Wer denkt, das Leben an einem Internat wie diesem sei wie jedes andere, der irrt gewaltig. Affären zwischen Schülern und Lehrern, kriminelle Machenschaften unter den Schülern und Liebesdramen! Welche Rolle spielst du in alldem?
 
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 Flowers are for you

Diese Schriftrolle wurde am So Aug 21, 2016 8:01 pm von ©Matt Nolan verfasst.
Ort: Im Comicladen
Personen: Matt & Nova

Das Thermometer hatte bereits die 35 Grad-Grenze überschritten, als ich mich in den kühlen Laden rettete, welcher mich mit seinen bunten Farben und den verschiedenen Titelbildern quasi anlockte. Ich war zwar schon eine Weile hier in Frankreich und doch hatte ich noch nicht die ganze Stadt unter die Lupe genommen, weswegen ich froh darüber war dass es doch einen Comicladen gab, in dem ich mich einwenig umschauen konnte. Und durch die hohen Temperaturen kam mir dieser gerade recht.
Ich trug eine dunkle Sonnenbrille auf der Nase und ein weißes ärmelloses, unbedrucktes Oberteil, welches meine tätowierten Arme für jeden sichtbar machte, worüber ich verhältnismäßig froh war. Denn in meinem Zimmer hatte ich die Temperaturen einwenig unterschätzt und hatte mir eine lange schwarze Hose angezogen, die im Grunde nicht für dieses Wetter gemacht wurde, weswegen ich im Comicladen erstmal die angenehme Kühle genoss, ehe ich durch die Regale wanderte und nach einem neuen, interessant aussehenden Comic zu suchen. Da wir uns in Frankreich befanden war selbstverständlich alles auf Französisch, was mich einwenig ärgerte. Es war nicht so, dass ich kein Französisch konnte. Im Gegenteil. Nur bevorzugte ich allerdings meine Muttersprache und wenn es ging, dann redete ich mit Menschen auf Englisch oder laß englische Bücher.
Ich schob mir die Sonnenbrille von der Nase hoch in meine dunkelblonden Haare und nahm mir eines der vielen Comichefte in die Hand um mir dieses genauer ansehen zu können, ehe ich es nach schnellem Überfliegen des Inhaltes jedoch wieder zurück ins Regal stellte. Das entsprach nicht meinem Geschmack. Nach langem Herumschmökern kam ich hinten an der Kasse an, wo ein junges Mädchen in der Nähe stand. Sie ging in meine Klasse und trotzdem hatte ich vergessen wie ihr Name lautete, weswegen ich einen kurzen Blick auf ihre Arbeitskleisung warf. Czerny. Ah ja, da war ja was.
Mit einem leichten Grinsen auf den Lippen trat ich an sie heran und versteckte meine Hände in den Hosentaschen. Miss Czerny, wären Sie so freundlich und würden mir bereitwillig ein paar gute Comics empfehlen? Ich lehnte mich gegen die Theke, auf der die Kasse stand und verschränkte mit einem leichten Schmunzeln meine Arme vor der Brust.

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Aug 22, 2016 8:25 am von ©Nova Czerny verfasst.
Suchend streiften meine Augen über die verschiedenen Pakete und Kisten. Eine Unendlichkeit schien zu vergehen, bis ich endlich das Paket mit den Deadpool Comics fand. Seit der Film rausgekommen war, ist die Nachfrage um einiges gestiegen und Brad, mein Chef und Inhaber des Comicbuchladens, nutzte natürlich die Gelegenheit und bestellte die verschiedensten Ausgaben. Ich öffnete es zügig und ließ die Papierreste im Lager liegen, während ich wieder nach vorne marschierte und die Comics einsortierte. Es war eine meiner Lieblingsbeschäftigungen hier - mal abgesehen davon, wenn ich einfach rumsitzen und Musik hören konnte - da es recht entspannend war. Wenn wirklich keine Kunden mehr kommen und wir kurz vor Ladenschluss waren, fuhr ich auch gern mal durch die Gänge mit meinem Skateboard. Derzeit lehnte es jedoch noch abwartend hinter der Theke an der Wand.
Ich blickte auf, als neue Kunden den Laden betraten und grüßte sie mit einem freundlichen Lächeln. Im Gegenzug bekam ich nur einen verwirrten Blick ab. Das musste ich manchmal über mich ergehen lassen, denn anscheinend machte ich nicht den Eindruck, dass ich mich für Comics interessierte, geschweige denn damit auskannte. An den Tagen wo ich ein Kleid anhatte war es besonders arg, doch ich kümmerte mich recht wenig darum.
Nachdem ich den letzten Comic einsortiert hatte, ging ich wieder nach vorne zur Theke und beugte mich zum Computer hinunter, um einzutragen, dass das Paket schon in den Regalen einsortiert worden war. Danach beobachtete ich interessiert die Leute. Teilweise kamen manche total verschwitzt hier rein. Hätten wohl die meisten gedacht, dass es heute nicht so heiß wird. Ich hatte zwar schon damit gerechnet, wusste aber auch, dass es hier durchaus recht kühl ist und deshalb eine lange Hose mit ein paar Löchern und ein weißes Top angezogen. Zur Not hatte ich sogar ein Karohemd mitgenommen, falls mich frieren sollte. Ganz normales Outfit für ein relativ durchschnittliches Mädchen. So sah ich mich zumindest auch selbst.
Ich ordnete noch grob ein paar Comics richtig ein, bevor ich auch schon angesprochen wurde. Verwundert zog ich dabei eine Augenbraue hoch, denn ich wurde so gut wie nie mit meinem Nachnamen angesprochen. Noch verwunderter war ich, als ich erkannte, dass es jemand aus meiner Klasse war. Nach kurzem Überlegen kam mir der Name Matt Nolan in den Sinn, allerdings hatte ich mit ihm noch nicht so viel zu tun. Vermutlich weil ich erst seit einem Monat auf dem Internat war. Dennoch konnte ich mich bei seiner Frage nicht zusammenreißen und lachte einmal kurz. „Bitte nenn' mich Nova, sonst fühle ich mich so alt,“ sagte ich zu ihm und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. Ich kann dir aber gern ein paar zeigen, die dir gefallen könnten. Ich schlängelte mich an ihm vorbei und gab ihm mit einer Handbewegung zu verstehen mir zu folgen. Zielstrebig ging ich auf eins der Regale zu. Einerseits kann ich dir Watchmen absolut empfehlen, ich habe es zumindest geliebt. Aber natürlich ist auch so etwas wie Spiderman oder neuerdings auch Deadpool wirklich beliebt bei den meisten. Einige hätten wir auch auf Englisch, wenn du dir es auf französisch nicht antun willst. Ich zeigte mit dem Finger auf die jeweiligen Comics. Anschließend sah ich ihn abwartend an, wobei mir seine Tattoos auffielen. Ich wollte schon seit längerer Zeit eins, doch meine Mutter würde wohl so lange keins erlauben, bis ich achtzehn werde. Ohne lange zu zögern sagte ich mit einem Lächeln auf den Lippen zu ihm: Coole Tattoos. Was das anging, war ich echt eine direkte Person. Besonders konnte man den meisten Leuten damit eine Freude machen, so lange es auch wirklich aufrichtig ist.

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Diese Schriftrolle wurde am Di Aug 23, 2016 7:53 pm von ©Matt Nolan verfasst.
Ich musterte aufmerksam das Mädchen vor mir. Irgendwie war ich ein Genie darin, mir Namen zu merken und aufzupassen, welche Menschen neu an der Schule und in meiner Klasse waren. Hatte ich ja gerade bewiesen. Ach, wir wissen beide dass du etwa so alt bist wie ich. Das Alter wird überbewertet Nachdem sie mir durch eine Geste zu verstehen gegeben hatte, dass ich ihr folgen sollte, nahm ich meine Sonnenbrille komplett ab und behielt sie in meiner rechten Hand, während ich mich ebenfalls zwischen den Leuten hindurchschlängelte und das Regal begutachtete, vor dem sie zum Stehen kam. Spiderman hatte ich wirklich selbst in meiner verkorksten Kindheit geschaut und geliebt und doch reizte mich der Comicspiderman nicht wirklich, vor allem weil sie erwähnte dass so viele Menschen den Comic kauften, was ich auch verstehen konnte. Und was habt ihr hier für Comics, die zwar gut sein sollten oder gut sind und hier trotzdem nicht in Massen gekauft wird? Nachdenklich glitt mein Blick über die Regalreihen, ehe er wieder auf Nova landete, wobei ich leicht zu grinsen begann nachdem ich sie gründlich unter die Lupe genommen hatte.
Bei ihrem Kompliment musste ich grinsen. Ich traf viele Menschen, die absolut was gegen Tattoos hatten und scheinbar der Meinung waren, Tattoos hätten eine Auswirkung auf den Charakter des Trägers. Manche gingen sogar so weit mit den Vermutungen und behaupteten, Tattooträger wären immer kriminell. Ich selbst würde von mir nicht behaupten, dass ich einen weißen Unschuldskittel trug aber kriminell war ich noch lange nicht durch meine Tattoos, die lediglich meine Vergangenheit - sowohl die guten als auch die schlechten Seiten meines Lebens - in Bilder fasste und als Körperschmuck dienten. Danke, willst du selbst welche? Durch das Kompliment nahm ich an, dass sie Tattoos mochte - vielleicht wollte sie sich ja selbst welche stechen lassen? Irgendwann. Meiner eigenen Mutter war es völlig egal gewesen, was ich mit meinem Körper getan hatte. Allgemein hatte sie sich nicht für das interessiert was ich getan hatte. Ich hätte mir in meiner schweren Zeit theoretisch sogar einen Intimpiercing stechen können und der einzige der vielleicht etwas dagegen gehabt hätte, war mein Bruder Damien. Die Letzte die mich auf meine Tattoos angesprochen hat, war eine alte verrückte Frau mit Gehstock, die mir verklickern wollte dass die Farbe der Tattoos unter der Haut hoch in meinen Kopf wandert und dort meinem Gehirn schadet Breit grinsend tippte ich mir mit dem Zeigefinger kurz gegen die Schläfe und stemmte meine Hände in die Hüfte. Und dein Lieblingscomic ist welcher?

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Aug 24, 2016 5:03 pm von ©Nova Czerny verfasst.
Ich mustere ihn kurz von der Seite. Unwillkürlich frage ich mich, ob er überhaupt weiß, dass wir in eine Klasse gehen. Es ist nicht so, dass es mir wichtig ist, lediglich interessieren würde es mich. Ich frage ihn aber nicht direkt, sondern beobachte ihn mit einer ruhigen Miene wie er sich die Comics anschaut. Ich schrecke innerlich leicht auf, als er sich wieder an mich wendet. Seine Frage brachte mich zum Nachdenken. Im Kopf gehe ich erst einmal die Regale und auch das Lager kurz durch. Uff, lass' mich mal überlegen murmle ich, lege den Kopf etwas schief und verschränke die Arme. Auf einen Schlag fällt mir einer wieder ein, wobei für kurze Zeit ein triumphierendes Grinsen auf meinen Lippen erscheint. The Punisher soll unglaublich gut sein und wird von den meisten unterschätzt oder gar nicht beachtet. Willst du allerdings eine wirklich professionelle Beratung, musst du wohl oder übel auf Brad warten, der gerade beim Einkaufen ist. Am Ende werfe ich ihm einen entschuldigenden Blick zu und fahre mir durch die rotbraunen Haare. Als ich merkte, dass er mich musterte reibe ich mir angespannt übers Handgelenk. Ich ermahne aber meinen Kopf davor in irgendwelche Spekulationen zu verfallen und atme tief durch. Bisher machte er es mir doch unglaublich einfach einen klaren Kopf zu behalten, also warum zu viel nachdenken?
Er bedankte sich für das Kompliment zu seinen Tattoos und fragt mich im Gegenzug ob ich auch welche möchte. Ich nicke und sage anschließend: Ja, sehr gern sogar, aber meine Mutter würde mir vermutlich den Kopf abreißen, geschweige denn überhaupt es erlauben. Also muss ich ganz brav warten bis achtzehn werde. Ich verdrehe zur Unterstreichung die Augen. Warum meine Mutter so gegen Tattoos ist, weiß ich selbst nicht. Doch sobald ich erst achtzehn werde gibt es kein Halten mehr für mich.
So unauffällig wie möglich versuchte ich seine Tattoos genauer zu betrachten. Ob sie eine Bedeutung haben? Oder dienten sie lediglich zur Körperverzierung? Egal was, sie passten auf jeden Fall zu ihm. Ich musste der Versuchung widerstehen sie zu berühren, da es wahrscheinlich etwas falsch rüberkommen könnte.
Ich beendete meine Gedanken jäh, als von einer Begegnung mit einer alten Dame erzählt. Ich musste auf einen Schlag so sehr lachen, dass Cody sich mit einem grimmigen Ausdruck zu uns umdreht. Ich reiße mich zusammen und sage mit sarkastischer Stimme: Tut mir vielmals leid Cody, dass ich mal lache. Er schenkt mir nur einen herablassenden Blick und dreht sich wieder um. Wir konnten uns noch nie leiden. Aber statt mich über ihn aufzuregen, wende ich meine komplette Aufmerksamkeit wieder Matt zu. Klar, und ihr dummes Geschwätz schadet den Gehirnen von vielen Leuten nicht , entgegne ich und schüttle leicht den Kopf. Warum manche die Entscheidungen anderer nicht akzeptieren und tolerieren können, bleibt für mich wahrscheinlich immer fraglich.
Als er mich nach meinem Lieblingscomic fragt, lächle ich kurz und antworte sofort: Ich liebe Watchmen, aber Deadpool und Batman gehören auch zu meinen Lieblingen, vermutlich weil sie beide eher Antihelden sind. Und als ich kleiner war, war mein Lieblingscomic 'Das lustige Taschenbuch'. Ich grinse ihn breit an und frage dann ihn: Und du? Wirst wohl nicht ohne Grund hier im Laden stehen.

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Aug 24, 2016 10:29 pm von ©Matt Nolan verfasst.
Ich spürte ihren Blick auf mir ruhen, ließ mich dadurch aber nicht stören und zog meine Hände wieder aus den Hosentaschen heraus, um meine Arme erneut vor meiner Brust verschränken zu können. Professionalität kann zwar in manchen Punkten nützlich sein, die Menschen sind mir dann aber meistens zu unsympathisch und distanziert. Ich dachte selten darüber nach, was ich sagte. Meistens sprach ich meine Gedanken direkt aus, nachdem ich sie im Kopf zuende gesponnen hatte. Das konnte hin und wieder zu verärgerten Gesprächspartnern führen. Mit so einer Direktheit mussten andere eben leben können.
Aber siehs mal so: Wenn es einem nicht erlaubt wird, will man es nur um so mehr. Ist doch genauso wie bei diesen dämlichen Gesetzen in Frankreich und auch bei uns in Amerika. Bei uns hat sich ja irgendein Mensch dieses tolle Gesetz ausgedacht, dass man erst ab 21 trinken darf Ich lachte kurz auf. Und so ist es doch auch bei den Tattoos. Und solange sie alle eine Bedeutung haben sollte man auch nichts dagegen haben. Deine Mutter muss sich ja nicht selbst tätowieren lassen Es konnte sein, dass ich vielleicht die Sorgen ihrer Mutter nicht verstand. Immerhin war ich in einem Leben aufgewachsen, in dem meine Mutter sich einen Dreck für mich interessiert hatte und das einzige Familienmitglied, was wenigstens etwas Verantwortung für mich übernommen hatte, lebt seit einigen Jahren hier in Frankreich auf dem Internat, weswegen ich oftmals bei Isaacs Familie war sodass Vanessa eher eine Mutter war als Clarissa.
Ich warf einen kurzen Blick auf meine Arme. Die meisten Symbole begleiteten mich bereits in irgendeiner Art und Weise mein ganzes Leben lang - ein einziges Tattoo war das Ergebnis einer dummen Aktion in Amerika gewesen. Als ich unter dem Einfluss von Drogen stand. Das war auch die Nacht, nach der Damien und die anderen Jungs zurück gekommen waren und mein Bruder mich vor meinem endgültigen Absturz bewahrt hatte.
Als sie über meine Erzählung lachen musste, konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Mir gefiel das Lachen hübscher Frauen, das konnte und wollte ich nicht leugnen. Mit dem Grinsen auf den Lippen drehte ich mich zu dem Fremden um und boxte ihm gegen die Schulter. Ein lachendes Gesicht würde dir sicher auch stehen, Griesgram. Aber wenn du meinst mit so einer grimmigen Fratze landest du bei irgendeiner Frau, wünsch ich dir viel Glück. Mit dem Gesichtsausdruck wirst du sicher zu dem Partytiger des Jahres setzte ich Novas ironische Ansprache fort und zog provozierend meine Mundwinkel nach oben. Solche Miesepeter waren unerträglich, wenn ich gute Laune hatte. Naja, die heutige Generation der Senioren regen sich nun mal nur über die nervige, unhöfliche und inkompetente Jugend auf. Die zusätzlich natürlich noch für jeden Mist auf der Welt verantwortlich ist und keine Ahnung von dem ernsten Leben hat Sarkastisch lächelnd griff ich nach einem Watchmencomic und wedelte mit diesem durch die Luft.
Was die verschiedenen Comics angeht, gebe ich den Unsichtbaren eine Chance. Das ist doch so wie bei den Menschen. Viele werden nicht beachtet und erst wenn man sich dazu aufrappelt, sich mit ihnen auseinanderzusetzen kann es sein, dass man beeindruckt wird. Oder auch enttäuscht, je nachdem. Batman habe ich aber auch gerne gelesen, einfach weil er zu meinen Lieblingshelden gehört - er hat einfach keine wirklichen Superkräfte und trotzdem hat er was drauf Ich fühlte mich für einen Moment Poet beziehungsweise wie ein Philosoph und legte kurz die Stirn in Falten. Wo finde ich The Punisher?

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Diese Schriftrolle wurde am Do Aug 25, 2016 11:48 am von ©Nova Czerny verfasst.
Ich verfolge seine Worte über Professionalität aufmerksam und runzle dabei leicht die Stirn. Er macht nicht den Anschein, als wolle er übertrieben poetisch oder smart wirken, sondern als wäre es lediglich seine Meinung. Ohne es zu verhindern lächle ich mild. Ich mag so etwas, da es Ehrlichkeit und Direktheit ausstrahlt. Beides Eigenschaften, die ich selbst auch besitze und deswegen umso mehr an anderen schätze. Dennoch erwidere ich: Brad ist aber echt ein netter Kerl, so lange du ihm nicht sagst, dass du Superhelden scheiße findest. Ich schmunzle kurz bei dem Gedanken, wie er letztes Mal schon in eine hitzige Diskussion mit einem Kunden geraten ist.
Als er über die Tattoo-Sache spricht, sehe ich ihm direkt in die Augen. Ich kann nicht leugnen, dass er durchaus gut aussieht. Aus unerklärlichen Gründen hatte ich schon immer ein Faible für dunkle Haare und Tattoos gefallen mir, wie schon gesagt. Aber das alles braucht nichts bedeuten. Es ist lediglich eine kleine Feststellung am Rande. Auf seine Worte hingegen nicke ich und entgegne: Das stimmt schon. Zudem muss ich sagen, dass mich Rauchen und Alkohol wirklich im Gegensatz gar nicht reizt und das genau die Dinge sind, die mir Schaden zufügen. Tattoos hingegen sind ja nur für einen selbst. Dennoch werde ich mir wohl keines stechen lassen können ohne Einverständniserklärung und die paar Monate werden mich schon nicht umbringen. Ich ließ die Tatsache weg, dass ich meiner Mutter nur selten widerspreche. Kurz vor meinem vierzehnten Geburtstag diagnostizierte man bei ihr Krebs und ich musste jeden Tag damit rechnen sie zu verlieren. Seitdem bin ich einfach nur froh, dass sie den Krebs besiegt hat und am Leben ist, weshalb ich mich willenlos ihren Wünschen und Anordnungen beuge. Manchmal habe ich dennoch den Wunsch mich durchsetzen zu können. Aber man kann wohl nicht alles im Leben haben.
Als Matt mich auch noch vor Cody verteidigt, musste ich meine Hand vor meinem Gesicht halten um nicht loszuprusten. Cody's Gesichtsausdruck in diesem Moment – eine Mischung aus Griesgram und eingeschnappt – ist wirklich unbezahlbar, doch leider verzieht er sich dann in eine dunkle Nische, sodass ich es nicht länger genießen konnte.  Ich knuffe Matt spontan in die Seite und bedanke mich mit einem breiten Grinsen. Danke, du hast mir meinen Tag gerade ein Stückchen besser gemacht. Wollte diesem Idioten schon längst mal die Meinung geigen, aber Brad würde mich umbringen, wenn ich einen Stammkunden verscheuche.
Während ich einen Comic richtig einordne -manche legen sie oft nicht da zurück, wo sie sie heraus genommen haben – höre ich ihm zu und schnaube empört auf. Ich erinnerte mich zu gut daran, was mir erst letztens passiert ist. Letztens wurde ich als Öko-Göre bezeichnet, weil ich an einem Gemüsestand gefragt habe, ob das Gemüse aus der Region ist. Leider war ich zu perplex um darauf was zu sagen. Ich verfolge seiner Bewegung mit den Augen und erkannte die Ausgabe von Watchmen sogar wieder, die er in die Hand genommen hat. Es ist etwas länger her, als ich ihn angefangen habe.
Weise Worte, du Poet sage ich grinsend und verschränke die Arme vor der Brust. Aber es stimmt, oftmals werden die wahren Schätze nur zu gern übersehen. Auf seine Nachfrage hin, sage ich ihm, dass er schnell hier warten soll, da er im oberen Stock ist. Ich mache mich schnell auf den Weg nach oben und schnappe ihn mir da. Dann laufe ich die Treppe runter, wobei sich manche Körperteile etwas verselbstständigen. Kurzerhand verschränke ich dir Arme vor meiner Brust, damit niemand zu viel von mir zu Gesicht bekommt. Angekommen bei Matt reiche ich ihm den Comic und frage dann: Brauchst du noch was? Während ich auf seine Antwort warte höre ich die Hintertür des Ladens aufgehen, was bedeutet, dass Brad zurück ist und ich somit praktisch befreit von der Arbeit bin. Allerdings werde ich vielleicht Überstunden machen. Mal sehen.

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Aug 26, 2016 1:07 am von ©Matt Nolan verfasst.
Das wird nicht passieren. Auch wenn ich manche Superhelden jetzt nicht so toll finde wie Batman zum Beispiel waren die meisten noch immer ein Teil meiner Kindheit. Ich lächelte leicht und fuhr mir zweimal durch meine Haare. Gegen Dinge, die die Kindheit geprägt hatten, konnte man nicht viel Schlechtes sagen - denn meistens hatten diese Dinge einen großen oder auch kleinen Einfluss auf das Leben. Alkohol und Rauchen sind auch nicht jedermanns Sache. Ich zum Beispiel rauche auch nicht gerne. Wenn ich aber feiern gehe, trinke ich aber natürlich auch. Als Amerikaner ist es ohnehin etwas Besonderes, das legal tun zu dürfen wenn man unter 21 ist erklärte ich ihr ohne sie dabei anzulügen, weil sie nichts von Alkohol und Zigaretten hielt. Ich brauchte mich für niemanden umstellen nur um jemandem zu gefallen. Ich konnte es nämlich selbst nicht leiden, wenn mich jemand anlog nur aus meinem Blickwinkel in einem besseren Licht zu stehen und um beeindrucken zu können. Wie lange musst du denn noch warten? fragte ich neugierig und ließ meinen Blick über ihren Körper gleiten. Ich mochte ihren Körper aber noch nie war es mir passiert, dass mich irgendein Frauenkörper abstieß, weswegen es mich nicht wunderte, dass ich sie automatisch erneut scannte.
Nachdem sich dieser Mann, den Nova liebevoll Cody nannte, verdrückt hatte, warf ich der Schülerin ein breites Grinsen zu. Also wird es doch höchste Zeit dass ich gekommen bin, der das übernimmt und somit deinen Tod verhindert Mir gefiel das Mädchen, sie war nicht auf den Mund gefallen und hatte ihre eigene Meinung - im Gegensatz zu anderen, die sich vom Gruppenzwang anstecken ließen. Aber ich konnte mich auch irren. Um das zu beurteilen kannte ich Nova zu wenig. Na wie eine Öko-Göre siehst du auch aus, das sieht selbst ein Blinder mit Krückstock Den nach Ironie triefenden Satz unterstrich ich mit einem provokanten Augenbrauenwackeln und einem leichten Schmunzeln. Bei manchen Menschen haben sie vielleicht recht was Höflichkeit und Allgemeinwissen angeht aber die Menschen müssen das immer gleich verallgemeinern und das stinkt mir bis zum Himmel Genervt darüber raufte ich mir meine Haare, während ich ihr dabei zusah wie sie die Comics aufräumte, wobei ich ihr freundlicherweise Platz machte - ich sollte sie eigentlich nicht vom Arbeiten abhalten.
Als sie mich als Poet bezeichnete, deutete ich eine leichte Verbeugung an und blätterte in dem Comic herum, während sie die Treppe herauflief um für mich den Comic zu holen, den sie mir empfohlen hatte. Danke Lächelnd nahm ich den Comic entgegen und wedelte mit diesem kurz vor meinem Gesicht herum um mir Luft zu zu fächern. Ich bräuchte vielleicht noch angenehme Gesellschaft. In anderen Läden der Stadt sind die leider Mangelware Mit einem zufriedenen Schmunzeln auf den Lippen lief ich an ihr vorbei zur Theke, auf die ich die beiden Comics fallen ließ um sie bezahlen zu können. Also, was meinst du? Außer du hast noch ein Date mit deinem ach so liebreizenden Cody

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Aug 27, 2016 1:50 pm von ©Nova Czerny verfasst.
Ich muss zugeben, dass ich früher mit so circa elf Jahren total auf Batman gestanden. Besonders seinen Anzug fand ich besonders heiß, sage ich ihm direkt ins Gesicht ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, ehe sich langsam ein schelmisches Grinsen ausbreitet. Er darf selbst entscheiden, ob das jetzt ein Scherz war oder mein purer Ernst.
Ich spiele an meiner kleinen Halskette, während ich ihm konzentriert zuhöre. Innerlich bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits finde ich Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum total bescheuter, andererseits sollte jeder das machen, was er für richtig hält solange es nicht andere Menschen in ihrem Umfeld betrifft. Anstatt dies aber laut auszusprechen, gebe ich ehrlich zu: Ja okay, so komplett 'Nein' kann ich nicht zu Alkohol sagen. Besonders wenn mir was ausgegeben wird, kann ich nicht widerstehen. Ich beginne meine Haare zusammenzufassen in einer Hand und sie schließlich recht weit oben zu einem Pferdeschwanz zu binden. Dabei beantworte ich seine Frage mit einer einfachen, knappen Antwort. Fünf, beziehungsweise fast sechs Monate. Gut, dass ich die Geduld dazu besitze. Ansonsten würde ich sonst halb Amok laufen, aber als recht ausgeglichener Mensch komme ich schon mit der Warterei irgendwie zurecht. Wobei ich aber meine neidischen Blicke nicht unterdrücken kann, wenn ich andere Leute mit tollen und schönen Tattoos sehe. Wenigstens kommen mir auch manchmal weniger schöne unter die Augen und dann vergeht mir der Neid sofort. Einen Delfin am Hintern oder den Namen meines Ex-Freundes – okay, ich habe nicht mal einen Ex- Freund – möchte ich jetzt persönlich nicht am Körper haben. Dafür so viel anderes...
Ich merke, wie er mich beäugt und wippe unbewusst sofort mit den Füßen vor und zurück. Es ist nicht so, dass ich mich selbst hässlich finde und deswegen Blicke anderer als unangenehm empfinde. Nein, es ist eher die Frage die mir im Kopf rumschwirrt, wie eine Fliege an der Lampe. 'Was denkst du über mich, wenn du mich ansiehst?'. Das frage ich mich des öfteren, auch wenn mich zum Beispiel nur der vierzigjährige Eisverkäufer um die Ecke ist. Da bin ich einfach zu neugierig.
Aber anstatt mich mit solchen Gedanken rumzuquälen, gehe ich lieber auf seinen nächsten Worte ein. Ja, das ist wirklich sehr erlösend.
Mit meiner Story mit der Bezeichnung Öko-Göre konnte ich ihm anscheinend ein Schmunzeln entlocken. Ich lächle daraufhin zufrieden. Es sind die kleinen Dinge, die den Tag manchmal ein Stückchen besser machen und sei es auch nur, wenn man jemanden ein Lächeln entlocken kann.
Klar, ich esse auch jeden Tag irgendeine Avocado-Pampe und dusche nur einmal im Monat um kein Wasser zu verbrauchen, entgegne ich mit einem ebenfalls sarkastischen Unterton. Seine Meinung über die alten Leute teile ich vollkommen. Die meisten denken echt, wir sind das schlimmste, was der Welt nur passieren konnte.
Nachdem er den Comic, den ich ihm von oben geholt habe, genommen hat, verneint er meine Frage indirekt, ob er noch was bräuchte und fragt eher nach meiner Gesellschaft. Etwas verdattert bleibe ich stehen, während er unbekümmert schon zur Theke nach vorne geht. In meinem Kopf tauchen auf einen Schlag ein Haufen panischer Fragen auf. Von 'Fragt er gerade nach einem Date' zu 'Komm runter Nova, du schiebst gerade völlig unnötig Panik' war alles dabei. Ich atme tief durch, fokussiere mich auf das Hier und Jetzt und gehe ebenfalls zur Kasse.
Hochkonzentriert scanne ich die Comics ein und schreibe sie auf die Liste gekaufter Artikel. Das macht 22 Euro, da du auch noch den Rabatt auf The Punisher bekommst, sage ich und zeige auf die ganzen Angebote der Woche, die wir immer an die Wand hängen. Dabei bekommt man des öfteren Rabatte oder ein paar Gewinne.
Bei seiner Bemerkung muss ich leicht grinsen. Das zwischen mir und Cody ist eine ewige Hassliebe. In Wahrheit finde ich ihn unwiderstehlich mit seinen fettigen Haaren und seinem Mundgeruch nach Hundefutter. Ich denke einen Augenblick nach und wäge sorgfältig ab. Während innerlich mein Verstand über meine Panik siegt, sage ich selbstsicher: Von mir aus gern, solange Brad nichts dagegen hat. Dieser kommt just in dem Moment aus dem Lager und scheint einen Teil gehört zu haben. „Klar, du kannst gehen. Deine Schicht ist eh zu Ende,“ murmelt er, während er sich ans Aufräumen der Kasse dranmacht.

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Diese Schriftrolle wurde am So Aug 28, 2016 1:12 am von ©Matt Nolan verfasst.
Ich lächelte einen Moment lang, als sie mir beichtete, dass sie als 11 Jährige total für Batman geschwärmt hatte. Ich verstand es vollkommen, weswegen ich davon ausging, dass sie es ernst meinte. Batman ist einfach ein Held, der aus der Reihe tanzt. Da darf man als Mädchen schon mal einen Crush haben antwortete ich mit einem Anflug eines leichten Grinsens auf den Lippen. Ich hatte ja auch früher als kleiner Junge einige Charaktere aus Filmen...konnte ich sagen, angehimmelt? Egal ob Mädchen oder Junge, das war normal.
Vor allem wenn man selbst nicht zahlen musst fügte ich lachend hinzu. Als Mann passierte das einem leider nicht so oft, dass ein Mädchen zu mir kam und mir einen Drink ausgab. Ersteres passierte zwar oft genug aber selbst wenn eines mir mal etwas zahlen wollen würde, wäre mein Stolz schon leicht angekratzt. Von daher war ich zufrieden damit, dass es nicht passierte. Doch da sie gleich auf meine Frage antwortete, wie lange es noch bis zu ihrem 18. Geburtstag dauern würde, hatte ich nicht die Zeit noch länger darüber nachzudenken und nickte leicht. 5 Monate waren wirklich nicht viel und wenn man bedachte, dass sie vielleicht schon seit drei Jahren Tattoos haben wollte, waren 5 Monate wirklich wenig.
Nachdem ich meine Arme vor der Brust gelockert hatte und mich allgemein in eine weniger distanzierte und abweisende Haltung brachte, viel mir ihr nervöses Hin- und Hergewippe auf - was sie dazu veranlasste, wusste ich nicht. Vielleicht deutete ich es auch nur als Nervosität und eigentlich machte sie es aus reiner Langeweile oder Angewohnheit. Ist ja nicht so, dass das Internat das Wasser bezahlt grinste ich breit und strich mir eine Haarsträhne zurück, die mir in die Stirn gefallen war. Auch wenn ich es nicht zugab, konnte ich es nicht leiden, wenn meine Haare nicht so saßen wie ich es gern hätte. Allgemein war ich in vielen Dingen perfektionistisch veranlagt.
Geduldig wartete ich darauf, dass sie mir den Preis nannte, den ich ihr passend überreichte, ehe ich mich leicht grinsend gegen die Theke lehnte. Klingt nach einem sehr attraktiven, jungen Feger, dem niemand widerstehen kann Selbst bei der Beschreibung seines Mundgeruchs merkte ich, wie er mich anekelte - das musste ich allerdings nicht laut verkünden. Das waren lediglich meine Gedanken. Klasse! Zufrieden klatschte ich mir einmal in die Hände als ich Brads Worte hörte, ehe ich meine Comics packte und in Richtung Ausgang sah. Ich hoffte, dass es draußen nicht allzu warm war sonst hätte würde ich mir bald selbst den Hals umdrehen, weil ich mich selbst dafür hasste, dass ich eine lange Hose angezogen hatte. Ich kauf mir im nächsbesten Laden noch eine Wasserflasche murmelte ich vor mich hin, während ich auf Nova wartete.

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Diese Schriftrolle wurde am Sa Sep 03, 2016 4:17 pm von ©Nova Czerny verfasst.
Dann bin ich ja beruhigt erwidere ich grinsend. Das ich jedenfalls was für Ryan Reynolds übrig habe seit seinem gut gelungenen Auftritt im Film Deadpool, ist nicht verwerflich. Warum also auch nicht ein bisschen für Batman schwärmen?
Wer kann schon kostenlose Angebote ablehnen? rechtfertige ich mich. Allerdings wäre es manchmal besser man sagt zu einem Drink 'Nein', bevor man am nächsten Tag mit einem mörderischen Kater aufwacht. gebe ich anschließend ehrlich zu. Im Grunde hielt ich nicht viel von Alkohol, solange man es in Maßen genießt. Dennoch bin ich auch mal mit einem ordentlichen Kater aufgewacht und wäre am liebsten wieder in meiner Traumwelt abgetaucht, wo es keine Kopfschmerzen gibt. Wenigstens kommt das nicht wirklich oft vor.
Auf seine Bemerkung mit dem Wasser und Internet grinste ich leicht zurück und verfolgte seine Bewegung, wo er sich eine störende Haarsträhne aus dem Gesicht streicht. Jungs und ihre Haare. Einerseits finde ich es schon ganz cool wenn sie sich durch die Haare streichen, andererseits hasste ich dieses Rumgefimmel. Am liebsten würde ich dann manchmal einfach vorschlagen sich eine Glatze zu schneiden und das Problem wäre beseitigt. Doch da es Matt bisher nicht so oft gemacht hat – zumindest glaub ich das – hielt ich meine Klappe.
Ich nahm das Geld bedankend an und legte es in die Kasse hinein. Dabei höre ich ihm mit gesenktem Kopf zu und muss leicht kichern. Der hat sicher so viele Freundinnen, da würde er mich sicher nicht bemerken. Schade eigentlich, was würde ich nicht geben für einen Kuss von ihm. Ich setzte einen gespielt träumerischen Blick im Gesicht auf. Innerlich grauste mich eher davor. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich noch nicht mein ersten Kuss bekommen hatte, war Cody der allerletzte Mensch auf Erden mit dem ich diesen erleben möchte. Selbst wenn man über sein Hygiene und seinem Aussehen hinweg sehen könnte, war da noch sein unausstehlicher Charakter.
Ich sehe kurz zu Brad und seufze leicht. Da hat er mir wohl die Entscheidung abgenommen. Ich renne schnell nach hinten ins Lager um meine Tasche mitzunehmen und schnappe mir auch noch das Skateboard, das an der Wand gelehnt ist. Ich laufe vor die Theke und schließe zu Matt auf. Okay, wo willst du hin? Du sagtest, du willst dir was zu Trinken kaufen. Um die Ecke ist ein Kiosk. Ich stoße die Tür des Comicbuchladens auf und die warme und schwüle Luft schlägt mir entgegen. Nun bereue auch ich mein Outfit, versuche aber die Hitze zu ignorieren. Um wieder ein Gespräch aufzubauen, fragte ich Matt direkt: Wo kommst du her?

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Diese Schriftrolle wurde am Mo Sep 12, 2016 10:25 pm von ©Matt Nolan verfasst.
Die meisten kennen ihre Grenzen nicht...oder denken, sie könnten ihre Probleme im Alkohol ersaufen murmelte ich und zog nachdenklich beide Augenbrauen hoch. Auch ich hatte oftmals heimlich zur Flasche gegriffen, als es mir miserabel ging - aber wer tat es nicht? Kaum einer hatte eine unbefleckte Jacke und solange man nicht übertrieb mit der Aufnahme dieser Flüssigkeit.
Ich drehte meinen Kopf noch einmal die Richtung, in der Cody verschwunden war und grinste von einem Ohr zum anderen. Du darfst einfach nicht die Hoffnung aufgeben, Miss Czerny Grinsend packte ich mir meine eingekauften Artikel und klemmte mir diese zwischen Arm und Hüfte, ehe ich schulterzuckend darauf wartete, dass sie bereit war zu gehen. Vielleicht hast du ja Glück und bekommst bald den lang ersehnten Kuss deines Prinzen Mit diesen Worten setzte ich mir leise lachend meine Sonnenbrille wieder auf und folgte ihr durch die Tür, wobei ich entsetzt die Luft ausstieß, als ich merkte wie warm es im Vergleich zum Laden draußen war. Die Hitze hatte ich beinahe vergessen. Kann nicht irgendjemand mal einen Riesenventilator bauen und für die ganze Stadt aufstellen? Es war eine Idee, die man nicht umsetzen konnte und dennoch wäre es eine Erfindung, die ich an den warmen Tagen unterstützen würde. Du kennst dich hier eindeutig besser aus als ich stellte ich schon beinahe enttäuscht fest - immerhin war ich schon wenige Monate länger hier als sie. Aber sie arbeitete jeden Tag in diesem Gebiet, weswegen es kein Wunder war, wenn sie wusste wo es etwas zu kaufen gab. Sie musste schließlich auch andere Käufer beraten können, wo sie andere Dinge fanden.
Ich zupfte an meinem Oberteil herum, so dass es nicht ständig in Kontakt mit meinem warmen Oberkörper geriet und lief nachdenklich neben ihr her. Als Nova mich jedoch fragte, woher ich kam, sah ich sie für einen Moment schweigend an, ehe ich zu einer Antwort ansetzte. Ich komme aus Amerika, Oswego. Dort war es angenehmer im Sommer als hier Ich lächelte leicht und steuerte den Kiosk um die Ecke an, an dem bereits ein älteres Ehepaar und ein junges Mädchen warteten. Und woher kommst du? Aus dem europäischen Raum?

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Sep 28, 2016 8:33 pm von ©Nova Czerny verfasst.
Ich verstehe, was er damit meint. Klar, Grenzen ziehen die meisten sich nur, um sie regelmäßig zu überschreiten, aber zu denen gehöre ich gewiss nicht. Ich finde es einfach furchtbar teilweise mitanzusehen wie sich manche im Alkohol ertränken. Da habe ich oft das dringende Bedürfnis solche Menschen in den Arm zu nehmen und für sie da zu sein. Doch darunter sind auch oft Leute, die nur dem Gefühl von Hemmungslosigkeit entgegenfiebern. „Ist immer eine knifflige Sache mit dem Alkohol. Da spalten sich oftmals die Meinungen,“ murmle ich stattdessen nur. Ich weiß, wann ich meine Gedankengänge für mich behalten muss.
Als er meinte, ich solle meine Hoffnung nicht aufgeben, dass ich doch irgendwann einen Kuss von Cody bekommen würde, verziehe ich leicht gequält die Miene. „Wenn ich es mir nochmal so überlege, würde ich wohl eher meine Fußsohle ablecken.“
Als wir nach draußen gelangen, spricht er etwas Ähnliches aus, was ich mir gerade gedacht habe. „Oder so ein kleines Lüftchen wäre auch erfrischend.“ Auch mir macht das Wetter zu schaffen, in Irland war es selten so warm wie hier. Bei seiner Bemerkung, dass ich mich hier wohl besser auskenne, grinse ich. „Ich kenn' mich so gut aus wie in meiner eigenen Westentasche. Dieser Junge da heißt zum Beispiel Nick.“ Ich zeige auf die andere Straßenseite wo ein zwölf jähriger Junge mit dem Skateboard entlangfährt. Ich ließ bei meinen Worten so viel Ironie mitschwingen, um ihm mal wieder die Entscheidung zu überlassen, ob er mir glaubt. Solche Spielchen mache ich einfach zu gern.
Sein Schweigen entging mir nicht und dennoch blieb ich geduldig. Seine Antwort überraschte mich keineswegs. Ich habe schon vermutet, dass er aus Amerika kommt, der Akzent ist unvergleichlich. Auf die Gegenfrage erwidere ich: „Ich komme aus Irland, also hast du richtig getippt. Falls du mal Lust auf einen Urlaub im Grünen hast, kann ich dir Irland nur empfehlen.“ Ich folge ihm in den Kiosk und während er sich umsieht, krame ich meine Kamera aus meiner Tasche. Gerade als er wegschaut, schieße ich ein Foto. Die ungestellten, spontanen und ehrlichen Fotos gefallen mir einfach am meisten. Ich habe schon so viele von dieser Sorte von den verschiedensten Menschen gemacht. Oft sind so einige Schnappschüsse dabei, die ich dann später auf dem Laptop etwas bearbeite.
Um die Tatsache zu überspielen, dass ich gerade ein Foto von ihm geschossen habe, frage ich unschuldig: „Hast du Geschwister?“

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Diese Schriftrolle wurde am Mi Sep 28, 2016 11:14 pm von ©Matt Nolan verfasst.
Ich ließ das Thema über Alkohol und Drogen fallen, da ich merkte, dass sowohl sie als auch ich nicht gerne darüber redeten. Zumindest jetzt gab es eindeutig bessere Gesprächsthemen, die uns zur Auswahl standen. Um dir in dieser Aussage zustimmen zu können, kenn ich diesen Cody eindeutig zu wenig. Aber da ich sowieso nicht auf Männer stehe, werde ich auch nicht in so eine Situation kommen Ich war durch und durch heterosexuell - ich fand Frauen eindeutig zu hübsch, um irgendwann plötzlich einem Mann hinterher zu schauen.
Automatisch sah ich zu dem Jungen, nachdem Nova zu ihm hinüber gezeigt hatte und konnte es nicht verhindern, einwenig zu grinsen, als ich die Ironie in ihrer Stimme vernahm. Nick also, soso. Man könnte meinen, du arbeitest nicht sondern stalkst Leute Auch ich sparte nicht an Ironie bei diesem Satz und wartete geduldig darauf, dass ich an der Reihe war um mir ein erfrischendes Getränk kaufen zu können. Irland, wirklich? Begeistert sah ich sie an und zuckte mit den Schultern. Wieso nicht? Stimmt es, dass es in Irland wirklich so viele Schafe gibt? Ich war bisland noch nicht in vielen Ländern gewesen, weswegen ich oftmals nur von den Vorurteilungen und Erzählungen anderer gehört hatte. Als die Kunden vor mir mit ihrem Einkauf fertig waren, bestellte ich mir und Nova gleich jeweils eine Wasserflasche und legte dem Verkäufer das passende Geld hin, ehe ich meiner Begleiterin die eine Flasche in die Hand drückte. Ohne Widerrede. Dich verdursten zu lassen, wäre weniger gentlemanlike Ich grinste sie schief an und deutete auf ihre Kamera - natürlich hatte ich gemerkt, dass sie ein Foto von mir gemacht hatte. Bin ich wenigstens fotogen oder seh ich aus wie ein Buckelwal mit Zahnspange? Ich wusste selbst nicht so recht, wie ich auf den Vergleich kam, weswegen Novas Frage mir gerade recht kam. Ich fand es ohnehin nicht schlimm, wenn jemand Bilder von mir machte, solange ich nicht gerade ausgerechnet beim Essen war. Ja. Mein großer Bruder Damien geht auch hier auf die Schule. Und vor einem halben Jahr hab ich eine Halbschwester bekommen, weil meine Mutter der Meinung war, sie müsse ausgerechnet mit dem leiblichen Vater des besten Freundes meines Bruders eine kleine Familie gründen Ich schraubte die Flasche auf und nahm einen großen Schluck des gekühlten Wassers. Es war kompliziert aber dennoch konnte ich darüber reden ohne Aggressionen zu bekommen. Es erinnerte mich nur einwenig an meine Exfreundin, die schwanger geworden war und abgetrieben hatte ohne mir davor überhaupt zu erzählen, dass ich Vater geworden wäre. Wie auch immer - mit meinem Bruder verstehe ich mich super und das reicht mir. Ich lächelte sie freundlich an und nickte kaum merklich. Und du? Laufen hier irische Verwandte von dir herum? Gut gelaunt grinsend schloss ich erneut meine Flasche und drehte mich Nova komplett zu. Wärst du im Übrigen bereit, mit mir auf den Abschlussball zu gehen? Mein Bruder macht sein Abi und ich kann dich beruhigen - ich bin kein grauenvoller Tänzer

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Diese Schriftrolle wurde am Do Sep 29, 2016 6:55 pm von ©Nova Czerny verfasst.
Dass er auf Frauen steht, habe ich auch keine Sekunde angezweifelt. Dennoch konnte ich es nicht lassen ihn damit aufzuziehen. „Sicher? Ich glaube wenn du Cody noch mal ins Gesicht schaust, erkennst du darin deine Liebe deines Lebens und auch die Vorliebe an Männern.“ Ich musste spitzbübisch grinsen. Es tut wirklich gut, mal wieder ein paar Momente lang lachen zu können. Seit der Krankheit meiner Mutter habe ich es wirklich schätzen gelernt die glücklichen Momente zu genießen. ~,~
Gespielt empört schnappe ich Luft ein, als Matt mir vorwirft nicht zu arbeiten sondern Leute zu stalken. „Na aber hallo! Ich arbeite wirklich hart und ich kenne ihn nur, weil er mich mal gefragt hat, ob er auf meinem Skateboard fahren dürfte. Es hat ihm so gut gefallen, dass er sich gleich selbst eins gekauft hat,“ erkläre ich ihm lächelnd. Der Junge ist ganz liebenswert und hängt wirklich fast immer hier in der Gegend rum.
Überrascht sehe ich ihn, als ich Begeisterung in seinem Gesicht erkenne, weil ich ihm offenbarte, dass ich aus Irland komme. „Wirklich? Ich hätte dich nicht so für einen Naturburschen gehalten.“ Ich streiche mir eine Strähne aus dem Gesicht, ehe ich hinzufüge: „Tatsächlich laufen so einige Schafe rum, aber natürlich nicht in Dublin. In der Stadt ist es aber auch wunderschön, besonders in den ganzen Pubs oder wenn man einfach hindurch spaziert.“ Bei dem Gedanken muss ich etwas schmunzeln. Diese Erinnerungen erwecken ein bisschen Heimweh bei mir, doch ich schlucke es gnadenlos runter.
An der Kasse bestellt Matt auch eine Wasserflasche für mich und ich öffne bereits den Mund, um zu widersprechen, gebe aber seinen Worten klein bei und nehme nur dankend die Flasche an. Und natürlich blieb ich nicht unbemerkt wegen dem Fotografieren. Wäre auch zu schön gewesen. „Lustiger Vergleich, aber ich muss erst mal nachschauen.“ Ich greife nach der Kamera und drücke ein paar Knöpfe um den Schnappschuss zu betrachten. Er ist mir wirklich gelungen. Mal abgesehen von den tollen Lichtverhältnissen, hatte ich auch Matt wunderbar getroffen. Es war von der Seite und auf seinem Gesicht zeigt sich ein leicht nachdenklicher, aber offener Blick. Seine Haare sind ein toller Kontrast und auch die Tattoos sind kleine Hingucker. Mir gefällt es auf Anhieb. Mit ein bisschen Bearbeitung auf dem Laptop kann ich auch noch so einiges hervorheben und die Farben kräftiger machen. „Naja, sieh selbst,“ sage ich und hebe ihm die Kamera auf Augenhöhe – schließlich bin ich nicht gerade die größte. „Ich würde sagen, du bist sehr fotogen,“ kommentiere ich und lächle ihn ehrlich an.
Ich höre ihm aufmerksam zu, als er von seinem Familienverhältnis erzählt. Ich blicke ihn mitfühlend an. Muss wohl nicht ganz einfach sein. „Deinem Blick zufolge bist du alles andere begeistert darüber, was ich aber verstehen kann,“ sage ich. Ich bin erstaunt, wie offen er ist. Ob ich jemals so offen über die Krankheit meine Mutter reden kann?
Ich trinke einen Schluck aus der Wasserflasche, während er mich nach meinen Geschwistern fragt. Nachdem ich die Flasche wieder verschlossen habe, antworte ich: „Mein Bruder Liam hat mit seinem Studium begonnen. Er möchte irgendwas im Managment machen, was weiß ich. Vermutlich wollte er nur mal etwas Abstand von Zuhause gewinnen.“ Ich versuche nicht daran zu denken, warum das so ist. Allgemein sollte ich nicht zu viel denken.
„Weißt du eigentlich schon, was du nach der Schule machen möchtest?“, frage ich, etwas abwesend. Das Schauspiel von kleinen Kindern, die lachend durch die Straße laufen und miteinander spielen, lässt mich irgendwie innehalten.
Ich erstarre nur kurz in der Bewegung, als mich plötzlich Matt fragt, ob ich seine Begleitung für den Abschlussball sein möchte. Mein Kopf und Verstand schreit Nein , mein Herz, dass für solche Veranstaltungen aber förmlich schlägt, handelt schneller und deshalb kommen mir mühelos die Worte: „Ja, ich würde gerne mit dir dort hingehen.“ In den nächsten zwei Sekunden verfluche ich mich selbst vermutlich genau so oft, wie auch in der Kirche Amen gesagt wird, aber nur ein freudiges Lächeln taucht auf meinem Gesicht auf. Ich sollte mich nicht so drüber aufregen. Es braucht noch lange nichts bedeuten und ich sollte mich freuen. Matt ist nett und ich scheine mich gut mit ihm zu verstehen. Was soll schon schief gehen?
„Lass' dich überraschen, wie gut ich im Tanzen bin“, meine ich und sehe ihn mit einem geheimnisvollen Blick an. So viel ich weiß, war ich in meinem ersten Tanzkurs wirklich nicht schlecht und auf der Tanzfläche auf irgendwelchen Partys war ich immer die, die völlig in Trance versunken ist. Es macht mir schlichtweg einfach riesig Spaß. „Wann ist denn der Abschlussball und wo soll ich wann sein?“, frage ich noch. Ich hasste es, uninformiert zu sein.

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Diese Schriftrolle wurde am Do Sep 29, 2016 7:46 pm von ©Matt Nolan verfasst.
Ich schnaubte leise auf, konnte mir aber ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen. Natürlich. Vor allem weil du auch so von ihm geschwärmt hast. Sein Charakter muss ja auch wirklich unglaublich toll sein Ich schüttelte energisch meinen Kopf und zerdrückte die Plastikflasche einwenig zwischen meiner Hand. Du hast wirklich eine blühende Phantasie fügte ich grinsend hinzu und lachte leise auf, als sie empört nach Luft schnappte. Es war einfach unglaublich lustig, wenn ich sie einwenig ärgerte und eine Konter zurückbekam. Immerhin gehörte Nova nicht zu denjenigen, die einem in den Arsch krochen und keine eigene Persönlichkeit besaßen. Naja, momentan quetschst du mich ja einwenig aus und ich war schließlich einer deiner Kunden
Ich hab nur von der tollen Landschaft gehört. Ich wollte sogar allein für die Landschaftskulisse nach Neuseeland, einfach weil es dort so unglaublich faszinierend aussehen soll. Weit und breit Wiesen und Berge, die so unberührt aussehen.
Ich fand es einwenig unfair, dass Isaac, der beste Freund meines Bruders, beinahe jedes Jahr in Neuseeland war und dort seine Verwandten besuchte. Wenn es nach mir ginge, wäre ich bereits dort hingeflogen. Aber ohne Abschluss war das vielleicht keine gute Idee.
Neugierig wartete ich darauf, dass ich das Bild zu Gesicht bekam und nahm ihr die Kamera vorsichtig aus der Hand um mir das Foto näher anzuschauen. Danke Schmunzelnd hob ich die Kamera einwenig an und schoss sogleich ein Foto von der jungen Frau vor mir, ehe ich ihr die Kamera wieder entgegenstreckte, nachdem ich mir das Foto angeschaut hatte. Naja - ich liebe meine kleine Schwester. Aber die 17 Jahre Unterschied zwischen mir und ihr sind schon ziemlich heftig antwortete ich wahrheitsgemäß und zuckte mit den Schultern. In meiner Vergangenheit gab es zwar hin und wieder Dinge, die andere geheim halten würden - ich selbst sprach jedoch offen darüber, sodass niemand etwas gegen mich verwenden konnte.
Management klingt interessant - aber stressig Ich konnte mir nicht vorstellen, dass auf Dauer durchzuziehen aber solange es einem Spaß machte... Ehrlich gesagt, ich weiß es noch nicht. Im Gegensatz zu meinem Bruder will ich etwas Normales machen und später auch regelmäßig zuhause sein. Vielleicht etwas im Bereich Journalismus. Vor ein paar Jahren wollte ich Kunst studieren, bis mir dann aufgefallen ist dass ich ein hoffnungsloser Fall bin wenn es darum geht zu Zeichnen. Etwas bedauernd zog ich meine Nase kraus. Ich zeichnete gerne - beziehungsweise versuchte es. Denn irgendwie konnte man selten erkennen, was ich da aufs Papier bringen wollte. Lass mich raten, du würdest gerne Fotografin werden?
Als ich eine Zustimmung erhielt, nachdem ich Nova gefragt hatte, ob sie mit mir zum Ball kommen wollte, lächelte ich sie warm an und ging einer Katze, die meinen Weg kreuzte, derweil aus dem Weg. Ich mochte zwar Katzen aber meine Allergie zeigte sich sogar schon, wenn ich in die Nähe von den haarigen Fellknäulen kam. Super! Lächelnd rieb ich mir die Haare und schüttelte den Kopf. Ob du tanzen kannst oder nicht, ist mir eigentlich egal. Ich werde meine Begleitung sowieso auf die Tanzfläche schleifen Leise lachend rieb ich mir das Handgelenk und hielt kurz inne, nachdem sie mich fragte, wann der Ball war. Der Ball ist am 25. - ich hol dich einfach um 18 Uhr ab, in Ordnung? In welchem Zimmer wohnst du denn?

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Diese Schriftrolle wurde am Fr Sep 30, 2016 5:27 pm von ©Nova Czerny verfasst.
Ich zuckte mit den Schultern und grinste kurz. „Was heißt hier ausquetschen? Ich kann mich dich nur nicht in Irland vorstellen, umringt von irgendwelchen Schafen oder durch die Landschaften wandernd.“ Ich sehe ihn eingehend von der Seite an. Während er redet, bekommt er einen leicht verträumten Ausdruck im Gesicht und fast ein bisschen sehnsüchtig. „Oder vielleicht doch“, füge ich leise hinzu. Manchmal sind Menschen nicht so, wie sie auf den ersten Blick scheinen zu sein.
Behutsam übergebe ich ihm meine Kamera. Sie ist wirklich gut und war nicht mal so schrecklich teuer, dennoch hängt mein Herz praktisch dran. Mit ihr kann ich Momente, glückliche und traurige Zeiten, schöne Dinge und interessante Menschen aufnehmen und sie aus einer völlig anderen Perspektive betrachten. Zu gewissen Sachen braucht meinen Abstand, um ihre Schönheit zu erkennen.
Ich verdrehe belustigt die Augen, als er als Rache auch ein Foto von mir macht. Nachdem er sie mir zurückgegeben hat, stecke ich sie wieder in meine Tasche. Es wird wohl eine Überraschung für später sein, wie das Bild aussehen wird. Während ich auch meinen Schnürsenkel schnell neu band, entgegne ich auf seine Worte: „Klar, kann ich gut verstehen. Ist sicher nicht leicht, besonders für deinen Bruder, schätze ich mal.“ Die Vorstellung, dass der Vater meiner besten Freundin etwas mit meiner Mutter hat, ist schon mehr als markerschütternd. Aber ein gemeinsames Kind? Unvorstellbar.
„Ja, es ist ziemlich stressig, aber Liam hält so was aus. Er hat schließlich auch mich die letzten 17 Jahre mehr oder weniger ausgehalten.“ Ich sehe ihn praktisch vor mir. Seine pechschwarzen Haare und die hellblauen Augen, die wie ein extremer Kontrast wirken. Ich vermisste ihn.
„Journalismus hört sich echt toll an, besonders da man durchaus des öfteren umherreisen kann,“ gebe ich meine Meinung ab. „Und vielleicht musst du das Zeichnen nur ein bisschen mehr üben.“ Seine Vermutung allerdings musste ich mit einem Kopfschütteln verneinen. „Ich weiß noch nicht so genau, was ich wirklich machen möchte. Allerdings hat mich schon immer alles, was mit Medien zu tun hat, gereizt. So etwas wie Moderator würde mir gefallen.“
Während Matt der Katze auswich, strich ich ihr einmal sanft über den Rücken und laufe dann weiter. „Dann sollte ich wohl noch die Zeit nutzen und fleißig üben,“ sage ich und lache leicht. Auf seine Frage hin, antworte ich brav: „ In Zimmer 1. Ich hoffe, ich bin dann auch schon fertig
angezogen, bei mir weiß man das nämlich nie.“
Ich fahre mir lächelnd durch die Haare und freue mich insgeheim wirklich sehr auf den Abend.

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