mutter und ich hatten damals einige Unstimmigkeiten und ich brauchte etwas Abstand. Ich hatte mich auch in Spanien und Schottland beworben, aber hier habe ich eib lukratives Stipendium angeboten bekommen." dass die Tatsache, dass ich Abstand brauchte, auch mit dem Tod meines Vaters zu tun hatte, ließ ich weg, da ich ungern darüber sprach. "Hat es dich nie zurück nach Schottland gezogen?" fragte ich nach. Ich verspürte manchmal das Heimweh nach England, doch war es nicht besonders groß, denn dort hatte ich schließlich nur noch meine Mutter und die erinnerte sich die meiste Zeit nicht mal an mich, sondern lebte irgendwo in der Vergangenheit. Meine Freunde und meine Familie, Amy, waren hier, weshalb dieses Heimweh meist nicht besonders groß war. Bei ihm hingegen lebte ja auch noch ein großer Teil der Familie in Schottland.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 7:37 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Dagegen kann ich nichts sagen. Seit ich mit meinem Neffen früher immer Pizza essen gehen musste, bin ich nicht wirklich wählerisch geworden erwiderte ich schmunzelnd, während ich mir immer wieder etwas von meinem Gericht vor mir in den Mund schob.
Es wunderte mich nicht wirklich, dass es an Unstimmigkeiten lag. Ich wusste, dass ihre Mutter eine sehr ehrgeizige Chirurgin war, welche wie gesagt eben auch nur mit den großen Chirurgen zusammen arbeiten wollte. Das harmonierte nicht immer, vor allem weil ich mir gut vorstellen konnte, dass sie hohe Ansprüche an Olivia hatte, weswegen ich kurz verständnisvoll nickte. Mh Ich drehte die Gabel in meiner Hand einwenig herum. Mein Problem ist, dass ich nie wirklich an einem Ort bleiben kann. Ich hab länger als 20 Jahre in Schottland gelebt. Klar, Schottland ist wunderschön. Ich gehe dort unglaublich gerne wandern aber auch in Frankreich hat mein Großvater gearbeitet und auch hier wohnt ein Teil meiner Familie. Ich bin mehr als zufrieden mit meinem Leben hier. Eine Zeit lang dachte ich, ich würde in Schottland meine Facharztprüfung niederlegen, bis ich es zuhause nicht mehr ausgehalten habe. Ich zuckte mit den Schultern und sah erneut hoch, um sie für einen Moment mustern zu können. Jetzt nutze ich meinen Urlaub um reisen zu können. Manchmal fliege ich zurück nach Schottland, ansonsten bin ich eher im Osten oder Westen unterwegs. Von Alaska über Kenia bis hin nach Neuseeland Ich hatte schon unglaublich viel von der Welt gesehen, wenn man bedachte, dass ich eigentlich nicht wirklich viel Urlaubstage hatte. Ich bereue meine Entscheidung nicht, nach Frankreich gezogen zu sein.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 7:49 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Interessiert hörte ich Logan zu, als er erzählte, während ich immer wieder etwas aß oder einen Schluck vom Wein nahm. Sehnsuchtsvoll seufzte ich beim Gedanken an Ferne Orte. Ich hatte eindeutig noch nichts von der Welt gesehen. London, eine Stadt in Schottland während einer Klassenfahrt, Paris während meines Studiums und Brest. Was war das schon. "Da bekomme ich selbst Fernweh. Da ist meine Leidenschaft fürs singen ja richrig langweilig dagegen." ich schmunzelte. "Aber ich bereuhe es ebenfalls nicht, hierher gezogen zu sein, auch wenn ich London noch manchmal vermisse." stimmte ich ihm in seinem letzten Punkt zu. Es passte irgendwie gut zu Logan, dass er das Reisen so liebte. Ich wusste nicht woran es lag, dass ich so dachte, aber es war einfach wie ein Teil seiner Persönlichkeit, der gar nicht anders sein konnte, weil es einfach... richtig war. Und ihn noch faszinierender machte. Ich nahm einen weiteren Schluck Wein, um mich einfach durch irgendetwas von diesem Gedanken abzulenken.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 8:09 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Ich lachte leise auf. Immerhin kannst du von dir behaupten, dass du singen kannst Ich sang nicht gerne und konnte es auch nicht. Ich konnte auch keine Noten lesen, was das ganze nicht besser machte. Dafür hörte ich lieber zu, wenn jemand singen konnte. Durch das Reisen kann man mehr beziehungsweise andere und konkretere Erfahrungen sammeln als durch das Lesen von manchen Büchern. Was die Landschaft angeht empfehle ich dir Neuseeland und Kanada. Schottland und Irland ist auch nicht schlecht Während ich kaute dachte ich an meine erste Reise nach Kanada zurück. Als junger Student, Anfang zwanzig, war ich mit einem Studiumsfreund nach Kanada gereist, wo ich in den Semesterferien 4 Wochen dort verbrachte und von Ort zu Ort gewandert war. Es war unglaublich angenehm gewesen. Mittlerweile begleitete mich entweder Jacob, mein anderer Bruder, auf den Reisen oder ich flog alleine. Aber jedes Mal war mein Hund dabei. Seit dreieinhalb Jahren.
Nach einem weiteren Schluck war mein Glas leer, allerdings goss ich nicht noch einmal nach. Ich musste schließlich noch Auto fahren und sowohl Olivia als auch mich und Keira, die ja immer noch bei Olivia zuhause auf Amy aufpasste, nach Hause bringen. Du kommst also nicht oft nach England? Es war irgendwie verständlich, dass sie einwenig gebunden war, seit Amy auf der Welt war. Das ganze war nicht einfach.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 9:00 pm von ©Olivia Morgan verfasst.
Ich fand es spannend zu beobachten, wie er über seine Passion sprach. Das war allgemein etwas, bei dem Menschen immer aufblühten. Ich erinnerte mich bei seinen Worten an unsere Klassenfahrt nach Kanada. In der 10. Klasse, als ich noch völlig grün hinter den Ohren war. Es war wirklich eine schöne Natur dort gewesen und sogar die Ausflüge die sonst eher nervten, hatten allen Spaß gemacht.
Mein eigenes Glas war etwas nach Logans leer und er schüttelte mir nach einem kurzen fragenden Blick nach. Ich musste ja nicht fahren, weswegen ein zweites Glas auf jeden Fall kein Problem war. Bei seiner Frage schüttelte ich den Kopf. "Das letzte Mal war ich für zwei Wochen in den Semesterferien dort, das ist auch schon wieder... 3 Jahre her." ich hatte damals extra gespart um mir die Reise leisten zu können. Jetzt hätte ich zwar das Geld dafür, jedoch nicht die Zeit. "Aber ich fahre das nächste Mal wenn ich Urlaub habe auf jesen Fall wieder hin und nach Island. Zumindest ist das der Plan." ich wollte seid ich kleiner war schon immer mal nach Island. Ich wusste nicht mal so genau, wo dieser Wunsch her kam. Ich spürte mittlerweile die leichte Wirkung des Weins, in der Form, dass mir etwas wärmer wurde, weshalb ich den Blazer über der Bluse auszog und ihn über die Stuhllehne legte. "Da fällt mir ein. Amy hat eine Woche gebraucht, bis sie aufgehört hat regelmäßig zu fragen, wann Emily wieder kommt. Wieso muss sie auch unbedingt den sturkopf von mir haben." ich lachte leicht, während ich erwähnten Sturkopf schüttelte.

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Diese Schriftrolle wurde am So Nov 27, 2016 9:13 pm von ©Logan Montgomery verfasst.
Aufmerksam hörte ich ihr zu, wie sie mir erzählte dass sie auch gerne nach Island gehen wollte. Island wurde auch noch nicht auf meiner Wandweltkarte markiert, auf der alle markierten Länder bereits Reiseziele von mir waren. Island... Ich lächelte in mich hinein. Eine schöne Insel. Aber dort warst du noch nicht?
Ich fixierte automatisch ihre freien Arme, als sie ihren Blazer auszog und winkte eine Bedienung zu mir, um ein normales Wasser zu bestellen. Ich brauchte jetzt unbedingt was zu trinken und mit dem Wein konnte ich unmöglich übertreiben, wenn ich noch fahren wollte. Mh Erneut griff ich zur Gabel und nahm einen Bissen meines Gerichtes. Das wird wohl lange dauern, bis sie wieder nach Frankreich kommt Dankend nahm ich das Wasserglas entgegen und nahm sogleich einen großen Schluck davon, bevor ich das Glas seufzend abstellte. Aber das mit dem Sturkopf kenn ich nur zu gut. Hat mir schon oft einige Probleme eingehandelt Mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen blickte ich ihr in die Augen und musste unwillkürlich lächeln, als sie zu lachen begann. Es war schon seltsam, zu sehen wie die Menschen außerhalb des Krankenhauses viel entspannter waren. Ich war aber nicht unbedingt besser. Ich geb Bescheid, wenn sie wieder zu Besuch kommt. Aber ich bin wohl oder übel das nächste Mal dran, dass ich nach Schottland fliege und sie besuchen gehe.

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